Grüne Klagenfurt

Drohender Verkauf der denkmalgeschützten Benediktinerschule im Herzen von Klagenfurt zeugt von verantwortungslosem Umgang mit öffentlichem Gut.

Dieses strategisch so wichtige Gebäude direkt am Benediktinermarkt soll nach den Vorstellungen von GRin Schmid-Tarmann ein öffentliches „Haus der Begegnung“ werden. Eine weitere Privatimmobilie am Markt sieht sie als Bankrotterklärung für eine nachhaltige und zukunftsweisende Stadtentwicklung.

„Es ist nicht zu fassen! Das hartnäckige Gerücht bewahrheitet sich nun, dass der Industrielle Robert Kanduth den „Sandwirth“ nun durch den Kauf der denkmalgeschützten Benediktinerschule erweitern möchte!“ ist Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann empört. Die Schließung der Benediktinerschule in zwei Jahren ist fix, der Grundsatzbeschluss zum Verkauf soll am 10.Juli im Stadtsenat fallen. Ihr jahrelanger Widerstand sowie die Vorschläge der Grünen Kultur- und Wirtschaftssprecherin zur optimalen, öffentlichen Nutzung stießen - wie so oft - auf taube Ohren.

Die Mandatarin kritisiert scharf das Verscherbeln von öffentlichem Gut: „Diese Liegenschaft ist wegen ihrer zentralen Lage am Benediktinermarkt im Herzen von Klagenfurt goldeswert. Es muss das Bestreben der Stadt sein, dieses Gebäude für die BürgerInnen zu erhalten und den Markt durch ein „Haus der Begegnung“ zu beleben und aufzuwerten. Ich sage nochmals: Die Stadt ist moralisch dazu verpflichtet, ihr prächtiges Gebäude selbst weiter öffentlich zu nutzen. Ich schlage also ein Haus der Begegnung mit einer Stadtbibliothek, Mediathek, Vortragssälen und dem lange geplanten Stadtmuseum vor.  Einen Verkauf sehe ich als Bankrotterklärung für eine nachhaltige und zukunftsweisende Stadtentwicklung. Die Benediktinerschule wäre für alle Zeit verloren für die Stadt! Vielmehr noch regt sich mein Verdacht, dass die Politik vor den Investoren in deren Wettstreit um die Gustostückerln unter den Immobilien widerstandslos in die Knie geht.“ Völlig unverständlich ist für sie, dass der Verkauf an den erstbesten Bieter stattfinden soll, ohne vorher die mannigfaltigen Nachnutzungsmöglichkeiten in einem Ideenfindungsprozess zu erarbeiten. „Vielleicht sollten die EntscheidungsträgerInnen die Sitzungsferien im Sommer dazu nutzen, für die dringend fällige Nachprüfung im Fach Stadtentwicklung zu lernen“, schlägt GRin Schmid-Tarmann vor.

„Schützen Sie verantwortungsvoll das Familiensilber der KlagenfurterInnen vor privaten Profitmaximierungs-Vorstellungen!“, richtet GRin Schmid-Tarmann abschließend ihren Appell an Bürgermeisterin Mathiaschitz, den Stadtsenat und die GemeinderätInnen.

Veröffentlicht am 06.07.2018 um 12:57
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