Grüne Klagenfurt

Molitschnig: Kritik an Vorgehensweise bei ÖDK-Projekt

GR Molitschnig – Gestaltungsbeirat soll Bauvorhaben begleiten

Im Vorfeld des heutigen Runden Tisches zum Klagenfurter ÖDK-Gebäude meldet sich der Klagenfurter Grünen-Gemeinderat Elias Molitschnig mit Kritik an der geplanten Vorgehensweise zu Wort: „Das ÖDK-Projekt ist ein bedeutendes städteplanerisches Vorhaben unserer Landeshauptstadt, das an einer der wichtigsten Stadteinfahrten liegt. Umso wichtiger ist eine umsichtige und nachhaltige Planung“, so Molitschnig.

Die landschaftlichen Besonderheiten des Areals, der markante ÖDK-Bestand sowie die Einbeziehung des Bahnhof-West sollten daher dringend in eine städtebauliche Gesamtüberlegung einfließen. Dies sei bisher nicht passiert, erklärt Molitischnig: „Der Stadtteil im Westen Klagenfurts muss ganzheitlich betrachtet und entwickelt werden. Es reicht nicht, scheibchenweise Grundstücke abzuschneiden und diese einfach mit Wohnbauten zu verwerten“.

Kritik übt Molitschnig auch am Architektur-Wettbewerb für dieses Areal, der ohne Absprache mit der Architektenkammer ausgetragen wurde: „Die Kammer ist ein Garant für eine unabhängige Begleitung des Projekts, für eine unabhängige Jury und für ein faires und transparentes Verfahren. Es ist völlig unverständlich, dass man dieses Verfahren ohne die Kammer durchziehen möchte“. Molitschnig fordert daher eine Öffnung des Verfahrens, um das ÖDK-Areal in einem breiteren Kontext planen zu können: „Klagenfurt sollte mit diesem wichtigen Projekt einen städtebaulichen Mehrwert bekommen, von dem die Klagenfurter Bevölkerung auch wirklich profitiert“, so der Grünen-Gemeinderat.

Ein von den Grünen geforderter Gestaltungsbeirat solle auch das ÖDK-Projekt begleiten, so Molitschnig: „Wichtige Bauprojekte sollen städtebaulich und architektonisch von einem Gestaltungsbeirat begleitet werden, um für mehr Qualität und Planungssicherheit zu sorgen“.

Veröffentlicht am 11.08.2017 um 15:00

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