Grüne Klagenfurt

Grüne begrüßen Shared Space-Pilotprojekt am Neuen Platz

Klagenfurt (20.04. 2016) Die Grünen freuen sich über das gestern beschlossene Shared Space-Pilotprojekt am Neuen Platz. Damit wurde ein Antrag von Grünen-Ersatzgemeinderätin Erika Hornbogner umgesetzt.

Ein erster Schritt in Richtung „Shared Space“ auf der Ostseite des Neuen Platzes wurde gestern mit dem einstimmig im Stadtsenat beschlossenen Antrag von Stadtplanungsreferent Otto Umlauft (ÖVP) gesetzt. „Ich freue mich sehr, dass mein Antrag, den ich im Juli letzten Jahres eingebracht habe, positiv behandelt wurde und nun ein Pilotprojekt gestartet wird“, freut sich die Grüne Ersatzgemeinderätin Erika Hornbogner.
„Shared Space ist ein neues Konzept zur umfassenden Gestaltung des öffentlichen Raumes, wo Plätze und Straßen als Lebensraum verstanden werden, der von allen VerkehrsteilnehmerInnen geteilt und gemeinsam genutzt wird. So wird der öffentliche Raum bewusst in Szene gesetzt und zu einem Ort der menschlichen Begegnung und der Kommunikation.“

Dass die Zebrastreifen rund um den Neuen Platz aus Sicherheitsgründen vorerst vorhanden bleiben, hält Hornbogner für „sinnvoll.  Ich bin aber zuversichtlich, dass sich die Menschen nach der Testphase so sehr an die ausgeschalteten Ampeln und die neue Verkehrssituation gewöhnt haben, dass auch die Zebrastreifen letztendlich entfernt werden können“, ist Hornbogner überzeugt.

 

Schulbeginn: Gefährliches Nadelöhr in der Jergitschstraße

Klagenfurt (16.09. 2015) In der stark frequentierten Jergitschstraße zwischen Beethovenplatz und Sterneckstraße parken vor allem PendlerInnen seit der Ausweitung der Kurzparkzone beidseitig. „Da die Allee sehr schmal ist, steht ein Teil der Fahrzeuge mit zwei Rädern auf dem Grünstreifen – zwischen den Bäumen. Andere parken ganz auf der Fahrbahn. Die Autos ragen dann so weit in die Straße, dass sich begegnende Fahrzeuge immer wieder streifen.“ Gemeinderätin Schmid-Tarmann beobachtet: „Besonders gefährlich und knapp wird es, wenn sich auf der gegenüberliegenden Fahrbahn ein Linienbus oder ein Lastwagen nähern. Zu Stoßzeiten im Frühverkehr und zu Mittag bewegen sich hier auch viele Radfahrende, darunter auch zahlreiche SchülerInnen vom Bachmann-Gymnasium. Sie sind auf diesem Teilstück tatsächlich in steter Unfallgefahr, darum weichen sie auch meist auf die schmalen Gehsteige hinter den Alleebäumen aus. Dieses Teilstück ist bis zur Sterneckstraße ein Nadelöhr, denn weiter zwischen Sterneckstraße und Koschatstraße parken die Autos nur auf der Westseite.“

Die Mandatarin hat bereits im Juni 2012 einen Antrag eingebracht, um die gefährliche Situation zu entschärfen. „Meine Forderung – einseitiges Parken mit Radwegmarkierung – bleibt aufrecht. Das Parken soll zwischen Sterneckstraße und Beethovenplatz nur auf der westlichen Straßenseite gestattet sein. Auf der östlichen Seite soll der Radweg aus der Karnerstraße durchgehend bis zur Tarviser Straße verlängert werden.“

„Ich befürchte, dass diese untragbare Verkehrssituation erst behoben wird, wenn es zu einem Unfall mit Personenschaden gekommen ist. Denn der Antrag wurde im Verkehrsausschuss zwar für gut befunden, aber die Umsetzung vom damaligen Verkehrsreferenten Steinkellner aus Geldmangel auf Eis gelegt. Es geht hier lediglich um den guten Willen, das Aufstellen von Verkehrsschildern und ein bisschen Farbe für die Radwegmarkierung“, so GRin Schmid-Tarmann. Darum wird sie bei der nächsten Gemeinderatssitzung diesen Antrag nochmals einbringen.

Fotos: Schmid-Tarmann

Das Hotel Wörthersee erhalten!

Klagenfurt (04.09. 2015) Seit dem Verkauf 2011 geht es mit dem einst renommierten Hotel Wörthersee bergab. „Was seit mehr als hundert Jahren die Ostbucht krönt und so vielen Menschen ans Herz gewachsen ist, verfällt zusehends, denn die neuen Besitzer erhalten und revitalisierten es nicht wie vorgesehen. Vielmehr gehen sie mit dem denkmalgeschützten Gebäude verantwortungslos um und beschleunigen offensichtlich den Verfall“, beklagt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. Mehrmals wurden von Seiten des Bundesdenkmalamtes Forderungen an die Eigentümer gestellt, um die historisch bedeutsame Bausubstanz für die kommenden Generationen zu erhalten. Diesen Forderungen wurden nur bedingt erfüllt und das Gebäude erleidet weiterhin Schaden. „Daher werde ich die Prüfung durch die Abteilung Zivilrecht einfordern, um diese Missstände auch aufzuzeigen!“, unterstreicht Gemeinderat  Elias Molitschnig, zuständiger Stadtentwicklungs- & Baukultursprecher der Klagenfurter Grünen.

"Es ist Aufgabe der Stadt, die Auflagen, die das Denkmalamt an die Eigentümer der Liegenschaft stellt, zu überprüfen und falls die Fristen für die Maßnahmen nicht eingehalten werden, auch Sanktionen zu veranlassen. Aufgrund des eingebrachten Antrages des Eigentümers, indem eine Aufhebung des Denkmalschutzes beantragt wurde, hat das Bundesdenkmalamt den Denkmalbeirat eingeschaltet. Eine diesbezügliche Stellungnahme wird demnächst erwartet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass alle Beteiligten der Stadtpolitik und der Fachabteillungen der Stadt und des Bundesdenkmalamtes für den Schutz und die Wiederbelebung des Juwels der Wörtherseearchitektur (Architekt Wilhelm Hess) eintreten werden.

Sehr viel liegt in den Händen der Besitzer dieser Seeliegenschaft. Diese sollen ernsthafte Ziele für eine Adaptierung des Gebäudebestandes vorlegen oder die Liegenschaft zu einem ernstzunehmenden, marktfähigen Preis verkaufen.
Abschließend wäre die Umnutzung und Wiederbelebung dieses baukulturellen Zeitzeugen der Wörthersee-Architektur überaus wünschenswert und sollte sich ein Investor mit dem ernsthaften Willen für eine Neuorientierung finden, werden wir alles Notwendige tun um schnellstmöglich eine bestmögliche Lösung zu ermöglichen."

Straße nach Kärntner Botanikerin benennen

Klagenfurt (10.07. 2015) „Dr. Ángela Piskernik war eine außergewöhnliche Frau. Sie war die erste Kärntner Slowenin, die an einer Universität promovierte und das in einer Zeit, als das Studieren für Frauen noch lange keine Selbstverständlichkeit war“, so Ersatzgemeinderätin Sonja Koschier, die sich für gelebte Mehrsprachigkeit und die slowenische Volkgruppe in Kärnten einsetzt. „Klagenfurt ist die Stadt mit der größten Anzahl Slowenisch sprechender Menschen in Kärnten – dem sollte auch Rechnung getragen werden.“

Piskernik (1886-1967) wurde in Eisenkappel/Železna Kapla geboren und besuchte nach der Volksschule die private Lehrerbildungsanstalt der Ursulinen in Klagenfurt. Dort schloss sie die Ausbildung mit Auszeichnung ab und unterrichtete anschließend an dieser Schule. Es folgte das Studium der Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Botanik in Wien, welches sie 1914 mit ihrer Promotion abschloss.

Nachdem die Botanikerin in Kärnten keine geeignete Arbeit fand, nahm sie eine Stelle am Krainer Landesmuseum an. Später unterrichtete Piskernik an verschiedenen Gymnasien in Laibach/Ljubljana und in Novo mesto und war Professorin an der Universität in Ljubljana. „Sie setzte sich stark für die Bildung von Frauen ein und war ihren Landsleuten immer sehr verbunden“, weiß Koschier.

„Von 1943 bis 1945 war Piskernik im KZ Ravensbrück interniert, das sie abgemagert auf 38 kg überlebte. 1953 übernahm sie die Leitung des naturwissenschaftlichen Museums in Ljubljana und begann sich intensiv mit dem Thema Umweltschutz zu befassen. Eine ihrer größten Leistungen war die Schaffung des Triglav-Nationalparks im Jahr 1961. Ihrer Zeit voraus setzte sich die Naturschützerin ebenfalls für die Schaffung eines staatsübergreifenden Naturreservates in den Karawanken ein“, so Koschier. „Um ihre Vorbildfunktion im Umweltschutz, ihren Einsatz für die Wissenschaft, die Bildung für Frauen und die Rechte der slowenischen Volksgruppe in Kärnten zu würdigen, habe ich einen Antrag zur Benennung einer Straße oder eines Platzes nach ihr eingebracht“, so Koschier abschließend.

Bildtext: Dr. Ángela Piskernik war die erste Kärntner Slowenin, die an einer Universität promovierte. Erstatzgemeinderätin Sonja Koschier setzt sich für die Benennung einer Straße oder eines Platzes nach der bekannten Botanikerin ein.
Quelle: Wikipedia

Heckenweg soll zur Wohnstraße werden

Klagenfurt (09.07. 2015) „Der Heckenweg – Ecke Ziggulnstraße – ist bereits jetzt ein Weg, der nur von AnrainerInnen genutzt wird. Es wohnen dort hauptsächlich Familien mit Kindern“, weiß Ersatzgemeinderätin Erika Hornbogner, die in der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag zur Errichtung einer Wohnstraße einbrachte. Für die Ersatzgemeinderätin ist die Errichtung von Wohnstraßen eine sinnvolle Maßnahme zur Steigerung der Lebensqualität von AnrainerInnen in Straßen mit vorwiegender Wohnnutzung.

„Der große Vorteil einer Wohnstraße ist, dass AutofahrerInnen nur zu- und abfahren, aber nicht durchfahren dürfen. Weiters dürfen sie maximal im   Schritttempo unterwegs sein und: Kinder können im gesamten Straßenbereich spielen. Die Straße wird zur Begegnungszone“, erklärt Hornbogner.

„Generell sollten in Klagenfurt Wohnstraßen wieder vermehrt als Mittel der Verkehrsplanung eingesetzt werden. Sie sind ein probates Mittel zur Verkehrsberuhigung und zur Steigerung der Lebensqualität. Voraussetzung für die Errichtung von Wohnstraßen ist allerdings immer die Einbeziehung der Betroffenen.“

Wichtig sei außerdem Bewusstseinsbildung, betont Hornbogner. „Es braucht in Hinblick auf Wohnstraßen und was dort alles erlaubt und was verboten ist, sicher mehr Aufklärungsarbeit. Vielen AutofahrerInnen ist nicht bewusst, dass in einer Wohnstraße Schrittgeschwindigkeit gilt oder Parken lediglich auf den dafür vorgesehen Flächen erlaubt ist.“  



Bildtext:
Der Heckenweg soll zur Wohnstraße werden – das fordert Ersatzgemeinderätin Erika Hornbogner in einem Antrag.
Fotocredit: KK

Stadt der Zukunft als Gemeinschaftsprojekt

Klagenfurt (26.06. 2015) Im Mai brachte Gemeinderat Elias Molitschnig bereits einen Antrag zur Installierung eines Gestaltungs- und Baukulturbeirates in Klagenfurt ein, der betreffend der Qualität künftiger Bauprojekte eine „Steuerfunktion“ haben soll. „Aufgabe des Gestaltungs- und Baukulturbeirates ist es, städtebauliche und architektonische Fehlentwicklungen zu verhindern“, erklärt der Architekt (siehe http://klagenfurt.gruene.at/Mehr-Qualitaet-fuer-Klagenfurts-Bauprojekte).    

Kooperative Planungsverfahren sind die nächsten Schritte in Richtung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, betont Molitschnig. „Beim gemeinsamen Entwickeln von Stadtteilen bzw. Stadtvierteln kann sich jede/r einbringen: PlanerInnen, InvestorInnen, VertreterInnen aus Politik und Stadtverwaltung und natürlich die BürgerInnen. Das führt einerseits zu mehr Qualität und andererseits zu einer größeren Akzeptanz in der Bevölkerung“, sieht Molitschnig große Vorteile.

Für den Grünen Mandatar gehört kooperativen Planungsverfahren die Zukunft. „Es entsteht eine ganz neue Dynamik. Wenn Planungsprozesse auf eine breitere Basis gestellt werden, werden die Ergebnisse mehr akzeptiert und mitgetragen. Entscheidungsfindungen werden transparent und nachvollziehbar.“

In seinem Antrag fordert Molitschnig die Stadt auf, kooperative Verfahren, z.B. beim Lendhafenviertel oder dem Benediktinermarkt, einzuleiten. „Die Stadt ist gefordert, u.a. Ideen- und Architekturwettbewerbe zu fördern und auszuschreiben sowie Studienprojekte einzubinden.“ Ideal wäre die Bildung von Kerngruppen, die über eine Gemeinderatsperiode hinaus als AnsprechpartnerInnen für ein Stadtviertel und die Politik fungieren und entsprechend unterstützt werden, so Molitschnig. „Die bestmögliche Weiterentwicklung eines Stadtviertels ist keine einmalige Sache, sondern bedarf einer ständigen Auseinandersetzung. Baukultur braucht Dialog!“  

Für Molitschnig geht es bei der Stadt der Zukunft auch um die optimale Nutzung bestehender Flächen. „Gerade in Zeiten finanzieller Engpässe, sollten wir das Bauen auf der grünen Wiese stoppen und uns stattdessen um eine Umbaukultur bemühen, denn: Die Häuser von gestern werden die Stadt von morgen!“

Bildtext: Beispiel von gelebter BürgerInnenbeteiligung in Wien
Fotocredit: Grüner Club Wien 
Weitere Fotos unter http://planungswerkstatt.tumblr.com/

 

Grüner Erfolg: Straßenmusik nun ganzjährig möglich!

Klagenfurt (24.06. 2015) Noch im November des Vorjahres kritisierten die Grünen das willkürlich verhängte Auftrittsverbot für Straßenmusikanten in der Zeit zwischen November und Jänner. Die Grünen forderten die Aufhebung und eine Straßenmusikverordnung, die das Musizieren an öffentlichen Orten klar regelt.

Die gestern im Gemeinderat beschlossene novellierte Lärmschutzverordnung sieht unter § 4 nun klare Spielregeln für Straßenmusikanten vor. „Ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Toleranz und Weltoffenheit. Straßenmusikanten dürfen in der Klagenfurter Fußgängerzone ab sofort das ganze Jahr über auftreten“, freut sich Gemeinderätin Margit Motschiunig, die in der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag einbrachte. „Neu ist auch, dass Straßenmusikanten keine Gebühr (in der Höhe von 35 Euro) mehr zu bezahlen haben.“ 

Um Konflikten vorzubeugen, sind Aufrittszeiten und Spielorte von Straßenmusikanten klar definiert: „Gespielt werden darf zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 19 Uhr und nicht unmittelbar vor Haus- und Geschäftseingängen, Gastgärten, Passagen etc. Die Straßenmusik muss ganz ohne elektrische Verstärkung auskommen, wodurch sich die Lautstärke in Grenzen hält. Weiters ist der Spielort nach 30 Minuten zu wechseln – Beschwerden über eine Dauerbeschallung wird es also kaum geben“, ist Motschiunig zuversichtlich.

„Ich freue mich sehr, dass den Straßenmusikanten das Leben in unserer Stadt nun leichter gemacht wird. Straßenmusik sorgt für ein lebendiges Stadtbild und ist neben einer TouristInnenattraktion auch eine absolute gesellschaftliche Bereicherung“, so die Grüne Clubobfrau abschließend.

Grüne fordern Einstellung des Ordnungsamtes

Klagenfurt (12.05. 2015) Zur Vorgeschichte: Das Ordnungsamt hat im Dezember 2013 seine Arbeit aufgenommen. Eine Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse ist dem Projekt nicht vorausgegangen. Ursprünglich hätte das Ordnungsamt schon im Herbst 2012 starten sollen. Der damalige Personalreferent Germ (FPÖ) schrieb Stellen aus, deren Bezahlung im Budget gar nicht vorgesehen war. Darüber hinaus gab es Ungereimtheiten bei der Objektivierung, die nicht nur die Grünen, sondern auch die Personalvertretung auf den Plan riefen. Die Aufnahme der OrdnungshüterInnen wurde gestoppt, das Projekt ohne Konzept stand still. Ende 2013 boxte die FPÖ das Ordnungsamt doch noch im Alleingang durch – die Posten wurden intern besetzt. Für die Finanzierung des Projektes gab es von Grünen, SPÖ und ÖVP keine Zustimmung (ein Antrag der FPÖ wurde am 26. Juli 2012 von Grünen, SPÖ und ÖVP abgelehnt), weshalb sich bei der Angelobung der ersten elf OrdnungshüterInnen im Rathaus lediglich FPÖ-Politiker einfanden. Die Aufgaben des Ordnungsamtes sind bis heute – knapp eineinhalb Jahren Betrieb – nicht klar definiert. Eine seriöse Evaluierung des Projektes gibt es nicht.

Für die Klagenfurter Grünen ist klar: „Kosten und Nutzen stehen in keiner Relation. Dass sich durch die Installierung des Ordnungsamtes in St. Ruprecht die Sicherheit in der Stadt erhöht haben soll, ist mehr als fragwürdig. Schließlich soll das Ordnungsamt die Schließung des Polizeipostens am Bahnhof begünstigt haben“, erinnert Gemeinderat Thomas Winter-Holzinger, der in der Gemeinderatssitzung vom 28. April 2015 einen Antrag zur Einstellung des Ordnungsamtes eingebracht hat.

„Die Stadt Klagenfurt muss sparen – gerade im Personalbereich. Das Projekt Ordnungsamt war von Anfang an unausgegoren und ist mit Kosten von bis zu einer halben Million Euro im Jahr ein finanzielles Sorgenkind. Die Stadt sollte sich das Geld für diese zahnlose Bummelwache sparen und es nachhaltiger einsetzen“, so Winter-Holzinger abschließend.

Jahrelanger Einsatz trägt Früchte: Seebühne wird endgültig „versenkt“!

Klagenfurt (06.05. 2015) Die Klagenfurter Grünen kämpften seit vielen Jahren für die Entfernung des „Millionengrabes“ in der Ostbucht. „Jetzt tragen unsere Bemühungen endlich Früchte! Die Koalition der Vernunft hat den Abbau der Kultur-Ruine beschlossen“, freut sich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die den ersten Antrag betreffend des Abbaus der Seebühne vor elf Jahren (!) einbrachte. „Es war 2004 einer meiner ersten Anträge als Ersatzgemeinderätin.“

Für die Klagenfurter Grünen war der Abbau der Seebühne „die einzig richtige Lösung. Es gab zuhauf Kritik an der jahrelangen Steuergeldverschwendung durch das Prestigeprojekt des ehemaligen Landeshauptmannes Haider und an der Verschandelung der Ostbucht. Jetzt bekommen die KlagenfurterInnen endlich wieder freie Sicht auf den Wörthersee!“

Nach dem Abbau der Seebühne streben die Grünen auch eine nachhaltige Entlastung der schützenswerten Ostbucht an. „Die Ostbucht soll wieder zu einem echten Lebensraum und einem Erholungsgebiet für die Klagenfurter Bevölkerung werden“, fordert Schmid-Tarmann, die in der nächsten Gemeinderatssitzung neuerlich einen Antrag einbringen möchte.

Schmid-Tarmann: Sechs Großbauprojekte am Waldrand warten auf Startschuss nach der Wahl

Klagenfurt (04.02. 2015) Am Waldrand des Landschaftsschutzgebietes Kreuzbergl harren sechs Bauprojekte ihrer Umsetzung. „Wegen der bevorstehenden Wahl scheinen sich die beiden Verantwortlichen, Stadtplanungsreferentin Mathiaschitz und Bürgermeister Scheider als erste Bauinstanz, nicht drüber zu trauen, müssen sie doch damit rechnen, sich den Zorn vieler Betroffener zuzuziehen. Schließlich geht es um WählerInnenstimmen“, vermutet Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die mit den betroffenen BürgerInnen, die um ihre Lebensqualität fürchten, in Kontakt steht und sie unterstützt.

„Es handelt sich um sechs geplante, sehr umstrittene Objekte, teils bewilligt, teils noch auf dem Behördenweg. Hierbei geht es um die unendliche Geschichte Felsnestweg: Das Projekt konnte durch die negative Stellungnahme vom Land gestoppt werden, jetzt ist es aber durch das STEK 2020+ möglich gemacht worden. Am Kirschhofweg sind mitten im Einfamilienhausgebiet mit großteils alten Villen gleich drei große Bauprojekte geplant, wofür jeweils alte Landhäuser abgerissen werden müssten. Ebenso brachial wäre die Umsetzung von zwei geplanten Bauprojekten am Waldhofweg, für deren Aushub erst monatelange Schremmarbeiten im Kreuzberglschiefer nötig wären.

„Ich verstehe nicht, dass den Planern nicht eine Vorgabe gemacht wird, ortsüblich zu bauen! Wie kann man in einer sensiblen, idyllische Waldrandlage dermaßen überdimensioniert bauen wollen und auch bewilligt bekommen? Ich zweifle schon lange am ästhetischen Gespür der Verantwortlichen und hoffe sehr, dass Stadtplanung und oberste Bauinstanz in der nächsten Legislaturperiode in andere, verantwortungsvollere Hände gelangen,“ so GRin Schmid-Tarmann.

Die Grüne Gemeinderätin beobachtet seit Jahren mit Argusaugen die Veränderungen des ehemaligen idyllisch-dörflichen Stadtteils St.Martin und die Kinkstraßen-Villen. „Bauspekulation und Wunsch auf exklusive Aussichtslage für Eigentumswohnungen machen die Kreuzbergl-Gegend zum Objekt der Begierde: Abrisse wie der Traditionsgasthof Müller sowie die Jahrhundertwendevilla „Felsennest“ fielen der Spitzhacke zum Opfer, um Großbauten Platz zu machen. Auf der „Rodelwiese“ neben der Kirche wurden sieben bis zu vierstöckige Klötze hingestellt, welche die romanische Kirche abdecken.
„Ich hoffe, dass diese
sechs umstrittenen Bauprojekte nie zur Umsetzung gelangen!“ so Schmid-Tarmann abschließend.



St. Martin, am Rande des Landschaftsschutzgebietes Kreuzbergl

Felsnestweg 18
Erst wurde die 100 Jahre alte Felsennestvilla geschleift, dann über 4.000 Quadratmeter Wald gerodet.Geplant sindvier zwei- bis dreistöckige, weitaus überdimensionierte Gebäude (+Dachgeschoß + Tiefgeschoß) mitten in einem Einfamilienhaus-Gebiet am Waldrand in St. Martin. Es hat erst die negative Stellungnahme vom Land gebraucht, um das Projekt zu stoppen, doch dank des STEK 2020+ wird wie durch ein Wunder die Bebauung jetzt möglich...

Kirschhofweg 7
Hier soll ein dreigeschoßiges Projekt ein altes Landhaus ersetzen. Die Zufahrt soll über den Königschlösslweg erfolgen; Königschlösslweg und Kirschhofweg sind einspurige (!) Wege! Der Abriss des bestehenden Einfamilienhauses wird in Kürze erfolgen, die Bauverhandlung dafür gab es schon.

Ecke Kinkstraße/ Kirschhofweg
Ein Wohnblock für fünf Luxuswohnungen mit Tiefgaragen auf 1242 m2 wird errichtet,  dafür muss ein altes Haus geschleift werden.  

Kinkstaße 60 /Kirschhofweg
6 + Eigentumswohnungen mit einem extra Garagengeschoß sind geplant – Die Zufahrt führt über den Kirschhofweg. Die Ausweitung des Servituts für eine asphaltierte Straße durchs Landschaftsschutzgebiet Kreuzbergl wäre nötig. Auch dafür müsste ein altes Holzhaus am Waldrand angerissen werden.

Waldhofweg 5
Mit der Bewilligung des Projektes würden 12 Wohneinheiten entstehen, gleich danach am Waldhofweg 10 10 Wohneinheiten.
Problematik: Felsiger Grund: Kreuzberglschiefer, wochenlange Schremmarbeiten nötig (Vgl. Weg am Hügel, Wölfnitz) Vervielfachung des Verkehrsaufkommens, hochgezogene Betonmauer, völlige Beschattung des Nachbargrundstückes.