Grüne Klagenfurt

Größte Baumoffensive gestartet

Heute wurde in der Stadtgartenzentrale die größte bekannte Baumoffensive Klagenfurts gestartet. Insgesamt werden – verteilt auf das gesamte Stadtgebiet – 386 Bäume neu gepflanzt, freut sich Stadtrat Frank Frey.

In den nächsten zwei Wochen werden in der Stadt Klagenfurt 386 Bäume neu gepflanzt. „Investiert werden insgesamt 270.000 Euro, um den Grünraum im Straßenbild zu erweitern und wegen Schäden entfernte Bäume zu ersetzen“, informiert Stadtrat Frank Frey beim heutigen Start der Aktion in der Stadtgartenzentrale. Der Grüne Stadtgarten- und Umweltreferent ist stolz darauf, dass auch dort Bäume gepflanzt werden, wo zuvor noch keine gestanden sind. „Im nächsten Frühjahr können wir uns dann über ein noch schöneres, blühenderes Stadtbild freuen“, hebt Frey hervor. Stadtgartenchef Heinz Blechl und seinen MitarbeiterInnen dankt der Stadtrat nochmals ganz herzlich. Sie waren nach dem heurigen Schneebruch im Frühjahr mit einer erhöhten Arbeitsbelastung konfrontiert. Bei der heutigen Präsentation wurden auch die positiven Wirkungen von Stadtbäumen heraus gestrichen. Sie seien nicht nur Lebensräume für Tiere, sondern auch Sauerstoffproduzenten und Schattenspender. Ausgepflanzt werden in den folgenden beiden Wochen vor allem Ginkgobäume, Ulmen, Zerr-Eichen und Amberbäume. Die meisten Bäume werden übrigens in der Feldkirchner Straße (44 Bäume), bei Minimundus (41), in der Sterneckstraße (39), in der St. Ruprechter Straße (34) und in der Kranzmayerstarße (30) gepflanzt.

Fotocredit: Sandra Pinter

Frey: Drei Baumschönheiten unter Schutz gestellt

 

Naturdenkmal1 Naturdenkmal2

Klagenfurt (12.04. 2016) Klagenfurt ist um drei geschützte Naturjuwele reicher: Auf Antrag von Umweltreferent Frank Frey wurden drei Eichen in der Waffenschmiedgasse in Waidmannsdorf zu Naturdenkmälern erklärt.

Die Zahl der geschützten Baumschönheiten in Klagenfurt wächst. Bereits in den letzten Jahren wurden auf Bestreben der Grünen hin viele seltene Bäume zu Naturdenkmälern erklärt. „Naturdenkmäler sind bedeutend und wertvoll für das Stadtbild. In Klagenfurt gibt es viele Bäume, die aufgrund ihres Erscheinungsbildes, ihrer Seltenheit oder ihres naturwissenschaftlichen Wertes Schutz verdienen“, so der Grüne Stadtrat Frank Frey.

Drei Eichen in der Waffenschmiedgasse wurden nun aufgrund ihrer Eigenart und Seltenheit auf Antrag von Umweltreferent Frey zu Naturdenkmälern erklärt.  „Die drei Eichen sind in dieser Wohngegend eine große Bereicherung. Jetzt stehen sie dauerhaft unter Schutz“, freut sich Frey über die neuen Naturdenkmäler. „Die Eiche westlich hat einen stolzen Stammumfang von 360 Zentimeter und ist ca. 120 Jahre alt. Die anderen beiden Eichen sind ebenfalls bereits zwischen 80 und 100 Jahre alt“, so Frey.

Groß ist die Freude über die neuen Naturdenkmäler auch bei Anwohnerin Anna Pabel, die sich für den Schutz der Baumriesen stark gemacht hat (siehe Fotos; Fotocredit: S. Pinter).

Naturdenkmal3 Naturdenkmal4

Grüner Verdienst: Klagenfurt, die Stadt der Naturdenkmäler

Klagenfurt (13.05. 2014) Klagenfurt, die Stadt der Naturdenkmäler – das ist die Vision von Umweltreferentin Andrea Wulz und Gemeinderat Reinhold Gasper, der gemeinsam mit dem Alpenverein die Aktion „Neue Naturdenkmäler“ ins Leben gerufen hat. „Naturdenkmäler sind bedeutend und wertvoll für das Stadtbild. In Klagenfurt gibt es viele Bäume, die aufgrund ihres Erscheinungsbildes, ihrer Seltenheit oder ihres naturwissenschaftlichen Wertes Schutz verdienen“, so Wulz, die vor fünf Jahren das Umweltreferat übernommen hat, mit dem Ziel, Klagenfurt ein Stück umweltfreundlicher zu machen. In dieser Zeit wurden auf Bestreben der  Grünen hin viele Baumschönheiten zu Naturdenkmälern erklärt und damit unter Schutz gestellt. „Vorher ging in diesem Bereich wenig weiter“, erinnert Wulz. 

Die Anregungen für neue Naturdenkmäler liefert meist Parteikollege und Baumliebhaber Reinhold Gasper. „Er spürt immer wieder Bäume auf, die sich als Naturdenkmäler eignen würden. Seine Vorschläge werden im Umweltausschuss behandelt, kommen dann weiter zur Abteilung Umweltschutz und zur Behörde, die die Eigentumsverhältnisse abklärt. Dann wird eine Verordnung erstellt und das neue Naturdenkmal im Stadtsenat beschlossen“, erklärt Wulz.

2011 wurde übrigens bereits eine 70-seitige Broschüre „Natur in Klagenfurt“, ein Führer zu Klagenfurts Naturdenkmälern, herausgegeben. Darin sind 37 Naturdenkmäler der Stadt in Wort und Bild erfasst. „Mittlerweile ist die Zahl bereits auf 43 angestiegen, weitere Naturdenkmäler werden demnächst beschlossen“, freut sich die Umweltreferentin. Aufgrund seiner Verdienste rund um die Naturdenkmäler in Klagenfurt wird Reinhold Gasper übrigens demnächst von der Stadt Klagenfurt geehrt und mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Der eindrucksvolle Urwelt-Mammutbaumes im Landhauspark wurde auf Antrag von Gemeinderat Reinhold Gasper vor ein paar Jahren unter Schutz gestellt. Weitere Baumschönheiten, die auf Antrag des Mandatars in den letzten Jahren allein in der Klagenfurter Innenstadt zum Naturdenkmal erklärt worden sind: der Ginkgobaum im Landhauspark, die doppelte Eibe im Rauscherpark und die Stiel-Eiche im Schillerpark („Schillereiche“).
Foto: Vanessa Planner

Gratulieren Reinhold Gasper zu seinen Verdiensten rund um Naturdenkmäler in Klagenfurt: Umweltausschuss-Vorsitzende Gemeinderätin Christina Krainz (links) und Umwelt-Stadträtin Andrea Wulz.
Foto: Stadtpresse/Julia Fritz-Glinik

Waisenhauskaserne: Stadt pflegt nach wie vor privaten Park

Klagenfurt (23.10. 2013) Vor über einer Woche wurde in den Medien über die Gefährdung von Bäumen und Baumwurzeln im Maria Theresia Park durch riesige Häufen von Aushubmaterial berichtet. Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann forderte in einer Presseaussendung Konsequenzen und prangerte den rücksichtslosen Umgang der Baufirma mit den Bäumen an (http://klagenfurt.gruene.at/Waisenhauskaserne-Liebloser-Umgang-mit-Park-und-Baeumen-Lebensqualitaet-schwindet). „Geändert hat sich an der Situation leider nichts. Ich quere den Maria Theresia Park nahezu täglich, noch immer türmen sich Häufen von Aushubmaterial und ersticken die Baumwurzeln“, ärgert sich Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die sich auch darüber wundert, dass der Park, der sich ja in Privatbesitz befindet, trotzdem von der öffentlichen Hand – der Abteilung Stadtgarten – betreut wird: „Die Kosten für die Pflege des Parks übernimmt seit vielen Jahren die Stadt Klagenfurt, also die  SteuerzahlerInnen“, so Schmid-Tarmann, die bereits im März 2011 eine Anfrage an den zuständigen Referenten, Stadtrat Wolfgang Germ, gestellt hat und die Pflege dieser privaten Liegenschaft hinterfragt. „Schließlich bleibt vom öffentlich zugänglichen Maria-Theresia-Park nicht mehr viel übrig – nachdem der Bauunternehmer Flächen für die privaten Gärten der Neubauten und für sein Restaurant beansprucht“, kritisiert Schmid-Tarmann und betont abschließend: „Auch private HauseigentümerInnen müssen auf eigene Kosten für die Pflege von Gehsteigen aufkommen, die öffentlich zugänglich sind.“

Fotos (2): E. Schmid-Tarmann

Naturwunder am Lendkanal: Seltene Luftwurzeln zu sehen

Klagenfurt (16.10.2013) Das Niedrigwasser im Lendkanal ist dafür verantwortlich, dass die Ufermauern hervortreten und die sonst kaum sichtbaren  Wurzelkörper der Schwarzerlen hervortreten – ohne jedoch die Ufermauern zu zerstören, erklärt Grünen-Gemeinderat Reinhold Gasper. „Luftwurzeln treiben nur bei Schwarzerlen – aus dem untersten Stammbereich heraus – aus. Sie senken sich ins Wasser, da sie aus der Böschung zu wenig Wasser bekommen.“

Von der Paternion-Brücke bis zur Loretto-Brücke haben insgesamt ca. 20 Bäume verschieden große Wurzelkörper gebildet. „Ein besonders herausragender, ca. ein  Kubikmeter großer Wurzelkörper, ist bei einem Baum im Bereich Minimundus zu bewundern“, erzählt Gasper. „Der Abschnitt des Lendkanals erinnert derzeit an einen Magrovenwald. Wer das Naturschauspiel noch sehen möchte – am besten vom Radweg aus – sollte sich allerdings beeilen: Denn wenn der Wasserspiegel steigt, ist es wieder verschwunden.“

Foto: R. Gasper

Waisenhauskaserne: Liebloser Umgang mit Park und Bäumen – Lebensqualität schwindet

Baumwurzeln, andere Bäume hat man bereits gefällt – obwohl sie erhalten hätten werden müssen,“ berichtet Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann nach einem Lokalaugenschein. „Es geht einfach nicht, dass sich eine Baufirma alles erlauben kann und keinerlei Rücksicht auf Mensch und Natur nimmt. AnrainerInnen fühlen sich zunehmend machtlos und ihr Zorn steigt, da ihre Einwände nicht ernst genommen werden“, kritisiert Schmid-Tarmann, die von den betroffenen AnrainerInnen seit 2009 auf dem Laufenden gehalten wird. „Rechtskonform zu handeln, heißt nicht immer, gerecht zu handeln. Baufirmen reizen oft den Rahmen der Legalität voll aus, was aber nicht heißt, dass es moralisch nicht bedenklich ist“, so Schmid-Tarmann, die von Anfang an Ungereimtheiten rund um das umstrittene Bauprojekt aufgezeigt und sich für die Erhaltung des öffentlichen Maria-Theresia-Parks eingesetzt hat.

„Die AnrainerInnen leiden unter der schwindenden Lebensqualität, vom bislang öffentlichen Maria-Theresia-Park bleibt nicht mehr viel übrig“, zeigt die Gemeinderätin auf. „Die Baufirma nimmt den Menschen scheibchenweise etwas von ihrem Park weg – indem die Privatgärten der Neubauten einfach im Park errichtet werden, obwohl das laut Gutachten des Landes dem Charakter eines Parks widerspricht. Und indem der Sitzgarten des geplanten Restaurants einfach in den Park hinein gebaut und somit nicht mehr öffentlich zugängig wird“, so Schmid-Tarmann, die der Meinung ist, dass die Baufirma Kollitsch das Restaurant auch in einem anderen Bereich des 22.350 Quadratmeter großen Grundstücks, und nicht direkt in den Park, errichten könnte.

Den Bürgermeister als oberste Bauinstanz der Stadt Klagenfurt fordert Schmid-Tarmann auf, u.a. diese Baufirma in die Schranken zu weisen. „Es ist nicht länger tolerierbar, dass sich Baufirmen alles herausnehmen können, berechtigte Einsprüche von AnrainerInnen generell abgewiesen werden und der lieblose Umgang mit Bäumen bzw. illegales Fällen ohne Konsequenzen bleibt.“ 

Fotos (2): E. Schmid-Tarmann

Grüne schlagen Alarm: Borkenkäfer-Invasion am Spitalberg

Klagenfurt (11.10. 2013) „Weitere Bäume zeigen bereits Anzeichen“, weiß Gasper nach einem Lokalaugenschein. „Ich habe mich bereits informiert: Zu den WaldbesitzerInnen gehören die Stadtwerke Klagenfurt, das Klinikum und das Land Kärnten. Laut Gesetz ist jede/r Waldbesitzer/in dazu verpflichtet, befallene Bäume rasch zu entfernen, um die Ausbreitung der schädlichen Insekten zu verhindern. Denn wie kommen angrenzende WaldbesitzerInnen dazu, dass sie wegen der Nachlässigkeit einiger, Schaden erleiden?“, so der Grün-Mandatar, für den es unverständlich ist, das bis jetzt niemand einen Finger gerührt hat – „obwohl bei den Hochbehältern regelmäßige Inspektionen durchgeführt werden. Daneben befindet sich ein Privatgrund, der als illegaler Lagerplatz für landwirtschaftliche Maschinen, alte Paletten etc. missbraucht wird. Es ist merkwürdig, dass sich niemand an dem angrenzenden Waldsterben und dem verbotenen Lagerplatz stört. Aufmerksamen SpaziergängerInnen ist der Zustand der Bäume sehr wohl aufgefallen – sie haben mich auch umgehend informiert, da sie sich von den toten Bäumen bedroht fühlen und hoffen, dass bald wieder für Ordnung und Sicherheit gesorgt wird.“ Gasper fordert die verantwortlichen WaldbesitzerInnen auf, die vom Borkenkäfer befallenen Bäume so rasch wie möglich zu entfernen.

Foto: Reinhold Gasper

Missachtung von Bebauungsplänen wird zunehmend zum Problem!

Klagenfurt (04.09. 2013) Besorgte AnrainerInnen des Areals der ehemaligen Waisenhauskaserne alarmierten gestern die Grünen. „Es wurden zwei große Bäume gefällt, obwohl diese im Bebauungsplan als zu erhalten markiert sind“, so eine erboste Anrainerin. Über die Unverfrorenheit der Baufirma, die am Areal der ehemaligen Waisenhauskaserne nach deren Abriss fünf Wohnblöcke und ein Restaurant baut, ärgert sich auch Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann: „Es ist skandalös, dass sich die Firma einfach über den Bebauungsplan hinwegsetzt“, so  Schmid-Tarmann, die sich von Beginn an gegen den Abriss der historisch bedeutsamen Waisenhauskaserne gestellt hat. Auch die Teil-Privatisierung des bislang öffentlichen Maria Theresia Parks empört die Gemeinderätin: „Der Park war immer öffentlich! Jetzt wird ein Großteil davon zu Privatgärten und einem Restaurant-Sitzgarten. Der Bevölkerung wird einfach ein öffentlicher Park genommen – zum Vorteil eines privaten Bauunternehmers.“

In den letzten Jahren haben sich unzählige AnrainerInnen mit ihren Sorgen und Einsprüchen betreffend Großbauprojekten an die Grünen gewandt und um Unterstützung gebeten. „Für viele sind Entscheidungen, die seit 2009 in den Wirkungsbereich von Stadtplanungsreferentin Mathiaschitz fallen, nicht nachvollziehbar bis skandalös“, so Schmid-Tarmann, die eine „Bausünden-Liste“ mit  mittlerweile über 40 Negativbeispielen führt.  „Es scheint so, als ob Mathiaschitz jedem Bauvorhaben Tür und Tor öffnet, möge es noch so umstritten sein. Sie arbeitet nicht für die  BürgerInnen, sondern für die Baulobby“, spart die Grünen-Gemeinderätin nicht mit Kritik an der Stadtplanungsreferentin.

Auffällig ist, dass mittlerweile „immer ungehemmter öffentlicher Raum privatisiert sowie Bebauungspläne und die Klagenfurter Bebauungsplanverordnung missachtet werden – wie auch das aktuelle Beispiel der Baumschlägerungen und illegale Abrisse von historischen Gebäuden in der Vergangenheit zeigen. Für Baufirmen, die sich nicht an die Regeln halten, muss es Sanktionen geben. Die Grünen prüfen rechtliche Schritte“, so Schmid-Tarmann abschließend.  

Auszug aus der „Bausünden-Liste“:

Bauprojekt „Maria-Theresia-Park“ - Areal der Waisenhauskaserne (Kollitsch)      
„Wohnpark“ (vormals „Generationenpark“; Kollitsch)
„Unipark“ (Kollitsch)
Bebauung Dermuthwiese (Kollitsch)
Bebauung „Strucklwiese“ (Kollitsch)
Abriss Landhaus Egerland
Gasthof Müller (Rapatz)
Vier Wohnblöcke statt der Felsennestvilla (Riedergarten)
Sieben Wohnblöcke vor romanischer Kirche (Real)
„Wohnoase St.Martin “ (Riedergarten)
Bebauung „Pagitzgründe“
uvm.

Grüne verurteilen massiven Eingriff in die Natur

Klagenfurt (28.08. 2013) Die Grünen verurteilen heute die voreiligen Schlägerungen von etwa 100 Eichen auf dem Magna-Gelände im Osten von Klagenfurt auf das Schärfste: „Noch bevor eine Stellungnahme der Abteilung Umweltschutz vorlag, wurden die Bäume gefällt. Eine solche Vorgangsweise ist nicht zu akzeptieren, zumal die Abteilung Umweltschutz nach Rücksprache mit der Arge Naturschutz zu dem Schluss gekommen ist, dass eine naturschutzrechtliche Bewilligung in diesem Bereich zwingend notwendig erscheint“, poltert heute Umweltreferentin Stadträtin Andrea Wulz (Die Grünen). „Bei den Eichenbeständen handelt es sich um gefährdete Biotoptypen, geschützte Fledermaus- und Vogelarten sind hier beheimatet – darauf haben sowohl die Abteilung Umweltschutz des Landes Kärntens als auch die Abteilung Umweltschutz der Stadt in ihren Stellungnahmen hingewiesen.“

Dass man auf diese Stellungnahmen sowie eine naturschutzrechtliche Bewilligung aber nicht warten wollte, liegt auf der Hand, kritisiert Grünen-Gemeinderat Matthias Köchl. „Man hatte es furchtbar eilig. Ich werde in der nächsten Gemeinderatssitzung eine Anfrage an den zuständigen Gewerbereferenten Gunzer stellen. Er hätte vorher prüfen müssen, ob eine naturschutzrechtliche Bewilligung notwendig ist. Diese Vorgangsweise ist ein Skandal!“

Grünen-Gemeinderat Reinhold Gasper ergänzt: „Weder im  Stadtgarten- noch im Straßenbauausschuss wurde das Thema behandelt. Es gibt zwar einen Plan zum Ausbau des Straßennetzes zur Erschließung des Gewerbegebietes, trotzdem hätte es für einen solch massiven Eingriff in die Natur einen Beschluss im Stadtsenat gebraucht“, kritisiert Gasper.

Grüne fordern Bewässerung von hitzegefährdeten Alleebäumen

Klagenfurt (02. August 2013) Die heurige Hitzewelle setzt auch den Bäumen in Klagenfurt zu. „Alleebäume vertrocknen in der Landeshauptstadt jedes Jahr, meine Anträge bezüglich Bewässerung wurden stets ignoriert“, zeigt Grünen-Gemeinderat Reinhold Gasper auf. „Das Problem ist, dass aufgrund der Trockenheit im Wurzelbereich auch das Laub vorzeitig vertrocknet und die Bäume somit als Sauerstoff- und Schattenspender ausfallen“. Eine „Bestandsaufnahme der hitzebedrohten Alleebäume in Klagenfurt“ hält Gasper für „dringend notwendig. Es muss auch die Erde aufgelockert werden, damit die Bewässerung wirkt.“ Sorge wegen dem Wasserverbrauch braucht niemand zu haben, betont der Grünen-Gemeinderat: „Es ist kein Trinkwasser nötig. Das Wasser kann aus den Klagenfurter Flüssen entnommen werden.“

„Dass Bäume nicht nur für unser Klima, sondern auch für unsere unmittelbare Lebensqualität wichtig sind, merken wir gerade in heißen Sommern wieder. Da freuen wir uns über jeden Schatten und die Kühlung durch Bäume. Wenn man entlang einer Allee mit dem Fahrrad fährt, spürt man den Wechsel von Sonne und Schatten am eigenen Leib“,  so Gasper, der einige Beispiele von vertrockneten Alleebäumen in Klagenfurt nennt: St. Veiter Straße (ca. 15 Bäume), Bahnhofstraße (ca. 20 Bäume), Getreidegasse, Kardinalsplatz, etc.

Der Grünen-Gemeinderat zeigt außerdem auf, dass auf fast allen EKZ (Einkaufszentrum)-Parkplätzen der Baumbestand vernachlässigt wird. „Es erfolgen auch keine Nachpflanzungen. Die Auflagen, den Baumbestand zu erhalten und zu pflegen, werden ignoriert“, kritisiert Gasper, der noch anmerkt: „Was würde wohl eine Umfrage unter AutofahrerInnen ergeben: Wollen Sie ihr Auto lieber im Schatten unter einem Baum oder in der Sonne abstellen?“ Der von Budgetnöten geplagten Stadt Klagenfurt rät er, einen „Finanzierungsplan zu erstellen, um die von der Hitze bedrohten Bäume zu retten!“

Foto vom Kardinalplatz, Fotohinweis: R. Gasper