Grüne Klagenfurt

Neue Standordnung am Benediktinermarkt darf nur temporär gelten!

Sobald die Renovierungsarbeiten beim alten Virunum-Gebäude abgeschlossen sind, muss die ursprüngliche Anordnung der Marktstände in der Kaufmanngasse wieder hergestellt werden, fordert GRin Evelyn Schmid-Tarmann. „Etwaige Begehrlichkeiten nach einer uneingeschränkten Zufahrt sind zurückzuweisen.“

Am Benediktinermarkt wurde aufgrund von Sanierungsarbeiten beim ehemaligen Virunum-Gebäude eine neue Anordnung der Markstände verfügt. Für Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann „ziemlich überraschend und kurzfristig. Ein Jahr lang ist nun mit Behinderungen zu rechnen. Natürlich bin ich – wie die meisten MarktbesucherInnen – froh, dass das verwahrloste Gebäude in der Kaufmanngasse 5 endlich saniert wird. Das Haus wurde seit Jahren dem Verfall preis gegeben, Fassadenteile sind mitten auf den Markt gefallen. Die Bauverzögerung wäre aber nicht notwendig gewesen, wenn der neue Besitzer, ein italienischer Industrieller, nicht auf eine uneingeschränkte Zufahrtsmöglichkeit beharrt hätte“, erinnert die Grüne Wirtschaftssprecherin, die diesen versuchten „Eingriff in den traditionellen Marktbetrieb und das Leben der Klagenfurter Bevölkerung“ strikt ablehnte.

„Das hätte das Aus für den Bauernmarkt in der Kaufmanngasse bedeutet. Auf mein Betreiben hin wurde deshalb der Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes im Stadtplanungsausschuss zwei Mal abgelehnt, bis es zu einem Kompromiss gekommen ist: Während des Marktbetriebs an Donnerstagen und Samstagen ist die Zufahrt nicht gestattet, an Freitagen wird der Biomarkt in die Lidmanskygasse verlegt“. Dass es bei diesem Kompromiss bleibt und aus den temporären Behinderungen sowie der Verlegung der Markstände kein Dauerzustand wird, will Schmid-Tarmann achten. „Ich werde mit Argusaugen darüber wachen, dass unser Markt unangetastet bleibt und der Willen des Hausbesitzers nach einer uneingeschränkten Zufahrt nicht doch noch erfüllt wird. Nach den Renovierungsarbeiten muss die ursprüngliche Anordnung der Markstände wiederhergestellt werden, denn: Einzelinteresse kann nie über das Gemeinwohl gestellt werden“, so Schmid-Tarmann abschließend.

(Fotos: Evelyn Schmid-Tarmann)

Klares Nein zur Mega-Tiefgarage am Benediktinermarkt!

Benediktinermarkt soll ausgebaut und zum pulsierenden fuß- und radfreundlichen "Einkaufstempel" erweitert werden

Kurzfristig soll am kommenden Dienstag im Klagenfurter Planungsausschuss der unwiderrufliche Startschuss für eine Tiefgarage mit bis zu 380 Abstellplätzen im Westen des Benediktinermarktes erfolgen. Anlass dazu ist das Bauprojekt in der Lichtenfelsgasse mit etwas mehr als 20 Wohnungen und Verkaufsflächen im Erdgeschoß, das nunmehr mit einer von der Stadtplanung schon lange gewollten aber massiv überdimensionierten Tiefgarage kombiniert werden soll.

„Mit den geplanten Ein-und Ausfahrten der mehrstöckigen Tiefgarage wird das Tor für weitere zusätzliche und unnötige Autos in der Innenstadt geöffnet. Außerdem wird für die nächsten Generationen die Möglichkeit für eine moderne Fußgänger- und RadfahrerInnen-freundliche Innenstadt verbaut. Außerdem wird bei dieser Entwicklung das Potenzial des ehemaligen Benediktinerschulgebäudes und seiner Rolle in Verbindung mit der öffentlichen Nutzung für den Markt nicht bedacht“, erklärt Elias Molitschnig, Planungs- und Baukultursprecher der Grünen Klagenfurt und argumentiert weiter: „Das geplante Bauprojekt verhindert zudem alle weiteren Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten für den Benediktinermarkt. Das Hauptaugenmerk soll bei der Stadtentwicklung auf die Menschen sowie die bestmögliche Entwicklung und Verbesserung der urbanen Räume gelegt werden.“

Reinhard Schinner, Parteiobmann der Grünen Klagenfurt: „Wir Grünen Klagenfurt fordern eine klare Festlegung des Benediktinermarktes als pulsierendes Zentrum für den Fuß- und Radverkehr und lehnen jede weitere Tiefgarage in der Innenstadt entschieden ab.“ Dies auch vor dem Hintergrund, dass es mehrere tausend Tiefgaragenplätze am und innerhalb des Zentrums am Ring gibt und diese nur sehr gering ausgelastet sind. „Klagenfurt darf nicht weiter eine Parkplatzpolitik der 1970-er fortsetzen, sondern muss erkennen, dass der Benediktinermarkt die Entwicklungschance für die regionale Versorgung und einen zunehmenden touristischen Magnet darstellt“, so Schinner.

„Der bisher nur einmal kurz teilsanierte Bendiktinermarkt soll weiter ausgebaut und als fuß- und radfreundlicher "Einkaufstempel" erweitert werden. Damit stellt er das strategische Gegenteil zum autofreundlichen Einkaufszentrum City Arkaden dar“, so Molitschnig und Schinner, die gemeinsam abschließend an die Verantwortlichen appellieren, vom Tiefgaragen-Projekt Abstand zu nehmen.

Grüne: Klagenfurter Marktordnung ist von vorgestern!

Klagenfurt (19.08.2014) In einem Antrag fordert Gemeinderat Reinhold Gasper nun, dass die Marktordnung, die 1988 erlassen wurde und „nicht mehr zeitgemäß ist, endlich novelliert wird. Vieles hat sich in der Zwischenzeit geändert und muss an die Gegenwart angepasst werden“, fordert Gasper.

„Heute unvorstellbar ist, dass laut § 14 (a) Kücken unter Gegenstände des Marktverkehrs auf dem Wochenmarkt fallen und verkauft werden dürfen. Das gehört umgehend verboten“, fordert Gasper. „Ebenfalls vorsintflutlich sind die Hygienebestimmungen: Laut derzeit vorherrschender Markordnung dürfte nur in den Wintermonaten Selchwaren im Freien verkauft werden (§ 18 (2)) und es müssten sämtliche Fleisch- und Wurstwaren, die in Klagenfurt eingeführt werden vorher zur Kontrolluntersuchung zum städtischen Schlachthof (§ 18 (4)). Das ist natürlich absurd, da längst alle HändlerInnen mit Kühlwägen kommen.“

Längst überholt sind auch die Verbote des Ausschanks alkoholischer Getränke (§ 13 (3)) sowie des Handels mit alkoholischen Getränken (§ 15 (2)). „Hier sind Änderungen vonnöten. Der Ausschank und Handel mit alkoholischen Getränken floriert praktisch beschwerdefrei, die Verbote sind also aufzuheben.“

Wenn es nach der Klagenfurter Marktordnung geht, wären außerdem „beim Verkauf nach Maßen oder Gewichten voll funktionsfähige, ordnungsgemäße geeichte Maße, Waagen und Gewichte zu verwenden“ (§ 17 (11)). Gasper: „Das ist lachhaft, da derartige Waagen am Markt schon lange nicht mehr gebräuchlich sind. Es sind nur noch Digitalwaagen im Einsatz.“ 

Auch beim Verhalten auf Märkten (§ 24) gäbe es einiges zu adaptieren: „Derzeit ist Radfahren auf den Marktplätzen nicht erlaubt (3). Das Verbot ist an Markttagen bis 13 Uhr vielleicht gerechtfertigt, ansonsten aber aufzuheben. Noch dazu gibt es am Benediktinermarkt zu wenig Fahrradabstellplätze!“, bemängelt der Mandatar.  „Ebenfalls nicht mehr zeitgemäß ist, dass sogar das Mitführen von Fahrrädern auf den Marktflächen verboten ist. Was ist denn dann mit Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator oder Segway? Es sollte eine Regelung wie in den Fußgängerzonen her – ohne Verbot. Ein Aufruf zur gegenseitigen Rücksichtnahme aller VerkehrsteilnehmerInnen sollte reichen“, findet Gasper.

„Generell fordere ich, dass die Marktordnung umgehend überarbeitet und betreffend Hygienebestimmungen etc. auf den neuesten Stand gebracht bzw. an die neuesten Gesetze angepasst wird“, so der Gemeinderat abschließend.

Link zur Klagenfurter Marktordnung: http://www.klagenfurt.at/klagenfurt-am-woerthersee/downloads/BG-Marktordnung0710.pdf

 

 

Tiefgarage am Benediktinerplatz: Kein

Klagenfurt (04.08.2014) Medienberichte der letzten Tage zum „Haus der Gesundheit“ am Benediktinerplatz zeigen uns: Die Bauwerber machen Druck auf die Stadtregierung und wollen loslegen. „Von uns gibt es kein „Grünes Licht“! Wir Grüne haben uns als einzige Partei stets gegen den Bau der drei- bis viergeschoßigen Tiefgarage am Benediktinerplatz ausgesprochen“, stellt Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann klar und erinnert daran, dass schon 2009 ein ähnlicher Plan derselben Bauwerber die Wiederwahl Scheuchers als Bürgermeister vereitelt hatte. Trotzdem haben SPÖ, FPÖ und ÖVP den Firmen immer wieder Hoffnung auf Umsetzung gemacht. So ist vor wenigen Wochen überraschend die Kundmachung beschlossen worden. „Dieser Startschuss der anderen Fraktionen hat uns überrumpelt, da ja die Antragstellerin, Stadtplanungsreferentin Mathiaschitz, bis zuletzt beteuert hatte, dass das Projekt auf Eis liege und nicht gegen die Stimmen der Grünen umgesetzt werde – aus Angst, dass es zum Wahlkampfthema wird“, berichtet die Mandatarin.

„Voraussetzung für den Bau der Tiefgarage ist der Verkauf von 1816 m2 öffentlichem Grund vor den Schulen (Straßenteilstücke der Lichtenfels- und Dr.-Herrmann-Gasse). Dies gilt es zu verhindern, dann ist das Tiefgaragenprojekt gestorben“, so Schmid- Tarmann. Sie und viele Klagenfurter BürgerInnen hatten ebenso wie die Eltern der Kinder, welche die Benediktinerschule besuchen, Einwendungen gegen den Bau des unterirdischen Parkhauses sowie gegen das Wohn- und Geschäftsgebäude in der Lichtenfelsgasse eingebracht. Zudem wurden 900 Unterschriften gesammelt.

„Es ist zu hoffen, dass alle Einwendungen sorgfältig und unparteiisch behandelt werden. Es gibt zu viele ungeklärte Punkte, zu viele Belastungen für Markt und Schulbetrieb. Schwer wiegen die Gefährdungen der Schulkinder durch die geplante Tiefgaragen-Ein- und Ausfahrt direkt vor dem Schultor. Tiefgaragen ziehen den Verkehr an. Wir wollen eine Stadt für Menschen, nicht für Autos. Moderne Städteplanung sieht anders aus“, resümiert die Grüne Gemeinderätin.

Bauprojekt Lichtenfelsgasse: Grüne unterstützen die Eltern und verstehen ihre Sorgen

Klagenfurt (14.05. 2014) Die Grünen haben sich als einzige Partei gegen den Bau des drei- bis viergeschoßigen Parkhauses am Benediktinerplatz, dessen Kundmachung von SPÖ, FPÖ und ÖVP vor wenigen Wochen beschlossen wurde, ausgesprochen. „Wir waren von der Überrumpelungsaktion der anderen Fraktionen sehr überrascht, da ja zuerst alle beteuert hatten, dass das Projekt auf Eis liegt – aus Angst, dass es zum Wahlkampfthema wird“, erinnert Grünen-Clubobfrau Andrea Wulz. Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann ärgerte vor allem der Wortbruch von Planungsreferentin Mathiaschitz, die den Markleuten zuvor in Informationsveranstaltungen wiederholt versichert hatte, dass das Projekt gegen die Stimmen der Grünen nicht umgesetzt wird.

Dass es nun von Eltern der Kinder, die die Benediktinerschule besuchen, Proteste gibt, kommt für die Grünen nicht überraschend. „Wir können die Sorgen der Eltern sehr gut verstehen und sichern ihnen unsere Unterstützung zu. Man hat die Eltern, die von dem Projekt erst aus den Medien erfuhren, ebenfalls überfahren“, so Wulz, die mit mehreren Betroffenen in Kontakt steht.

Schmid-Tarmann kritisiert: „Meine KollegInnen, die an der Schule unterrichten, haben mir bestätigt, dass weder sie noch die Eltern der Schulkinder informiert wurden. Die zu erwartenden Beeinträchtigungen für die Schule haben sich seit 2009 nicht geändert. Und trotzdem haben SPÖ, FPÖ und ÖVP vor kurzem noch felsenfest behauptet, dass es keine negativen Stimmen gibt und alle Betroffenen das Projekt befürworten würden. Außerdem soll die Tiefgaragen-Ein- und Ausfahrt zwischen Schuleingang (Neue Mittelschule) und Marktgebäude sein, was vom Standpunkt der Verkehrssicherheit höchst bedenklich ist.“

Die Grünen bleiben bei ihrer Position: „Wir haben uns gegen das Gesamtprojekt ausgesprochen, da der Bau des Wohn- und Geschäftsgebäudes in der Lichtenfelsgasse an ein drei- bis viergeschoßiges unterirdischen Parkhaus geknüpft ist und mehr Parkplätze automatisch mehr Verkehr anziehen“, so Wulz. Schmid-Tarmann: „Die Grünen stehen für eine moderne Städteplanung, die in die entgegengesetzte Richtung geht: Keine neuen Tiefgaragen, sondern weniger Autos, mehr Öffis, mehr Räder, mehr Lebensqualität. Eine Stadt für Menschen und nicht für Autos."

Benediktinerplatz: Nein zu Tiefgaragenprojekt

Klagenfurt (23.04. 2014) Die Pläne für eine viergeschoßige Tiefgarage am Benediktinerplatz und ein fünfstöckiges Wohn- und Geschäftsgebäude in der Lichtenfelsgasse liegen auf Eis – so hat es jedenfalls SPÖ-Stadtplanungsreferentin Mathiaschitz in den letzten Monaten immer wieder versichert. „Alle Parteien lehnten das Projekt bislang aus Angst, dass das Thema zum Wahlkampfthema wird, ab. Plötzlich ist alles anders“, ist Grünen-Clubobfrau und Stadträtin Andrea Wulz von der „Überrumpelungsaktion und dem 180-Grad-Schwenk“ überrascht.

Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann ärgert sich über den „Wortbruch der Planungsreferentin. In Informationsveranstaltungen hat Mathiaschitz vor den Marktleuten wiederholt beteuert, dass sie einen Allparteienkonsens will und das Projekt gegen die Stimmen der Grünen nicht umgesetzt wird. Sie weiß nur zu gut, dass das Tiefgaragenprojekt 2009 Altbürgermeister Scheucher die Wiederwahl gekostet hat.“

Grundsätzliche Argumentation der Grünen gegen das Tiefgaragenprojekt ist, „dass der Verkehr gleichsam angezogen wird: Deshalb lehnen wir eine neue Tiefgarage strikt ab“, stellt Schmid-Tarmann nochmals klar. „Wir bleiben bei unserer Position: Die moderne Städteplanung geht in die entgegengesetzte Richtung: Ziel ist eine Stadt der kurzen Wege, eine Stadt für Menschen und nicht für Autos.“

Schon 2008/09 gab es fast identische Pläne für den Bau einer Tiefgarage unter dem Benediktinermarkt in Verbindung mit der Errichtung eines fünfstöckigen Büro- und Geschäftsgebäudes in der Lichtenfelsgasse. Dafür war sogar der Abriss der Westhalle vorgesehen. Eine Welle der Empörung ging durch die Bevölkerung, die Grünen sammelten tausende Unterschriften, das Projekt wurde zu Fall gebracht. Die 2013 vorgelegten, etwas abgeänderten Pläne wurden von den Grünen neu bewertet. „Wir befürworten den Bau eines Wohn- und Geschäftsgebäudes in der Lichtenfelsgasse, da der Stadtteil dadurch aufgewertet wird. Solange das Projekt aber an den Bau einer Tiefgarage gebunden ist, wird es von uns für das Gesamtprojekt keine Zustimmung geben“, betont Wulz. „Im Umkreis des Benediktinermarktes gibt es bereits mehrere Tiefgaragen, die zum Teil nicht ausgelastet sind. Eine neue Tiefgarage zieht noch mehr Autos in die Stadt und es entsteht ein weiterer Verkehrsknotenpunkt.“

Die Grünen fordern nach wie vor auch ein Gesamt-Verkehrskonzept für Klagenfurt. „International geht der Trend in Richtung fußgänger- und fahrradfreundliche Innenstadt. Uns ist der Ausbau des Radwegenetzes und des öffentlichen Personennahverkehrs wichtig und nicht die Förderung des Autoverkehrs“, betont Wulz abschließend.

Zusatz-Infos:
Schon 2008 gab es fertige Pläne für den Bau einer Tiefgarage unter dem Benediktinermarkt in Verbindung mit der Errichtung eines fünfstöckigen Büro- und Geschäftsgebäudes in der Lichtenfelsgasse. „Es gab großen Widerstand der Bevölkerung, tausende Unterschriften wurden von uns Grünen gegen das umstrittene Projekt gesammelt, bis es schließlich zu Fall gebracht wurde. Alt-Bürgermeister Harald Scheucher kostete das Bauvorhaben unter anderem sogar die Wiederwahl“, erinnert Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann.

Grundsätzliche Argumentation der Grünen gegen neue Tiefgaragenprojekte in der Stadt ist, dass dadurch der Verkehr gleichsam angezogen wird. „Die moderne Städteplanung geht in die entgegengesetzte Richtung: Städte sollen für die Menschen und nicht für die Autos sein. So sieht Verkehrsexperte Univ.-Prof. Hermann Knoflacher als Vision sogar Wien in Zukunft autofrei. Er fordert, Garagenbauten und Abstellplätze zu stoppen, um den Verkehr aus den Städten zu bekommen.“

Das Bauprojekt ist von den Dimensionen her ähnlich wie 2008 und ebenfalls fünfgeschoßig. Ein gravierender Unterschied ist, dass die Westhalle des Marktes in den neuen Plänen bestehen bleiben darf, da die Tiefgaragenabfahrt auf die Westseite des Marktes, vor dem Eingang der Benediktinerschule, verlegt wurde. Allerdings sind die vorgesehenen 350 bis 400 Parkplätze längst nicht ausreichend für den angemeldeten Bedarf: Hotel Sandwirth, Volksbank, zwei Schulen, Wohnungen im Postgebäude (geplanter Dachausbau), die BIG (die das ehemalige Zollamtsgebäude nur verkaufen kann, wenn es Parkplätze gibt). Für das neue „Haus der Gesundheit“ werden Parkplätze für 31 Wohneinheiten, Ordinationen und ihre PatientInnen gebraucht. 200 Stellplätze sind für den Marktbetrieb vorgesehen.
Die Anzahl der möglichen Parkplätze richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit – ob die Tiefgarage nun drei- oder vierstöckig gebaut werden kann.

 

Die Hauptpost muss in der Innenstadt bleiben!

Klagenfurt (11.02. 2014) „Die Hauptpost steht vor der Schließung, doch auf eine wirkungsvolle Unterstützung vonseiten des Bürgermeisters wartet man bislang vergebens“, macht Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann ihrer Unzufriedenheit Luft. „Wenn nächstes Jahr der Mietvertrag für die Hauptpost am Benediktinerplatz ausläuft und das Amt geschlossen wird, braucht man einen Plan B“, findet die Grün-Mandatarin, die den Bürgermeister auffordert, endlich alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit das letzte Postamt in der Innenstadt erhalten bleibt. „Das Stauderhaus wäre beispielsweise ein idealer Ersatz-Standort. Außerdem gehört es der Stadt. Sobald das nächste Lokal frei wird, soll es die Stadt als möglichen Poststandort sichern. Dies erleichtert die Verhandlungen mit dem Postmanagement, welches es von der Notwendigkeit des Standort-Erhaltes zu überzeugen gilt“, so Schmid-Tarmann, die auf den für morgen Mittwoch anberaumten Gesprächstermin zwischen Post, Betriebsrat und Bürgermeister verweist. „Eine Landeshauptstadt mit fast 96.000 EinwohnerInnen braucht ein zentral gelegenes Postamt!“, betont Schmid-Tarmann.

Dass alle Anzeichen für eine Schließung sprechen, sieht auch Frank Pack, Obmann des Vertrauenspersonenausschuss (Vorsitzender des Betriebsrates) bei der Österreichische Post AG, Bereich Klagenfurt Stadt/Land, so: „Alle bis jetzt der Schließung einer Postfiliale vorangegangenen Maßnahmen gleichen sich seit jeher bis zur Gegenwart!“ Schmid-Tarmann ergänzt: „Zuerst werden alle Serviceleistungen gestrichen oder an Postpartner ausgelagert, um das Amt schließlich mangels Frequenz zu schließen.“ Bei der Hauptpost können seit September 2013 keine eingeschriebenen Briefsendungen und Pakete mehr abgeholt werden, sondern nur noch beim Postpartner, einer Buchhandlung im ersten Stock der City Arkaden. „Die Betroffenen sind unzufrieden und ärgern sich über die ungünstige Lage. Vor allem für Menschen, die in ihrer Mobilität oder Sehleistung beeinträchtigt sind, ist dieser Postpartner eine Zumutung“, weiß Schmid-Tarmann.

Stand Jänner 2014: Kärntenweit sollen lediglich 24 der 135 Postämter bestehen bleiben!
135 Postämter http://www.herold.at/gelbe-seiten/kärnten/postämter/
121 Postservicestellen/Postpartner
http://www.herold.at/gelbe-seiten/kärnten/postservicestellen/

Hauptpost: Drohende Schließung abwenden!

Klagenfurt (04.02. 2014) „Die Hauptpost ist das einzig verbliebene Postamt in der Innenstadt. „Das Gebäude wurde verkauft, nächstes Jahr läuft der Mietvertrag am Benediktinerplatz aus. Alle Anzeichen sprechen für die Schließung. Es läuft immer gleich ab: Zuerst werden Serviceleistungen gestrichen oder an Postpartner ausgelagert, um das Amt schließlich mangels Frequenz zu schließen!“ sagt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die recherchiert hat, dass von den aktuell 135 Postämtern in Kärnten nur etwas mehr als ein Viertel bestehen bleiben soll. „Die Versorgungsqualität in einer Landeshauptstadt so zurückzuschrauben, wäre ein schwerer Fehler. Seit September können eingeschriebene Briefsendungen und Pakete nicht mehr in der Hauptpost abgeholt werden. Die Betroffenen sind unzufrieden und ärgern sich über die ungünstige Lage im ersten Stock der City-Arkaden. Vor allem für Menschen, die in ihrer Mobilität oder Sehleistung beeinträchtigt sind, ist dieser Postpartner eine Zumutung. In der Bevölkerung regt sich bereits Widerstand.“

„Bisher hat sich der Bürgermeister zum Hauptpost-Dilemma nicht geäußert, darum habe ich eine Anfrage an ihn eingebracht. Ich fordere Bürgermeister Scheider auf, alles zu unternehmen, um den Poststandort zu sichern. Sollte im angestammten Gebäude der Mietvertrag tatsächlich nicht mehr verlängert werden, muss die Stadt in der Nähe des Marktes ebenerdig gelegene Räumlichkeiten für ein Postamt bereitstellen. Ideal wäre das Stauderhaus, das im Besitz der Stadt ist.

Eine Landeshauptstadt mit fast 95.000 Einwohnern braucht ein zentral gelegenes Postamt mit allen Serviceleistungen!“ fordert die Grün-Mandatarin abschließend.



Stand Jänner 2014:
135 Postämter
http://www.herold.at/gelbe-seiten/kärnten/postämter/

121 Postservicestellen/Postpartner http://www.herold.at/gelbe-seiten/kärnten/postservicestellen/ 

Grüne zu Benediktinerplatz: Neue Tiefgarage zieht Verkehr an!

Klagenfurt (30.01. 2014) Die Pläne für eine Tiefgarage am Benediktinerplatz und ein fünfgeschoßiges Wohn- und Geschäftsgebäude in der Lichtenfelsgasse liegen derzeit auf Eis. „Von den Grünen wird es zur Tiefgarage keine Zustimmung geben“, stellen heute die Klagenfurter Grünen klar. Clubobfrau Andrea Wulz und Stadtparteiobmann Roland Jaritz begründen: „Wir haben die Vor- und Nachteile des Projektes abgewogen und ausführlich diskutiert. Im Oktober 2013 haben wir mit den Architekten zu einer Diskussionsveranstaltung geladen, um die Bevölkerung zu informieren und in die Pläne einzubinden“, berichtet Wulz.

Schon 2008/2009 gab es fertige Pläne für den Bau einer Tiefgarage unter dem Benediktinermarkt in Verbindung mit der Errichtung eines fünfstöckigen Büro- und Geschäftsgebäudes in der Lichtenfelsgasse. Die ursprünglichen Pläne sahen den Abriss der Westhalle vor. Eine Welle der Empörung ging durch die Bevölkerung, die Grünen sammelten tausende Unterschriften, das Projekt wurde zu Fall gebracht.

Die 2013 neuerlich vorgelegten, etwas abgeänderten Pläne wurden von den Grünen neu bewertet. „Wir sind keineswegs gegen den Bau eines Wohn- und Geschäftsgebäude in der Lichtenfelsgasse, ganz im Gegenteil. Das würde den Stadtteil aufwerten. Solange das Projekt aber an den Bau einer neuen Tiefgarage gebunden ist,  wird es von uns keine Zustimmung für das Gesamtprojekt geben“, stellt Wulz nochmals klar. „Im Umkreis des Benediktinermarktes gibt es bereits mehrere Tiefgaragen, die zum Teil nicht ausgelastet sind. Eine neue Tiefgarage zieht noch mehr Autos in die Stadt und es entsteht ein weiterer Verkehrsknotenpunkt.“ Jaritz: „Die Grünen fordern ein Gesamt-Verkehrskonzept für Klagenfurt. International geht der Trend in Richtung fußgänger- und fahrradfreundliche Innenstadt. Uns ist der Ausbau des Radwegenetzes und des öffentlichen Personennahverkehrs wichtiger als die Förderung des Autoverkehrs.“

In der Landeshauptstadt geht die Post ab

Klagenfurt (19.12. 2013) Jahrzehntelang war die Hauptpost in der Dr.-Hermann-Gasse nahe dem Benediktinerplatz die wichtigste Anlaufstelle für die Post-Angelegenheiten der Klagenfurter BürgerInnen. Gerüchte um eine schrittweise Schließung kursieren seit Monaten, die Bevölkerung ist erbost. Seit September können eingeschriebene Briefsendungen und Pakete nämlich nicht mehr in der Hauptpost, sondern nur mehr beim Postpartner in den City Arkaden abgeholt werden. „Mit der Buchhandlung in den City Arkaden hat sich die Post AG aber einen denkbar ungünstigen Partner ausgesucht: Weit entfernt vom Zentrum, im ersten Stock des Einkaufstempels nur mit Rolltreppe oder Lift erreichbar, ist es vor allem für Menschen, die in ihrer Mobilität oder Sehleistung beeinträchtigt sind, ungeeignet. Fährt man mit dem Auto, um beispielsweise ein Paket abzuholen, muss man – gerade in der Vorweihnachtszeit – lange Wartezeiten in Kauf nehmen: Zuerst in der Kolonne vor dem Parkhaus, dann bei der Suche nach einem Parkplatz in der Garage  und schlussendlich am Schalter in der Buchhandlung selbst“, berichtet Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann.

Seit Jahren werden im ganzen Land, begleitet von großen Protesten der Betroffenen,  Postämter geschlossen. „Es ist zu befürchten, dass sich mit dem Sparvorsatz der Post dieser Kahlschlag in der Nahversorgung fortsetzen wird. Eine Hoffnung ist die Postkontrollkommission, die Bedingungen, wie die Gewährleistung der Grundversorgung und mangelnde Rentabilität der Filialen, überprüft. Sie hat der Post 2010 erstmals die Schließung von Filialen untersagt. Dass ein Postamt im Zentrum einer Stadt mit 95.000 EinwohnerInnen unrentabel sein soll, ist nicht glaubwürdig. Das Sammeln von Unterschriften ist aus meiner Sicht nicht ausreichend“, so die Mandatarin, die in einer Gemeinderatsanfrage Bürgermeister Christian Scheider um eine Stellungnahme gebeten hat. „Er soll endlich tätig werden, Verhandlungen aufnehmen und die Postkontrollkommission anrufen!“, fordert die Grün-Mandatarin. „Wenn eine Filiale einmal geschlossen ist, ist es zu spät!“