Grüne Klagenfurt

Bio-Essen macht schlau: Anteil weiter erhöhen!

Von klein auf gesund essen: Das sollte das Credo in Klagenfurts Kindergärten und Horten sein. „Am besten mit regionalen und biologischen Lebensmitteln“, ist Gemeinderätin Margit Motschiunig überzeugt, die im Interesse der Gesundheit unserer Kinder für eine Erhöhung des 20-prozentigem Bio-Anteils auf mindestens 30 Prozent eintritt.

„Dass Fertigprodukte und Palmfette von den Speiseplänen mittlerweile verschwunden sind, ist sehr positiv. Dafür haben sich die Grünen auch stark eingesetzt. Es gibt kein externes Cateringunternehmen mehr, sondern nur noch eigene Küchen. Und die Lebensmittel, die dort verarbeitet werden, sind frisch, saisonal und regional“, lobt Gemeinderätin Margit Motschiunig die in der Reformpartnerschaft erzielten Fortschritte. Großen Nachholbedarf ortet die Mandatarin aber beim Bio-Anteil, der sich in Klagenfurt derzeit auf „nur 20 Prozent beläuft. In der Stadt Villach sind es 70 Prozent. Das ist ein großer Unterschied. Im Interesse der Gesundheit unserer Kinder müssen wir da am Ball bleiben! Das Ziel muss sein, den Bio-Anteil auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen, wie es auch im Kärntner Landtag beschlossen wurde“, erinnert Motschiunig.

„Auch wenn das in der Diskussion gerne beiseitegeschoben wird, es gibt Studien, die belegen, dass Bio-Lebensmittel tatsächlich gesünder sind. Fakt ist, dass man bei Bio mehr für sein Geld bekommt: Biobauern lassen ihren Pflanzen mehr Zeit zum Reifen, was bedeutet, dass biologisches Obst und Gemüse weniger Wasser, dafür aber mehr Vitamine und Ballaststoffe enthält und intensiver schmeckt. Auch Bio-Milch ist gesünder, weil sie in der Regel mehr Omega-3-Fettsäuren enthält“, so Motschiunig, „Ich bin auch überzeugt davon, dass es Eltern wert ist, einen etwas höheren Essensbeitrag für regionale und biologische Küche zu zahlen. Eine gesunde Ernährung, die mit regionalen Bio-Lebensmitteln auf einen guten Geschmack und weniger Gift setzt, ist in Zeiten von Fast Food, geringer Ernährungskompetenz und Übergewicht wichtiger denn je.“ Neben dem gesundheitlichen Aspekt sei auch der wirtschaftliche nicht außer Acht zu lasen. Motschiunig: „Mehr Bio-Essen kurbelt die regionale Wirtschaft an, leistet durch die Vermeidung langer Transportstrecken einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und schafft nachhaltige Arbeitsplätze in der Bio-Landwirtschaft in Kärnten.“

Grüner Erfolg: BIOessen in Kindergärten wird verbindlich festgeschrieben

Klagenfurt (13.05. 2014) „Das Gedeihen unserer Kinder muss uns mehr wert sein. Darum ist es ein Grünes Anliegen, einen bestimmten Prozentsatz Bio in unseren Kindergärten und Schulen einzuführen“, fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, Vorsitzende des Ausschusses für Kindergärten, Horte & Schulen, schon lange. „Leider sind wir bei der zuständigen Referentin bisher immer abgeprallt – obwohl das Grüne Anliegen Teil des Regierungsprogramms ist.“ Nun wurden im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Landtags die Weichen gestellt, dass in ganz Kärnten ab 2018 die Lebensmittel in allen öffentlichen Einrichtungen mindestens einen Bio-Anteil von 30 % haben müssen.*

„Ich bin glücklich über den Beschluss im Landtag! Bio-Essen ist sinnvoll, machbar und leistbar“, stellt die Grün-Mandatarin mit einem Blick nach Villach fest. „In der Draustadt haben seit 2001 alle 13 Kindergärten Bio-Essen.“ Bio auch in Klagenfurter Kindergärten, Schulen und Horten einzuführen, ist ein „großes Anliegen: Die Landeshauptstadt hinkt leider hinterher. Bisher hat die zuständige Referentin kein Interesse gehabt, diesen Weg zu beschreiten“, bedauert Schmid-Tarmann. „Ich möchte, dass allen Klagenfurter Kindern der Zugang zu Bio ermöglicht und ein Bewusstsein für gesunde Ernährung geschaffen wird, denn in der Kindheit wird der Grundstein für spätere Ernährungsgewohnheiten gelegt. Bio-Lebensmittel schmecken nicht nur besser, sie weisen auch einen höheren Gehalt an Nährstoffen und Spurenelementen auf. Bio-Essen macht schlau.“

Das Vorurteil, Bio-Essen sei teurer, entkräftet Schmid-Tarmann mit einem Vergleich: „In Villach beträgt der Essensbeitrag für den ganztägigen Kindergartenplatz 47,10 Euro, in Klagenfurt sind es 45,90 Euro. Der Unterschied beträgt 1,20 Euro im Monat, ist also minimal.“

GRin Schmid-Tarmann abschließend: „Bald wird in ganz Kärnten der Bio-Anteil in öffentlichen Einrichtungen vorgegeben sein, da bleibt Gesundheits– und Kindergartenreferentin Mathiaschitz nichts anderes übrig, als über ihren Schatten zu springen und auch in Klagenfurt den gesetzlichen Biio-Anteil einzuführen, sollte sie dann noch diese Ressorts bekleiden.“

*„Im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Landtages wurde am 6. Mai 2014 nach eingehender Debatte ein zentrales Grünes Anliegen, nämlich die Einführung der Bio-Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen, einstimmig beschlossen. Konkret bedeutet das, dass ab 2018 mindestens 30 % der Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Horten, Schulen, Krankenhäusern bis hin zu den Pflegeeinrichtungen aus regionalem und biologischem Anbau stammen müssen. Durch die einstimmige Annahme unseres Antrages steht nunmehr einem Beschluss im Rahmen der nächsten Landtagssitzung nichts mehr entgegen“, berichtete Grünen-Klubobfrau Barbara Lesjak.

Positive Effekte: unter anderem die Förderung der regionalen Wirtschaft, der Kulturla

Grüne Kritik: Fischen als Sport für Kinder?

Klagenfurt (02.07.2013) Im Zuge des 20. Klagenfurter Sommersportschnuppern wird auch Fischen als Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche (unter dem Überbegriff „Klettern/Natur“, http://www.sportschnuppern-klagenfurt.at)  angeboten. „Es ist unmoralisch,
6- bis 14-Jährigen das Fangen, Misshandeln und Töten von Lebewesen in gleicher Weise zu lehren wie Tanzen, Karate oder Tischtennis“, findet Grünen-Stadträtin Andrea Wulz. „Grundsätzlich stellt sich sowieso die Frage, ob es vernünftig und ethisch vertretbar ist, Fische in Angelteiche zu kippen, nur um sie umgehend wieder – aus rein egoistischen Motiven und zum Zeitvertreib – heraus zu fangen?“, so Wulz, die Sport-Stadtrat Jürgen Pfeiler sowie die OrganistatorInnen dazu auffordert, den Punkt „Fischen“ aus dem Sommersportschnuppern-Programm künftig herauszunehmen – nicht nur aus Tierschutzgründen *. „Fischerei als Freizeit- und Gesellschaftsvergnügen auszuüben, ist umstritten, da ethisch fragwürdig. Es gibt genügend andere Hobbys, bei denen Kindern die Natur näher gebracht werden kann“, so Wulz abschließend.

* „Fischen ist nur dann nicht tierschutzwidrig, wenn hierfür ein vernünftiger Grund besteht. Hierzu gehört insbesondere das Fangen zum Zwecke der menschlichen Ernährung oder zum Zwecke der Hege und Bewirtschaftung (mehr unter http://www.leveste.de/tierschutz/tierschutzbericht_1999/xiii.htm).

Grüne Klagenfurt: Die Gesundheit unserer Kinder muss uns mehr wert sein

Die Klagenfurter Grünen setzen sich weiterhin für die schrittweise Einführung von BIOessen * in städtischen Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen – wie Kindergärten, Horte und Schulen – ein. „Wir lassen uns nicht beirren, auch wenn die zuständige Referentin sich dem Thema nach wie vor verschließt“, macht Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann klar. „Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die belegen, dass Bio-Produkte gesünder sind. Sie enthalten mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe etc. und keine gesundheitsgefährdenden wie z.B. Pestizidrückstände. Als Gesundheitsreferentin und Ärztin sollte sie das wissen und Bio forcieren.“

Schmid-Tarmann verweist nochmals auf das Positivbeispiel Villach, wo seit 2001 alle 13 Kindergärten Bio-Essen haben. „Ich möchte, dass auch den Klagenfurter Kindern der Zugang zu Bio ermöglicht und ein Bewusstsein geschaffen wird. Denn: Wenn billige Lebensmittel schon bei unseren Kleinsten die Maxime sind, darf man sich nicht wundern, wenn sie sich dann als Erwachsene Gammelfleisch und Analogkäse andrehen lassen“, ist die Grünen-Gemeinderätin überzeugt.

Auch das Argument, Bio-Essen sei teurer, lässt Schmid-Tarmann nicht gelten: „Der Unterschied ist mit 1,20 Euro im Monat minimal: In Villach beträgt der Essensbeitrag für den ganztägigen Kindergartenplatz 47,10 Euro, in Klagenfurt sind es 45,90 Euro.“

Die Vorgabe der Referentin, den Wareneinsatz von 46 Cent pro Essen nicht zu überschreiten, findet die Grün-Mandatarin „ungeheuerlich. In Villach beträgt der Wareneinsatz auch nur 62 Cent. Die Gesundheit unserer Kinder muss uns einfach mehr wert sein!“

* Der Beginn sind Produktgruppen wie Milch, Obst und Gemüse. Sukzessive soll die Ernährung auf einen relevanten Bioanteil umgestellt werden.

Grüne fordern Bio-Essen für Klagenfurter Kinder

„Das Gedeihen unserer Kinder muss uns mehr wert sein. Darum ist es ein Grünes Anliegen, einen bestimmten Prozentsatz Bio in unseren Kindergärten einzuführen“, so Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, Vorsitzende des Ausschusses für Kindergärten, Horte & Schulen (Die Grünen). „Ein Blick nach Villach zeigt, dass Bio machbar ist. In der Draustadt haben seit 2001 alle 13 Kindergärten Bio-Essen – mit unterschiedlichem Bio-Anteil. Die Bio-Pionierin in Villach ist die grüne Gemeinderätin Susanne Zimmermann, die als Leiterin vom Kindergarten Lind Bio bereits 1998 eingeführt hat.“

Bio auch in Klagenfurter Kindergärten, Schulen und Horten einzuführen, ist ein „großes Anliegen: Die Landeshauptstadt hinkt leider hinterher. Bisher hat die zuständige Referentin kein Interesse daran gehabt, diesen Weg zu beschreiten“, bedauert Schmid-Tarmann. „Ich möchte, dass allen Klagenfurter Kindern der Zugang zu Bio ermöglicht und ein Bewusstsein geschaffen wird. Der beste Beweis, dass Bio schlau macht, sind meine drei Söhne: Sie haben insgesamt acht akademische Titel“, erzählt die Grünen-Gemeinderätin  augenzwinkernd. „Von klein auf habe ich darauf geachtet, bei ihnen ein Bewusstsein für Bio zu schaffen – was auch gelungen ist.“

Das Vorurteil, Bio-Essen sei teurer, entkräftet Schmid-Tarmann mit einem Vergleich: „In Villach beträgt der Essensbeitrag für den ganztägigen Kindergartenplatz 47,10 Euro, in Klagenfurt sind es 45,90 Euro. Der Unterschied beträgt 1,20 Euro im Monat, ist also minimal.“

Wenn es nach dem Antrag der Gemeinderätin geht, soll der Bioanteil der Lebensmittel im Essen der städtischen Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen – wie Kindergärten, Horte und Schulen – schrittweise erhöht werden. „Der Beginn sind Produktgruppen wie Milch, Obst und Gemüse. Sukzessive soll die Ernährung auf einen relevanten Bioanteil umgestellt werden.“

Veronika Gschöpf-Procházka von Bio Austria Kärnten betont, dass „Bio sinnvoll, machbar und leistbar ist: Sinnvoll aus Umweltschutz- und gesundheitlichen Gründen, machbar, da das Angebot vorhanden ist und leistbar, da es lediglich den Mut zur Speiseplanänderung braucht. Die Devise lautet mehr saisonal und regional, weniger Fleisch und weniger Convenience Food.“ Fertigprodukte sind im Vergleich nämlich „sehr viel teurer“, und: „In der Kindheit wird der Grundstein für spätere Ernährungsgewohnheiten gelegt. Im Kindesalter werden die Sinne geschult“, betont Gschöpf-Procházka. „Bio-Lebensmittel schmecken nicht nur besser, sie weisen auch einen höheren Gehalt an Nährstoffen und Spurenelementen auf.“

Stadträtin Andrea Wulz (Die Grünen) erläutert die Situation in Klagenfurt: „Auf Initiative von Gemeinderätin Schmid-Tarmann bemühen sich die Grünen schon lange um mehr Bio in Schulen, Kindergärten und Horten in Klagenfurt. Leider sind wir bei der zuständigen Referentin bisher immer abgeprallt. Jetzt haben wir aber die Situation, dass das Grüne Anliegen auch Teil des neuen Regierungsprogrammes ist.“ Schmid-Tarmann ergänzt: „Jetzt muss die Referentin unsere Forderung ernst nehmen und kann sie nicht mehr vom Tisch wischen.“

Umweltreferentin Wulz bedauert, dass durch „Cook & Chill“ der Bezug zum Essen verloren geht. „Eine zweite Grüne Forderung ist es deshalb, dass die kleinen Küchen in Kinderbetreuungseinrichtungen bestehen bleiben. Hier geht es um Werte und auch um Arbeitsplätze.“ Wulz betont auch, dass Klagenfurt seit 13. September 2009 „Fairtrade-Gemeinde“ ist. „Das Bewusstsein für Bio-Essen gehört weiter geschärft. Die Kommune hat auch die Verantwortung, zu schauen, dass die Bevölkerung gesund lebt und sich gut entwickelt.“

Christian Salmhofer vom Klimabündnis Kärnten: „Ernährung ist der blinde Fleck des Klimaschutzes.“ Es geht darum, den Analphabetismus in diesem Bereich zu bekämpfen. „Am Beispiel Villach sieht man, dass Bio funktioniert. Und: Die Betriebskosten sind nicht höher, obwohl eine Köchin vor Ort ist. Viele vergessen, dass Cook & Chill nur viel Energie kostet.“

Bildunterschrift: Christian Salmhofer (Klimabündnis Kärnten), Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, Stadträtin Andrea Wulz und Veronika Gschöpf-Procházka (Bio Austria Kärnten) sind davon überzeugt: Bio macht schlau!

Fotohinweis: Günter Krammer/Die Grünen Kärnten