Grüne Klagenfurt

Motschiunig: Sommerkinderbetreuung ist gesichert!

Klagenfurt (08.04. 2016) Clubobfrau Margit Motschiunig freut sich über die Rettung des Kinderbetreuungsprojektes SOKIBE und begrüßt, dass die Abwicklung künftig über das Familienreferat der Stadt Klagenfurt erfolgt.

„Jetzt ist es amtlich: Der frühere SOKIBE-Organisator steht, wie von den Grünen bereits vermutet, für die weitere Betreuung des Projekts nicht mehr zur Verfügung“, nimmt heute Clubobfrau Margit Motschiunig zu den aktuellen Entwicklungen rund um das Kinderbetreuungsprojekt im Sommer Stellung.

Motschiunig forderte bereits vor einigen Tagen eine langfristige Absicherung der Sommerbetreuung von Kindern zwischen 5 und 12 Jahren*. Dass SOKIBE nun über das Ressort von Familienreferentin Ruth Feistritzer abgewickelt wird, begrüßt Motschiunig. „Damit nimmt die Stadt Klagenfurt bei der Sommerkinderbetreuung wieder selbst das Zepter in die Hand“, freut sich die Grüne Clubobfrau.

*http://klagenfurt.gruene.at/motschiunig-stadt-soll-sommerkinderbetreuung-wieder-selbst-in-die-hand-nehmen/

Motschiunig: Stadt soll Sommerkinderbetreuung wieder selbst in die Hand nehmen!

Klagenfurt (01.04. 2016) Die Stadt Klagenfurt soll die Kinderbetreuung im Sommer wieder selbst in die Hand nehmen, fordert heute Clubobfrau Margit Motschiunig aufgrund der Unsicherheiten rund um eine insolvente Werbeagentur. „Die Sicherstellung einer pädagogisch wertvollen Sommerkinderbetreuung ist Aufgabe der Kommune.“

„Wie kommen die Eltern dazu, sich wegen einer insolventen Werbeagentur Sorgen über die Betreuung ihrer Kinder im Sommer machen zu müssen?“, fragt sich Clubobfrau Margit Motschiunig, die eine langfristige Absicherung der Sommerbetreuung von Kindern zwischen 5 und 12 Jahren in Klagenfurt fordert.

„Dass die Stadt die Sommerkinderbetreuung damals ohne Ausschreibung einem Verein, der mit einer mittlerweile überschuldeten Werbeagentur in Verbindung steht, übergeben hat, war eine äußerst fragwürdige Entscheidung“, kritisiert Motschiunig.

„Es ist Aufgabe der Kommune, den Klagenfurter Familien eine bedarfsgerechte und preiswerte Sommerkinderbetreuung anzubieten“, betont Motschiunig. „Deshalb soll die Stadt Klagenfurt die Sommerbetreuung von Kindern zwischen 5 und 12 Jahren auch wieder selbst in die Hand nehmen – mit attraktiven, kreativen und pädagogisch wertvollen Angeboten.“

Grüne fordern rasche Hilfe für die Juno

Klagenfurt (08.09. 2015) Eine rasche Lösung betreffend der Klagenfurter Juno, die aufgrund einer Förderungsverzögerung ums finanzielle Überleben kämpft, fordert heute Gemeinderätin Karin Ruppert. „Im Juni 2015 wurde das Budget der Stadt Klagenfurt beschlossen. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die Jugendnotschlafstelle trotz Zusage bis heute auf ihr Geld wartet“, kritisiert Ruppert. „Hier geht es um junge Menschen in Not. Die Stadt sollte die offene Miete rasch bezahlen!“

„Die Jugendnotschlafstelle trägt wesentlich zur Verringerung der Jugendobdachlosigkeit bei“, unterstreicht Ruppert die Bedeutung der Einrichtung.  „Die Zahl der Jugendlichen, die die Notschlafstelle brauchen, ist in den letzten Jahren angestiegen. Auch Villach hat auf den großen Bedarf reagiert und eben erst eine Notschlafstelle eingerichtet“, weist Ruppert hin, die für „wichtige soziale Einrichtungen Vertragssicherheit“ verlangt. „Es gibt einige Institutionen, die sehr wohl  mehrjährige Verträge haben, um die finanzielle und organisatorische Sicherheit zu gewährleisten. Das wäre auch für die Juno wichtig, die sonst jedes Jahr in der Luft hängen und um ihren Fortbestand zittern muss.“

Abschließend betont Ruppert, dass der Sparstift bei wichtigen sozialen Einrichtungen mit Umsicht angesetzt werden muss, denn: „Die Folgekosten sind für die öffentliche Hand oft viel höher. So fängt die Juno beispielsweise Jugendliche auf, die sonst auf der Straße landen und straffällig werden würden.“

Heckenweg soll zur Wohnstraße werden

Klagenfurt (09.07. 2015) „Der Heckenweg – Ecke Ziggulnstraße – ist bereits jetzt ein Weg, der nur von AnrainerInnen genutzt wird. Es wohnen dort hauptsächlich Familien mit Kindern“, weiß Ersatzgemeinderätin Erika Hornbogner, die in der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag zur Errichtung einer Wohnstraße einbrachte. Für die Ersatzgemeinderätin ist die Errichtung von Wohnstraßen eine sinnvolle Maßnahme zur Steigerung der Lebensqualität von AnrainerInnen in Straßen mit vorwiegender Wohnnutzung.

„Der große Vorteil einer Wohnstraße ist, dass AutofahrerInnen nur zu- und abfahren, aber nicht durchfahren dürfen. Weiters dürfen sie maximal im   Schritttempo unterwegs sein und: Kinder können im gesamten Straßenbereich spielen. Die Straße wird zur Begegnungszone“, erklärt Hornbogner.

„Generell sollten in Klagenfurt Wohnstraßen wieder vermehrt als Mittel der Verkehrsplanung eingesetzt werden. Sie sind ein probates Mittel zur Verkehrsberuhigung und zur Steigerung der Lebensqualität. Voraussetzung für die Errichtung von Wohnstraßen ist allerdings immer die Einbeziehung der Betroffenen.“

Wichtig sei außerdem Bewusstseinsbildung, betont Hornbogner. „Es braucht in Hinblick auf Wohnstraßen und was dort alles erlaubt und was verboten ist, sicher mehr Aufklärungsarbeit. Vielen AutofahrerInnen ist nicht bewusst, dass in einer Wohnstraße Schrittgeschwindigkeit gilt oder Parken lediglich auf den dafür vorgesehen Flächen erlaubt ist.“  



Bildtext:
Der Heckenweg soll zur Wohnstraße werden – das fordert Ersatzgemeinderätin Erika Hornbogner in einem Antrag.
Fotocredit: KK

Klagenfurter Strandbäder: Grüne fordern freien Eintritt ab 18 Uhr

Klagenfurt (08.07. 2015) Bei den derzeitigen hochsommerlichen Temperaturen suchen viele Menschen Abkühlung in den Kärntner Badeseen. „Berufstätige haben oft  erst abends Zeit, sich abzukühlen. Was bei vielen für großen Unmut sorgt, ist, dass die Strandbäder der Stadtwerke Klagenfurt AG nach 18 Uhr noch Eintritt verlangen. Badeschluss ist um 21 Uhr. Selbst wenn man erst gegen 20.30 Uhr kommt, werden einem immer noch zwei Euro abgeknöpft – das ist doch ein Witz“, kritisiert Gemeinderat Elias Molitschnig, bei dem sich mehrere KlagenfurterInnen über diesen Umstand beschwert haben.

„Andere Gemeindestrandbäder – wie z.B. in Keutschach am See – verlangen ab 18 Uhr auch keinen Eintritt mehr. Hier sollten die Stadtwerke den Badegästen gegenüber mehr Entgegenkommen zeigen“, so Molitschnig, der sich für freien Eintritt ab 18 Uhr einsetzen will.
(Schluss)

Viktring: Schießen an Wochenenden ist ab sofort verboten!

Klagenfurt (23.06. 2015) Schon lange setzen sich die Grünen für eine Verbesserung der Situation der von Lärm geplagten AnrainerInnen, die in der Nähe des Schützen- und Sportvereins Sponheim in Viktring leben, ein. Seit Jahren gibt es Beschwerden über den Schießlärm, im Juni 2014 haben sich die Betroffenen zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Neben den AnrainerInnen sind auch mehr als 110 Kinder vom Therapiezentrum Josefinum, aber auch viele Erholungssuchende, FischerInnen etc. von der Lärmbelästigung durch die Schützen betroffen.

„Dauerhafter Schießlärm wirkt sich negativ auf die Gesundheit von Menschen aus“, so Umweltreferent Stadtrat Frank Frey, der sich für eine Einschränkung der Schießzeiten stark machte. „Die behördlich genehmigten Schießzeiten in Viktring waren bislang mehr als großzügig. Die Schützen durften auch an den Wochenenden zwischen 9 und 12 Uhr schießen. Mit der neuen Lärmschutzverordnung* ist das Schießen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen nun endlich verboten!“, freut sich Frey über den Grünen Teilerfolg.

„Langfristig wird der gravierende Nutzungskonflikt zwischen der Schießstätte und dem Wohn-, Kur- und Naherholungsgebiet nur durch eine Verlegung zu lösen sein. Diese ist aber mit hohen Kosten verbunden und wird – angesichts der prekären Finanzsituation der Stadt Klagenfurt – nicht von heute auf morgen umsetzbar sein. Kurzfristig helfen wir den AnrainerInnen nun aber mit der neuen Lärmschutzverordnung. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist mit dem Lärmterror ab sofort Schluss!“, betont Frey.

Eine Verbesserung bringt die neue Lärmschutzverordnung auch für lärmgeplagte AnrainerInnen von Altglassammelbehältern. „Bislang war das Einwerfen von Altglas im Wohngebiet in der Zeit von 20 bis 7 Uhr verboten, ab sofort tritt das Verbot schon ab 19 Uhr in Kraft“, erklärt der Stadtrat.

*Die Lärmschutzverordnung der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee stammt aus dem Jahr 1981 und wurde in den letzten Jahren einige Male geändert, zuletzt 2007. Aufgrund des Bedarfs, neue Tatbestände (z.B. Sportschießen im Freien) in die Lärmschutzverordnung aufzunehmen, wurde sie nun von der Abteilung Bau- und Gewerberecht in enger Zusammenarbeit mit den Magistratsabteilungen Umweltschutz und Stadtgarten geändert.

 

Schmid-Tarmann: Kurioses rund ums „alte“ Hallenbad

Klagenfurt (13.01. 2015) Während Bürgermeister und Stadtwerke umstrittene Hallenbad-Neubaupläne für die Ostbucht wälzen, gibt es rund um das „alte“  Hallenbad (1973 eröffnet und 1993 generalsaniert) in der Gasometergasse Kurioses zu berichten. „Die Verkehrsanbindung ist alles andere als kundenfreundlich: Es gibt keine direkte Buslinie zum Hallenbad und da es im Winter mit Kindern und Badetaschen nahezu unmöglich ist, das Fahrrad zu nehmen, fährt man mit dem Auto hin. Der kleine Parkplatz beim Hallenbad ist aber schon von in der Früh weg ausgelastet. Das Kuriose: Die maximale Parkdauer in den Kurzparkzonen rund um das Hallenbad beträgt drei Stunden. Wenn man sich also eine Vier-Stunden-Eintrittskarte kauft, die immerhin 7,90 Euro kostet, kann man nach gerade mal zwei Stunden Schwimmvergnügen schon wieder in die Umkleidekabine und dann weiter zum Auto hetzen, um nicht einen Strafzettel zu riskieren. Kundenfreundlich ist das nicht!“, kritisiert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die von betroffenen Familien um Hilfe gebeten wurde.

„Vielleicht wollen die Stadtwerke ja, dass die Bevölkerung mit dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Hallenbad immer unzufriedener wird. Bis es aber zu einem Hallenbad-Neubau kommt, werden realistischerweise noch Jahre vergehen. Stadtwerke und Bürgermeister als Eigentümervertreter sind also dazu aufgerufen, eine Lösung zu finden – der jetzige Zustand ist untragbar“, findet Schmid-Tarmann. „Eine Möglichkeit wäre ein Parkschein speziell für Hallenbad-BesucherInnen. Warum es das bei der beengten Parkplatzsituation und der schlechten Busanbindung noch nicht gibt, ist mir ein Rätsel. Dieser Parkschein könnte mit dem Eintritt an der Hallenbadkassa erworben werden und eine Parkdauer von 4 Stunden + 15 Minuten haben. So könnten die HallenbadbesucherInnen ihre Vier-Stunden-Eintrittskarte voll nutzen, ohne in Bedrängnis zu kommen“, so Schmid-Tarmann.

Link zu den Eintrittspreisen des städtischen Hallenbades: https://www.stw.at/privatkunden/freizeit/hallenbad/eintrittspreise/

Viele Gründe für ein Grünes Klagenfurt

Klagenfurt (10.02. 2015) Klagenfurt ist reif für einen Grünen Bürgermeister – da sind sich Bürgermeisterkandidat Frank Frey, Stadträtin Andrea Wulz (Listenplatz 2), Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3) und Politik-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Listenplatz 4) einig, die bei der heutigen Pressekonferenz das Grüne Wahlprogramm für 2015 vorstellten. „Ziel ist es, an die großartigen Ergebnisse der letzten drei Wahlen (Landtags-, Nationalrats- und EU-Wahl), wo es die Grünen zur zweitstärksten Kraft in der Landeshauptstadt geschafft haben, anzuknüpfen“, betont Spitzenkandidat Frank Frey, der insgesamt 90 UnterstützerInnen auf der KandidatInnenliste hinter sich weiß. 

Erklärtes Wahlziel sei – neben dem ersten Grünen Bürgermeister – eine Verdoppelung der Gemeinderatsmandate (von fünf auf zehn) sowie zwei Sitze im Stadtsenat. Ganz wesentlich sei den Grünen, unterstreicht Frey, das Transportieren von Inhalten und die langfristige Umsetzung von Zielen, mit denen Klagenfurt lebenswerter, transparenter und bürgerinnenfreundlicher werden soll.

Voraussetzung für die Umsetzung vieler Vorhaben sei ein „saniertes Budget. Es gilt, die Finanzen mit vereinten Kräften auf Vordermann zu bringen“, so Frey, der am „fünf Minuten vor der Wahl“-präsentierten Masterplan von Bürgermeister Scheider kein gutes Haar lässt. „So etwas muss man ernsthaft angehen.“

Als Bürgermeister würde Frey zuallererst für mehr Gemeinderatssitzungen sorgen. Das zwischen zwei Gemeinderatssitzungen gut sieben Monate vergehen und die Stadt quasi handlungsunfähig ist, werde es bei ihm nicht mehr geben, verspricht Frey, der alle zwei Monate eine Gemeinderatssitzung abhalten möchte und einen Sitzungsfahrplan einführen will. „So kann sich jeder der 45 GemeinderätInnen, und da sind sehr viele Berufstätige darunter, inhaltlich darauf einstellen.“

Um die Wirtschaft in Klagenfurt langfristig anzukurbeln und die hohe Arbeitslosigkeit (derzeit ca. 10 Prozent) in den Griff zu bekommen, kündigt Frey eine aktive Betriebsoffensive an. „Wichtig ist es, ein gutes Netzwerk aufzubauen und Kontakte zu nützen.“

Umstrittene Alleingänge und Luftschlösser sollen bei Frey der Vergangenheit angehören. „Wie es nicht sein sollte, sieht man beim Hallenbad neu: Kurz vor der Wahl wird absolut unseriös eine neue Variante präsentiert – ohne den Gemeinderat einzubinden“, so Frey, der auf die Einhaltung demokratiepolitischer Spielregeln pocht. Einem Hallenbad in der Ostbucht erteilen die Grünen eine klare Absage: „Ein Großteil der Bevölkerung will kein Luxusbad in der sensiblen Ostbucht, sondern ein Sport- und Familienbad in der Stadt mit leistbaren Eintrittspreisen“, betont Frey, der die Hallenbad-Eishallen-Kombination am Standort Messeareal aus Energieeffizienz-Gründen für die beste hält.

Bei den Subventionen setzen sich die Grünen für mehr Transparenz ein. „Die Grünen sind für sinnvolle Subventionen, Subventionsentscheidungen gehören aber in den Gemeinderat und somit öffentlich gemacht“, betont Frey.

Ein weiteres Grünes Hauptanliegen ist „der Ausbau der Öffis. Bei unseren Hausbesuchen – und wir haben schon 7.500 in Klagenfurt geschafft – spielt das Thema Öffis eine große Rolle. Derzeit ist das Busnetz einer Landeshauptstadt einfach nicht würdig“, so Frey, der sich für einen Viertelstundentakt und eine intelligente Linienführung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, stark macht. Erfreulich ist die Einführung der Buslinie 60, für die die Grünen 500 Unterschriften gesammelt haben.
Weiterer Schwerpunkt der Grünen ist der Ausbau des Radwegenetzes: „Ein sehr schönes Beispiel ist Wien, wo durch die Verbesserung des Radwegenetzes eine Frequenzsteigerung von 24 Prozent erreicht wurde – das wünsch ich mir auch für Klagenfurt!“ Für eine Belebung der Innenstadt will Frey mehr verkehrsberuhigte Zonen, u.a. sollen Pfarrplatz und Fleischmarkt autofrei sowie ein Teil der Bahnhofstraße vom Durchzugsverkehr befreit werden.

Die amtierende Stadträtin Andrea Wulz (u.a. für Umweltschutz, Listenplatz 2) hebt den Schutz der Ostbucht und des Landschaftsschutzgebietes Lendspitz-Maiernigg sowie die insgesamt 15 EU-Projekte im Bereich Umwelt hervor, die Klagenfurt eine Wertschöpfung von 12 Mio. Euro und große Impulse beschert haben. Im Bereich erneuerbare Energien und Sanierungen braucht es „weitere Impulse, um auch die Wirtschaft anzukurbeln. Die Vorarbeit ist gemacht – diesen erfolgreichen Weg gilt es fortzuführen“, so Wulz.

In den Bereichen Frauen und Familie verweist Wulz auf den erfolgreichen Weg, den Klagenfurt mit dem Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ (als erste Landeshauptstadt in Österreich) bereits in den letzten Jahren gegangen ist und auch in Zukunft – 2015 steht die Rezertifizierung – gehen soll. „12 Maßnahmen wurden begonnen und zum Teil umgesetzt, u.a. der barrierefreie Europapark-Spielplatz oder das Integrationsprojekt Hippy.“ Ein großes Problem, der die Bereiche Frauen und Familie besonders hart trifft, sei „das Versagen von Bgm. Scheider und seinem Personalreferenten Germ in der Budget- und Personalpolitik. Die Verwaltungsreform ist gescheitert, bis dato gibt es kein Personalmanagement!“

„Schönes Wohnen für alle“ fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3), die sich für leistbaren Wohnraum, der sich bestenfalls zentral und fußläufig in der Nähe von Arbeitsplatz und Schule befindet, einsetzt. „Derzeit stehen 3.000 Wohnungssuchenden ca. 6.000 leerstehenden Wohnungen gegenüber“, zeigt Schmid-Tarmann das Ungleichgewicht auf. Die Gemeinderätin fordert, dass die Stadt wieder selber baut und sich Bauflächen sichert. „Derzeit haben wir das Problem, dass sich Immobilienhaie die letzten freien Flächen, die auf Widmungen aus den 70er Jahren zurückgehen, unter den Nagel reißen und überteuerte Eigentumswohnungen bauen, die sich niemand leisten kann“, so Schmid-Tarmann, die schon seit Jahren vor der drohenden Immobilienblase warnt und mit vielen Bürgerinitiativen, die sich gegen umstrittene Bauprojekte wehren, in Kontakt steht.

Weiters ist Schmid-Tarmann, die sich stets kämpferisch gegen Korruption und Spekulation stellt, die „Erhaltung unserer Lieblingsplätze, wie die Ostbucht, das Kreuzbergl als Erholungswald und seine alten Villen“ ein zentrales Anliegen. „Die gehören ebenso unter Denkmalschutz gestellt wie Lendhafen und Benediktinermarkt“, so Schmid-Tarmann, der der Ensembleschutz am Herzen liegt. Gleichzeitig betont Schmid-Tarmann, dass sie die Stadt aber nicht als Museum, sondern als Lebensraum sieht. „Die Revitalisierung und -Sanierung sowie die Innenstadt-Verdichtung durch Dachgeschoßausbauten muss Priorität haben.“

Jahrelange Forderungen von Schmid-Tarmann im Kulturbereich möchte sie in der nächsten Periode umgesetzt wissen: „Wir brauchen dringend eine öffentliche Bibliothek, ein Stadtmuseum, einen zweiten Saal fürs Volkskino und einen Kulturbeirat wie in Graz. Weiters braucht es mehr Förderungen für die freie Kulturszene, dafür einen Stopp bei Subventionen für kommerzielle Events“, betont Schmid-Tarmann, die auch einen endgültigen Abriss der leidigen Seebühne fordert.

Jahrelang auf Granit biss Schmid-Tarmann (als Vorsitzende des Ausschusses für Kindergärten, Horte und Schulen) bei der zuständigen Schulreferentin Vize-Bgm. Mathiaschitz (SPÖ) mit ihrer Forderung, Bio-Essen in öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und Horte, einzuführen. „Wir wollen 100 Prozent Bio-Essen in den Kindergärten“, so Schmid-Tarmann.

Mit Polit-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Leiterin des städtischen Montessori-Kindergartens „Bunte Knöpfe“, Listenplatz 4) hat sie bei diesem Thema eine Mitstreiterin an ihrer Seite. „Ich weiß aus Erfahrung, dass derzeit viel mit Fertiggerichten gearbeitet wird. Die Gesundheit unserer Kinder muss uns einfach mehr wert sein“, betont Motschiunig, die das Thema Bildung als Schwerpunkt ihrer künftigen Gemeinderatstätigkeit sieht. „Klagenfurt braucht eine starke Bildungsoffensive“, betont Motschiunig, die im Kindergartenbereich verstärkt die Schwerpunkte Sprachen und Naturwissenschaften einbauen möchte und sich für fix angestellte Native Speaker stark macht.

Ein zentrales Anliegen ist Motschiunig „der  Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kindergartenplatz. Es kann nicht sein, dass eine Familie mit drei Kindern derzeit 600 Euro zahlen muss.“ Weiters ist Motschiunig eine Ausdehnung der Öffnungszeiten bei städtischen Kindergärten ein wichtiges Anliegen: „Viele Mütter sprechen mich auf das Problem an. Die Kindergärten müssen von 6 bis 18 Uhr geöffnet sein“, so Motschiunig, die sich auch für einen ganzjährigen Betrieb einsetzt. „Derzeit hat nur ein städtischer Betrieb im August geöffnet. Ziel muss es sein, dass in jedem Kindergarten ganzjährig  zumindest eine Gruppe geöffnet hat.“

Ein weiterer Schwerpunkt von Motschiunig ist die Jugendarbeit. „Die Grünen fordern mehr Geld für Streetworker und FamilienintensivbetreuterInnen anstelle eines unnützen Ordnungsamtes, das sich um Hunde und Parkscheine kümmert.“

Fotos: Die Grünen Kärnten/Günter Krammer

Frey: Hände weg von der Ostbucht!

Klagenfurt (09.02. 2015) Das eigenständige Vorpreschen von Bürgermeister Scheider und den Stadtwerken betreffend eines Hallenbad-Neubaus in der Ostbucht ist für Grünen-Bürgermeisterkandidat und Gemeinderat Frank Frey „so kurz vor der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl absolut unseriös und nicht ernst zu nehmen. Tatsache ist, dass der Bürgermeister den Stadtwerken nicht einfach einen Auftrag erteilen kann. Die Stadtwerke sind auch kein Investor, sondern gehören zu 100 Prozent den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern. Die Rechnung kann also nicht ohne den Wirt gemacht werden: Es braucht einen klaren Auftrag des Eigentümers – ohne Gemeinderats- und Stadtsenatsbeschluss geht gar nichts!“, stellt heute Bürgermeisterkandidat Frank Frey nochmals klar.

Was Frey scharf kritisiert, ist „die unnötige Verunsicherung der Bevölkerung. Ein Hallenbad am See bedeutet einen massiven Eingriff in das Naherholungsgebiet der KlagenfurterInnen, das schon jetzt Jahr für Jahr unter den zahlreichen Events zu leiden hat. Klagenfurt ist finanziell angeschlagen und braucht sicher keinen Wellnesstempel für TouristInnen, sondern ein Sport- und Familienbad mit leistbaren Eintrittspreisen für die Bevölkerung“, betont Frey, der weitere Großmannsucht-Projekte ablehnt: „Was kostet an einem neuen Hallenbad 50 Mio. Euro? Das wäre ja das halbe Stadion! Es gibt genügend Beispiele von vergleichbar großen neuen Hallenbädern, die nicht mal die Hälfte kosten“, so Frey abschließend.

Schießstätte: Grüne fordern Ende des Lärmterrors

Klagenfurt (22.12. 2014) Schon lange fordern die Grünen Hilfe für die von Lärm geplagten AnrainerInnen, die in der Nähe des Schützen- und Sportvereins Sponheim in Viktring leben. Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann ist mit der Bürgerinitiative „Stoppt den Schießlärm“ in Kontakt und kennt ihren langen Leidensweg. In der heutigen Gemeinderatssitzung bringt sie deshalb eine Anfrage (die sich an den zuständigen Sport-Stadtrat Jürgen Pfeiler richtet) sowie einen Antrag zur Verlegung der Aktivitäten mit Faustfeuerwaffen an einen anderen Ort ein. „Der Lärmterror muss endlich ein Ende haben!“, betont Schmid-Tarmann.

„Seit mittlerweile 15 Jahren gibt es AnrainerInnenbeschwerden, im Juni 2014 haben sich die Betroffenen dann zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen“, berichtet die Mandatarin. „Das Ganze hat nun eine immer größere Dimension erreicht: Neben hunderten AnrainerInnen geht es um mehr als 110 Kinder vom Therapiezentrum Josefinum, aber auch um die vielen Erholungssuchenden, FischerInnen und NaturschützerInnen. Den Menschen muss endlich geholfen werden! Permanenter Schießlärm wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.“  

Der gravierende Nutzungskonflikt zwischen der Schießstätte und dem Kur-, Wohn- und Naherholungsgebiet sei langfristig nur durch eine Verlegung zu lösen, ist Schmid-Tarmann überzeugt. „Deshalb fordere ich die Verlegung der Aktivitäten mit Faustfeuerwaffen an einen anderen Ort.“