Grüne Klagenfurt

Wulz: Gynäkologische Ambulanz muss bleiben – schon über 700 UnterstützerInnen!

Bislang konnten über 700 Unterschriften für den Erhalt des Gynäkologischen Ambulatoriums in Klagenfurt gesammelt werden. Ende Juni wird die Petition der Kärntner Gebietskrankenkasse übergeben, danach ein Antrag im Kärntner Landtag eingebracht.

Klagenfurt (09.06. 2016) Im Frühjahr kündigte die Kärntner Gebietskrankenkasse (KGKK) die Schließung ihres gynäkologischen Ambulatoriums an. Die Grünen starteten daraufhin eine Unterschriftenaktion und eine Online-Petition: „Wir haben mittlerweile über 700 Unterschriften für den Erhalt der Einrichtung zusammen, die wir dem Direktor der KGKK Ende Juni überreichen wollen. Mit der Übergabe unserer Petition möchten wir nochmals auf die Bedeutung der so hart erkämpften Errungenschaft für Frauen hinweisen und an die Verantwortlichen appellieren, die Einrichtung weiter zu betreiben und den Sparstift nicht bei der Frauengesundheit anzusetzen“, so Gemeinderätin und Vorsitzende des Frauenausschusses Andrea Wulz.

„Die Schließung des gynäkologischen Ambulatoriums wäre ein riesengroßer Rückschritt. Die Landeshauptstadt hätte mit einem Schlag zwei Frauenärztinnen weniger, da derzeit nur zwei von neun Kassenstellen von Frauen besetzt sind. Es ist Realität, dass sich viele Mädchen und Frauen lieber von Ärztinnen untersuchen lassen möchten – diese Wahlfreiheit muss selbstverständlich sein!“, betont Wulz.

Auch die Schließung der Teenie-Ambulanz, die mit dem Aus der gynäkologischen Ambulanz einhergeht, hätte „weitreichende Folgen. Bislang war es möglich, dass sich Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren dort anonym von einer Gynäkologin beraten und untersuchen haben lassen können. Durch die Schließung dieser Anlaufstelle würde eine große Beratungslücke entstehen. Man lässt die jungen Frauen mit ihren Sorgen und Problemen allein“, befürchtet Wulz.

Wer die Petition noch unterzeichnen und damit die Schließung der gynäkologischen Ambulanz verhindern möchte, kann das noch bis Ende Juni unter https://secure.avaaz.org/de/petition/Kaerntner_Gebietskrankenkasse_Kein_Sparen_auf_Kosten_der_Frauengesundheit/ machen.

Nach der Übergabe der Petition an die KGKK wird von den Grünen ein Antrag im Kärntner Landtag eingebracht.

Straße nach Kärntner Botanikerin benennen

Klagenfurt (10.07. 2015) „Dr. Ángela Piskernik war eine außergewöhnliche Frau. Sie war die erste Kärntner Slowenin, die an einer Universität promovierte und das in einer Zeit, als das Studieren für Frauen noch lange keine Selbstverständlichkeit war“, so Ersatzgemeinderätin Sonja Koschier, die sich für gelebte Mehrsprachigkeit und die slowenische Volkgruppe in Kärnten einsetzt. „Klagenfurt ist die Stadt mit der größten Anzahl Slowenisch sprechender Menschen in Kärnten – dem sollte auch Rechnung getragen werden.“

Piskernik (1886-1967) wurde in Eisenkappel/Železna Kapla geboren und besuchte nach der Volksschule die private Lehrerbildungsanstalt der Ursulinen in Klagenfurt. Dort schloss sie die Ausbildung mit Auszeichnung ab und unterrichtete anschließend an dieser Schule. Es folgte das Studium der Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Botanik in Wien, welches sie 1914 mit ihrer Promotion abschloss.

Nachdem die Botanikerin in Kärnten keine geeignete Arbeit fand, nahm sie eine Stelle am Krainer Landesmuseum an. Später unterrichtete Piskernik an verschiedenen Gymnasien in Laibach/Ljubljana und in Novo mesto und war Professorin an der Universität in Ljubljana. „Sie setzte sich stark für die Bildung von Frauen ein und war ihren Landsleuten immer sehr verbunden“, weiß Koschier.

„Von 1943 bis 1945 war Piskernik im KZ Ravensbrück interniert, das sie abgemagert auf 38 kg überlebte. 1953 übernahm sie die Leitung des naturwissenschaftlichen Museums in Ljubljana und begann sich intensiv mit dem Thema Umweltschutz zu befassen. Eine ihrer größten Leistungen war die Schaffung des Triglav-Nationalparks im Jahr 1961. Ihrer Zeit voraus setzte sich die Naturschützerin ebenfalls für die Schaffung eines staatsübergreifenden Naturreservates in den Karawanken ein“, so Koschier. „Um ihre Vorbildfunktion im Umweltschutz, ihren Einsatz für die Wissenschaft, die Bildung für Frauen und die Rechte der slowenischen Volksgruppe in Kärnten zu würdigen, habe ich einen Antrag zur Benennung einer Straße oder eines Platzes nach ihr eingebracht“, so Koschier abschließend.

Bildtext: Dr. Ángela Piskernik war die erste Kärntner Slowenin, die an einer Universität promovierte. Erstatzgemeinderätin Sonja Koschier setzt sich für die Benennung einer Straße oder eines Platzes nach der bekannten Botanikerin ein.
Quelle: Wikipedia

Viele Gründe für ein Grünes Klagenfurt

Klagenfurt (10.02. 2015) Klagenfurt ist reif für einen Grünen Bürgermeister – da sind sich Bürgermeisterkandidat Frank Frey, Stadträtin Andrea Wulz (Listenplatz 2), Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3) und Politik-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Listenplatz 4) einig, die bei der heutigen Pressekonferenz das Grüne Wahlprogramm für 2015 vorstellten. „Ziel ist es, an die großartigen Ergebnisse der letzten drei Wahlen (Landtags-, Nationalrats- und EU-Wahl), wo es die Grünen zur zweitstärksten Kraft in der Landeshauptstadt geschafft haben, anzuknüpfen“, betont Spitzenkandidat Frank Frey, der insgesamt 90 UnterstützerInnen auf der KandidatInnenliste hinter sich weiß. 

Erklärtes Wahlziel sei – neben dem ersten Grünen Bürgermeister – eine Verdoppelung der Gemeinderatsmandate (von fünf auf zehn) sowie zwei Sitze im Stadtsenat. Ganz wesentlich sei den Grünen, unterstreicht Frey, das Transportieren von Inhalten und die langfristige Umsetzung von Zielen, mit denen Klagenfurt lebenswerter, transparenter und bürgerinnenfreundlicher werden soll.

Voraussetzung für die Umsetzung vieler Vorhaben sei ein „saniertes Budget. Es gilt, die Finanzen mit vereinten Kräften auf Vordermann zu bringen“, so Frey, der am „fünf Minuten vor der Wahl“-präsentierten Masterplan von Bürgermeister Scheider kein gutes Haar lässt. „So etwas muss man ernsthaft angehen.“

Als Bürgermeister würde Frey zuallererst für mehr Gemeinderatssitzungen sorgen. Das zwischen zwei Gemeinderatssitzungen gut sieben Monate vergehen und die Stadt quasi handlungsunfähig ist, werde es bei ihm nicht mehr geben, verspricht Frey, der alle zwei Monate eine Gemeinderatssitzung abhalten möchte und einen Sitzungsfahrplan einführen will. „So kann sich jeder der 45 GemeinderätInnen, und da sind sehr viele Berufstätige darunter, inhaltlich darauf einstellen.“

Um die Wirtschaft in Klagenfurt langfristig anzukurbeln und die hohe Arbeitslosigkeit (derzeit ca. 10 Prozent) in den Griff zu bekommen, kündigt Frey eine aktive Betriebsoffensive an. „Wichtig ist es, ein gutes Netzwerk aufzubauen und Kontakte zu nützen.“

Umstrittene Alleingänge und Luftschlösser sollen bei Frey der Vergangenheit angehören. „Wie es nicht sein sollte, sieht man beim Hallenbad neu: Kurz vor der Wahl wird absolut unseriös eine neue Variante präsentiert – ohne den Gemeinderat einzubinden“, so Frey, der auf die Einhaltung demokratiepolitischer Spielregeln pocht. Einem Hallenbad in der Ostbucht erteilen die Grünen eine klare Absage: „Ein Großteil der Bevölkerung will kein Luxusbad in der sensiblen Ostbucht, sondern ein Sport- und Familienbad in der Stadt mit leistbaren Eintrittspreisen“, betont Frey, der die Hallenbad-Eishallen-Kombination am Standort Messeareal aus Energieeffizienz-Gründen für die beste hält.

Bei den Subventionen setzen sich die Grünen für mehr Transparenz ein. „Die Grünen sind für sinnvolle Subventionen, Subventionsentscheidungen gehören aber in den Gemeinderat und somit öffentlich gemacht“, betont Frey.

Ein weiteres Grünes Hauptanliegen ist „der Ausbau der Öffis. Bei unseren Hausbesuchen – und wir haben schon 7.500 in Klagenfurt geschafft – spielt das Thema Öffis eine große Rolle. Derzeit ist das Busnetz einer Landeshauptstadt einfach nicht würdig“, so Frey, der sich für einen Viertelstundentakt und eine intelligente Linienführung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, stark macht. Erfreulich ist die Einführung der Buslinie 60, für die die Grünen 500 Unterschriften gesammelt haben.
Weiterer Schwerpunkt der Grünen ist der Ausbau des Radwegenetzes: „Ein sehr schönes Beispiel ist Wien, wo durch die Verbesserung des Radwegenetzes eine Frequenzsteigerung von 24 Prozent erreicht wurde – das wünsch ich mir auch für Klagenfurt!“ Für eine Belebung der Innenstadt will Frey mehr verkehrsberuhigte Zonen, u.a. sollen Pfarrplatz und Fleischmarkt autofrei sowie ein Teil der Bahnhofstraße vom Durchzugsverkehr befreit werden.

Die amtierende Stadträtin Andrea Wulz (u.a. für Umweltschutz, Listenplatz 2) hebt den Schutz der Ostbucht und des Landschaftsschutzgebietes Lendspitz-Maiernigg sowie die insgesamt 15 EU-Projekte im Bereich Umwelt hervor, die Klagenfurt eine Wertschöpfung von 12 Mio. Euro und große Impulse beschert haben. Im Bereich erneuerbare Energien und Sanierungen braucht es „weitere Impulse, um auch die Wirtschaft anzukurbeln. Die Vorarbeit ist gemacht – diesen erfolgreichen Weg gilt es fortzuführen“, so Wulz.

In den Bereichen Frauen und Familie verweist Wulz auf den erfolgreichen Weg, den Klagenfurt mit dem Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ (als erste Landeshauptstadt in Österreich) bereits in den letzten Jahren gegangen ist und auch in Zukunft – 2015 steht die Rezertifizierung – gehen soll. „12 Maßnahmen wurden begonnen und zum Teil umgesetzt, u.a. der barrierefreie Europapark-Spielplatz oder das Integrationsprojekt Hippy.“ Ein großes Problem, der die Bereiche Frauen und Familie besonders hart trifft, sei „das Versagen von Bgm. Scheider und seinem Personalreferenten Germ in der Budget- und Personalpolitik. Die Verwaltungsreform ist gescheitert, bis dato gibt es kein Personalmanagement!“

„Schönes Wohnen für alle“ fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3), die sich für leistbaren Wohnraum, der sich bestenfalls zentral und fußläufig in der Nähe von Arbeitsplatz und Schule befindet, einsetzt. „Derzeit stehen 3.000 Wohnungssuchenden ca. 6.000 leerstehenden Wohnungen gegenüber“, zeigt Schmid-Tarmann das Ungleichgewicht auf. Die Gemeinderätin fordert, dass die Stadt wieder selber baut und sich Bauflächen sichert. „Derzeit haben wir das Problem, dass sich Immobilienhaie die letzten freien Flächen, die auf Widmungen aus den 70er Jahren zurückgehen, unter den Nagel reißen und überteuerte Eigentumswohnungen bauen, die sich niemand leisten kann“, so Schmid-Tarmann, die schon seit Jahren vor der drohenden Immobilienblase warnt und mit vielen Bürgerinitiativen, die sich gegen umstrittene Bauprojekte wehren, in Kontakt steht.

Weiters ist Schmid-Tarmann, die sich stets kämpferisch gegen Korruption und Spekulation stellt, die „Erhaltung unserer Lieblingsplätze, wie die Ostbucht, das Kreuzbergl als Erholungswald und seine alten Villen“ ein zentrales Anliegen. „Die gehören ebenso unter Denkmalschutz gestellt wie Lendhafen und Benediktinermarkt“, so Schmid-Tarmann, der der Ensembleschutz am Herzen liegt. Gleichzeitig betont Schmid-Tarmann, dass sie die Stadt aber nicht als Museum, sondern als Lebensraum sieht. „Die Revitalisierung und -Sanierung sowie die Innenstadt-Verdichtung durch Dachgeschoßausbauten muss Priorität haben.“

Jahrelange Forderungen von Schmid-Tarmann im Kulturbereich möchte sie in der nächsten Periode umgesetzt wissen: „Wir brauchen dringend eine öffentliche Bibliothek, ein Stadtmuseum, einen zweiten Saal fürs Volkskino und einen Kulturbeirat wie in Graz. Weiters braucht es mehr Förderungen für die freie Kulturszene, dafür einen Stopp bei Subventionen für kommerzielle Events“, betont Schmid-Tarmann, die auch einen endgültigen Abriss der leidigen Seebühne fordert.

Jahrelang auf Granit biss Schmid-Tarmann (als Vorsitzende des Ausschusses für Kindergärten, Horte und Schulen) bei der zuständigen Schulreferentin Vize-Bgm. Mathiaschitz (SPÖ) mit ihrer Forderung, Bio-Essen in öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und Horte, einzuführen. „Wir wollen 100 Prozent Bio-Essen in den Kindergärten“, so Schmid-Tarmann.

Mit Polit-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Leiterin des städtischen Montessori-Kindergartens „Bunte Knöpfe“, Listenplatz 4) hat sie bei diesem Thema eine Mitstreiterin an ihrer Seite. „Ich weiß aus Erfahrung, dass derzeit viel mit Fertiggerichten gearbeitet wird. Die Gesundheit unserer Kinder muss uns einfach mehr wert sein“, betont Motschiunig, die das Thema Bildung als Schwerpunkt ihrer künftigen Gemeinderatstätigkeit sieht. „Klagenfurt braucht eine starke Bildungsoffensive“, betont Motschiunig, die im Kindergartenbereich verstärkt die Schwerpunkte Sprachen und Naturwissenschaften einbauen möchte und sich für fix angestellte Native Speaker stark macht.

Ein zentrales Anliegen ist Motschiunig „der  Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kindergartenplatz. Es kann nicht sein, dass eine Familie mit drei Kindern derzeit 600 Euro zahlen muss.“ Weiters ist Motschiunig eine Ausdehnung der Öffnungszeiten bei städtischen Kindergärten ein wichtiges Anliegen: „Viele Mütter sprechen mich auf das Problem an. Die Kindergärten müssen von 6 bis 18 Uhr geöffnet sein“, so Motschiunig, die sich auch für einen ganzjährigen Betrieb einsetzt. „Derzeit hat nur ein städtischer Betrieb im August geöffnet. Ziel muss es sein, dass in jedem Kindergarten ganzjährig  zumindest eine Gruppe geöffnet hat.“

Ein weiterer Schwerpunkt von Motschiunig ist die Jugendarbeit. „Die Grünen fordern mehr Geld für Streetworker und FamilienintensivbetreuterInnen anstelle eines unnützen Ordnungsamtes, das sich um Hunde und Parkscheine kümmert.“

Fotos: Die Grünen Kärnten/Günter Krammer

Grüner Erfolg: Kinderfreundliche Hausordnung beschlossen!

Klagenfurt (16.12. 2014) Auf Antrag von Familienreferentin Andrea Wulz wurde heute eine Kinder- und generationenfreundlichen Hausordnung, erarbeitet durch das Familienservice und die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Kärntens, beschlossen. Zielgruppe sind Bauträger, Genossenschaften und Hausverwaltungen, die die Hausordnung für ihre Anlagen übernehmen sollen. „Immer wieder gibt es Beschwerden über Kinderlärm in Wohnanlagen“, kennt Familienreferentin Andrea Wulz die Problematik. „Kinder brauchen das freie Spielen für ihre gesunde Entwicklung, umgekehrt haben ältere Menschen ein höheres Ruhebedürfnis. Das führt zwangsläufig zu Konflikten, wo Verständnis und Wertschätzung gefragt sind“, so Wulz, die sich schon seit längerem für eine Kinder- und generationenfreundliche Hausordnung auf Basis der Kinderrechte und nach dem Vorbild von Graz, Salzburg und anderen Städten einsetzt. „Nach Rücksprache mit Bauträgern, Genossenschaften und MieterInnen wurde diese nun entwickelt, mit der Zielsetzung, mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse der MieterInnen aller Generationen zu schaffen“, freut sich Wulz. „Die kinder- und generationenfreundliche Hausordnung soll als Instrument zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens in Wohnanlagen dienen“, so die Familienreferentin. „Klagenfurt ist seit 2012 familienfreundliche Gemeinde und setzt eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Familienfreundlichkeit. Mit der kinderfreundlichen Hausordnung gehen wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung!“ 

Forschungsprojekte und Institut für Wirtschaftswissenschaften: Auf Antrag von Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz wurden heute Förderungen für ausgewählte Forschungsprojekte an der Alpen-Adria-Universität sowie eine Subvention für das Institut für Wirtschaftswissenschaften beschlossen, das im Jahr 2014 sein 30-jähriges Bestehen feiert.

Business Frauen Center und Projektgruppe Frauen: Auf Antrag von Frauenreferentin Andrea Wulz wurde dem Business Frauen Center (BFC) eine Subvention gewährt. „Das BFC wurde durch eine Privatinitiative von engagierten Frauen aus der Wirtschaft im November 2000 gegründet. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus etwa 3.000 Frauen und vielen namhaften Unternehmen aus Südösterreich“, berichtet Wulz. Seinen Hauptstandort hat das BFC in Klagenfurt. In den letzten Jahren wurden zahlreiche erfolgreiche Projekte, u.a. der Ausbildungslehrgang für Aufsichtsrätinnen oder das Projekt „MiM“ (Mama im Management), durchgeführt. Ebenfalls eine Subvention erhält die Projektgruppe Frauen, die heuer ihr 30-jähriges Jubiläum feierte.

Umweltförderungen: Auf Antrag von Umweltreferentin Andrea Wulz wurden heute Zuschüsse für umweltfreundliche Maßnahmen in der Höhe von insgesamt 2.100 Euro  beschlossen. Gefördert wurden Heizungsumstellungen (auf Biomasse mit automatischer Brennraumbeschickung), der Einbau von Schallschutzfenstern und die Anschaffung von einspurigen Elektrofahrzeugen.

Pflanzensoziologisches Institut: Dem pflanzensoziologischen Institut wird zur Aufarbeitung von Objekten aus dem Nachlass von Univ.-Prof. Lore Kutschera (Botanikerin und Wurzelforscherin) eine Subvention gewährt. 

Der Grüne Gemeinderatsclub bedankt sich bei Stadtrat Peter Steinkellner, der heute in Vertretung der erkrankten Stadträtin Andrea Wulz die Anträge in der Stadtsenatssitzung vorgetragen hat!

 

Wulz: Drohende EKiZ-Schließung zeigt falsche Prioritätensetzung beim Sparen

Klagenfurt (04.12. 2014) Im April feierte das Eltern-Kind-Zentrum noch sein 25-Jahr-Jubiläum, jetzt steht der Verein vor dem Aus. „Bürgermeister Scheider kann das EKiZ anscheinend nicht mehr finanziell unterstützen“, bedauert Familienreferentin Andrea Wulz. „Das EKiZ ist eine der ältesten Einrichtungen für werdende Eltern und Eltern mit Kindern im Kleinkindalter. Im EKiZ erfahren Eltern und Kinder sanfte Begleitung, haben die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen“, hebt Wulz hervor. Die Stadträtin würde eine Schließung dieser wertvollen sozialen Einrichtung sehr bedauern.

„Die Situation ist komplex: Nicht nur die Miete ist das Problem. Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Die Zahl der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ist gesunken, notwendige Modernisierungs- und Investitionsmaßnahmen sind seit Jahren budgetär nicht drin. Ab 2016 wird Barrierefreiheit gefordert, was heißt, dass entweder ein Umbau oder neue Räumlichkeiten her müssen. So geht es vielen Vereinen im Sozialbereich “, so Wulz, die hofft, dass die Schließung des EKiZ noch irgendwie abgewendet werden kann. „10.000 Euro würden genügen, damit sich der Verein neu aufstellen kann.“

Die Familienreferentin spart nicht mit Kritik an der Prioritätensetzung des freiheitlichen Sparkurses: „Auf der einen Seite gibt der Bürgermeister das Geld bedenkenlos aus  – wenn ich an seinen verschwenderischen Umgang mit den Repräsentationsmitteln denke, oder die Seebühne, die die Freiheitlichen im Alleingang um 60.000 Euro angekauft haben. Nicht nachvollziehbar ist auch, wenn kommerzielle Veranstaltungen wie die Starnacht oder Kirchtage subventioniert werden, während im Sozialbereich gekürzt wird“, bemängelt Wulz, die bei den Wertigkeiten ein „Umdenken“ fordert.

Grüner Erfolg: 1. Kassen-Frauenärztin in Klagenfurt

Klagenfurt (24.09. 2014) Auf die Einrichtung von Kassenstellen für Frauenärztinnen in Klagenfurt pocht Stadträtin und Grünen-Clubobfrau Andrea Wulz seit vielen Jahren. Gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Klagenfurt und der Klagenfurter Frauenplattform forderte die Frauenreferentin die Ärztekammer immer wieder auf, aktiv zu werden und Frauen den Weg frei zu machen. „Ich freue mich sehr, dass eine langjährige Forderung endlich erfüllt und dem dringenden Bedürfnis von Klagenfurter Frauen und Mädchen nach Frauenärztinnen mit Kassenstellen entsprochen wird“, so Wulz, die der ersten Gynäkologin mit Kassenvertrag, Dr. Anna Vouk-Zdouc, die mit 1. Juli 2014 ihre Ordination in der Priesterhausgasse 8/2 in Klagenfurt eröffnete, gratulierte. „Eine weitere Frauenärztin mit Kassenvertrag wird voraussichtlich noch heuer im Herbst dazu kommen“, kündigt Wulz an. „Neben dem gynäkologischen Ambulatorium der Kärntner Gebietskrankenkasse, wo Versicherte aller Krankenversicherungsträger auch schon bislang die Möglichkeit hatten, sich von einer Frauenärztin untersuchen zu lassen, sind die beiden neuen Kassen-Gynäkologinnen ein weiteres wichtiges Angebot für Patientinnen und ein Schritt in die richtige Richtung.“

Nach der ersten Frauennotschlafstelle Kärntens, die letztes Jahr mit Hilfe des Landes im Hilda-Schärf-Haus in Klagenfurt realisiert werden konnte, ist die erste Kassen-Frauenärztin in der Landeshauptstadt ein weiterer Meilenstein in Klagenfurts Frauenpolitik. „Es ist schön, wenn der langjährige Einsatz Früchte trägt und frauenpolitische Forderungen umgesetzt werden“, so Wulz abschließend.

Grünen-Stadträtin Andrea Wulz: Mehr Frauen in die Politik!

Klagenfurt (22.08.2014) Um mehr Frauen für politische Arbeit zu begeistern, müssen konkrete Maßnahmen gesetzt werden, betont heute Frauenreferentin Stadträtin Andrea Wulz (Die Grünen). „Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Der Bund ist dazu aufgerufen, für eine einheitliche sozialrechtliche Absicherung zu sorgen und die massiven Benachteiligungen von KommunalpolitikerInnen abzustellen. Dass es weder Krankenstand, Urlaub noch Arbeitslosengeld gibt, ist nämlich vor allem für Frauen ein großes Hindernis“, unterstreicht Wulz. „Eine alleinerziehende Mutter kann es sich schlicht und einfach nicht leisten in die Politik zu gehen. Aber auch junge Frauen, die einmal Mutter werden möchten, schreckt die fehlende Karenzregelung ab. Das heißt, dass hier ein Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern entsteht, da fähige, oft gut ausgebildete Frauen von vornherein für politische Ämter ausscheiden. Das wirkt sich natürlich auf die politische Präsenz von Frauen aus“, bedauert Wulz.

„Es gibt so viele engagierte Frauen, die Interesse daran haben, in die Politik zu gehen. Die fehlende soziale Absicherung darf sie nicht daran hindern!“, fordert die Grün-Politikerin und verweist auf die „unverzichtbare Beteiligung von Frauen auf kommunaler Ebene. Nur wenn Frauen in Gremien gleichberechtigt vertreten sind, werden die Interessen und Bedürfnisse von Frauen entsprechend berücksichtigt“, so Wulz, die das Thema auch in der nächsten Sitzung des Frauenausschusses des österreichischen Städtebundes einbringen wird.

Frauenstadträtin Wulz protestiert schärfstens gegen die Einstellung der Klagenfurter Werbewatchgroup

Klagenfurt (07.08.2014) Nach der Parkraumaffäre  nun der nächste Umfaller des FPÖ Bürgermeisters Christian Scheider vor der Wirtschaftskammer. Scheider verfügte die Einstellung der Klagenfurter Werbewatchgroup.

Frauenstadträtin Mag.a Andrea Wulz (Grüne) findet das Verhalten von FPÖ Bgm. Scheider empörend: “Ohne mit mir Rücksprache zu halten fährt er in alter FPÖ Manier über frauenpolitische Themen und Anliegen drüber und verfügt die Einstellung der Werbewatchgroup. Sobald etwas Gegenwind aufkommt geht Bürgermeister Scheider sofort in die Knie und fällt um. Anstelle gegen Sexismus und Diskriminierung von Frauen Stellung zu beziehen, wertet Scheider sowohl die Fachjury als auch jene Frauen ab, die gegen Diskriminierung in der Werbung kämpfen. FPÖ Bgm. Scheider hat anscheinend übersehen, dass wir im 21. Jahrhundert  leben und Frauen ein Mitsprache - und Mitgestaltungsrecht in der Politik haben". Wulz: "Das es das Thema „Sexismus in der Werbung“ nicht gibt, ist ein Verschließen der (meist männlichen)  Vertreter in der Wirtschaftskammer vor den Fakten. Durch das "Aus“ der Klagenfurter Werbewatchgroup hat das Ansehen der Stadt Klagenfurt in Österreich einen weiteren Tiefschlag erhalten“, so Wulz.  

Und weiter: “ Ich werde das Thema: „Sexismus in der Werbung“ weiter verfolgen und will die Werbewatchgroup fortführen“ so Wulz abschließend.  

Frauenreferentin gratuliert Renate Pfeiffer zum Julius-Kugy-Preis

Klagenfurt (13.06. 2014) „Als Frauenreferentin der Stadt Klagenfurt freue ich mich sehr, dass Renate Pfeiffer heute der Julius-Kugy-Preis verliehen wird. Sie ist eine würdige und verdiente Preisträgerin!“, gratuliert Frauenreferentin Stadträtin Andrea Wulz (Die Grünen). „Renate Pfeiffer ist eine außergewöhnliche Frau, die sich unermüdlich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und für mehr Toleranz einsetzt. Sie ist aktives Mitglied der Klagenfurter Frauenplattform, die Frauen unterstützt und vernetzt. Als Diskussionsleiterin des Frauensalons, der vom Frauenbüro der Stadt Klagenfurt gemeinsam mit dem Verein Frau Scherwitz (www.frauscherwitz.at) organisiert wird, ist sie mit ihrer einfühlsamen und höchst professionellen Art nicht mehr wegzudenken.“

Für mehr Sicherheit am Lendkanal: Grüne fordern Licht-Lückenschlüsse

Klagenfurt (05.06. 2014) Radfahren am Lendkanal kann auf dem schmalen Radweg-Teilstück zwischen Steinerner Brücke und Eisenbahnbrücke aufgrund fehlender Beleuchtung zum gefährlichen Balanceakt werden, macht Gemeinderat Reinhold Gasper aufmerksam. „Mich haben RadfahrerInnen, die die Strecke täglich nutzen, darauf angesprochen. Daraufhin habe ich mich persönlich von der Gefährlichkeit des Abschnittes überzeugt“, so Gasper, der in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Antrag einbringt, das betreffende Teilstück (ca. 120 Meter lang) mit Beleuchtungskörpern auszustatten.

„Eine zusätzliche Gefahr birgt der geringe Abstand von nur 2 bis 2,5 Metern zwischen Bäumen und Gartenzaun. Es ist also durch den Baumbestand und die Bebauung nicht nur finster, sondern auch noch sehr eng, was die Unfallgefahr nochmals erhöht“, warnt Gasper, der sich für eine Entschärfung der riskanten Stelle einsetzt.

Frauenreferentin Stadträtin Andrea Wulz fordert generell „eine durchgehende Beleuchtung auf den wichtigsten Lauf- und Radstrecken in Klagenfurt, um das Sicherheitsgefühl von Frauen zu erhöhen. Mich sprechen immer wieder Freizeitsportlerinnen auf Beleuchtungslücken am Lendkanal oder entlang des  Glanradweges an, die es auszumerzen gilt“, so Wulz. Gemeinsam mit dem Frauenlauf-Club 261 sammelt sie Anregungen und Verbesserungsvorschläge. „Eine Idee wäre die Erstellung einer Karte, ob virtuell oder in Papier, um auf einen Blick zu sehen, wo es beleuchtete, sichere Lauf- und Radwege für Frauen in Klagenfurt gibt“, so Wulz.   

Fotos: R. Gasper