Grüne Klagenfurt

Hallenbad: Badegäste sollen speziellen Parkschein bekommen!

Viel zu verbessern gibt es noch bei der neuen Kurzparkzonenregelung. Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann hat die Lösung für die verfahrene Parksituation rund um das Hallenbad: Ein spezieller Parkschein für BesucherInnen, um ihnen einen unbeschwerten und vor allem ungekürzten Badespaß von vier Stunden zu ermöglichen. „An der Erreichbarkeit des Klagenfurter Hallenbades, die derzeit alles andere als kundenfreundlich ist, müssen wir dringend arbeiten. Es gibt keine direkte Buslinie zum Hallenbad und da es im Winter mit Kindern und Badetaschen unzumutbar ist, das Fahrrad zu nehmen, fährt man mit dem Auto hin. Der kleine Parkplatz beim Hallenbad ist aber schon von in der Früh weg ausgelastet. Mittlerweile hat sich Lage durch PendlerInnen und SchülerInnen, die einfach ihr Auto dort abstellen, noch weiter verschärft“, beschreibt Schmid-Tarmann die Situation.

„Für die Badegäste ist die maximale Parkdauer von drei Stunden in den Kurzparkzonen rund um das Hallenbad ein großes Problem. Wenn man sich nämlich eine Vier-Stunden-Eintrittskarte kauft, die für Erwachsene 8,30 Euro kostet, muss man nach gerade mal zweieinhalb Stunden Schwimmvergnügen schon wieder in die Umkleidekabine und dann weiter zum Auto hetzen, um nicht einen Strafzettel zu riskieren. Kundenfreundlich ist das nicht!“, kritisiert die Grüne Mandatarin, die von betroffenen Familien und SportlerInnen um Hilfe gebeten wurde. „Da muss endlich eine Lösung her, für die wir Grüne uns einsetzen werden. Mit der neuen Gebührenregelung für Kurzparkzonen hat sich die Problematik zugespitzt“, betont die Grüne Wirtschaftssprecherin und hat eine Lösung parat: „Ein Parkschein in einer unterscheidbaren Farbe speziell für Badegäste soll mit dem Eintritt an der Hallenbad-Kassa unbürokratisch erworben werden können und eine Parkdauer von 4 Stunden + 15 Minuten gestatten. So könnten die Hallenbad-BesucherInnen ihre gesamte bezahlte Badezeit von vier Stunden auch unbeschwert und ungekürzt ausnutzen“, so Schmid-Tarmann, die bei der nächsten Gemeinderatssitzung dazu einen Antrag, der auch die Forderung nach einer Busanbindung beinhaltet, einbringen wird.

Link zu den Eintrittspreisen des städtischen Hallenbades: https://www.stw.at/privatkunden/freizeit/hallenbad/eintrittspreise/

Schmid-Tarmann: Kurioses rund ums „alte“ Hallenbad

Klagenfurt (13.01. 2015) Während Bürgermeister und Stadtwerke umstrittene Hallenbad-Neubaupläne für die Ostbucht wälzen, gibt es rund um das „alte“  Hallenbad (1973 eröffnet und 1993 generalsaniert) in der Gasometergasse Kurioses zu berichten. „Die Verkehrsanbindung ist alles andere als kundenfreundlich: Es gibt keine direkte Buslinie zum Hallenbad und da es im Winter mit Kindern und Badetaschen nahezu unmöglich ist, das Fahrrad zu nehmen, fährt man mit dem Auto hin. Der kleine Parkplatz beim Hallenbad ist aber schon von in der Früh weg ausgelastet. Das Kuriose: Die maximale Parkdauer in den Kurzparkzonen rund um das Hallenbad beträgt drei Stunden. Wenn man sich also eine Vier-Stunden-Eintrittskarte kauft, die immerhin 7,90 Euro kostet, kann man nach gerade mal zwei Stunden Schwimmvergnügen schon wieder in die Umkleidekabine und dann weiter zum Auto hetzen, um nicht einen Strafzettel zu riskieren. Kundenfreundlich ist das nicht!“, kritisiert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die von betroffenen Familien um Hilfe gebeten wurde.

„Vielleicht wollen die Stadtwerke ja, dass die Bevölkerung mit dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Hallenbad immer unzufriedener wird. Bis es aber zu einem Hallenbad-Neubau kommt, werden realistischerweise noch Jahre vergehen. Stadtwerke und Bürgermeister als Eigentümervertreter sind also dazu aufgerufen, eine Lösung zu finden – der jetzige Zustand ist untragbar“, findet Schmid-Tarmann. „Eine Möglichkeit wäre ein Parkschein speziell für Hallenbad-BesucherInnen. Warum es das bei der beengten Parkplatzsituation und der schlechten Busanbindung noch nicht gibt, ist mir ein Rätsel. Dieser Parkschein könnte mit dem Eintritt an der Hallenbadkassa erworben werden und eine Parkdauer von 4 Stunden + 15 Minuten haben. So könnten die HallenbadbesucherInnen ihre Vier-Stunden-Eintrittskarte voll nutzen, ohne in Bedrängnis zu kommen“, so Schmid-Tarmann.

Link zu den Eintrittspreisen des städtischen Hallenbades: https://www.stw.at/privatkunden/freizeit/hallenbad/eintrittspreise/

Viele Gründe für ein Grünes Klagenfurt

Klagenfurt (10.02. 2015) Klagenfurt ist reif für einen Grünen Bürgermeister – da sind sich Bürgermeisterkandidat Frank Frey, Stadträtin Andrea Wulz (Listenplatz 2), Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3) und Politik-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Listenplatz 4) einig, die bei der heutigen Pressekonferenz das Grüne Wahlprogramm für 2015 vorstellten. „Ziel ist es, an die großartigen Ergebnisse der letzten drei Wahlen (Landtags-, Nationalrats- und EU-Wahl), wo es die Grünen zur zweitstärksten Kraft in der Landeshauptstadt geschafft haben, anzuknüpfen“, betont Spitzenkandidat Frank Frey, der insgesamt 90 UnterstützerInnen auf der KandidatInnenliste hinter sich weiß. 

Erklärtes Wahlziel sei – neben dem ersten Grünen Bürgermeister – eine Verdoppelung der Gemeinderatsmandate (von fünf auf zehn) sowie zwei Sitze im Stadtsenat. Ganz wesentlich sei den Grünen, unterstreicht Frey, das Transportieren von Inhalten und die langfristige Umsetzung von Zielen, mit denen Klagenfurt lebenswerter, transparenter und bürgerinnenfreundlicher werden soll.

Voraussetzung für die Umsetzung vieler Vorhaben sei ein „saniertes Budget. Es gilt, die Finanzen mit vereinten Kräften auf Vordermann zu bringen“, so Frey, der am „fünf Minuten vor der Wahl“-präsentierten Masterplan von Bürgermeister Scheider kein gutes Haar lässt. „So etwas muss man ernsthaft angehen.“

Als Bürgermeister würde Frey zuallererst für mehr Gemeinderatssitzungen sorgen. Das zwischen zwei Gemeinderatssitzungen gut sieben Monate vergehen und die Stadt quasi handlungsunfähig ist, werde es bei ihm nicht mehr geben, verspricht Frey, der alle zwei Monate eine Gemeinderatssitzung abhalten möchte und einen Sitzungsfahrplan einführen will. „So kann sich jeder der 45 GemeinderätInnen, und da sind sehr viele Berufstätige darunter, inhaltlich darauf einstellen.“

Um die Wirtschaft in Klagenfurt langfristig anzukurbeln und die hohe Arbeitslosigkeit (derzeit ca. 10 Prozent) in den Griff zu bekommen, kündigt Frey eine aktive Betriebsoffensive an. „Wichtig ist es, ein gutes Netzwerk aufzubauen und Kontakte zu nützen.“

Umstrittene Alleingänge und Luftschlösser sollen bei Frey der Vergangenheit angehören. „Wie es nicht sein sollte, sieht man beim Hallenbad neu: Kurz vor der Wahl wird absolut unseriös eine neue Variante präsentiert – ohne den Gemeinderat einzubinden“, so Frey, der auf die Einhaltung demokratiepolitischer Spielregeln pocht. Einem Hallenbad in der Ostbucht erteilen die Grünen eine klare Absage: „Ein Großteil der Bevölkerung will kein Luxusbad in der sensiblen Ostbucht, sondern ein Sport- und Familienbad in der Stadt mit leistbaren Eintrittspreisen“, betont Frey, der die Hallenbad-Eishallen-Kombination am Standort Messeareal aus Energieeffizienz-Gründen für die beste hält.

Bei den Subventionen setzen sich die Grünen für mehr Transparenz ein. „Die Grünen sind für sinnvolle Subventionen, Subventionsentscheidungen gehören aber in den Gemeinderat und somit öffentlich gemacht“, betont Frey.

Ein weiteres Grünes Hauptanliegen ist „der Ausbau der Öffis. Bei unseren Hausbesuchen – und wir haben schon 7.500 in Klagenfurt geschafft – spielt das Thema Öffis eine große Rolle. Derzeit ist das Busnetz einer Landeshauptstadt einfach nicht würdig“, so Frey, der sich für einen Viertelstundentakt und eine intelligente Linienführung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, stark macht. Erfreulich ist die Einführung der Buslinie 60, für die die Grünen 500 Unterschriften gesammelt haben.
Weiterer Schwerpunkt der Grünen ist der Ausbau des Radwegenetzes: „Ein sehr schönes Beispiel ist Wien, wo durch die Verbesserung des Radwegenetzes eine Frequenzsteigerung von 24 Prozent erreicht wurde – das wünsch ich mir auch für Klagenfurt!“ Für eine Belebung der Innenstadt will Frey mehr verkehrsberuhigte Zonen, u.a. sollen Pfarrplatz und Fleischmarkt autofrei sowie ein Teil der Bahnhofstraße vom Durchzugsverkehr befreit werden.

Die amtierende Stadträtin Andrea Wulz (u.a. für Umweltschutz, Listenplatz 2) hebt den Schutz der Ostbucht und des Landschaftsschutzgebietes Lendspitz-Maiernigg sowie die insgesamt 15 EU-Projekte im Bereich Umwelt hervor, die Klagenfurt eine Wertschöpfung von 12 Mio. Euro und große Impulse beschert haben. Im Bereich erneuerbare Energien und Sanierungen braucht es „weitere Impulse, um auch die Wirtschaft anzukurbeln. Die Vorarbeit ist gemacht – diesen erfolgreichen Weg gilt es fortzuführen“, so Wulz.

In den Bereichen Frauen und Familie verweist Wulz auf den erfolgreichen Weg, den Klagenfurt mit dem Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ (als erste Landeshauptstadt in Österreich) bereits in den letzten Jahren gegangen ist und auch in Zukunft – 2015 steht die Rezertifizierung – gehen soll. „12 Maßnahmen wurden begonnen und zum Teil umgesetzt, u.a. der barrierefreie Europapark-Spielplatz oder das Integrationsprojekt Hippy.“ Ein großes Problem, der die Bereiche Frauen und Familie besonders hart trifft, sei „das Versagen von Bgm. Scheider und seinem Personalreferenten Germ in der Budget- und Personalpolitik. Die Verwaltungsreform ist gescheitert, bis dato gibt es kein Personalmanagement!“

„Schönes Wohnen für alle“ fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3), die sich für leistbaren Wohnraum, der sich bestenfalls zentral und fußläufig in der Nähe von Arbeitsplatz und Schule befindet, einsetzt. „Derzeit stehen 3.000 Wohnungssuchenden ca. 6.000 leerstehenden Wohnungen gegenüber“, zeigt Schmid-Tarmann das Ungleichgewicht auf. Die Gemeinderätin fordert, dass die Stadt wieder selber baut und sich Bauflächen sichert. „Derzeit haben wir das Problem, dass sich Immobilienhaie die letzten freien Flächen, die auf Widmungen aus den 70er Jahren zurückgehen, unter den Nagel reißen und überteuerte Eigentumswohnungen bauen, die sich niemand leisten kann“, so Schmid-Tarmann, die schon seit Jahren vor der drohenden Immobilienblase warnt und mit vielen Bürgerinitiativen, die sich gegen umstrittene Bauprojekte wehren, in Kontakt steht.

Weiters ist Schmid-Tarmann, die sich stets kämpferisch gegen Korruption und Spekulation stellt, die „Erhaltung unserer Lieblingsplätze, wie die Ostbucht, das Kreuzbergl als Erholungswald und seine alten Villen“ ein zentrales Anliegen. „Die gehören ebenso unter Denkmalschutz gestellt wie Lendhafen und Benediktinermarkt“, so Schmid-Tarmann, der der Ensembleschutz am Herzen liegt. Gleichzeitig betont Schmid-Tarmann, dass sie die Stadt aber nicht als Museum, sondern als Lebensraum sieht. „Die Revitalisierung und -Sanierung sowie die Innenstadt-Verdichtung durch Dachgeschoßausbauten muss Priorität haben.“

Jahrelange Forderungen von Schmid-Tarmann im Kulturbereich möchte sie in der nächsten Periode umgesetzt wissen: „Wir brauchen dringend eine öffentliche Bibliothek, ein Stadtmuseum, einen zweiten Saal fürs Volkskino und einen Kulturbeirat wie in Graz. Weiters braucht es mehr Förderungen für die freie Kulturszene, dafür einen Stopp bei Subventionen für kommerzielle Events“, betont Schmid-Tarmann, die auch einen endgültigen Abriss der leidigen Seebühne fordert.

Jahrelang auf Granit biss Schmid-Tarmann (als Vorsitzende des Ausschusses für Kindergärten, Horte und Schulen) bei der zuständigen Schulreferentin Vize-Bgm. Mathiaschitz (SPÖ) mit ihrer Forderung, Bio-Essen in öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und Horte, einzuführen. „Wir wollen 100 Prozent Bio-Essen in den Kindergärten“, so Schmid-Tarmann.

Mit Polit-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Leiterin des städtischen Montessori-Kindergartens „Bunte Knöpfe“, Listenplatz 4) hat sie bei diesem Thema eine Mitstreiterin an ihrer Seite. „Ich weiß aus Erfahrung, dass derzeit viel mit Fertiggerichten gearbeitet wird. Die Gesundheit unserer Kinder muss uns einfach mehr wert sein“, betont Motschiunig, die das Thema Bildung als Schwerpunkt ihrer künftigen Gemeinderatstätigkeit sieht. „Klagenfurt braucht eine starke Bildungsoffensive“, betont Motschiunig, die im Kindergartenbereich verstärkt die Schwerpunkte Sprachen und Naturwissenschaften einbauen möchte und sich für fix angestellte Native Speaker stark macht.

Ein zentrales Anliegen ist Motschiunig „der  Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kindergartenplatz. Es kann nicht sein, dass eine Familie mit drei Kindern derzeit 600 Euro zahlen muss.“ Weiters ist Motschiunig eine Ausdehnung der Öffnungszeiten bei städtischen Kindergärten ein wichtiges Anliegen: „Viele Mütter sprechen mich auf das Problem an. Die Kindergärten müssen von 6 bis 18 Uhr geöffnet sein“, so Motschiunig, die sich auch für einen ganzjährigen Betrieb einsetzt. „Derzeit hat nur ein städtischer Betrieb im August geöffnet. Ziel muss es sein, dass in jedem Kindergarten ganzjährig  zumindest eine Gruppe geöffnet hat.“

Ein weiterer Schwerpunkt von Motschiunig ist die Jugendarbeit. „Die Grünen fordern mehr Geld für Streetworker und FamilienintensivbetreuterInnen anstelle eines unnützen Ordnungsamtes, das sich um Hunde und Parkscheine kümmert.“

Fotos: Die Grünen Kärnten/Günter Krammer

Frey: Hände weg von der Ostbucht!

Klagenfurt (09.02. 2015) Das eigenständige Vorpreschen von Bürgermeister Scheider und den Stadtwerken betreffend eines Hallenbad-Neubaus in der Ostbucht ist für Grünen-Bürgermeisterkandidat und Gemeinderat Frank Frey „so kurz vor der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl absolut unseriös und nicht ernst zu nehmen. Tatsache ist, dass der Bürgermeister den Stadtwerken nicht einfach einen Auftrag erteilen kann. Die Stadtwerke sind auch kein Investor, sondern gehören zu 100 Prozent den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern. Die Rechnung kann also nicht ohne den Wirt gemacht werden: Es braucht einen klaren Auftrag des Eigentümers – ohne Gemeinderats- und Stadtsenatsbeschluss geht gar nichts!“, stellt heute Bürgermeisterkandidat Frank Frey nochmals klar.

Was Frey scharf kritisiert, ist „die unnötige Verunsicherung der Bevölkerung. Ein Hallenbad am See bedeutet einen massiven Eingriff in das Naherholungsgebiet der KlagenfurterInnen, das schon jetzt Jahr für Jahr unter den zahlreichen Events zu leiden hat. Klagenfurt ist finanziell angeschlagen und braucht sicher keinen Wellnesstempel für TouristInnen, sondern ein Sport- und Familienbad mit leistbaren Eintrittspreisen für die Bevölkerung“, betont Frey, der weitere Großmannsucht-Projekte ablehnt: „Was kostet an einem neuen Hallenbad 50 Mio. Euro? Das wäre ja das halbe Stadion! Es gibt genügend Beispiele von vergleichbar großen neuen Hallenbädern, die nicht mal die Hälfte kosten“, so Frey abschließend.

Frey: Scharfe Kritik an eigenständigem Vorpreschen der Stadtwerke

Klagenfurt (06.02. 2015) In Eigenregie wollen die Stadtwerke nun ein neues  Hallenbad bauen. Stadtwerke-Vorstand Romed Karre überraschte heute mit der Ansage, dass es auch schon einen möglichen Standort gäbe und das neue Hallenbad rund 50 Mio. Euro kosten würde. „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, macht  Bürgermeisterkandidat und Gemeinderat Frank Frey seinen Ärger über das eigenständige Vorpreschen der Stadtwerke und Bürgermeister Christian Scheider Luft. „Man kann die Rechnung nicht ohne den Wirt machen! Die Stadtwerke Klagenfurt AG ist zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Klagenfurt. Die 50 Millionen Euro, die Karre investieren möchte, gehören nicht den Stadtwerken, sondern uns – den Klagenfurter Steuerzahlerinnen und Steuerzahler“, stellt Frey klar.

„Die Stadtwerke können nicht einfach im Alleingang ein Konzept entwickeln, dazu braucht es einen klaren Auftrag vom Eigentümer – und das ist die Stadt Klagenfurt.  Ohne Gemeinderatsbeschluss und das Einbeziehen der Bevölkerung geht gar nichts“, betont Frey, der sich auch über die Geheimnistuerei von Karre und Scheider betreffend des Hallenbad-Standortes ärgert: „Diese Intransparenz ist unerträglich. Es ist eine Frechheit, wie die Bevölkerung hier verunsichert wird. Stadtwerke und Bürgermeister können nicht über die KlagenfurterInnen hinweg entscheiden. Die BürgerInnen sind in der Standort-Frage in jedem Fall mit einzubinden“, so Frey abschließend.

Grüne: Neues Hallenbad soll Innenstadt beleben

Klagenfurt (04.09. 2014) „Dass sich Badegäste nach einem solch verregneten Sommer wie heuer für ein Hallenbad am See aussprechen, ist nicht überraschend. Natürlich wünschen sich UrlauberInnen eine Schlechtwetteralternative“, reagiert heute Grünen-Stadträtin Andrea Wulz auf die Befragung der Stadtwerke und die neu entfachte Diskussion um einen Hallenbad-Neubau am See. „Das ändert aber nichts daran, dass ein Hallenbad am See einen massiven Eingriff in das Naherholungsgebiet der KlagenfurterInnen bedeuten würde“, betont Wulz.

Die Grünen stellten sich von Anfang an gegen eine Verbauung der Ostbucht (mit ihrem später von anderen kopierten Slogan „Hände weg von der Ostbucht!“) durch ein See-Erlebnisbad. Die Klagenfurter ÖVP forcierte es ursprünglich, bis sie einen 180-Grad-Schwenk hinlegte und Unterschriften dagegen sammelte.

„Unsere Position bleibt unverändert: Wir brauchen kein See-Erlebnisbad für TouristInnen, sondern ein neues Hallenbad für die Klagenfurter Bevölkerung. Außerdem sind TouristInnen durchaus in der Lage, den Weg in die Stadt zu einem modernen Hallenbad zu finden. Denn gerade bei Schlechtwetter zieht es TouristInnen eher in die Innenstadt als an den See. Außerdem würde ein Hallenbad am Messeareal den Stadtteil südlich des Neuen Platzes beleben. Für den Handel wäre das sehr positiv“, unterstreicht Wulz den wirtschaftlichen Faktor.

Dass Klagenfurt bis heute kein neues Hallenbad hat, ist „für FPÖ-Bürgermeister Scheider blamabel. In sechs Jahren seiner Amtszeit hat er es nicht geschafft, in Sachen Hallenbad-Neubau irgendetwas weiterzubringen. Sowohl in der Finanzierungs-, als auch in der Standortfrage stehen wir am Anfang! Dass für anstehende Großprojekte das Geld fehlt, ist auf die von Versäumnissen geprägte Finanzpolitik der FPÖ zurückzuführen. Kein Masterplan, keine Reformen, kein Entwicklungskonzept – eine verheerende Bilanz.“

Grüner Erfolg: Ostbucht als Hallenbad-Standort vorerst Geschichte!

In der heutigen Stadtsenatssitzung wurde der bestehende Grundsatzbeschluss vom 14.11. 2011 für den Standort Teilfläche Campingplatz/Ostbucht aufgehoben. „Ein Grüner Erfolg!“, freut sich Stadträtin Andrea Wulz über den „Sieg der Vernunft. Die FPK ist endlich aufgewacht und hat eingesehen, dass die Mehrheit der Klagenfurterinnen und Klagenfurter ein Hallenbad in der Ostbucht ablehnt.“ Ein endgültiger Standort für das „Hallenbad neu“ soll nun erst nach Durchführung eines professionellen Bürgerbeteiligungsmodells festgelegt werden.

 

Tausende Unterschriften haben die Grünen – gemeinsam mit der Klagenfurter ÖVP – gegen den Standort Ostbucht gesammelt, nachdem FPK und SPÖ am 14.11. 2011 ihren Grundsatzbeschluss durchgeboxt hatten. „Der große Widerstand der Bevölkerung gegen diese Drüberfahrpolitik hat FPK und SPÖ wohl doch noch zum Umdenken bewegt“, zeigt sich Wulz zufrieden.

 

Die Stadträtin hält außerdem fest, dass die Grünen die einzige Partei sind, die von Anfang an konsequent gegen ein Hallenbad in der Ostbucht waren. „Die ÖVP stand unter Alt-Bürgermeister Harald Scheucher noch für eine totale Verbauung der Ostbucht – der Schwenk kam erst später“, erinnert Wulz abschließend.

Hallenbad darf kein Politikum werden

Klagenfurt (27. April 2012) Die Idee, BürgerInnenbefragungen zu Großprojekten durchzuführen ist für die Grünen ein willkommenes Instrument der Demokratie. So haben sie schon zum ECE, Gasdampfkraftwerk und Stadion tausende Unterschriften gesammelt und als Antrag zum z.B. Volksentscheid in den Gemeinderat eingebracht. Leider wurden die Anträge in der Vergangenheit immer wieder abgeschmettert. Dazu Stadträtin Andrea Wulz: „Wir haben uns zum Thema „Ostbucht“ durch viele Gespräche  und öffentliche Diskussionsveranstaltungen eine Meinung gebildet und sagen weiterhin „Nein“ zur Ostbuchtverbauung durch ein Hallenbad“. Auch eine BürgerInnenbefragung ist kostenintensiv und wird die politischen Mehrheiten kaum beeinflussen, da sich SPÖ dafür, ÖVP und Grüne eindeutig dagegen ausgesprochen haben. Für das konkrete Projekt eine BürgerInnenbefragung zum Hallenbad durchzuführen, ist es einfach zu spät. „Bürgermeister Scheider will mit dieser Aktion wohl einen Zwischenwahlkampf führen. Was bleibt ist die große Frage nach der Finanzierbarkeit angesichts der tristen Budgetsituation der Stadt Klagenfurt für ein Hallenbad oder weitere Großprojekte“, so Wulz abschließend.

Ostbucht ist und bleibt ein sensibles und schützenswertes Gebiet!

Nach wie vor ist die Ostbucht ein ökologisch sensibles Gebiet. Die Einzigartigkeit der Ostbucht, als eine der wenigen freien Flächen am Wörthersee ist unumstritten. Genau deshalb darf dieser Bereich nicht verbaut werden. Egal ob ein Betonklotz oder eine naturschonende Architektur, jede Bebauung ist ein massiver Eingriff in das Natur- und Landschaftsbild der Ostbucht.  Nächsten Generationen würde wertvoller Naherholungsraum abhanden kommen, der nicht ersetzt bzw. zurück gegeben werden kann. Die Zielgruppen bleiben Schüler, Familien und SeniorenInnen, die vor allem in der kühlen Jahreszeit Hallenbäder zur Erholung nutzen. Ein Hallenbadstandort für die Klagenfurter Bevölkerung muß nicht „spektakulär“ sein, er muß seinen Zweck erfüllen. Daher plädieren wir weiterhin für den Standort Innenstadt,“ so Stadträtin Andrea Wulz.

Sanierung des Babybeckens wird zur „Chefsache“

Klagenfurt (01. Dezember 2011) Seit Beginn der Badesaison im Oktober 2011 ist im Klagenfurter Hallenbad das Babybecken außer Betrieb. Dieser Bereich wurde durch eine Trennwand von der Schwimmhalle abgetrennt. Der Kleinkinderbereich im Klagenfurter Hallenbad wurde bislang von Eltern genutzt, deren Kinder noch nicht schwimmen können. Im zehn Zentimeter tiefen Wasser konnten sie stehen, planschen und im Wasser spielen.

„Seitens der Stadtwerke als Betreiber des Hallenbades besteht keine Absicht, das Becken zu sanieren. Die geschätzten Kosten werden exorbitant hoch angenommen, möglicherweise um eine Sanierung erst gar nicht zu erwägen. Die anderen Becken sind wegen ihrer Wassertiefe für Babys nicht geeignet. Das würde auf Jahre das Aus für die Babygruppe bedeuten, für die es in Klagenfurt keine Alternative gibt. Trotz dieser massiven Einschränkung bleiben die Familientarife gleich hoch“, berichtet Grün Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann.

Am 15. November wurde von Schmid-Tarmann folgender Gemeinderats-Antrag eingebracht: „...dass das Babybecken im Hallenbad unverzüglich saniert und den Kleinkindern wieder zur Verfügung gestellt wird. Bis zur Fertigstellung sollen die Familientarife gesenkt werden“. 

Bürgermeister Christian Scheider nimmt sich nun dieses Antrages an und macht die Sanierung des Babybeckens zur „Chefsache“. Gemeinderätin Schmid-Tarmann hofft im Sinne der Klagenfurter Familien auf eine rasche Umsetzung des Anliegens, so dass im Babybecken schon bald wieder Kleinkinder planschen können.