Grüne Klagenfurt

Grüne fordern rasche Hilfe für die Juno

Klagenfurt (08.09. 2015) Eine rasche Lösung betreffend der Klagenfurter Juno, die aufgrund einer Förderungsverzögerung ums finanzielle Überleben kämpft, fordert heute Gemeinderätin Karin Ruppert. „Im Juni 2015 wurde das Budget der Stadt Klagenfurt beschlossen. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die Jugendnotschlafstelle trotz Zusage bis heute auf ihr Geld wartet“, kritisiert Ruppert. „Hier geht es um junge Menschen in Not. Die Stadt sollte die offene Miete rasch bezahlen!“

„Die Jugendnotschlafstelle trägt wesentlich zur Verringerung der Jugendobdachlosigkeit bei“, unterstreicht Ruppert die Bedeutung der Einrichtung.  „Die Zahl der Jugendlichen, die die Notschlafstelle brauchen, ist in den letzten Jahren angestiegen. Auch Villach hat auf den großen Bedarf reagiert und eben erst eine Notschlafstelle eingerichtet“, weist Ruppert hin, die für „wichtige soziale Einrichtungen Vertragssicherheit“ verlangt. „Es gibt einige Institutionen, die sehr wohl  mehrjährige Verträge haben, um die finanzielle und organisatorische Sicherheit zu gewährleisten. Das wäre auch für die Juno wichtig, die sonst jedes Jahr in der Luft hängen und um ihren Fortbestand zittern muss.“

Abschließend betont Ruppert, dass der Sparstift bei wichtigen sozialen Einrichtungen mit Umsicht angesetzt werden muss, denn: „Die Folgekosten sind für die öffentliche Hand oft viel höher. So fängt die Juno beispielsweise Jugendliche auf, die sonst auf der Straße landen und straffällig werden würden.“

Heckenweg soll zur Wohnstraße werden

Klagenfurt (09.07. 2015) „Der Heckenweg – Ecke Ziggulnstraße – ist bereits jetzt ein Weg, der nur von AnrainerInnen genutzt wird. Es wohnen dort hauptsächlich Familien mit Kindern“, weiß Ersatzgemeinderätin Erika Hornbogner, die in der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag zur Errichtung einer Wohnstraße einbrachte. Für die Ersatzgemeinderätin ist die Errichtung von Wohnstraßen eine sinnvolle Maßnahme zur Steigerung der Lebensqualität von AnrainerInnen in Straßen mit vorwiegender Wohnnutzung.

„Der große Vorteil einer Wohnstraße ist, dass AutofahrerInnen nur zu- und abfahren, aber nicht durchfahren dürfen. Weiters dürfen sie maximal im   Schritttempo unterwegs sein und: Kinder können im gesamten Straßenbereich spielen. Die Straße wird zur Begegnungszone“, erklärt Hornbogner.

„Generell sollten in Klagenfurt Wohnstraßen wieder vermehrt als Mittel der Verkehrsplanung eingesetzt werden. Sie sind ein probates Mittel zur Verkehrsberuhigung und zur Steigerung der Lebensqualität. Voraussetzung für die Errichtung von Wohnstraßen ist allerdings immer die Einbeziehung der Betroffenen.“

Wichtig sei außerdem Bewusstseinsbildung, betont Hornbogner. „Es braucht in Hinblick auf Wohnstraßen und was dort alles erlaubt und was verboten ist, sicher mehr Aufklärungsarbeit. Vielen AutofahrerInnen ist nicht bewusst, dass in einer Wohnstraße Schrittgeschwindigkeit gilt oder Parken lediglich auf den dafür vorgesehen Flächen erlaubt ist.“  



Bildtext:
Der Heckenweg soll zur Wohnstraße werden – das fordert Ersatzgemeinderätin Erika Hornbogner in einem Antrag.
Fotocredit: KK

Klagenfurter Strandbäder: Grüne fordern freien Eintritt ab 18 Uhr

Klagenfurt (08.07. 2015) Bei den derzeitigen hochsommerlichen Temperaturen suchen viele Menschen Abkühlung in den Kärntner Badeseen. „Berufstätige haben oft  erst abends Zeit, sich abzukühlen. Was bei vielen für großen Unmut sorgt, ist, dass die Strandbäder der Stadtwerke Klagenfurt AG nach 18 Uhr noch Eintritt verlangen. Badeschluss ist um 21 Uhr. Selbst wenn man erst gegen 20.30 Uhr kommt, werden einem immer noch zwei Euro abgeknöpft – das ist doch ein Witz“, kritisiert Gemeinderat Elias Molitschnig, bei dem sich mehrere KlagenfurterInnen über diesen Umstand beschwert haben.

„Andere Gemeindestrandbäder – wie z.B. in Keutschach am See – verlangen ab 18 Uhr auch keinen Eintritt mehr. Hier sollten die Stadtwerke den Badegästen gegenüber mehr Entgegenkommen zeigen“, so Molitschnig, der sich für freien Eintritt ab 18 Uhr einsetzen will.
(Schluss)

Schmid-Tarmann: Kurioses rund ums „alte“ Hallenbad

Klagenfurt (13.01. 2015) Während Bürgermeister und Stadtwerke umstrittene Hallenbad-Neubaupläne für die Ostbucht wälzen, gibt es rund um das „alte“  Hallenbad (1973 eröffnet und 1993 generalsaniert) in der Gasometergasse Kurioses zu berichten. „Die Verkehrsanbindung ist alles andere als kundenfreundlich: Es gibt keine direkte Buslinie zum Hallenbad und da es im Winter mit Kindern und Badetaschen nahezu unmöglich ist, das Fahrrad zu nehmen, fährt man mit dem Auto hin. Der kleine Parkplatz beim Hallenbad ist aber schon von in der Früh weg ausgelastet. Das Kuriose: Die maximale Parkdauer in den Kurzparkzonen rund um das Hallenbad beträgt drei Stunden. Wenn man sich also eine Vier-Stunden-Eintrittskarte kauft, die immerhin 7,90 Euro kostet, kann man nach gerade mal zwei Stunden Schwimmvergnügen schon wieder in die Umkleidekabine und dann weiter zum Auto hetzen, um nicht einen Strafzettel zu riskieren. Kundenfreundlich ist das nicht!“, kritisiert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die von betroffenen Familien um Hilfe gebeten wurde.

„Vielleicht wollen die Stadtwerke ja, dass die Bevölkerung mit dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Hallenbad immer unzufriedener wird. Bis es aber zu einem Hallenbad-Neubau kommt, werden realistischerweise noch Jahre vergehen. Stadtwerke und Bürgermeister als Eigentümervertreter sind also dazu aufgerufen, eine Lösung zu finden – der jetzige Zustand ist untragbar“, findet Schmid-Tarmann. „Eine Möglichkeit wäre ein Parkschein speziell für Hallenbad-BesucherInnen. Warum es das bei der beengten Parkplatzsituation und der schlechten Busanbindung noch nicht gibt, ist mir ein Rätsel. Dieser Parkschein könnte mit dem Eintritt an der Hallenbadkassa erworben werden und eine Parkdauer von 4 Stunden + 15 Minuten haben. So könnten die HallenbadbesucherInnen ihre Vier-Stunden-Eintrittskarte voll nutzen, ohne in Bedrängnis zu kommen“, so Schmid-Tarmann.

Link zu den Eintrittspreisen des städtischen Hallenbades: https://www.stw.at/privatkunden/freizeit/hallenbad/eintrittspreise/

Viele Gründe für ein Grünes Klagenfurt

Klagenfurt (10.02. 2015) Klagenfurt ist reif für einen Grünen Bürgermeister – da sind sich Bürgermeisterkandidat Frank Frey, Stadträtin Andrea Wulz (Listenplatz 2), Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3) und Politik-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Listenplatz 4) einig, die bei der heutigen Pressekonferenz das Grüne Wahlprogramm für 2015 vorstellten. „Ziel ist es, an die großartigen Ergebnisse der letzten drei Wahlen (Landtags-, Nationalrats- und EU-Wahl), wo es die Grünen zur zweitstärksten Kraft in der Landeshauptstadt geschafft haben, anzuknüpfen“, betont Spitzenkandidat Frank Frey, der insgesamt 90 UnterstützerInnen auf der KandidatInnenliste hinter sich weiß. 

Erklärtes Wahlziel sei – neben dem ersten Grünen Bürgermeister – eine Verdoppelung der Gemeinderatsmandate (von fünf auf zehn) sowie zwei Sitze im Stadtsenat. Ganz wesentlich sei den Grünen, unterstreicht Frey, das Transportieren von Inhalten und die langfristige Umsetzung von Zielen, mit denen Klagenfurt lebenswerter, transparenter und bürgerinnenfreundlicher werden soll.

Voraussetzung für die Umsetzung vieler Vorhaben sei ein „saniertes Budget. Es gilt, die Finanzen mit vereinten Kräften auf Vordermann zu bringen“, so Frey, der am „fünf Minuten vor der Wahl“-präsentierten Masterplan von Bürgermeister Scheider kein gutes Haar lässt. „So etwas muss man ernsthaft angehen.“

Als Bürgermeister würde Frey zuallererst für mehr Gemeinderatssitzungen sorgen. Das zwischen zwei Gemeinderatssitzungen gut sieben Monate vergehen und die Stadt quasi handlungsunfähig ist, werde es bei ihm nicht mehr geben, verspricht Frey, der alle zwei Monate eine Gemeinderatssitzung abhalten möchte und einen Sitzungsfahrplan einführen will. „So kann sich jeder der 45 GemeinderätInnen, und da sind sehr viele Berufstätige darunter, inhaltlich darauf einstellen.“

Um die Wirtschaft in Klagenfurt langfristig anzukurbeln und die hohe Arbeitslosigkeit (derzeit ca. 10 Prozent) in den Griff zu bekommen, kündigt Frey eine aktive Betriebsoffensive an. „Wichtig ist es, ein gutes Netzwerk aufzubauen und Kontakte zu nützen.“

Umstrittene Alleingänge und Luftschlösser sollen bei Frey der Vergangenheit angehören. „Wie es nicht sein sollte, sieht man beim Hallenbad neu: Kurz vor der Wahl wird absolut unseriös eine neue Variante präsentiert – ohne den Gemeinderat einzubinden“, so Frey, der auf die Einhaltung demokratiepolitischer Spielregeln pocht. Einem Hallenbad in der Ostbucht erteilen die Grünen eine klare Absage: „Ein Großteil der Bevölkerung will kein Luxusbad in der sensiblen Ostbucht, sondern ein Sport- und Familienbad in der Stadt mit leistbaren Eintrittspreisen“, betont Frey, der die Hallenbad-Eishallen-Kombination am Standort Messeareal aus Energieeffizienz-Gründen für die beste hält.

Bei den Subventionen setzen sich die Grünen für mehr Transparenz ein. „Die Grünen sind für sinnvolle Subventionen, Subventionsentscheidungen gehören aber in den Gemeinderat und somit öffentlich gemacht“, betont Frey.

Ein weiteres Grünes Hauptanliegen ist „der Ausbau der Öffis. Bei unseren Hausbesuchen – und wir haben schon 7.500 in Klagenfurt geschafft – spielt das Thema Öffis eine große Rolle. Derzeit ist das Busnetz einer Landeshauptstadt einfach nicht würdig“, so Frey, der sich für einen Viertelstundentakt und eine intelligente Linienführung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, stark macht. Erfreulich ist die Einführung der Buslinie 60, für die die Grünen 500 Unterschriften gesammelt haben.
Weiterer Schwerpunkt der Grünen ist der Ausbau des Radwegenetzes: „Ein sehr schönes Beispiel ist Wien, wo durch die Verbesserung des Radwegenetzes eine Frequenzsteigerung von 24 Prozent erreicht wurde – das wünsch ich mir auch für Klagenfurt!“ Für eine Belebung der Innenstadt will Frey mehr verkehrsberuhigte Zonen, u.a. sollen Pfarrplatz und Fleischmarkt autofrei sowie ein Teil der Bahnhofstraße vom Durchzugsverkehr befreit werden.

Die amtierende Stadträtin Andrea Wulz (u.a. für Umweltschutz, Listenplatz 2) hebt den Schutz der Ostbucht und des Landschaftsschutzgebietes Lendspitz-Maiernigg sowie die insgesamt 15 EU-Projekte im Bereich Umwelt hervor, die Klagenfurt eine Wertschöpfung von 12 Mio. Euro und große Impulse beschert haben. Im Bereich erneuerbare Energien und Sanierungen braucht es „weitere Impulse, um auch die Wirtschaft anzukurbeln. Die Vorarbeit ist gemacht – diesen erfolgreichen Weg gilt es fortzuführen“, so Wulz.

In den Bereichen Frauen und Familie verweist Wulz auf den erfolgreichen Weg, den Klagenfurt mit dem Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ (als erste Landeshauptstadt in Österreich) bereits in den letzten Jahren gegangen ist und auch in Zukunft – 2015 steht die Rezertifizierung – gehen soll. „12 Maßnahmen wurden begonnen und zum Teil umgesetzt, u.a. der barrierefreie Europapark-Spielplatz oder das Integrationsprojekt Hippy.“ Ein großes Problem, der die Bereiche Frauen und Familie besonders hart trifft, sei „das Versagen von Bgm. Scheider und seinem Personalreferenten Germ in der Budget- und Personalpolitik. Die Verwaltungsreform ist gescheitert, bis dato gibt es kein Personalmanagement!“

„Schönes Wohnen für alle“ fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3), die sich für leistbaren Wohnraum, der sich bestenfalls zentral und fußläufig in der Nähe von Arbeitsplatz und Schule befindet, einsetzt. „Derzeit stehen 3.000 Wohnungssuchenden ca. 6.000 leerstehenden Wohnungen gegenüber“, zeigt Schmid-Tarmann das Ungleichgewicht auf. Die Gemeinderätin fordert, dass die Stadt wieder selber baut und sich Bauflächen sichert. „Derzeit haben wir das Problem, dass sich Immobilienhaie die letzten freien Flächen, die auf Widmungen aus den 70er Jahren zurückgehen, unter den Nagel reißen und überteuerte Eigentumswohnungen bauen, die sich niemand leisten kann“, so Schmid-Tarmann, die schon seit Jahren vor der drohenden Immobilienblase warnt und mit vielen Bürgerinitiativen, die sich gegen umstrittene Bauprojekte wehren, in Kontakt steht.

Weiters ist Schmid-Tarmann, die sich stets kämpferisch gegen Korruption und Spekulation stellt, die „Erhaltung unserer Lieblingsplätze, wie die Ostbucht, das Kreuzbergl als Erholungswald und seine alten Villen“ ein zentrales Anliegen. „Die gehören ebenso unter Denkmalschutz gestellt wie Lendhafen und Benediktinermarkt“, so Schmid-Tarmann, der der Ensembleschutz am Herzen liegt. Gleichzeitig betont Schmid-Tarmann, dass sie die Stadt aber nicht als Museum, sondern als Lebensraum sieht. „Die Revitalisierung und -Sanierung sowie die Innenstadt-Verdichtung durch Dachgeschoßausbauten muss Priorität haben.“

Jahrelange Forderungen von Schmid-Tarmann im Kulturbereich möchte sie in der nächsten Periode umgesetzt wissen: „Wir brauchen dringend eine öffentliche Bibliothek, ein Stadtmuseum, einen zweiten Saal fürs Volkskino und einen Kulturbeirat wie in Graz. Weiters braucht es mehr Förderungen für die freie Kulturszene, dafür einen Stopp bei Subventionen für kommerzielle Events“, betont Schmid-Tarmann, die auch einen endgültigen Abriss der leidigen Seebühne fordert.

Jahrelang auf Granit biss Schmid-Tarmann (als Vorsitzende des Ausschusses für Kindergärten, Horte und Schulen) bei der zuständigen Schulreferentin Vize-Bgm. Mathiaschitz (SPÖ) mit ihrer Forderung, Bio-Essen in öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und Horte, einzuführen. „Wir wollen 100 Prozent Bio-Essen in den Kindergärten“, so Schmid-Tarmann.

Mit Polit-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Leiterin des städtischen Montessori-Kindergartens „Bunte Knöpfe“, Listenplatz 4) hat sie bei diesem Thema eine Mitstreiterin an ihrer Seite. „Ich weiß aus Erfahrung, dass derzeit viel mit Fertiggerichten gearbeitet wird. Die Gesundheit unserer Kinder muss uns einfach mehr wert sein“, betont Motschiunig, die das Thema Bildung als Schwerpunkt ihrer künftigen Gemeinderatstätigkeit sieht. „Klagenfurt braucht eine starke Bildungsoffensive“, betont Motschiunig, die im Kindergartenbereich verstärkt die Schwerpunkte Sprachen und Naturwissenschaften einbauen möchte und sich für fix angestellte Native Speaker stark macht.

Ein zentrales Anliegen ist Motschiunig „der  Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kindergartenplatz. Es kann nicht sein, dass eine Familie mit drei Kindern derzeit 600 Euro zahlen muss.“ Weiters ist Motschiunig eine Ausdehnung der Öffnungszeiten bei städtischen Kindergärten ein wichtiges Anliegen: „Viele Mütter sprechen mich auf das Problem an. Die Kindergärten müssen von 6 bis 18 Uhr geöffnet sein“, so Motschiunig, die sich auch für einen ganzjährigen Betrieb einsetzt. „Derzeit hat nur ein städtischer Betrieb im August geöffnet. Ziel muss es sein, dass in jedem Kindergarten ganzjährig  zumindest eine Gruppe geöffnet hat.“

Ein weiterer Schwerpunkt von Motschiunig ist die Jugendarbeit. „Die Grünen fordern mehr Geld für Streetworker und FamilienintensivbetreuterInnen anstelle eines unnützen Ordnungsamtes, das sich um Hunde und Parkscheine kümmert.“

Fotos: Die Grünen Kärnten/Günter Krammer

Grüner Erfolg: Kinderfreundliche Hausordnung beschlossen!

Klagenfurt (16.12. 2014) Auf Antrag von Familienreferentin Andrea Wulz wurde heute eine Kinder- und generationenfreundlichen Hausordnung, erarbeitet durch das Familienservice und die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Kärntens, beschlossen. Zielgruppe sind Bauträger, Genossenschaften und Hausverwaltungen, die die Hausordnung für ihre Anlagen übernehmen sollen. „Immer wieder gibt es Beschwerden über Kinderlärm in Wohnanlagen“, kennt Familienreferentin Andrea Wulz die Problematik. „Kinder brauchen das freie Spielen für ihre gesunde Entwicklung, umgekehrt haben ältere Menschen ein höheres Ruhebedürfnis. Das führt zwangsläufig zu Konflikten, wo Verständnis und Wertschätzung gefragt sind“, so Wulz, die sich schon seit längerem für eine Kinder- und generationenfreundliche Hausordnung auf Basis der Kinderrechte und nach dem Vorbild von Graz, Salzburg und anderen Städten einsetzt. „Nach Rücksprache mit Bauträgern, Genossenschaften und MieterInnen wurde diese nun entwickelt, mit der Zielsetzung, mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse der MieterInnen aller Generationen zu schaffen“, freut sich Wulz. „Die kinder- und generationenfreundliche Hausordnung soll als Instrument zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens in Wohnanlagen dienen“, so die Familienreferentin. „Klagenfurt ist seit 2012 familienfreundliche Gemeinde und setzt eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Familienfreundlichkeit. Mit der kinderfreundlichen Hausordnung gehen wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung!“ 

Forschungsprojekte und Institut für Wirtschaftswissenschaften: Auf Antrag von Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz wurden heute Förderungen für ausgewählte Forschungsprojekte an der Alpen-Adria-Universität sowie eine Subvention für das Institut für Wirtschaftswissenschaften beschlossen, das im Jahr 2014 sein 30-jähriges Bestehen feiert.

Business Frauen Center und Projektgruppe Frauen: Auf Antrag von Frauenreferentin Andrea Wulz wurde dem Business Frauen Center (BFC) eine Subvention gewährt. „Das BFC wurde durch eine Privatinitiative von engagierten Frauen aus der Wirtschaft im November 2000 gegründet. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus etwa 3.000 Frauen und vielen namhaften Unternehmen aus Südösterreich“, berichtet Wulz. Seinen Hauptstandort hat das BFC in Klagenfurt. In den letzten Jahren wurden zahlreiche erfolgreiche Projekte, u.a. der Ausbildungslehrgang für Aufsichtsrätinnen oder das Projekt „MiM“ (Mama im Management), durchgeführt. Ebenfalls eine Subvention erhält die Projektgruppe Frauen, die heuer ihr 30-jähriges Jubiläum feierte.

Umweltförderungen: Auf Antrag von Umweltreferentin Andrea Wulz wurden heute Zuschüsse für umweltfreundliche Maßnahmen in der Höhe von insgesamt 2.100 Euro  beschlossen. Gefördert wurden Heizungsumstellungen (auf Biomasse mit automatischer Brennraumbeschickung), der Einbau von Schallschutzfenstern und die Anschaffung von einspurigen Elektrofahrzeugen.

Pflanzensoziologisches Institut: Dem pflanzensoziologischen Institut wird zur Aufarbeitung von Objekten aus dem Nachlass von Univ.-Prof. Lore Kutschera (Botanikerin und Wurzelforscherin) eine Subvention gewährt. 

Der Grüne Gemeinderatsclub bedankt sich bei Stadtrat Peter Steinkellner, der heute in Vertretung der erkrankten Stadträtin Andrea Wulz die Anträge in der Stadtsenatssitzung vorgetragen hat!

 

„Volkskino neu“ im Atrigon in der Warteschleife

Klagenfurt (16.09. 2014) Nach nun bald 30 Jahren Volkskino-Provisorium mit nur einem Saal mit 66 Plätzen und viel zu kleiner Leinwand schien eine Lösung in Sicht, doch „bis dato hat Kulturreferent Gunzer den Antrag im Gemeinderat noch immer nicht eingebracht, die Räumlichkeiten im Atrigon für das Volkskino zu adaptieren,“ wundert sich Grünen-Kultursprecherin Evelyn Schmid-Tarmann und fragt sich: „Sind Stadtsenatsbeschlüsse für die Katz?“

Der neue, bereits im Stadtsenat beschlossene Standort, der sich in unmittelbarer Nähe des Traditionshauses Volkskino befindet, ist „ideal. Damit wird auch ein jahrelanger Leerstand im Atrigon beseitigt“, unterstreicht Schmid-Tarmann, die weitere Vorteile sieht: „Das neue Volkskino ist fußläufig vom Zentrum aus erreichbar. Für das junge Publikum ist eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr gegeben und somit ein sicherer Heimweg garantiert.“ Die Klagenfurter Grünen sind überzeugt, dass der neue Standort zur Belebung und Imageverbesserung von St. Ruprecht beitragen würde.

„Schluss mit leeren Versprechungen! Ich fordere den Kultur- und Finanzreferenten Gunzer auf, den Antrag für einen Beschluss in der nächsten Gemeinderatssitzung  einzubringen und die Hinhaltetaktik zu beenden. Viel zu lange schon ist das Volkskino in der Warteschleife, weil man immer wieder auf die Zurufe des Konkurrenten und Kinomonopolisten Laas gehört hat. Das Volkskino ist eine Kulturinstitution, ist mit dem Open-Air-Kino im Burghof äußerst erfolgreich. Man kann einen engagierten Kulturveranstalter nicht so unwürdig behandeln!“

Um das Projekt umsetzen zu können, fehlt ganz einfach immer noch der Beschluss im Klagenfurter Gemeinderat: „Es geht um 150.000 € Projektförderung, 2.000 € pro Monat Folgekosten – ungefähr in der Größenordnung, was für Theaterhalle 11 und Kammerlichtspiele eingesetzt wurde bzw. wird. Wenn es diesen Beschluss gibt, gibt es auch endlich ein Volkskino im Atrigon“, so Schmid-Tarmann abschließend.

Daten und Fakten zum Projekt „Volkskino/Alternativkino neu“:

Geplanter Baubeginn des „Volkskino neu“ war für Herbst 2013, die Eröffnung für Herbst 2014 vorgesehen, doch die Absegnung durch den Gemeinderat steht noch immer aus!

Auf 1.100 m2 sollen drei Kinosäle – statt wie bisher nur ein Kinosaal – samt Nebenräumen zur Verfügung stehen: Saal 1 mit 200 m2 für 175 Personen sowie Saal 2 und 3 mit je 100 m2 für je 92 Personen.

Seit 2005 (!) brachte Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann Anträge zum Thema Volkskino ein. Ihre Forderungen: Ein herzeigbares Programmkino mit mehr Plätzen, großzügigeren Räumlichkeiten und ein Ende des beschämenden Provisoriums. „Bis zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 2010 hatte Kulturreferent Albert Gunzer eine adäquate Lösung mit zwei Sälen versprochen – passiert ist nichts!“ Weitere Standorte standen zur Diskussion, wurden aber verworfen – Kammerlichtspiele, das Haferdepot in der Feldkirchner Straße und der ehemalige dm in der 10.-Oktober-Straße.“

 

 

 

Gratis-Parkstunde: Grünes Nein zu kostspieliger FPÖ-Beruhigungspille

Klagenfurt (17.06. 2014) Die von der FPÖ geforderte Gratis-Parkstunde ab 17 Uhr fand in der heutigen Stadtsenatssitzung keine Mehrheit. „Der Antrag war ein Schnellschuss“, so Grünen-Stadträtin Andrea Wulz. „Die Bürgermeisterpartei ist nach der leeren Ankündigungspolitik inklusive abgesagter Sonder-Gemeinderatssitzung um Schadensbegrenzung bemüht. Deshalb die kostspielige Beruhigungspille“, so Wulz, die nach wie vor die Sinnhaftigkeit einer Gratis-Parkstunde anzweifelt. „Die Wirtschaftskammer soll nicht nur fordern, sondern aktiv mitarbeiten, indem sie 1. einmal seriöse Studien auf den Tisch legt, die zeigen, dass der Handel von einer Gratis-Parkstunde tatsächlich profitiert und 2. auch einen finanziellen Beitrag leisten. Denn: Die finanziell angeschlagene Stadt Klagenfurt kann sich die Einführung einer Gratis-Parkstunde nicht leisten! Für den Einnahmenverlust in der Höhe von 400.000 Euro müsste die Stadt ihre Rücklagen aufbrauchen, was nicht zu verantworten ist.“ 

Der Verwaltungsreform zum Opfer fällt die Mutter- und Elternberatungsstelle Kalvarienberg in der Feldkirchnerstraße 104. „Ich habe lange versucht, sie zu halten, muss aber der Realität ins Auge sehen. Die Zahl der BesucherInnen ist rückläufig, die Miete mit 8.000 Euro im Jahr sehr hoch. Hinzu kommt, dass die in die Jahre gekommene Beratungsstelle nicht barrierefrei ist und einer kostspieligen Sanierung bedarf“, erklärt Wulz, die Prioritäten setzen muss. „Die gute Nachricht ist, dass die stark frequentierte Mutter- und Elternberatungsstelle St. Peter (Ramsauerstraße 36) endlich eine Rampe erhält und barrierefrei wird“, so die Familienreferentin, die auf das einzigartige Elternberatungsangebot in Klagenfurt verweist. „Die Elternberatungsstellen sind ein Erfolgsmodell.“ Die Eltern, die bislang die Beratungsstelle Kalvarienberg besucht haben, bittet Wulz, ab August eine andere Beratungsstelle – die nächsten sind Innenstadt (Lidmanskygasse 20), Annabichl (Ehrentaler Straße 22) und Waidmannsdorf (Ferdinand-Seeland-Straße 16) – aufzusuchen.

Grüne: Waldlehrpfad am Kreuzbergl wiederbeleben

Klagenfurt (13.06. 2014) Die Pflanzen- und Tierwelt am Klagenfurter „Hausberg“  ist äußerst vielfältig und artenreich. „Die Landwirtschaftskammer hat seinerzeit einen  Waldlehrpfad eingerichtet. Im Laufe der Zeit sind Bäume, auf denen Info-Tafeln  befestigt waren, abgestorben oder gefällt worden bzw. Tafeln herabgefallen und nicht mehr erneuert worden. Eine einzige Tafel ist noch übrig, auf der die Schrift aber schon verblasst ist“, weiß Grünen-Gemeinderat Reinhold Gasper, der sich für eine Wiederbelebung des Waldlehrpfades einsetzt.

„Das Kreuzbergl ist ein wichtiges, stark frequentiertes Naherholungsgebiet und das direkte Lernen aus der Natur pädagogisch wertvoll. Ein Waldlehrpfad ist für Groß und Klein spannend“, findet Gasper. „Die unterschiedlichen Baum- und Straucharten am Kreuzbergl sollten entlang des Weges auf Tafeln kurz beschreiben werden. Schön wären natürlich auch Fotografien von Tieren und Pflanzen sowie Hinweistafeln über das richtige Verhalten im Wald, denn: Einen intakten Wald, der ein wichtiger Erholungsraum ist, gilt es auch sauber zu halten“, regt der Mandatar an. „Allgemeine Informationen über das Kreuzbergl-Gebiet könnten auf einer größeren Hinweistafel an einem markanten Punkt, z.B. auf der Spielwiese, die Ausgangspunkt vieler Wanderungen ist, angebracht werden. Eine solche Tafel gab es übrigens schon einmal. Man hat sie aber, anstatt sie zu erneuern, einfach abmontiert und nie wieder aufgestellt“, kritisiert Gasper.

Bildtext: Die letzte Info-Tafel des Waldlehrpfades am Kreuzbergl.
Foto: Reinhold Gasper 

Wulz: Ruf nach zukunftsfähigen Familienbildern!

Klagenfurt (15.05. 2014) Als erste österreichische Landeshauptstadt wurde Klagenfurt im Mai 2012 das Zertifikat „Familienfreundliche Gemeinde“ verliehen. Mit Maßnahmen wie dem barrierefreien Spielplatz im Europapark, einer familienfreundlichen Hausordnung und dem Gütesiegel für familienfreundliche Betriebe („Fit for family“) beschreitet die Stadt Wege in Richtung mehr Familien- und Kinderfreundlichkeit. „Klagenfurt ist eine lebenswerte Stadt und Kinder sind unsere Zukunft. Die Aufgabe der Politik ist es, Familien zu stärken und zu fördern, den Eltern entsprechende Rahmenbedingungen anzubieten, mit denen sie den modernen Alltag bewältigen können“, betont Familien-Stadträtin Andrea Wulz.

„Frauen und Männer haben gleichermaßen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, auf Berufstätigkeit (Existenzsicherung) und ein erfülltes Familienleben – und daran muss sich eine moderne Familienpolitik orientieren. Echte Wahlfreiheit gibt es nur, wenn die Rahmenbedingungen, wie attraktive Karenzmodelle, genügend leistbare und qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsplätze und mehr Familienfreundlichkeit in der Wirtschaft (Arbeitszeitverkürzung), passen“, ist Wulz überzeugt.

Viel zu tun gibt es auch im toleranten, respektvollen Umgang miteinander: „Anstatt Mütter – egal ob berufstätig oder nicht – zu unterstützen, wird ihnen immer noch gerne ein schlechtes Gewissen eingeredet. Schön wäre es, wenn Familienmodelle nicht mehr gegeneinander ausgespielt, sondern so stehen gelassen und akzeptiert werden könnten.“