Grüne Klagenfurt

Grüner Erfolg: Südliche Ostbucht bleibt veranstaltungsfrei

Die südliche Ostbucht bleibt als wichtiges Naherholungsgebiet der KlagenfurterInnen heuer veranstaltungsfrei. Die Eventsaison beschränkt sich auf drei Veranstaltungen auf der Metnitzstrandwiese.

Seit Jahren wird über eine Beruhigung der Ostbucht diskutiert. Mit dem heutigen Beschluss im Stadtsenat, der auf den Vorschlägen der Arbeitsgruppe Ostbucht basiert, ist es endlich soweit: Da das Beachvolleyball-Event 2017 nicht stattfindet, bleibt die südliche Ostbucht veranstaltungsfrei. „Damit wird unsere langjährige Forderung nach einer Beruhigung der Ostbucht Realität. Der Seezugang bei der allseits beliebten Hundewiese bleibt frei“, freut sich Clubobmann Thomas Winter-Holzinger. „Auch die BesucherInnen von Strandbad und Lorettobad, die jedes Jahr unter den wochenlangen Beeinträchtigungen zu leiden hatten, können aufatmen.“

Da das Beachvolleyball-Event 2017 nicht mehr in Klagenfurt stattfindet, beschränkt sich die Eventsaison in der Ostbucht auf drei Veranstaltungen: den Ironman Austria, die Starnacht am Wörthersee und Kärnten läuft. „Diese finden auf der Metnitzstrandwiese statt, was bedeutet, dass die südliche Ostbucht der Bevölkerung als Naherholungsgebiet über den Sommer zur Verfügung steht“, zeigt sich Winter-Holzinger zufrieden. Neue, zusätzliche Veranstaltungen stehen nicht zur Diskussion. „Damit haben wir in der Reformpartnerschaft die von großen Teilen der Bevölkerung geforderte Beruhigung der Ostbucht umgesetzt.“

Klagenfurter Strandbäder: Grüne fordern freien Eintritt ab 18 Uhr

Klagenfurt (08.07. 2015) Bei den derzeitigen hochsommerlichen Temperaturen suchen viele Menschen Abkühlung in den Kärntner Badeseen. „Berufstätige haben oft  erst abends Zeit, sich abzukühlen. Was bei vielen für großen Unmut sorgt, ist, dass die Strandbäder der Stadtwerke Klagenfurt AG nach 18 Uhr noch Eintritt verlangen. Badeschluss ist um 21 Uhr. Selbst wenn man erst gegen 20.30 Uhr kommt, werden einem immer noch zwei Euro abgeknöpft – das ist doch ein Witz“, kritisiert Gemeinderat Elias Molitschnig, bei dem sich mehrere KlagenfurterInnen über diesen Umstand beschwert haben.

„Andere Gemeindestrandbäder – wie z.B. in Keutschach am See – verlangen ab 18 Uhr auch keinen Eintritt mehr. Hier sollten die Stadtwerke den Badegästen gegenüber mehr Entgegenkommen zeigen“, so Molitschnig, der sich für freien Eintritt ab 18 Uhr einsetzen will.
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Jahrelanger Einsatz trägt Früchte: Seebühne wird endgültig „versenkt“!

Klagenfurt (06.05. 2015) Die Klagenfurter Grünen kämpften seit vielen Jahren für die Entfernung des „Millionengrabes“ in der Ostbucht. „Jetzt tragen unsere Bemühungen endlich Früchte! Die Koalition der Vernunft hat den Abbau der Kultur-Ruine beschlossen“, freut sich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die den ersten Antrag betreffend des Abbaus der Seebühne vor elf Jahren (!) einbrachte. „Es war 2004 einer meiner ersten Anträge als Ersatzgemeinderätin.“

Für die Klagenfurter Grünen war der Abbau der Seebühne „die einzig richtige Lösung. Es gab zuhauf Kritik an der jahrelangen Steuergeldverschwendung durch das Prestigeprojekt des ehemaligen Landeshauptmannes Haider und an der Verschandelung der Ostbucht. Jetzt bekommen die KlagenfurterInnen endlich wieder freie Sicht auf den Wörthersee!“

Nach dem Abbau der Seebühne streben die Grünen auch eine nachhaltige Entlastung der schützenswerten Ostbucht an. „Die Ostbucht soll wieder zu einem echten Lebensraum und einem Erholungsgebiet für die Klagenfurter Bevölkerung werden“, fordert Schmid-Tarmann, die in der nächsten Gemeinderatssitzung neuerlich einen Antrag einbringen möchte.

Viele Gründe für ein Grünes Klagenfurt

Klagenfurt (10.02. 2015) Klagenfurt ist reif für einen Grünen Bürgermeister – da sind sich Bürgermeisterkandidat Frank Frey, Stadträtin Andrea Wulz (Listenplatz 2), Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3) und Politik-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Listenplatz 4) einig, die bei der heutigen Pressekonferenz das Grüne Wahlprogramm für 2015 vorstellten. „Ziel ist es, an die großartigen Ergebnisse der letzten drei Wahlen (Landtags-, Nationalrats- und EU-Wahl), wo es die Grünen zur zweitstärksten Kraft in der Landeshauptstadt geschafft haben, anzuknüpfen“, betont Spitzenkandidat Frank Frey, der insgesamt 90 UnterstützerInnen auf der KandidatInnenliste hinter sich weiß. 

Erklärtes Wahlziel sei – neben dem ersten Grünen Bürgermeister – eine Verdoppelung der Gemeinderatsmandate (von fünf auf zehn) sowie zwei Sitze im Stadtsenat. Ganz wesentlich sei den Grünen, unterstreicht Frey, das Transportieren von Inhalten und die langfristige Umsetzung von Zielen, mit denen Klagenfurt lebenswerter, transparenter und bürgerinnenfreundlicher werden soll.

Voraussetzung für die Umsetzung vieler Vorhaben sei ein „saniertes Budget. Es gilt, die Finanzen mit vereinten Kräften auf Vordermann zu bringen“, so Frey, der am „fünf Minuten vor der Wahl“-präsentierten Masterplan von Bürgermeister Scheider kein gutes Haar lässt. „So etwas muss man ernsthaft angehen.“

Als Bürgermeister würde Frey zuallererst für mehr Gemeinderatssitzungen sorgen. Das zwischen zwei Gemeinderatssitzungen gut sieben Monate vergehen und die Stadt quasi handlungsunfähig ist, werde es bei ihm nicht mehr geben, verspricht Frey, der alle zwei Monate eine Gemeinderatssitzung abhalten möchte und einen Sitzungsfahrplan einführen will. „So kann sich jeder der 45 GemeinderätInnen, und da sind sehr viele Berufstätige darunter, inhaltlich darauf einstellen.“

Um die Wirtschaft in Klagenfurt langfristig anzukurbeln und die hohe Arbeitslosigkeit (derzeit ca. 10 Prozent) in den Griff zu bekommen, kündigt Frey eine aktive Betriebsoffensive an. „Wichtig ist es, ein gutes Netzwerk aufzubauen und Kontakte zu nützen.“

Umstrittene Alleingänge und Luftschlösser sollen bei Frey der Vergangenheit angehören. „Wie es nicht sein sollte, sieht man beim Hallenbad neu: Kurz vor der Wahl wird absolut unseriös eine neue Variante präsentiert – ohne den Gemeinderat einzubinden“, so Frey, der auf die Einhaltung demokratiepolitischer Spielregeln pocht. Einem Hallenbad in der Ostbucht erteilen die Grünen eine klare Absage: „Ein Großteil der Bevölkerung will kein Luxusbad in der sensiblen Ostbucht, sondern ein Sport- und Familienbad in der Stadt mit leistbaren Eintrittspreisen“, betont Frey, der die Hallenbad-Eishallen-Kombination am Standort Messeareal aus Energieeffizienz-Gründen für die beste hält.

Bei den Subventionen setzen sich die Grünen für mehr Transparenz ein. „Die Grünen sind für sinnvolle Subventionen, Subventionsentscheidungen gehören aber in den Gemeinderat und somit öffentlich gemacht“, betont Frey.

Ein weiteres Grünes Hauptanliegen ist „der Ausbau der Öffis. Bei unseren Hausbesuchen – und wir haben schon 7.500 in Klagenfurt geschafft – spielt das Thema Öffis eine große Rolle. Derzeit ist das Busnetz einer Landeshauptstadt einfach nicht würdig“, so Frey, der sich für einen Viertelstundentakt und eine intelligente Linienführung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, stark macht. Erfreulich ist die Einführung der Buslinie 60, für die die Grünen 500 Unterschriften gesammelt haben.
Weiterer Schwerpunkt der Grünen ist der Ausbau des Radwegenetzes: „Ein sehr schönes Beispiel ist Wien, wo durch die Verbesserung des Radwegenetzes eine Frequenzsteigerung von 24 Prozent erreicht wurde – das wünsch ich mir auch für Klagenfurt!“ Für eine Belebung der Innenstadt will Frey mehr verkehrsberuhigte Zonen, u.a. sollen Pfarrplatz und Fleischmarkt autofrei sowie ein Teil der Bahnhofstraße vom Durchzugsverkehr befreit werden.

Die amtierende Stadträtin Andrea Wulz (u.a. für Umweltschutz, Listenplatz 2) hebt den Schutz der Ostbucht und des Landschaftsschutzgebietes Lendspitz-Maiernigg sowie die insgesamt 15 EU-Projekte im Bereich Umwelt hervor, die Klagenfurt eine Wertschöpfung von 12 Mio. Euro und große Impulse beschert haben. Im Bereich erneuerbare Energien und Sanierungen braucht es „weitere Impulse, um auch die Wirtschaft anzukurbeln. Die Vorarbeit ist gemacht – diesen erfolgreichen Weg gilt es fortzuführen“, so Wulz.

In den Bereichen Frauen und Familie verweist Wulz auf den erfolgreichen Weg, den Klagenfurt mit dem Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ (als erste Landeshauptstadt in Österreich) bereits in den letzten Jahren gegangen ist und auch in Zukunft – 2015 steht die Rezertifizierung – gehen soll. „12 Maßnahmen wurden begonnen und zum Teil umgesetzt, u.a. der barrierefreie Europapark-Spielplatz oder das Integrationsprojekt Hippy.“ Ein großes Problem, der die Bereiche Frauen und Familie besonders hart trifft, sei „das Versagen von Bgm. Scheider und seinem Personalreferenten Germ in der Budget- und Personalpolitik. Die Verwaltungsreform ist gescheitert, bis dato gibt es kein Personalmanagement!“

„Schönes Wohnen für alle“ fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3), die sich für leistbaren Wohnraum, der sich bestenfalls zentral und fußläufig in der Nähe von Arbeitsplatz und Schule befindet, einsetzt. „Derzeit stehen 3.000 Wohnungssuchenden ca. 6.000 leerstehenden Wohnungen gegenüber“, zeigt Schmid-Tarmann das Ungleichgewicht auf. Die Gemeinderätin fordert, dass die Stadt wieder selber baut und sich Bauflächen sichert. „Derzeit haben wir das Problem, dass sich Immobilienhaie die letzten freien Flächen, die auf Widmungen aus den 70er Jahren zurückgehen, unter den Nagel reißen und überteuerte Eigentumswohnungen bauen, die sich niemand leisten kann“, so Schmid-Tarmann, die schon seit Jahren vor der drohenden Immobilienblase warnt und mit vielen Bürgerinitiativen, die sich gegen umstrittene Bauprojekte wehren, in Kontakt steht.

Weiters ist Schmid-Tarmann, die sich stets kämpferisch gegen Korruption und Spekulation stellt, die „Erhaltung unserer Lieblingsplätze, wie die Ostbucht, das Kreuzbergl als Erholungswald und seine alten Villen“ ein zentrales Anliegen. „Die gehören ebenso unter Denkmalschutz gestellt wie Lendhafen und Benediktinermarkt“, so Schmid-Tarmann, der der Ensembleschutz am Herzen liegt. Gleichzeitig betont Schmid-Tarmann, dass sie die Stadt aber nicht als Museum, sondern als Lebensraum sieht. „Die Revitalisierung und -Sanierung sowie die Innenstadt-Verdichtung durch Dachgeschoßausbauten muss Priorität haben.“

Jahrelange Forderungen von Schmid-Tarmann im Kulturbereich möchte sie in der nächsten Periode umgesetzt wissen: „Wir brauchen dringend eine öffentliche Bibliothek, ein Stadtmuseum, einen zweiten Saal fürs Volkskino und einen Kulturbeirat wie in Graz. Weiters braucht es mehr Förderungen für die freie Kulturszene, dafür einen Stopp bei Subventionen für kommerzielle Events“, betont Schmid-Tarmann, die auch einen endgültigen Abriss der leidigen Seebühne fordert.

Jahrelang auf Granit biss Schmid-Tarmann (als Vorsitzende des Ausschusses für Kindergärten, Horte und Schulen) bei der zuständigen Schulreferentin Vize-Bgm. Mathiaschitz (SPÖ) mit ihrer Forderung, Bio-Essen in öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und Horte, einzuführen. „Wir wollen 100 Prozent Bio-Essen in den Kindergärten“, so Schmid-Tarmann.

Mit Polit-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Leiterin des städtischen Montessori-Kindergartens „Bunte Knöpfe“, Listenplatz 4) hat sie bei diesem Thema eine Mitstreiterin an ihrer Seite. „Ich weiß aus Erfahrung, dass derzeit viel mit Fertiggerichten gearbeitet wird. Die Gesundheit unserer Kinder muss uns einfach mehr wert sein“, betont Motschiunig, die das Thema Bildung als Schwerpunkt ihrer künftigen Gemeinderatstätigkeit sieht. „Klagenfurt braucht eine starke Bildungsoffensive“, betont Motschiunig, die im Kindergartenbereich verstärkt die Schwerpunkte Sprachen und Naturwissenschaften einbauen möchte und sich für fix angestellte Native Speaker stark macht.

Ein zentrales Anliegen ist Motschiunig „der  Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kindergartenplatz. Es kann nicht sein, dass eine Familie mit drei Kindern derzeit 600 Euro zahlen muss.“ Weiters ist Motschiunig eine Ausdehnung der Öffnungszeiten bei städtischen Kindergärten ein wichtiges Anliegen: „Viele Mütter sprechen mich auf das Problem an. Die Kindergärten müssen von 6 bis 18 Uhr geöffnet sein“, so Motschiunig, die sich auch für einen ganzjährigen Betrieb einsetzt. „Derzeit hat nur ein städtischer Betrieb im August geöffnet. Ziel muss es sein, dass in jedem Kindergarten ganzjährig  zumindest eine Gruppe geöffnet hat.“

Ein weiterer Schwerpunkt von Motschiunig ist die Jugendarbeit. „Die Grünen fordern mehr Geld für Streetworker und FamilienintensivbetreuterInnen anstelle eines unnützen Ordnungsamtes, das sich um Hunde und Parkscheine kümmert.“

Fotos: Die Grünen Kärnten/Günter Krammer

Frey: Hände weg von der Ostbucht!

Klagenfurt (09.02. 2015) Das eigenständige Vorpreschen von Bürgermeister Scheider und den Stadtwerken betreffend eines Hallenbad-Neubaus in der Ostbucht ist für Grünen-Bürgermeisterkandidat und Gemeinderat Frank Frey „so kurz vor der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl absolut unseriös und nicht ernst zu nehmen. Tatsache ist, dass der Bürgermeister den Stadtwerken nicht einfach einen Auftrag erteilen kann. Die Stadtwerke sind auch kein Investor, sondern gehören zu 100 Prozent den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern. Die Rechnung kann also nicht ohne den Wirt gemacht werden: Es braucht einen klaren Auftrag des Eigentümers – ohne Gemeinderats- und Stadtsenatsbeschluss geht gar nichts!“, stellt heute Bürgermeisterkandidat Frank Frey nochmals klar.

Was Frey scharf kritisiert, ist „die unnötige Verunsicherung der Bevölkerung. Ein Hallenbad am See bedeutet einen massiven Eingriff in das Naherholungsgebiet der KlagenfurterInnen, das schon jetzt Jahr für Jahr unter den zahlreichen Events zu leiden hat. Klagenfurt ist finanziell angeschlagen und braucht sicher keinen Wellnesstempel für TouristInnen, sondern ein Sport- und Familienbad mit leistbaren Eintrittspreisen für die Bevölkerung“, betont Frey, der weitere Großmannsucht-Projekte ablehnt: „Was kostet an einem neuen Hallenbad 50 Mio. Euro? Das wäre ja das halbe Stadion! Es gibt genügend Beispiele von vergleichbar großen neuen Hallenbädern, die nicht mal die Hälfte kosten“, so Frey abschließend.

Gasper: „Sunset“ hat 90-jährige Vorgeschichte

Klagenfurt (06.02. 2015) Große Pläne für die Ostbucht wälzte bereits Dr. Gustav Ritter von Metnitz, der 1909 und 1912 zum Bürgermeister von Klagenfurt gewählt wurde. In seine Amtszeit fällt u.a. der Bau der Westschule, die Vollendung des Stadttheater-Baus sowie die Kommunalisierung der Wörthersee-Schifffahrt (mitterlweile wieder privatisiert). „Metnitz setzte weitsichtig den Kauf der Wörthersee-Gründe durch, die er nach dem Motto „Klagenfurt am Wörthersee“ ausbauen wollte. Durch diese fortschrittliche Maßnahme wurde die Errichtung des Strandbades erst möglich gemacht. Zu Lebzeiten wurde er dafür allerdings von den anderen Parteien angefeindet. 1929 wurde der Metnitzstrand nach ihm benannt“, weiß Gemeinderat Reinhold Gasper.

In der Zeit von Dr. Adolf Heinrich Bercht, er wurde 1926 zum Bürgermeister von Klagenfurt gewählt, wurden dann Pläne für eine großzügige Anlage am Metnitzstrand ausgearbeitet. „Anstelle des heutigen „Sunset“-Gebäudes waren ein Rondeau mit Aussichtsterrasse und Tanzpavillon geplant. Insgesamt wollten die Architekten Franz Koppelhuber und Ing. Paul Theer 12.000 Quadratmeter verbauen. Vorgesehen waren zwei 100 Meter lange Badebrücken, Rutschen, Trampolins, Duschen, Fußwaschbecken, Trinkwasserbrunnen, Fremdenzimmer, Arztzimmer, ein Restaurant und ein Automatenbuffet, Sonnenterassen mit Palmen, ein Badebassin für Schwimmwettbewerbe, abendliche Tanzveranstaltungen und Konzerte. Geplant war es, die Pläne etappenweise umzusetzen. Wegen Geldmangels kam es in Berchts Amtszeit aber „nur“ zum Bau des Strandbades in seiner heutigen Form“, so der Hobby-Historiker.

Die Stadt Klagenfurt befand sich zur Amtszeit von Bercht übrigens in einer schwierigen finanziellen Lage. „Um der Stadt sparen zu helfen, verzichtete das Stadtoberhaupt auf sein Gehalt und jeglichen Spesenersatz“, berichtet Gasper, der auch schon eine Straßen- oder Platzbenennung nach Bercht beantragt hat. „Bercht war übrigens auch Besitzer des geschichtsträchtigen Schlosses Reifnitz.“ 



Bildtext: Gesamtansicht des Entwurfes von Architekt Franz Koppeluber und Ing. Paul Theer

Bildtext: Blick in den Bierhof und (rechts) eine der Liegeterrassen

Quelle/Fotocredit (2): Buch „Klagenfurt am Wörthersee“, Die Städte Deutschösterreichs, herausgegeben von Erwin Stein, Band IV Klagenfurt, 1929, Deutscher Kommunal-Verlag

Frey: Scharfe Kritik an eigenständigem Vorpreschen der Stadtwerke

Klagenfurt (06.02. 2015) In Eigenregie wollen die Stadtwerke nun ein neues  Hallenbad bauen. Stadtwerke-Vorstand Romed Karre überraschte heute mit der Ansage, dass es auch schon einen möglichen Standort gäbe und das neue Hallenbad rund 50 Mio. Euro kosten würde. „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, macht  Bürgermeisterkandidat und Gemeinderat Frank Frey seinen Ärger über das eigenständige Vorpreschen der Stadtwerke und Bürgermeister Christian Scheider Luft. „Man kann die Rechnung nicht ohne den Wirt machen! Die Stadtwerke Klagenfurt AG ist zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Klagenfurt. Die 50 Millionen Euro, die Karre investieren möchte, gehören nicht den Stadtwerken, sondern uns – den Klagenfurter Steuerzahlerinnen und Steuerzahler“, stellt Frey klar.

„Die Stadtwerke können nicht einfach im Alleingang ein Konzept entwickeln, dazu braucht es einen klaren Auftrag vom Eigentümer – und das ist die Stadt Klagenfurt.  Ohne Gemeinderatsbeschluss und das Einbeziehen der Bevölkerung geht gar nichts“, betont Frey, der sich auch über die Geheimnistuerei von Karre und Scheider betreffend des Hallenbad-Standortes ärgert: „Diese Intransparenz ist unerträglich. Es ist eine Frechheit, wie die Bevölkerung hier verunsichert wird. Stadtwerke und Bürgermeister können nicht über die KlagenfurterInnen hinweg entscheiden. Die BürgerInnen sind in der Standort-Frage in jedem Fall mit einzubinden“, so Frey abschließend.

Frey: Kritik an Ostbucht-Missmanagement

Klagenfurt (29.01. 2015) Frey: „So wird mit unser aller Geld gewirtschaftet. Ein Jahr lang findet sich kein Pächter für diese Top-Location, jetzt wird der Überbau wegen „statischer Mängel“ überhaupt abgerissen, obwohl das Gebäude erst vor wenigen Jahren kostenintensiv gebaut wurde. Wie kann es dazu kommen? Wer zeichnete für den Bau verantwortlich? Wenn Steuergelder so leichtfertig ausgegeben werden, kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“

Ein weiterer Skandal sei nun, dass man offenbar kein Konzept für eine künftige Nutzung der Fläche habe, umso mehr, als es sich um einen der schönsten Plätze der Welt handle. Ein weiteres Zeichen für die Planlosigkeit der jetzigen Stadtregierung, stellt Frey fest.
(Schluss)

Grüne: Neues Hallenbad soll Innenstadt beleben

Klagenfurt (04.09. 2014) „Dass sich Badegäste nach einem solch verregneten Sommer wie heuer für ein Hallenbad am See aussprechen, ist nicht überraschend. Natürlich wünschen sich UrlauberInnen eine Schlechtwetteralternative“, reagiert heute Grünen-Stadträtin Andrea Wulz auf die Befragung der Stadtwerke und die neu entfachte Diskussion um einen Hallenbad-Neubau am See. „Das ändert aber nichts daran, dass ein Hallenbad am See einen massiven Eingriff in das Naherholungsgebiet der KlagenfurterInnen bedeuten würde“, betont Wulz.

Die Grünen stellten sich von Anfang an gegen eine Verbauung der Ostbucht (mit ihrem später von anderen kopierten Slogan „Hände weg von der Ostbucht!“) durch ein See-Erlebnisbad. Die Klagenfurter ÖVP forcierte es ursprünglich, bis sie einen 180-Grad-Schwenk hinlegte und Unterschriften dagegen sammelte.

„Unsere Position bleibt unverändert: Wir brauchen kein See-Erlebnisbad für TouristInnen, sondern ein neues Hallenbad für die Klagenfurter Bevölkerung. Außerdem sind TouristInnen durchaus in der Lage, den Weg in die Stadt zu einem modernen Hallenbad zu finden. Denn gerade bei Schlechtwetter zieht es TouristInnen eher in die Innenstadt als an den See. Außerdem würde ein Hallenbad am Messeareal den Stadtteil südlich des Neuen Platzes beleben. Für den Handel wäre das sehr positiv“, unterstreicht Wulz den wirtschaftlichen Faktor.

Dass Klagenfurt bis heute kein neues Hallenbad hat, ist „für FPÖ-Bürgermeister Scheider blamabel. In sechs Jahren seiner Amtszeit hat er es nicht geschafft, in Sachen Hallenbad-Neubau irgendetwas weiterzubringen. Sowohl in der Finanzierungs-, als auch in der Standortfrage stehen wir am Anfang! Dass für anstehende Großprojekte das Geld fehlt, ist auf die von Versäumnissen geprägte Finanzpolitik der FPÖ zurückzuführen. Kein Masterplan, keine Reformen, kein Entwicklungskonzept – eine verheerende Bilanz.“

Seebühne: Unseriöse Vorgangsweise und Intransparenz für Grüne skandalös!

Klagenfurt (31.07. 2014) Die Grünen treten konsequent für einen Total-Abbau der Seebühne ein. „Die Bevölkerung wünscht sich eine Entlastung der Ostbucht. Im Sommer jagt ein Event das nächste, viele Menschen wünschen sich wieder freie Sicht auf den Wörthersee und eine Promenade zum Flanieren – ohne ständig durch das Auf- und Abbauen von Veranstaltungen gestört zu werden“, so Stadträtin Andrea Wulz. „Nachdem jahrelang die öffentliche Hand für die defizitäre Seebühne aufgekommen ist, wollen FPÖ und ÖVP die Plattform nun an einen privaten Betreiber ohne Ausschreibung verhökern. Gratulation! Das ist Vernichtung von Infrastruktur und öffentlichem Eigentum!“, ärgert sich Wulz.

„Die Konzeptlosigkeit von Scheider und Gunzer ist unerträglich. Anstatt selbst einen Plan auszuarbeiten, was mit der verkleinerten Seebühne im Detail passieren soll, wird schnell und öffentlichkeitswirksam ein möglicher Investor präsentiert – ohne diesen vorher genau zu überprüfen! Seriös wäre es, eine Ausschreibung vorzubereiten“, so Wulz. „Völlig offen ist, was eigentlich die KlagenfurterInnen möchten, die die Seebühne de facto mit ihren Steuergeldern ja selbst bezahlt haben. Bislang wurde die Zukunft der Seebühne nicht einmal im Gemeinderat behandelt!“

Intransparenz, Chaos und Steuergeldverschwendung beherrschen auch den Rückbau der Seebühne. „Es ist Irrsinn, Teile der Seebühne in der Hochsaison, zwischen den Badegästen, abzubauen“, kritisiert Wulz. „Skandalös sind auch die Ungereimtheiten rund um den Teil-Abbau der Seebühne, der angeblich um einen symbolischen Euro erfolgt ist. Es gibt keine Kostentransparenz! Gab es im Vorfeld eine Bewertung der zu verschrottenden Teile? Wie viel kostet der Abbau nun wirklich? Und wenn die zu verschrottenden Teile noch einen Gewinn bringen, sollte dieser doch in die Stadtkasse zurückfließen! Bereichert sich hier ein Unternehmen etwa auf Kosten der Allgemeinheit?“, fragt sich Wulz.