Grüne Klagenfurt

Luegerstraße: „Privatparkplätze“ erst ab 16 Uhr

Den ganzen Tag herrscht auf der Kinoseite der Luegerstraße gähnende Leere, doch gegenüber leiden die Handelsbetriebe unter Stellplatzmangel, da es keine Ladezone und Kurzparkplätze gibt, schildert GRin Evelyn Schmid-Tarmann die Situation und hat einen Kompromissvorschlag.

„Klagenfurt sollte froh sein, dass es in Anbetracht der  großen Zahl an leerstehenden Geschäften noch Stadtteile mit intakter Infrastruktur und florierenden Einzelhandelsbetrieben1 gibt,“ stellt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann klar und denkt dabei an Waidmannsdorf und konkret an das nördliche Teilstück der Luegerstraße, das in die Villacher Straße einmündet. Doch auch hier haben die Geschäftsleute Probleme: „Die Situation droht durch die prekäre Parkplatzsituation zu eskalieren, denn die Geschäfts- und Ladetätigkeit wird verzögert oder gar verunmöglicht. Einerseits liegt es an den DauerparkerInnen,  andererseits wird die ohnedies angespannte Situation noch verschärft, seit Alfred Laas, der Besitzer des gegenüber liegenden Kinos, Aktion scharf macht und alle vor dem Kino Parkenden – außer den Kino-BesucherInnen – abstraft.“

„Den ganzen Tag über herrscht auf der Kinoseite der Luegerstraße gähnende Leere. Obwohl die Hälfte des Parkplatzes der Stadt gehört, sollen dort nur KinobesucherInnen parken dürfen. Auf der gegenüberliegenden Seite wissen die KundInnen und LieferantInnen der Handelsbetriebe1 nicht, wo sie ihre Fahrzeuge abstellen sollen. Leider ist Alfred Laas zu keinem bisher vorgeschlagenen Kompromiss bereit. Tatsache ist, dass sich die Hälfte der Kino-Parkplätze auf öffentlichem Grund befindet und es deshalb nicht in Ordnung ist, diese alleine für die Kino-BesucherInnen zu beanspruchen2“, betont die Grüne Wirtschaftssprecherin, die einen neuen Kompromissvorschlag hat. „Es spricht nichts dagegen, die etwa zehn Parkplätze tagsüber bis 16 Uhr der Stadt als Kurzparkplätze zu überlassen – als Timesharing. Die Kinovorstellungen beginnen frühestens um 16:30 Uhr. Sonst stehen die Parkplätze, die tagsüber von KundInnen und PatientInnen der dort angesiedelten Betriebe bzw. der Arztpraxis dringend benötigt werden, den ganzen Tag über leer.“

GRin Schmid-Tarmann wird bei der nächsten Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag einbringen. „Die leidige Angelegenheit soll im Gemeinderat behandelt und gelöst werden! In diesem Fall muss ein Weg gefunden werden, der für alle Beteiligten passt“, betont die Mandatarin abschließend.

GIS_Auszug_Luegerstraße

1 Textilreinigung & Schneiderei Masser, Farben Schellander, Konditorei Fahrnberger, Renault-Händler und KFZ-Werkstätte Paintner, Zahnarzt Dr. Christian Egger.

2 Das Dauerthema „Privatparkplätze“ vor dem Kino in der Luegerstraße spitzt sich seit Monaten zu, weiß Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann zu berichten. „Der Kinobesitzer verpasst allen Parkenden, die keine aktuelle Kinokarte vorweisen können, selbstgefertigte Strafzettel in der Höhe von 20 Euro. So stehen den ganzen Tag über die Parkplätze leer, da die frühesten Vorstellungen erst am späten Nachmittag beginnen. Was außerdem nicht vergessen werden sollte, ist, dass das Kino-Publikum sehr wohl auch auf der westlichen Seite der Luegerstraße parkt. Absurd an der Situation ist außerdem, dass das Grundstück an der Westseite des Kinos je zur Hälfte dem Kino-Besitzer bzw. der Stadt Klagenfurt gehört. Bei einem Ortsaugenschein am 6. April 2018, bei dem Verkehrsreferent Christian Scheider, Alfred Laas mit seiner Tochter sowie eine Gewerbetreibende dabei war, konnte ich mir selbst ein Bild von der Situation machen. Auf den Vorschlag des Referenten, einen Tausch der Grundfläche vorzunehmen, nämlich nur die Hälfte der Parkplätze privat zu nutzen, um die prekäre Parkplatzsituation in diesem oberen Teilstück der Luegerstraße durch eine Kurzparkzone zu entschärfen, ging der Kino-Besitzer nicht ein. Niemand kann verstehen, dass auf der östlichen Seite der oberen Luegerstraße gähnende Leere herrscht und die Fläche für geschätzte zehn Fahrzeuge unbenutzt sein soll, wogegen die Handelbetriebe unter der Situation leiden“, so Schmid-Tarmann. „Mittlerweile wird von Seiten der Verkehrsabteilung erwogen, die Dauerparklätze vor den Gebäuden Luegerstraße 4 - 6 zur Gänze zur Kurzparkzone zu machen. Dies wird die Situation zwar entschärfen, das eigentliche Problem des Ungleichgewichtes aber nicht lösen.“

Schulbeginn: Gefährliches Nadelöhr in der Jergitschstraße

Klagenfurt (16.09. 2015) In der stark frequentierten Jergitschstraße zwischen Beethovenplatz und Sterneckstraße parken vor allem PendlerInnen seit der Ausweitung der Kurzparkzone beidseitig. „Da die Allee sehr schmal ist, steht ein Teil der Fahrzeuge mit zwei Rädern auf dem Grünstreifen – zwischen den Bäumen. Andere parken ganz auf der Fahrbahn. Die Autos ragen dann so weit in die Straße, dass sich begegnende Fahrzeuge immer wieder streifen.“ Gemeinderätin Schmid-Tarmann beobachtet: „Besonders gefährlich und knapp wird es, wenn sich auf der gegenüberliegenden Fahrbahn ein Linienbus oder ein Lastwagen nähern. Zu Stoßzeiten im Frühverkehr und zu Mittag bewegen sich hier auch viele Radfahrende, darunter auch zahlreiche SchülerInnen vom Bachmann-Gymnasium. Sie sind auf diesem Teilstück tatsächlich in steter Unfallgefahr, darum weichen sie auch meist auf die schmalen Gehsteige hinter den Alleebäumen aus. Dieses Teilstück ist bis zur Sterneckstraße ein Nadelöhr, denn weiter zwischen Sterneckstraße und Koschatstraße parken die Autos nur auf der Westseite.“

Die Mandatarin hat bereits im Juni 2012 einen Antrag eingebracht, um die gefährliche Situation zu entschärfen. „Meine Forderung – einseitiges Parken mit Radwegmarkierung – bleibt aufrecht. Das Parken soll zwischen Sterneckstraße und Beethovenplatz nur auf der westlichen Straßenseite gestattet sein. Auf der östlichen Seite soll der Radweg aus der Karnerstraße durchgehend bis zur Tarviser Straße verlängert werden.“

„Ich befürchte, dass diese untragbare Verkehrssituation erst behoben wird, wenn es zu einem Unfall mit Personenschaden gekommen ist. Denn der Antrag wurde im Verkehrsausschuss zwar für gut befunden, aber die Umsetzung vom damaligen Verkehrsreferenten Steinkellner aus Geldmangel auf Eis gelegt. Es geht hier lediglich um den guten Willen, das Aufstellen von Verkehrsschildern und ein bisschen Farbe für die Radwegmarkierung“, so GRin Schmid-Tarmann. Darum wird sie bei der nächsten Gemeinderatssitzung diesen Antrag nochmals einbringen.

Fotos: Schmid-Tarmann

Frey: Klagenfurt an Advent-Einkaufssamstagen zur Fußgängerzone machen

Klagenfurt (03.12. 2014) Gratis-Parken an den Einkaufssamstagen vor Weihnachten – das wurde gestern von den Freiheitlichen und der ÖVP beschlossen. Die Grünen stimmten nicht nur aus Umweltgründen (Anm. Klagenfurt ist Feinstaubsanierungsgebiet), sondern auch aus wirtschaftlichen Überlegungen dagegen. „Gratis-Parken ist keine wirtschaftsfördernde Maßnahme – ganz im Gegenteil. Die wenigen Parkplätze in der Innenstadt sind sofort zugeparkt, da auch die Angestellten den ganzen Tag ihr Auto gratis abstellen können. Die KundInnen haben nichts davon, da sie nur im Kreis fahren und sich ärgern, wenn sie keinen Parkplatz finden“, argumentiert Frank Frey.

Sein Vorschlag: „Wirtschaftsfördernd wäre es, Teile der Innenstadt an Einkaufssamstagen autofrei zu machen. Die KundInnen könnten nach Herzenslust flanieren und ihre Weihnachtseinkäufe gefahrenfrei zu Fuß erledigen“, so Frey, der hinzufügt, dass eine solche Maßnahme nur Hand in Hand mit einem ausgebauten und gut funktionierenden öffentlichen Verkehrssystem gehen kann. „Um die Menschen zum Umsteigen zu bewegen, braucht es Anreize: An Einkaufssamstagen in der Adventszeit sollten die Stadtwerke-Busse deshalb gratis zu benützen sein“, so Frey abschließend (siehe auch http://klagenfurt.gruene.at/Gruene-Gratis-Busse-an-Einkaufssamstagen-sinnvoller-als-Gratis-Parken).  

Bauprojekt Lichtenfelsgasse: Grüne unterstützen die Eltern und verstehen ihre Sorgen

Klagenfurt (14.05. 2014) Die Grünen haben sich als einzige Partei gegen den Bau des drei- bis viergeschoßigen Parkhauses am Benediktinerplatz, dessen Kundmachung von SPÖ, FPÖ und ÖVP vor wenigen Wochen beschlossen wurde, ausgesprochen. „Wir waren von der Überrumpelungsaktion der anderen Fraktionen sehr überrascht, da ja zuerst alle beteuert hatten, dass das Projekt auf Eis liegt – aus Angst, dass es zum Wahlkampfthema wird“, erinnert Grünen-Clubobfrau Andrea Wulz. Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann ärgerte vor allem der Wortbruch von Planungsreferentin Mathiaschitz, die den Markleuten zuvor in Informationsveranstaltungen wiederholt versichert hatte, dass das Projekt gegen die Stimmen der Grünen nicht umgesetzt wird.

Dass es nun von Eltern der Kinder, die die Benediktinerschule besuchen, Proteste gibt, kommt für die Grünen nicht überraschend. „Wir können die Sorgen der Eltern sehr gut verstehen und sichern ihnen unsere Unterstützung zu. Man hat die Eltern, die von dem Projekt erst aus den Medien erfuhren, ebenfalls überfahren“, so Wulz, die mit mehreren Betroffenen in Kontakt steht.

Schmid-Tarmann kritisiert: „Meine KollegInnen, die an der Schule unterrichten, haben mir bestätigt, dass weder sie noch die Eltern der Schulkinder informiert wurden. Die zu erwartenden Beeinträchtigungen für die Schule haben sich seit 2009 nicht geändert. Und trotzdem haben SPÖ, FPÖ und ÖVP vor kurzem noch felsenfest behauptet, dass es keine negativen Stimmen gibt und alle Betroffenen das Projekt befürworten würden. Außerdem soll die Tiefgaragen-Ein- und Ausfahrt zwischen Schuleingang (Neue Mittelschule) und Marktgebäude sein, was vom Standpunkt der Verkehrssicherheit höchst bedenklich ist.“

Die Grünen bleiben bei ihrer Position: „Wir haben uns gegen das Gesamtprojekt ausgesprochen, da der Bau des Wohn- und Geschäftsgebäudes in der Lichtenfelsgasse an ein drei- bis viergeschoßiges unterirdischen Parkhaus geknüpft ist und mehr Parkplätze automatisch mehr Verkehr anziehen“, so Wulz. Schmid-Tarmann: „Die Grünen stehen für eine moderne Städteplanung, die in die entgegengesetzte Richtung geht: Keine neuen Tiefgaragen, sondern weniger Autos, mehr Öffis, mehr Räder, mehr Lebensqualität. Eine Stadt für Menschen und nicht für Autos."