Grüne Klagenfurt

Ist Radfahren in ‚Ordnung‘?

Der Club der Grünen im Klagenfurter Gemeinderat stellt seine Position zum Thema Radfahren in Klagenfurt zum wiederholten Male in die Sicht der Öffentlichkeit. Die oberste Forderung bzw. Vorgabe im Parteiprogramm der Grünen Klagenfurt ist: „Vorrang für Bus und Rad“. Legale Möglichkeiten für das „Freizeitradeln“ sind unabdingbar.

„Zu einem klaren Bekenntnis ‚pro Radfahren‘ der Stadt Klagenfurt, gehört natürlich mehr, als ein paar, an manchen Stellen sogar äußerst fragwürdige, Bodenmarkierungen. Hier ist ein deutlicher Mangel an Entscheidungsschwäche der Verantwortlichen zu verorten“ erklärt StR Frank Frey, selbst bekennender Alltagsradler. „Ich bin natürlich in der glücklichen Lage, meine Außentermine fast zur Gänze mit dem Rad wahrnehmen zu können, trockenes Wetter vorausgesetzt.“

Die aufkeimende Debatte um das, für viele Radbegeisterte leider, verbotene Radeln am Kreuzbergl, und in anderen Waldgebieten der Stadt, ist natürlich der Jahreszeit geschuldet. Wenn viele Menschen von den Naherholungsräumen angelockt werden, dann wird es schnell mal eng auf den Wanderwegen.

„Verbote sind keine Lösung und waren es noch nie“, so Frey weiter, „allerdings gibt es ein bestehendes Radfahr- und Reitverbot auf den besagten Wegen, da wurde nichts Neues erfunden. Zuwiderhandelnde Personen begehen hier eine Verwaltungsübertretung und sind demgemäß abzumahnen. Ich fände es toll, wenn wir eine legale Möglichkeit für das Freizeitradeln in Klagenfurts Waldgebieten schaffen könnten.“

„Radfahren ist Grün, es ist feinstaub- und abgasfrei“, betont GRin Evelyn Schmid-Tarmann. „Immer mehr Klagenfurterinnen und Klagenfurter geben dem Rad gegenüber dem Auto den Vorzug. Grünes Credo ist: Wir wollen eine Stadt für Menschen und nicht für Autos. Leider verzerren ein paar rücksichtslose schwarze Schafe in unseren Parkanlagen und in der Fußgängerzone das Bild in der Öffentlichkeit, denn beim Radeln im Alltagsverkehr rücksichtsvoll gegenüber anderen VerkehrsteilnehmerInnen zu sein, lernt schon jedes Kind. Die StVO ist Gesetz, ihre Einhaltung muss von der Polizei - keinesfalls vom Ordnungsamt - überwacht werden.“

„Die Stadt ist ein Begegnungsraum, ganz wichtig sind die Parks und öffentlichen Plätze.“ GR Elias Molitschnig, Stadtplanungsexperte der Grünen im Gemeinderat, verweist auf Städte wie Kopenhagen, die schon vor Jahrzehnten das Potential des Radfahrens erkannt und dementsprechend gefördert und entwickelt haben. „Mir persönlich wäre eine Lösung die allen Beteiligten gerecht wird am willkommensten. Ich könnte mir vorstellen, dass wir in den Park- und Waldgebieten der Stadt eigene Trails den Bikerinnen widmen, wobei ich mir sehr wohl der etwas schwierig zu lösenden Rechtsfrage bewusst bin. Was, wenn ein Mountain-Biker auf einem, von der Stadt genehmigten, Weg verunfallt? Ist dann die Stadt haftbar zu machen? Die Lückenlosigkeit vieler, touristisch reizvoller, Radwanderwege im gesamten Bundesgebiet scheitert genau an diesem Punkt. Gemeinschaft ist eben nur möglich, wenn alle die Selbstverantwortung verinnerlicht haben“, überlegt Molitschnig. „Wir haben schon vor geraumer Zeit eine/n Radfahrbeauftragte/n für Klagenfurt eingefordert, der/die wäre dann auch die richtige Anlaufstelle für Beschwerden und kann auch die Lösungskompetenz für die hier gestellten Fragen entwickeln.“

GRin Andrea Wulz bringt noch einen weiteren Aspekt in die Überlegungen ein. „Die Ausbildung der Organe des Ordnungsamtes sollte auch und vor allem auf die Aufklärungsarbeit fokussiert sein. Es bringt wesentlich mehr, wenn die Menschen erkennen was sie falsch machen oder gemacht haben, als sie abzustrafen. Schusstraining mit Pfefferspraypistolen ist bei Weitem zu wenig. De-Eskalation, sensibles und wertschätzendes „Ordnungshüten“, das erwarte ich mir von VertreterInnen des Gesetzes. Schließlich haben sie es ja nicht mit Verbrechern zu tun sondern stehen im Dienste der BürgerInnen von Klagenfurt.“

„Ausbildung ist nicht nur ein Thema für die Angestellten des Ordnungsamtes“, fügt GRin Margit Motschiunig hinzu „denn richtiges Verhalten im Straßenverkehr ist schon im Vorschulbereich ein essentieller Bestandteil der Erziehung. Die beste Versicherung ist die Vorsicht. Kinder sind mit Abstand die „schwächsten“ VerkehrsteilnehmerInnen und die am meisten Gefährdeten. Allerdings auch die Vorbildlichsten, was wir vor allem der einfühlsamen und vertrauensbildenden Verkehrserziehung, die unsere ExekutivbeamtInnen schulbegleitend durchführen, verdanken. Wenn nun auch noch die Älteren und Eltern mit gutem Beispiel vorangehen, dann sind vielleicht die Horrorgeschichten von den rücksichtslosen VerkehrsteilnehmerInnen alsbald Geschichte.“

Grünes Licht für RadfahrerInnen und FußgängerInnen

Die Grünen setzen sich für die Förderung des Rad- und Fußverkehrs in Klagenfurt ein. Eine wichtige Maßnahme ist die Verlängerung der Grünphasen für RadfahrerInnen und FußgängerInnen beim Überqueren von Kreuzungen: Gemeinderat Elias Molitschnig brachte dazu einen Antrag ein, der nun im Verkehrsausschuss positiv behandelt wurde.

An vielen Fuß- und Radübergängen mit Druckknopfampeln brauchen FußgängerInnen und RadfahrerInnen vor allem eines: Geduld. Zunächst gilt es, den Bedarfsknopf zu drücken und zu warten. „Wenn die Ampel dann auf grün schaltet, muss man sich beeilen, um in der meist sehr kurzen Grünphase die Straßenseite zu wechseln. Als Fußgänger geht das nur im Laufschritt“, benennt GR Elias Molitschnig den Missstand. „Leider sind die Ampelphasen auf Autos ausgerichtet. Hier braucht es ein generelles Umdenken: Der Fokus sollte auf die Förderung des Rad- und Fußverkehrs sowie der öffentlichen Verkehrsmittel gelegt werden. Ständiges Stehenbleiben und Anfahren bei Ampeln erschwert das Radfahren – das ist vielen zu mühsam. Hier ist die Politik gefragt, konkrete Anreize zu schaffen, damit die Menschen ihre Wege nicht nur am Wochenende, sondern auch im Alltag bequem mit dem Fahrrad zurücklegen können. Auch bei den Öffis gilt es, anzusetzen: Wenn die Busse permanent im Verkehr feststecken und die Fahrzeiten nicht kürzer werden, sehen viele keinen Grund, umzusteigen.“

Wichtig ist Molitschnig, dass FußgängerInnen und RadfahrerInnen das Überqueren von Kreuzungen künftig erleichtert wird. „Die langen Wartezeiten vor Ampelanlagen müssen reduziert, die Grünphasen deutlich verlängert werden“, so der Mandatar, der dazu einen Antrag* eingebracht hat, der im Verkehrsausschuss von allen Fraktionen positiv angenommen wurde. „Für Ampelanlagen im Stadtgebiet heißt das also, dass künftig auf den Verkehrsfluss von RadfahrerInnen und FußgängerInnen Rücksicht genommen wird – wie es Smart City- und sanften Mobilitätskonzepte vorsehen.“

Aktuell würde das auch den Fuß- und Radübergang Waidmannsdorferstraße auf Höhe „Ponderosa“ betreffen, der sich gerade im Bau befindet. „Der Fokus muss hier auf die Nutzung des Naherholungsraumes und die Bevorzugung der FußgängerInnen und RadfahrerInnen gegenüber dem Individualverkehr gelegt werden. Die Hauptverbindung in die Stadt muss die Rosentaler Straße bleiben – sonst wird nur weiterhin großräumig der Verkehr in den Stadtteil Waidmannsdorf gelenkt.“

Antrag 07 - Fuß- und Radwegübergang ohne Barrieren - Elias - 13.03-2018

Vorrang für FußgängerInnen und RadfahrerInnen

GR Elias Molitschnig freut sich über die Umsetzung seines Antrages in der Waidmannsdorfer Straße. Die bestehende Brücke über die Glanfurt wird für RadfahrerInnen und FußgängerInnen verbreitert. In einem aktuellen Antrag schlägt Molitschnig vor, bei technischen Infrastrukturmaßnahmen verstärkt auch auf die räumliche Qualität zu achten.

In der Gemeinderatssitzung vom 3. Oktober wurde die  Verbreiterung der bestehenden Brücke über die Glanfurt (auf Höhe Ponderosa) um einen Fuß- und Radweg einstimmig beschlossen. „Es freut mich sehr, dass für die RadfahrerInnen und FußgängerInnen eine Lösung gefunden wurde. Durch die Verbreiterung der Brücke wird die Einsehbarkeit verbessert und ein gefahrloses Überqueren der Waidmannnsdorfer Straße ermöglicht“, so Molitschnig, der in seinem Antrag (siehe Anhang) auf die zum Teil sehr gefährlichen Verkehrssituationen an besagter Stelle hingewiesen und eine Entschärfung der Kreuzung gefordert hat. „Die RadfahrerInnen und FußgängerInnen bekommen nun Vorrang gegenüber dem motorisierten Individualverkehr. Wir Grüne setzen uns für Lückenschlüsse bei Radwegen und sanfte Wegeverbindungen ein.“

In der letzten Gemeinderatssitzung* verwies Molitschnig auch auf seinen aktuellen Antrag (siehe Anhang), in dem er fordert, dass die Stadt nicht nur im Hochbau, sondern auch bei technischen Infrastrukturmaßnahmen räumlich und landschafts-gestalterisch sensibel vorgehen soll. Bei Projekten im Tiefbau, bei Brückenbauten, Leitungsüberführungen von Flüssen, Ampelanlagen, Kanalwartungsschächten u.v.m. solle nicht nur auf die Erfüllung technischer Anforderungen geachtet werden, sondern auch auf eine entsprechende räumliche Qualität bzw. Ästhetik.

GemeinderatsTV: Die Wortmeldung von GR Elias Molitschnig

2 Anträge:

-      „FußgängerInnen- und RadfahrerInnen-Übergang Ecke Waidmannsdorfer Straße/Sattnitzradweg (Ponderosa), 2. Februar 2017

-      „Räumliche Qualität technischer Infrastruktur heben“, 3. Oktober 2017

 

Radständer vor dem Weltladen installiert

Vor dem Klagenfurter Weltladen wurde ein fixer Fahrradständer montiert. „Kundinnen und Kunden können ihr Fahrrad nun geordnet vor dem Geschäft abstellen“, freut sich Gemeinderätin Andrea Wulz über die Umsetzung ihres Antrages.

Im Juli brachte Gemeinderätin Andrea Wulz den Antrag zur Anbringung eines fix montierten Fahrradständers vor dem Geschäft „Weltladen“ ein. Rechtzeitig zur europäischen Mobilitätswoche, die von 16. bis 22. September 2017 stattfindet*, wurde dieser nun in die Tat umgesetzt: „Ich freue mich sehr, dass den Kundinnen und Kunden, die umweltfreundlich mit dem Fahrrad zum Geschäft kommen, nun ein Fahrradständer zur Verfügung steht“, so Wulz, die auch Obfrau des Vereins Weltladen Klagenfurt ist.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Behinderungen, da KundInnen ihre Fahrräder vor dem Geschäft, dessen Eingang sich direkt beim FußgängerInnenübergang im Kreuzungsbereich 10.-Oktober-Straße/8.-Mai-Straße befindet, abstellten. „Nun können die Fahrräder sicher und platzsparend abgestellt werden. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern trägt auch zur Verkehrssicherheit aller bei“, so Wulz, die sich bei Verkehrsreferent Christian Scheider für die rasche Umsetzung ihres Antrages bedankt.

Molitschnig: Bewachten Radabstellplatz kostenlos anbieten!

Klagenfurt (13.05. 2016) Gemeinderat Elias Molitschnig fordert, den bewachten Radabstellplatz beim Klagenfurter Strandbad gratis anzubieten.  

Nachdem es beim Klagenfurter Strandbad immer wieder zu Diebstählen von Fahrrädern kommt, wird auch heuer wieder ein bewachter Abstellplatz – um einen Euro pro Tag oder 32 Euro für die ganze Saison – angeboten. „Ich begrüße das Service, bin aber der Meinung, dass es von den Stadtwerken oder der Stadt Klagenfurt kostenlos zur Verfügung gestellt werden müsste. Schließlich ist es zu unterstützen, dass die Badegäste umweltfreundlich mit dem Fahrrad zum See fahren“, findet Gemeinderat Elias Molitschnig.

„Es ist auch nicht einzusehen, warum RadfahrerInnen für ihren Parkplatz zahlen müssen, während AutofahrerInnen weiterhin gratis parken“, kritisiert Molitschnig, der in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Antrag einbringen möchte. „Die Stadtwerke Klagenfurt AG sollte ihren Badegästen, die das Fahrrad nutzen, um es dann platzsparend vor dem Strandbad abzustellen, belohnen und nicht bestrafen“, so Molitschnig, der eine Querfinanzierung des Rad-Services über Parkgebühren (Anm. bei Autos) vorschlägt.

„Es müssen Anreize geschaffen werden, ohne Auto ins Strandbad zu kommen. Deshalb wäre die Einführung einer Parkgebühr – bei gleichzeitiger Senkung der Eintrittspreise – eine Option. Dafür könnten zusätzliche Busse zum Strandbad fahren“, so Molitschnig, der sich eine Diskussion über eine sinnvolle Parkraumbewirtschaftung und die Förderung des Rad- und Busverkehrs wünscht. „Natürlich muss bei diesem Thema auch die Bevölkerung eingebunden werden.“

 

Gemeinsames Rad-Arbeitsprojekt: Grüne Forderungen nehmen Gestalt an

Klagenfurt (11.05. 2016) Grüne Forderungen nehmen in der Reformpartnerschaft Gestalt an. Ein gemeinsames Arbeitsprojekt zwischen Stadt und Land, das die Attraktivität des Radfahrens steigern und den Individualverkehr verringern soll, ist in Ausarbeitung. „Ich freue mich, dass mein Antrag umgesetzt wird“, so Gemeinderätin Karin Ruppert.

Viele Grüne Anträge hat es in Hinblick auf die Verbesserung des Radverkehrs in Klagenfurt schon gegeben – zuletzt von Gemeinderätin Karin Ruppert betreffend der Ausarbeitung eines konkreten Radverkehrskonzeptes in Klagenfurt unter Einbeziehung des Energiemasterplans Kärnten (Antrag vom 6.10. 2015). „Aus den Ergebnissen ist bekannt, dass bei den EinpendlerInnen aus den Umlandgemeinden Klagenfurts ein nicht zu unterschätzender Anteil mit dem Fahrrad, vor allem auch mit E-Bikes zur Arbeit in Klagenfurt anrollen würde, wenn die Fahrradsituation besser gelöst wäre“, führt Ruppert aus.

„Das Fahrrad spart Zeit, Geld und Nerven. Man tut nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, sondern auch für die eigene Gesundheit“, streicht die Gemeinderätin die allgemein bekannten Vorzüge des Radfahrens heraus. „Ein gut durchdachtes Radverkehrskonzept würde das Sicherheitsrisiko senken und auch finanziell schlechter gestellte BürgerInnen dabei unterstützen, schneller und günstiger ihre Arbeitsstätten, Schulen, Kindergärten und Horte zu erreichen“, so Ruppert. „Ich freue mich, dass die Reformpartnerschaft dem Ausbau und der Verdichtung des Radwegenetzes nun Priorität einräumt und eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Stadt und Land, eingerichtet wurde. Damit sind wir unseren Grünen Zielen nach einem gut ausgebauten Fahrradnetz, mehr Sicherheit für RadfahrerInnen und FußgängerInnen und der Senkung des Individualverkehrs einen großen Schritt näher gekommen“, so Ruppert abschließend.

Antrag vom 06.10. 2016: Antrag 026-2015 Radverkehrskonzept - 6.10. - Karin

Schulbeginn: Gefährliches Nadelöhr in der Jergitschstraße

Klagenfurt (16.09. 2015) In der stark frequentierten Jergitschstraße zwischen Beethovenplatz und Sterneckstraße parken vor allem PendlerInnen seit der Ausweitung der Kurzparkzone beidseitig. „Da die Allee sehr schmal ist, steht ein Teil der Fahrzeuge mit zwei Rädern auf dem Grünstreifen – zwischen den Bäumen. Andere parken ganz auf der Fahrbahn. Die Autos ragen dann so weit in die Straße, dass sich begegnende Fahrzeuge immer wieder streifen.“ Gemeinderätin Schmid-Tarmann beobachtet: „Besonders gefährlich und knapp wird es, wenn sich auf der gegenüberliegenden Fahrbahn ein Linienbus oder ein Lastwagen nähern. Zu Stoßzeiten im Frühverkehr und zu Mittag bewegen sich hier auch viele Radfahrende, darunter auch zahlreiche SchülerInnen vom Bachmann-Gymnasium. Sie sind auf diesem Teilstück tatsächlich in steter Unfallgefahr, darum weichen sie auch meist auf die schmalen Gehsteige hinter den Alleebäumen aus. Dieses Teilstück ist bis zur Sterneckstraße ein Nadelöhr, denn weiter zwischen Sterneckstraße und Koschatstraße parken die Autos nur auf der Westseite.“

Die Mandatarin hat bereits im Juni 2012 einen Antrag eingebracht, um die gefährliche Situation zu entschärfen. „Meine Forderung – einseitiges Parken mit Radwegmarkierung – bleibt aufrecht. Das Parken soll zwischen Sterneckstraße und Beethovenplatz nur auf der westlichen Straßenseite gestattet sein. Auf der östlichen Seite soll der Radweg aus der Karnerstraße durchgehend bis zur Tarviser Straße verlängert werden.“

„Ich befürchte, dass diese untragbare Verkehrssituation erst behoben wird, wenn es zu einem Unfall mit Personenschaden gekommen ist. Denn der Antrag wurde im Verkehrsausschuss zwar für gut befunden, aber die Umsetzung vom damaligen Verkehrsreferenten Steinkellner aus Geldmangel auf Eis gelegt. Es geht hier lediglich um den guten Willen, das Aufstellen von Verkehrsschildern und ein bisschen Farbe für die Radwegmarkierung“, so GRin Schmid-Tarmann. Darum wird sie bei der nächsten Gemeinderatssitzung diesen Antrag nochmals einbringen.

Fotos: Schmid-Tarmann

Für mehr Sicherheit am Lendkanal: Grüne fordern Licht-Lückenschlüsse

Klagenfurt (05.06. 2014) Radfahren am Lendkanal kann auf dem schmalen Radweg-Teilstück zwischen Steinerner Brücke und Eisenbahnbrücke aufgrund fehlender Beleuchtung zum gefährlichen Balanceakt werden, macht Gemeinderat Reinhold Gasper aufmerksam. „Mich haben RadfahrerInnen, die die Strecke täglich nutzen, darauf angesprochen. Daraufhin habe ich mich persönlich von der Gefährlichkeit des Abschnittes überzeugt“, so Gasper, der in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Antrag einbringt, das betreffende Teilstück (ca. 120 Meter lang) mit Beleuchtungskörpern auszustatten.

„Eine zusätzliche Gefahr birgt der geringe Abstand von nur 2 bis 2,5 Metern zwischen Bäumen und Gartenzaun. Es ist also durch den Baumbestand und die Bebauung nicht nur finster, sondern auch noch sehr eng, was die Unfallgefahr nochmals erhöht“, warnt Gasper, der sich für eine Entschärfung der riskanten Stelle einsetzt.

Frauenreferentin Stadträtin Andrea Wulz fordert generell „eine durchgehende Beleuchtung auf den wichtigsten Lauf- und Radstrecken in Klagenfurt, um das Sicherheitsgefühl von Frauen zu erhöhen. Mich sprechen immer wieder Freizeitsportlerinnen auf Beleuchtungslücken am Lendkanal oder entlang des  Glanradweges an, die es auszumerzen gilt“, so Wulz. Gemeinsam mit dem Frauenlauf-Club 261 sammelt sie Anregungen und Verbesserungsvorschläge. „Eine Idee wäre die Erstellung einer Karte, ob virtuell oder in Papier, um auf einen Blick zu sehen, wo es beleuchtete, sichere Lauf- und Radwege für Frauen in Klagenfurt gibt“, so Wulz.   

Fotos: R. Gasper

Grüne für moderne Parkraumbewirtschaftung und echte Alternativen

Klagenfurt (28.05. 2014) Das derzeitige Chaos rund um Parkraumbewirtschaftung ist für die Grünen „bezeichnend für die derzeitige Chaos-Politik in Klagenfurt: Im einen Moment verteidigt die FPÖ die Parkraumbewirtschaftung und wirft der Wirtschaftskammer billigen Parkraum-Populismus vor, im nächsten Moment geht man vor der WKO in die Knie und will die Gratis-Stunde Parken plötzlich doch einführen“, kritisiert Grünen-Stadträtin Andrea Wulz den „nicht nachvollziehbaren Zick-Zack-Kurs der FPÖ: Die Klagenfurter Bevölkerung fühlt sich verunsichert und gepflanzt. Da werden auf Zuruf unüberlegte Entscheidungen getroffen, ohne sich vorher ernsthaft über die Konsequenzen Gedanken zu machen, geschweige denn die Vor- und Nachteile abzuwägen und die Bevölkerung mit einzubinden.“

Die Grünen werden der Einführung der Gratis-Parkstunde in Klagenfurt bei der Sondergemeinderatssitzung am Montag nicht zustimmen. „Es kann nicht sein, dass in dieser Stadt nur noch auf Zuruf Politik gemacht wird!“, findet Wulz zum Vorstoß des Bürgermeisters klare Worte. „Gibt es seriöse Untersuchungen oder Studien, die Aufschluss darüber geben, ob der Handel von einer Gratis-Parkstunde tatsächlich profitiert?“, fragt sich die Grün-Politikerin. „Die Grünen bezweifeln, dass durch eine Gratis-Parkstunde der Handel angekurbelt wird. Wahrscheinlicher ist, dass die ohnehin schon raren Parkflächen in der Innenstadt wieder durch Dauerparker verstellt werden. Ärger ist also vorprogrammiert!“ Wulz gibt außerdem zu bedenken, dass eine Gratis-Parkstunde ein Einnahmenverlust bei den Parkgebühren zur Folge hätte. „Gleichzeitig werden aber die Ausgaben für die Parkraumüberwachung durch den ÖWD und das Ordnungsamt nicht geringer. Die Stadt kann sich das in finanziell angespannten Zeiten nicht leisten.“

Wulz betont, dass die Grüne Fraktion für eine moderne Parkraumbewirtschaftung ohne Abzocke steht. „Parkgebühren machen Sinn, wenn gleichzeitig attraktive öffentliche Verkehrsmittel und gut ausgebaute Radwege – also echte Alternativen zum Fortbewegungsmittel Auto – angeboten werden. Leider versagt die Klagenfurter Verkehrspolitik in diesen Punkten seit Jahren. Das ist mit ein Grund dafür, warum die derzeit geltende Parkraumverordnung, die 2009 beschlossen wurde, als Parkterror und nicht als kundenfreundliches Parksystem wahrgenommen wird“, so Wulz. 

Die Verkehrspolitik in der Landeshauptstadt ist „von jahrelangen Versäumnissen und Fehlentscheidungen geprägt. Das reicht von der Streichung des Gratis-Citybusses über das gescheiterte Park & Ride-Konzept bis hin zur Umstellung der STW-Busfahrpläne und der Befürwortung neuer Tiefgaragen, wie aktuell beim  Benediktinerplatz. Was in Klagenfurt seit Jahren fehlt, ist ein Gesamtverkehrskonzept. In boomenden Stadtteilen wie Waidmannsdorf, Viktring oder Welzenegg jagt ein Bauprojekt das nächste, Verkehrskonzept gibt es aber keines – der Unmut in der Bevölkerung wächst“, weiß Wulz.  

Die Grünen fordern angesichts der Parkgebührendiskussion erneut ein attraktiveres Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln und den Ausbau von Rad- und Gehwegen. „Leider wird in Klagenfurt nach wie vor der Autoverkehr forciert, obwohl die moderne Städteplanung in die entgegengesetzte Richtung geht“, bedauert Wulz. „Grüne Vorschläge zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs gibt es zur Genüge – sie werden nur nicht aufgenommen“. So schlug Gemeinderat und Nationalratsabgeordneter Matthias Köchl bereits im Juli 2013 eine Kostenreduktion beim STW-Bus-Jahresticket von derzeit 420 auf 365 Euro vor – nach dem Motto: „1 Euro pro Tag ist genug!“ Weitere sofort zu realisierende Maßnahmen wären die Ausweitung des 60-Minuten-Tickets auf 90 Minuten und der Ausbau der Busspuren. „Der öffentliche Verkehr muss gegenüber dem motorisierten Individualverkehr Vorrang haben!“, so Köchl.

Grüne geben Gas: Zwei Anträge für sicheres Radfahren

Klagenfurt (28.04. 2014) Am 26. April 2014 fand der Aktionstag „Sicher Radfahren“ statt: BürgerInnen fuhren mit dem Fahrrad von Viktring zum Domplatz und überreichten Verkehrsstadtrat Steinkellner eine Petition mit über 400 Unterschriften. Darin aufgelistet: Die „Radfallen“ auf der Strecke.

Die Klagenfurter Grünen, die schon in vielen Anträgen den Ausbau der Radwege, das Schließen von Radweg-Lücken und vor allem mehr Sicherheit für RadfahrerInnen gefordert haben, unterstützen die Initiative. Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann bringt in der morgigen Gemeinderatssitzung zwei Anträge ein, in denen sie ein Radwegekonzept und den Einsatz eines/r Rad- und Fußwegbeauftragten fordert.  „Letztere/r soll als Ansprechperson für FahrradfahrerInnen und zu Fuß Gehende fungieren und das Radwegekonzept umsetzen“, erklärt Schmid-Tarmann, die auch schon lange einen Radweg für die Bahnhofstraße (für die vielen PendlerInnen, die mit dem Rad weiter zur Arbeit oder in die Schule fahren), einen durchgängigen Radweg in der Feldkirchner Straße und einen Radweg in der Jergitschstraße (zum gleichnamigen Gymnasium) fordert.

„Radfahren in Klagenfurt ist ein Dauerthema, das vom zuständigen Referenten Steinkellner leider stiefmütterlich behandelt wird“, kritisiert Schmid-Tarmann. „Die Grünen wollen eine Stadt für Menschen und nicht für Autos. Klagenfurt soll sich zu einer RadfahrerInnen- und FußgängerInnen-freundlichen Stadt entwickeln. Ein durchgängiges Radwegenetz ist das Ziel der Grünen – alle Randbezirke und Naherholungsgebiete sollen gefahrlos mit dem Fahrrad erreicht werden können“, so die Grün-Mandatarin abschließend.