Grüne Klagenfurt

Aufweichung der Parkordnung nicht durchdacht

Irritiert zeigen sich die Grünen über die plötzliche Adaptierung der neuen Parkordnung. „Aus unserer Sicht ist das eine nicht durchdachte 'ho ruck'-Aktion. Wir sollten lieber in den öffentlichen Verkehr und den Ausbau der Radwege investieren!“, findet Stadtrat Frank Frey heute klare Worte.

Seit 6. Februar 2017 gilt in Klagenfurt die neue Parkordnung – und schon wird sie wieder umgeschrieben. „Aus unserer Sicht ist das eine nicht durchdachte 'ho ruck'-Aktion“, sagt Stadtrat Frank Frey, der heute gegen die Änderung der gerade erst vor einem halben Jahr in Kraft getretenen neuen Kurzparkzonengebührenverordnung gestimmt hat. „Mit den Grünen wurde diese Änderung gar nicht erst besprochen“, zeigt sich der Umwelt- und Öffi-Referent irritiert.

„Ich halte es für absolut kontraproduktiv, die neue Parkordnung nach einem halben Jahr schon wieder aufzuweichen. Die Menschen haben sich gerade erst an die neue  Situation gewöhnt“, so Frey, der an das von allen Fraktionen beschlossene Leitbild verweist. „Darin haben wir uns zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Radwege bekannt. In der Stadtsenatssitzung vom 12. September haben wir außerdem die Ausschreibung für ein umfassendes Mobilitätskonzept einstimmig beschlossen. Wenn man jetzt die jetzige Parkordnung in einer Horuck-Aktion wieder aufweicht, um günstige Park-Tagestickets anzubieten, konterkariert das alle Bemühungen zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt.“

Frey/Wulz: Verkehrswende vorantreiben, Umwelt & Gesundheit schützen!

Klagenfurt (12.12. 2014) Neben der Bahnhaltestelle „Klagenfurt West“ wird ab 14. Dezember 2014 einer weiteren langjährigen Grünen Forderung, nämlich die Verbesserung des Netzes der Stadtwerke-Busse im Bereich Waidmannsdorf, nachgekommen. „Seit drei Jahren kämpfen wir dafür. Grundsätzlich begrüßen wir die Erschließung neuer Gebiete, kürzere Fahrwege und den neuen Verkehrsknoten Universität. Nichtsdestotrotz gibt es noch offene Punkte, die es zu klären gilt, u.a. rund um die Errichtung einer zentralen Bushaltestelle im Lakeside Park“, so Umwelt- und Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz.
„Im wachsenden Stadtteil Waidmannsdorf sorgt das große Verkehrsaufkommen für eine negative Umwelt- und Klimaschutzbilanz und gefährdet durch Feinstaub und Lärm die Gesundheit der Menschen, insbesondere die von Kindern und älteren Menschen. Es gibt jedoch ein großes Potenzial, die Menschen zum Umstieg auf umweltverträgliche Fortbewegungsmittel zu bewegen“, ist Wulz überzeugt.

„Es ist höchste Zeit für eine moderne Verkehrspolitik“, betont Gemeinderat und Bürgermeisterkandidat Frank Frey. „Die Linienumstellung in Waidmannsdorf ist ein Schritt in die richtige Richtung“, findet Frey, der weitere Maßnahmen fordert, um die Grüne Verkehrswende voranzutreiben. „Wichtig ist sowohl der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, als auch die Leistbarkeit. Ist man mit dem Bus nicht nur schneller und bequemer, sondern auch günstiger unterwegs, lässt man das Auto stehen“, ist Frey überzeugt.

„Unsere Forderungen: Um 1 Euro pro Tag Busfahren, leicht lesbare Fahrpläne, Ausbau der Busspuren und des Radwegenetzes“, so Frey, der sich auch für eine Verdichtung des Haltestellen-Netzes einsetzt. „Niemand soll in Klagenfurt mehr als 200 bis 300 Meter zur nächsten Bushaltestelle gehen müssen!“

Grüne geben Gas: Zwei Anträge für sicheres Radfahren

Klagenfurt (28.04. 2014) Am 26. April 2014 fand der Aktionstag „Sicher Radfahren“ statt: BürgerInnen fuhren mit dem Fahrrad von Viktring zum Domplatz und überreichten Verkehrsstadtrat Steinkellner eine Petition mit über 400 Unterschriften. Darin aufgelistet: Die „Radfallen“ auf der Strecke.

Die Klagenfurter Grünen, die schon in vielen Anträgen den Ausbau der Radwege, das Schließen von Radweg-Lücken und vor allem mehr Sicherheit für RadfahrerInnen gefordert haben, unterstützen die Initiative. Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann bringt in der morgigen Gemeinderatssitzung zwei Anträge ein, in denen sie ein Radwegekonzept und den Einsatz eines/r Rad- und Fußwegbeauftragten fordert.  „Letztere/r soll als Ansprechperson für FahrradfahrerInnen und zu Fuß Gehende fungieren und das Radwegekonzept umsetzen“, erklärt Schmid-Tarmann, die auch schon lange einen Radweg für die Bahnhofstraße (für die vielen PendlerInnen, die mit dem Rad weiter zur Arbeit oder in die Schule fahren), einen durchgängigen Radweg in der Feldkirchner Straße und einen Radweg in der Jergitschstraße (zum gleichnamigen Gymnasium) fordert.

„Radfahren in Klagenfurt ist ein Dauerthema, das vom zuständigen Referenten Steinkellner leider stiefmütterlich behandelt wird“, kritisiert Schmid-Tarmann. „Die Grünen wollen eine Stadt für Menschen und nicht für Autos. Klagenfurt soll sich zu einer RadfahrerInnen- und FußgängerInnen-freundlichen Stadt entwickeln. Ein durchgängiges Radwegenetz ist das Ziel der Grünen – alle Randbezirke und Naherholungsgebiete sollen gefahrlos mit dem Fahrrad erreicht werden können“, so die Grün-Mandatarin abschließend.