Grüne Klagenfurt

Soziale Nachhaltigkeit „verankern“

Soziale Nachhaltigkeit muss bei der Realisierung öffentlicher Bauvorhaben, insbesondere im sozialen Wohnbau, stärker in den Fokus genommen werden, findet Gemeinderat Elias Molitschnig. „Lebensqualität, soziale Durchmischung und gemeinschaftliche Nutzungsvielfalt fördern das Miteinander und verhindern Wohnghettos.“

„Nachhaltigkeit bei öffentlichen Bauvorhaben, insbesondere im geförderten Wohnbau, betrifft neben ökologischen und ökonomischen auch soziale Kriterien“, ist Gemeinderat Elias Molitschnig überzeugt. „Soziale Nachhaltigkeit bedeutet, dass neben der reinen Gebäudeplanung auch Aspekte, die Menschen zusammenbringen, berücksichtigt werden. Es geht um Orte der Kommunikation, die auch außerhalb der Wohnungen geschaffen werden“, beschreibt Molitschnig, der im April einen Antrag dazu eingebracht hat. „Dieser wurde in der letzten Sitzung des Planungsausschusses positiv behandelt. Die zuständigen Abteilungen sollen nun Vorschläge entwickeln, wie soziale Nachhaltigkeit zum Wohle der Allgemeinheit vorangetrieben werden kann.“

Bei Wohnungsneubauten sind StadtplanerInnen, ArchitektInnen und SoziologInnen  dazu aufgerufen, soziale Nachhaltigkeit zu sichern. „Um eine hohe Lebensqualität und Wohnzufriedenheit zu erreichen, braucht es die Einbindung der künftigen MieterInnen. Nur so können Wohnungen mit durchdachten Grundrissen sowie Freiräume und Gemeinschaftseinrichtungen, die das Miteinander fördern, entstehen.“

Auch bei Gebäudesanierungen spielt soziale Nachhaltigkeit eine große Rolle. „Die Einbindung betroffener MieterInnen bei Veränderungsprozessen bietet die Möglichkeit einer Begegnung auf Augenhöhe. Die Begegnung mit Menschen und deren Bedürfnissen ist ein Garant für soziale Nachhaltigkeit.“

Molitschnig: „Die Art wo und wie wir wohnen, beeinflusst unser Lebensumfeld ganz zentral und sagt viel über das Miteinander in der Gesellschaft aus. Bezahlbaren, lebenswerten Wohnraum zu schaffen, zu erhalten und weiterzudenken, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Politik. Das friedvolle Zusammenleben in einer zunehmend von differenzierten Lebensstilen geprägten Gesellschaft, stellt gegenwärtig eine besondere Herausforderung dar. Deshalb braucht es im sozialen Wohnbau eine sensible Herangehensweise, die sich ganz stark an den MieterInnen orientiert.“

Grüne Aktion: Zeichen gegen Arbeitslosigkeit setzen

Klagenfurt (25.04. 2016) Die Grünen laden am Mittwoch zu einer Aktion vor dem AMS in Klagenfurt ein: „Anlässlich des internationalen Tag der Arbeitslosen wollen wir ein Zeichen gegen Erwerbsarbeitslosigkeit und Armut setzen und auf Grüne Lösungsansätze aufmerksam machen“, so Gemeinderätin Karin Ruppert.

Am 30. April findet wieder der internationale Tag der Arbeitslosen statt.  „Das Thema Erwerbsarbeitslosigkeit ist ein aktuelles und brisantes. Derzeit sind 5.703 Menschen in Klagenfurt arbeitslos und die Zahl der Erwerbsarbeitslosen steigt weiter an. Deshalb wollen wir ein Signal setzen und zeigen, dass es hoch an der Zeit ist, dieses Thema aktiv anzugehen“, erklärt Gemeinderätin und Mitinitiatorin Karin Ruppert.

„Wir kämpfen gegen Erwerbsarbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse und setzen uns für eine faire Verteilung von Arbeit ein. Eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche ist machbar und wäre auch ein wesentlicher Beitrag für eine gerechtere Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern. Armut ist vielfach weiblich, was bedeutet, dass die Verteilung nicht stimmt“, so Ruppert.

Auch gegen die Belastung des Gesundheitssystems durch hohe Krankenstände als Folge des steigenden Arbeitsdrucks müsse dringend etwas unternommen werden. „Das Paradoxe an unserer Gesellschaft ist, dass es die einen ausbrennt, während die anderen zur unproduktiven Arbeitssuche verdammt sind – das ist ein volkswirtschaftliches Eigentor“, findet Ruppert. Die Mandatarin verweist auf die Forderungen und Lösungsansätze der Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen. „Es ist höchste Zeit, Arbeit gerechter zu verteilen!“

Aktion des Grünen Gemeinderatsclubs, der Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen Kärnten/Koroška und der Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen Kärnten/Koroška gegen Erwerbsarbeitslosigkeit und Erwerbsarmut (working poor) zum Tag der Arbeitslosen: Mittwoch, 27. April, 9 bis 11 Uhr, vor dem AMS Klagenfurt, Rudolfsbahngürtel 40. Es werden Bio-Croissants verteilt.

Mehr zu den Forderungen der Grünen & Unabhängigen GewerkschafterInnen Kärnten/Koroška unter http://gruene-ug.at/.

 

 

Grüne fordern rasche Hilfe für die Juno

Klagenfurt (08.09. 2015) Eine rasche Lösung betreffend der Klagenfurter Juno, die aufgrund einer Förderungsverzögerung ums finanzielle Überleben kämpft, fordert heute Gemeinderätin Karin Ruppert. „Im Juni 2015 wurde das Budget der Stadt Klagenfurt beschlossen. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die Jugendnotschlafstelle trotz Zusage bis heute auf ihr Geld wartet“, kritisiert Ruppert. „Hier geht es um junge Menschen in Not. Die Stadt sollte die offene Miete rasch bezahlen!“

„Die Jugendnotschlafstelle trägt wesentlich zur Verringerung der Jugendobdachlosigkeit bei“, unterstreicht Ruppert die Bedeutung der Einrichtung.  „Die Zahl der Jugendlichen, die die Notschlafstelle brauchen, ist in den letzten Jahren angestiegen. Auch Villach hat auf den großen Bedarf reagiert und eben erst eine Notschlafstelle eingerichtet“, weist Ruppert hin, die für „wichtige soziale Einrichtungen Vertragssicherheit“ verlangt. „Es gibt einige Institutionen, die sehr wohl  mehrjährige Verträge haben, um die finanzielle und organisatorische Sicherheit zu gewährleisten. Das wäre auch für die Juno wichtig, die sonst jedes Jahr in der Luft hängen und um ihren Fortbestand zittern muss.“

Abschließend betont Ruppert, dass der Sparstift bei wichtigen sozialen Einrichtungen mit Umsicht angesetzt werden muss, denn: „Die Folgekosten sind für die öffentliche Hand oft viel höher. So fängt die Juno beispielsweise Jugendliche auf, die sonst auf der Straße landen und straffällig werden würden.“

Viele Gründe für ein Grünes Klagenfurt

Klagenfurt (10.02. 2015) Klagenfurt ist reif für einen Grünen Bürgermeister – da sind sich Bürgermeisterkandidat Frank Frey, Stadträtin Andrea Wulz (Listenplatz 2), Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3) und Politik-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Listenplatz 4) einig, die bei der heutigen Pressekonferenz das Grüne Wahlprogramm für 2015 vorstellten. „Ziel ist es, an die großartigen Ergebnisse der letzten drei Wahlen (Landtags-, Nationalrats- und EU-Wahl), wo es die Grünen zur zweitstärksten Kraft in der Landeshauptstadt geschafft haben, anzuknüpfen“, betont Spitzenkandidat Frank Frey, der insgesamt 90 UnterstützerInnen auf der KandidatInnenliste hinter sich weiß. 

Erklärtes Wahlziel sei – neben dem ersten Grünen Bürgermeister – eine Verdoppelung der Gemeinderatsmandate (von fünf auf zehn) sowie zwei Sitze im Stadtsenat. Ganz wesentlich sei den Grünen, unterstreicht Frey, das Transportieren von Inhalten und die langfristige Umsetzung von Zielen, mit denen Klagenfurt lebenswerter, transparenter und bürgerinnenfreundlicher werden soll.

Voraussetzung für die Umsetzung vieler Vorhaben sei ein „saniertes Budget. Es gilt, die Finanzen mit vereinten Kräften auf Vordermann zu bringen“, so Frey, der am „fünf Minuten vor der Wahl“-präsentierten Masterplan von Bürgermeister Scheider kein gutes Haar lässt. „So etwas muss man ernsthaft angehen.“

Als Bürgermeister würde Frey zuallererst für mehr Gemeinderatssitzungen sorgen. Das zwischen zwei Gemeinderatssitzungen gut sieben Monate vergehen und die Stadt quasi handlungsunfähig ist, werde es bei ihm nicht mehr geben, verspricht Frey, der alle zwei Monate eine Gemeinderatssitzung abhalten möchte und einen Sitzungsfahrplan einführen will. „So kann sich jeder der 45 GemeinderätInnen, und da sind sehr viele Berufstätige darunter, inhaltlich darauf einstellen.“

Um die Wirtschaft in Klagenfurt langfristig anzukurbeln und die hohe Arbeitslosigkeit (derzeit ca. 10 Prozent) in den Griff zu bekommen, kündigt Frey eine aktive Betriebsoffensive an. „Wichtig ist es, ein gutes Netzwerk aufzubauen und Kontakte zu nützen.“

Umstrittene Alleingänge und Luftschlösser sollen bei Frey der Vergangenheit angehören. „Wie es nicht sein sollte, sieht man beim Hallenbad neu: Kurz vor der Wahl wird absolut unseriös eine neue Variante präsentiert – ohne den Gemeinderat einzubinden“, so Frey, der auf die Einhaltung demokratiepolitischer Spielregeln pocht. Einem Hallenbad in der Ostbucht erteilen die Grünen eine klare Absage: „Ein Großteil der Bevölkerung will kein Luxusbad in der sensiblen Ostbucht, sondern ein Sport- und Familienbad in der Stadt mit leistbaren Eintrittspreisen“, betont Frey, der die Hallenbad-Eishallen-Kombination am Standort Messeareal aus Energieeffizienz-Gründen für die beste hält.

Bei den Subventionen setzen sich die Grünen für mehr Transparenz ein. „Die Grünen sind für sinnvolle Subventionen, Subventionsentscheidungen gehören aber in den Gemeinderat und somit öffentlich gemacht“, betont Frey.

Ein weiteres Grünes Hauptanliegen ist „der Ausbau der Öffis. Bei unseren Hausbesuchen – und wir haben schon 7.500 in Klagenfurt geschafft – spielt das Thema Öffis eine große Rolle. Derzeit ist das Busnetz einer Landeshauptstadt einfach nicht würdig“, so Frey, der sich für einen Viertelstundentakt und eine intelligente Linienführung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, stark macht. Erfreulich ist die Einführung der Buslinie 60, für die die Grünen 500 Unterschriften gesammelt haben.
Weiterer Schwerpunkt der Grünen ist der Ausbau des Radwegenetzes: „Ein sehr schönes Beispiel ist Wien, wo durch die Verbesserung des Radwegenetzes eine Frequenzsteigerung von 24 Prozent erreicht wurde – das wünsch ich mir auch für Klagenfurt!“ Für eine Belebung der Innenstadt will Frey mehr verkehrsberuhigte Zonen, u.a. sollen Pfarrplatz und Fleischmarkt autofrei sowie ein Teil der Bahnhofstraße vom Durchzugsverkehr befreit werden.

Die amtierende Stadträtin Andrea Wulz (u.a. für Umweltschutz, Listenplatz 2) hebt den Schutz der Ostbucht und des Landschaftsschutzgebietes Lendspitz-Maiernigg sowie die insgesamt 15 EU-Projekte im Bereich Umwelt hervor, die Klagenfurt eine Wertschöpfung von 12 Mio. Euro und große Impulse beschert haben. Im Bereich erneuerbare Energien und Sanierungen braucht es „weitere Impulse, um auch die Wirtschaft anzukurbeln. Die Vorarbeit ist gemacht – diesen erfolgreichen Weg gilt es fortzuführen“, so Wulz.

In den Bereichen Frauen und Familie verweist Wulz auf den erfolgreichen Weg, den Klagenfurt mit dem Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ (als erste Landeshauptstadt in Österreich) bereits in den letzten Jahren gegangen ist und auch in Zukunft – 2015 steht die Rezertifizierung – gehen soll. „12 Maßnahmen wurden begonnen und zum Teil umgesetzt, u.a. der barrierefreie Europapark-Spielplatz oder das Integrationsprojekt Hippy.“ Ein großes Problem, der die Bereiche Frauen und Familie besonders hart trifft, sei „das Versagen von Bgm. Scheider und seinem Personalreferenten Germ in der Budget- und Personalpolitik. Die Verwaltungsreform ist gescheitert, bis dato gibt es kein Personalmanagement!“

„Schönes Wohnen für alle“ fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Listenplatz 3), die sich für leistbaren Wohnraum, der sich bestenfalls zentral und fußläufig in der Nähe von Arbeitsplatz und Schule befindet, einsetzt. „Derzeit stehen 3.000 Wohnungssuchenden ca. 6.000 leerstehenden Wohnungen gegenüber“, zeigt Schmid-Tarmann das Ungleichgewicht auf. Die Gemeinderätin fordert, dass die Stadt wieder selber baut und sich Bauflächen sichert. „Derzeit haben wir das Problem, dass sich Immobilienhaie die letzten freien Flächen, die auf Widmungen aus den 70er Jahren zurückgehen, unter den Nagel reißen und überteuerte Eigentumswohnungen bauen, die sich niemand leisten kann“, so Schmid-Tarmann, die schon seit Jahren vor der drohenden Immobilienblase warnt und mit vielen Bürgerinitiativen, die sich gegen umstrittene Bauprojekte wehren, in Kontakt steht.

Weiters ist Schmid-Tarmann, die sich stets kämpferisch gegen Korruption und Spekulation stellt, die „Erhaltung unserer Lieblingsplätze, wie die Ostbucht, das Kreuzbergl als Erholungswald und seine alten Villen“ ein zentrales Anliegen. „Die gehören ebenso unter Denkmalschutz gestellt wie Lendhafen und Benediktinermarkt“, so Schmid-Tarmann, der der Ensembleschutz am Herzen liegt. Gleichzeitig betont Schmid-Tarmann, dass sie die Stadt aber nicht als Museum, sondern als Lebensraum sieht. „Die Revitalisierung und -Sanierung sowie die Innenstadt-Verdichtung durch Dachgeschoßausbauten muss Priorität haben.“

Jahrelange Forderungen von Schmid-Tarmann im Kulturbereich möchte sie in der nächsten Periode umgesetzt wissen: „Wir brauchen dringend eine öffentliche Bibliothek, ein Stadtmuseum, einen zweiten Saal fürs Volkskino und einen Kulturbeirat wie in Graz. Weiters braucht es mehr Förderungen für die freie Kulturszene, dafür einen Stopp bei Subventionen für kommerzielle Events“, betont Schmid-Tarmann, die auch einen endgültigen Abriss der leidigen Seebühne fordert.

Jahrelang auf Granit biss Schmid-Tarmann (als Vorsitzende des Ausschusses für Kindergärten, Horte und Schulen) bei der zuständigen Schulreferentin Vize-Bgm. Mathiaschitz (SPÖ) mit ihrer Forderung, Bio-Essen in öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und Horte, einzuführen. „Wir wollen 100 Prozent Bio-Essen in den Kindergärten“, so Schmid-Tarmann.

Mit Polit-Neueinsteigerin Margit Motschiunig (Leiterin des städtischen Montessori-Kindergartens „Bunte Knöpfe“, Listenplatz 4) hat sie bei diesem Thema eine Mitstreiterin an ihrer Seite. „Ich weiß aus Erfahrung, dass derzeit viel mit Fertiggerichten gearbeitet wird. Die Gesundheit unserer Kinder muss uns einfach mehr wert sein“, betont Motschiunig, die das Thema Bildung als Schwerpunkt ihrer künftigen Gemeinderatstätigkeit sieht. „Klagenfurt braucht eine starke Bildungsoffensive“, betont Motschiunig, die im Kindergartenbereich verstärkt die Schwerpunkte Sprachen und Naturwissenschaften einbauen möchte und sich für fix angestellte Native Speaker stark macht.

Ein zentrales Anliegen ist Motschiunig „der  Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kindergartenplatz. Es kann nicht sein, dass eine Familie mit drei Kindern derzeit 600 Euro zahlen muss.“ Weiters ist Motschiunig eine Ausdehnung der Öffnungszeiten bei städtischen Kindergärten ein wichtiges Anliegen: „Viele Mütter sprechen mich auf das Problem an. Die Kindergärten müssen von 6 bis 18 Uhr geöffnet sein“, so Motschiunig, die sich auch für einen ganzjährigen Betrieb einsetzt. „Derzeit hat nur ein städtischer Betrieb im August geöffnet. Ziel muss es sein, dass in jedem Kindergarten ganzjährig  zumindest eine Gruppe geöffnet hat.“

Ein weiterer Schwerpunkt von Motschiunig ist die Jugendarbeit. „Die Grünen fordern mehr Geld für Streetworker und FamilienintensivbetreuterInnen anstelle eines unnützen Ordnungsamtes, das sich um Hunde und Parkscheine kümmert.“

Fotos: Die Grünen Kärnten/Günter Krammer

Wulz: Drohende EKiZ-Schließung zeigt falsche Prioritätensetzung beim Sparen

Klagenfurt (04.12. 2014) Im April feierte das Eltern-Kind-Zentrum noch sein 25-Jahr-Jubiläum, jetzt steht der Verein vor dem Aus. „Bürgermeister Scheider kann das EKiZ anscheinend nicht mehr finanziell unterstützen“, bedauert Familienreferentin Andrea Wulz. „Das EKiZ ist eine der ältesten Einrichtungen für werdende Eltern und Eltern mit Kindern im Kleinkindalter. Im EKiZ erfahren Eltern und Kinder sanfte Begleitung, haben die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen“, hebt Wulz hervor. Die Stadträtin würde eine Schließung dieser wertvollen sozialen Einrichtung sehr bedauern.

„Die Situation ist komplex: Nicht nur die Miete ist das Problem. Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Die Zahl der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ist gesunken, notwendige Modernisierungs- und Investitionsmaßnahmen sind seit Jahren budgetär nicht drin. Ab 2016 wird Barrierefreiheit gefordert, was heißt, dass entweder ein Umbau oder neue Räumlichkeiten her müssen. So geht es vielen Vereinen im Sozialbereich “, so Wulz, die hofft, dass die Schließung des EKiZ noch irgendwie abgewendet werden kann. „10.000 Euro würden genügen, damit sich der Verein neu aufstellen kann.“

Die Familienreferentin spart nicht mit Kritik an der Prioritätensetzung des freiheitlichen Sparkurses: „Auf der einen Seite gibt der Bürgermeister das Geld bedenkenlos aus  – wenn ich an seinen verschwenderischen Umgang mit den Repräsentationsmitteln denke, oder die Seebühne, die die Freiheitlichen im Alleingang um 60.000 Euro angekauft haben. Nicht nachvollziehbar ist auch, wenn kommerzielle Veranstaltungen wie die Starnacht oder Kirchtage subventioniert werden, während im Sozialbereich gekürzt wird“, bemängelt Wulz, die bei den Wertigkeiten ein „Umdenken“ fordert.

Grüner Erfolg: 1. Kassen-Frauenärztin in Klagenfurt

Klagenfurt (24.09. 2014) Auf die Einrichtung von Kassenstellen für Frauenärztinnen in Klagenfurt pocht Stadträtin und Grünen-Clubobfrau Andrea Wulz seit vielen Jahren. Gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Klagenfurt und der Klagenfurter Frauenplattform forderte die Frauenreferentin die Ärztekammer immer wieder auf, aktiv zu werden und Frauen den Weg frei zu machen. „Ich freue mich sehr, dass eine langjährige Forderung endlich erfüllt und dem dringenden Bedürfnis von Klagenfurter Frauen und Mädchen nach Frauenärztinnen mit Kassenstellen entsprochen wird“, so Wulz, die der ersten Gynäkologin mit Kassenvertrag, Dr. Anna Vouk-Zdouc, die mit 1. Juli 2014 ihre Ordination in der Priesterhausgasse 8/2 in Klagenfurt eröffnete, gratulierte. „Eine weitere Frauenärztin mit Kassenvertrag wird voraussichtlich noch heuer im Herbst dazu kommen“, kündigt Wulz an. „Neben dem gynäkologischen Ambulatorium der Kärntner Gebietskrankenkasse, wo Versicherte aller Krankenversicherungsträger auch schon bislang die Möglichkeit hatten, sich von einer Frauenärztin untersuchen zu lassen, sind die beiden neuen Kassen-Gynäkologinnen ein weiteres wichtiges Angebot für Patientinnen und ein Schritt in die richtige Richtung.“

Nach der ersten Frauennotschlafstelle Kärntens, die letztes Jahr mit Hilfe des Landes im Hilda-Schärf-Haus in Klagenfurt realisiert werden konnte, ist die erste Kassen-Frauenärztin in der Landeshauptstadt ein weiterer Meilenstein in Klagenfurts Frauenpolitik. „Es ist schön, wenn der langjährige Einsatz Früchte trägt und frauenpolitische Forderungen umgesetzt werden“, so Wulz abschließend.

Grünen-Stadträtin Andrea Wulz: Mehr Frauen in die Politik!

Klagenfurt (22.08.2014) Um mehr Frauen für politische Arbeit zu begeistern, müssen konkrete Maßnahmen gesetzt werden, betont heute Frauenreferentin Stadträtin Andrea Wulz (Die Grünen). „Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Der Bund ist dazu aufgerufen, für eine einheitliche sozialrechtliche Absicherung zu sorgen und die massiven Benachteiligungen von KommunalpolitikerInnen abzustellen. Dass es weder Krankenstand, Urlaub noch Arbeitslosengeld gibt, ist nämlich vor allem für Frauen ein großes Hindernis“, unterstreicht Wulz. „Eine alleinerziehende Mutter kann es sich schlicht und einfach nicht leisten in die Politik zu gehen. Aber auch junge Frauen, die einmal Mutter werden möchten, schreckt die fehlende Karenzregelung ab. Das heißt, dass hier ein Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern entsteht, da fähige, oft gut ausgebildete Frauen von vornherein für politische Ämter ausscheiden. Das wirkt sich natürlich auf die politische Präsenz von Frauen aus“, bedauert Wulz.

„Es gibt so viele engagierte Frauen, die Interesse daran haben, in die Politik zu gehen. Die fehlende soziale Absicherung darf sie nicht daran hindern!“, fordert die Grün-Politikerin und verweist auf die „unverzichtbare Beteiligung von Frauen auf kommunaler Ebene. Nur wenn Frauen in Gremien gleichberechtigt vertreten sind, werden die Interessen und Bedürfnisse von Frauen entsprechend berücksichtigt“, so Wulz, die das Thema auch in der nächsten Sitzung des Frauenausschusses des österreichischen Städtebundes einbringen wird.

Essbare Stadt: Grüne fordern rasche Umsetzung von parteiübergreifendem Beschluss!

Klagenfurt (25.06. 2014) Im Stadtgartenausschuss wurde der Antrag „Essbares Klagenfurt – die Gartenstadt am Wörthersee“ positiv behandelt, VertreterInnen aller Parteien befürworten die Initiative von Grünen-Gemeinderat Matthias Köchl. Im Gemeinderat wurde der Antrag ebenfalls parteiübergreifend beschlossen. „Dass der zuständige Stadtgartenreferent den Beschluss jetzt blockiert, ist schade und nicht nachvollziehbar“, kritisiert Grünen-Clubobfrau Andrea Wulz. „Leider werden in Klagenfurt innovative Ideen oft aus parteipolitischem Kalkül gebremst. Germ wäre gut beraten, die politische Mehrheitsmeinung zu respektieren und sich als zuständiger Referent an die Umsetzung zu machen, was seine Aufgabe ist“, so Wulz abschließend.

 

Grüne: Mehr Gemeinschaftsgärten für Klagenfurt!

Klagenfurt (07.05. 2014) Auf über 120 Beeten gärtnern im Franz von Sales-Garten in Waidmannsdorf Menschen aus 15 Nationen. „Die Beete sind ausgebucht und es gibt eine lange Warteliste“, weiß Grünen-Stadträtin und Umweltreferentin Andrea Wulz. Der Gemeinschaftsgarten der Pfarre St. Josef bietet Menschen, die in der Umgebung wohnen, die Möglichkeit, sich ein Stück Natur zu pachten und ihr eigenes Obst und Gemüse zu ziehen. „Der Franz von Sales-Garten ist ein Ort der Freude, Ruhe und Muse, aber auch des Austausches und Dialoges“, erklärt Wulz, die sich bereits seit vielen Jahren für Gemeinschaftsgärten in der Stadt einsetzt. „In Gemeinschaftsgärten wächst eben nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch die Gemeinschaft. Das soziale Miteinander wird gefördert.“

Gemeinschaftsgärten übernehmen in urbanen Lebensräumen wichtige soziale, kulturelle und ökologische Funktionen. „Gärten in der Stadt sind auch Lebensräume für Insekten, Schmetterlinge und Vögel“, betont Umweltreferentin Wulz, die weitere Gemeinschaftsgärten in Klagenfurt initiieren möchte. Um zu prüfen, welche Grundstücke sich dafür eignen würden, lädt Wulz bereits nächste Woche VertreterInnen aller zuständigen Abteilungen (Umwelt, Stadtplanung, Stadtgarten, Liegenschaften und Verkehr) zu einem runden Tisch ein. „Mein Ziel ist, dass die Stadt Klagenfurt in allen Stadtteilen Gemeinschaftsgärten initiiert, denn: Gemeinschaftsgärten sind öffentliche Orte der Begegnung, des gemeinschaftlichen und solidarischen Handelns“, fasst Wulz zusammen.

Die Stadt Wien fördert unter dem Motto „gemeinsam garteln verbindet“ derzeit beispielsweise 33 Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten. Ein weiteres Paradebeispiel eines Gemeinschaftsgartens in der Nähe von Klagenfurt ist der interkulturelle Frauen- und Gemeinschaftsgarten in Ebenthal/Priedl, den es seit 2008 auf einem ehemaligen Bauernhof-Gelände gibt. „Dort bemüht sich ein engagiertes Team mit Garten-Kochtagen, Workshops, Sprachtraining und Feiern um Integration und ökologischen Anbau“, lobt die Stadträtin.

Start des Projektes ELOG: Leise und abgasfreie Lieferungen

Vom offiziellen Start des Projektes „E-LOG“, einem Förderprogramm des österreichischen Klima- und Energiefonds, berichtete Umweltreferentin Andrea Wulz in der heutigen Stadtsenatssitzung. Am Montag fand dazu bereits eine Pressekonferenz mit allen PartnerInnen statt. „Nach dem Individualverkehr mit dem Projekt CEMOBIL folgt die Wirtschaft mit E-LOG. Die Firmen, die auf Elektroautos setzen, werden mit bis zu 7.000 Euro pro Fahrzeug unterstützt“, so Wulz, die auf die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile für Firmen verweist.

Insgesamt sollen 200 E-Fahrzeuge für Gewerbetreibende zur Lieferung von Waren und Dienstleistungen initiiert sowie 200 Ladeboxen bei Betrieben installiert werden. Weiters werden eine Betriebsanlage mit Werkstätte für das Fuhrparkmanagement sowie ein E-Logistikzentrum beim Flughafen von Klagenfurt installiert. Die Warenlieferung soll mittel E-Nutzfahrzeugen und dem „CityLog“ in die Innenstadt erfolgen. „Mit E-LOG wird die Lebensqualität in Klagenfurt weiter verbessert“, freut sich Wulz. „Der Strom für die E-Fahrzeuge wird ebenfalls umweltschonend produziert. Dafür wird ein Photovoltaik-Kraftwerk auf den Dächern des Klinikums Klagenfurt errichtet“, so Wulz.
Alle Infos zum Projekt E-LOG unter
www.elog-klagenfurt.at.

Grüne: Mozartheim für Studierende erhalten!

Klagenfurt (07.05. 2014) Das Mozartheim hat einen neuen Betreiber: „Wir begrüßen, dass mit der Akademikerhilfe ein professioneller Betreiber für das Studentenheim gefunden worden ist“, nimmt heute Grünen-Stadträtin und Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz zu den neuesten Entwicklungen Stellung. Den Kauf durch eine Bau- und Immobilienfirma sehen die Grünen jedoch kritisch: „Die Gefahr ist groß, dass das Studentenheim nach Ablauf der 10-Jahres-Frist, in der es für Studierende bestehen bleiben muss, abgerissen wird und wiederum Luxus-Eigentumswohnungen gebaut werden, die gewinnbringend verkauft werden können. Das Grundstück befindet sich in bevorzugter Lage, in Uni- und Seenähe, und wird in zehn Jahren wohl noch eine Wertsteigerung erfahren. Außerdem ist es auf Bauland/Wohngebiet gewidmet, was bedeutet, dass der Eigentümer keine neue Widmung benötigt, um Wohnungen zu bauen“, warnt Wulz.

Die Klagenfurter Grünen fordern, dass das Mozartheim auch nach Ablauf der 10-Jahres-Frist als Studentenwohnheim erhalten bleibt. „Die Studierenden sind auf günstige Heimplätze angewiesen. Ein Zimmer in einem Studentenheim ist um einiges günstiger als eine Wohnung“, betont die Wissenschaftsreferentin. „Die Stadt muss alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das Studentenheim zu erhalten – damit es nach zehn Jahren nicht eventuell Geschichte ist!“