Grüne Klagenfurt

Neuner-Areal: eine grosse Chance für die Stadtentwicklung

GR DI Elias Molitschnig sieht in der Entwicklung und Neu-/Umgestaltung des Neuner-Areals eine architektonische Jahrhundertchance für Klagenfurt. Stadt muss weiter in die Zukunft gedacht werden. Reine „Schlaf-Siedlungen“ und Geschichtsauslöschung mit der Abrissbirne sind keine Optionen für eine zukunftsorientierte Kommunalpolitik.

„Die Stadtplaner stehen vor einer reizvollen, aber auch schwierigen Aufgabe“, stellt GR Elias Molitschnig fest. „ein historischer Ort, eine Besonderheit Klagenfurts,  das Areal der ehemaligen Lederfabrik Neuner, gilt es bestmöglich behutsam weiterzuentwickeln und mit Neuem zu verbinden. Die Stadt Klagenfurt hat, im Jahre ihres 500er Jubiläums, eine Jahrhundertchance, sich in die Architekturgeschichtsbücher Europas einzutragen. Ähnlich der ‚Butcher Area‘ (Kødbyen) Kopenhagens und dem Nordhavn-Viertel kann auch auf diesem, mehr als 6 Hektar großen, Areal ein neuer Stadtteil mit Wohnungen, Büros, Geschäften und Lokalitäten entstehen, der sich auch weiterhin als Besonderheit in diesem Stadtteil behaupten kann!“

„Hier ist Mut gefragt, von den Verantwortlichen und von den Stadtplanern“, so Molitschnig weiter „sonst droht uns wieder ein reiner Wohnpark mit dem die Identität des Ortes vollkommen ausgelöscht wird. Gesichtslose Wohnbauten formen keine Stadt, ein Beweis dafür sind diverse Neubauten. Reine Monostrukturen im privaten und gemeinnützigen Wohnbau sollen tunlichst vermieden und durch verschiedene Wohn- und Dienstleistungsnutzungen abgelöst werden. Speziell Erdgeschoßzonen sollen im direkten Übergang zum öffentlichen Raum mit Gemeinschafts-, Handels- und Dienstleistungsangeboten belebt werden. Die Stadt ist  weiterzudenken - was werden wir dort in Zukunft brauchen, wie kann die vorhandene, besondere Baustruktur weitergedacht werden? Welche Besonderheiten gibt es darüber hinaus?“

Beim Neuner-Areal würde sich die Einbindung des Glan-Flusses und Ausweitung in den Park im Norden der Liegenschaft anbieten. Welche Rahmenbedingungen muss die Stadt vorgeben damit ein abwechslungsreicher Stadtteil mit Aufenthaltsqualitäten entsteht? Welche Anreize von Seiten der Stadt braucht es, damit der Eigentümer mehr vom Bestand der Lederfabrik in seine zukünftigen Überlegungen aufnimmt?

„Flächenwidmungs- und Bebauungsplan sind kein Freibrief für sämtliche Bebauungen, vielmehr sind sie ein wichtiges Steuerungsinstrument und sollen mit Bedacht auf das Gemeinwohl verhandelt und beschlossen werden“, konstatiert Molitschnig. „Ebenso dürfen, im Planungsverfahren, keinesfalls Teile der Liegenschaft separat behandelt werden, hier gilt es die gesamte Fläche im Rahmen eines mehrstufigen städtebaulichen Wettbewerbsverfahrens zu entwickeln und in Abstimmung mit den Besitzern der Liegenschaft müssen ideale Rahmenbedingungen geknüpft werden. Und die Stadt ist verpflichtet, den bereits im Stadtentwicklungskonzept 2020 beschlossenen Gestaltungsbeirat einzuberufen!1

„Am Beginn meiner Amtszeit habe ich, als ersten Schritt, die Umweltabteilung der Stadt in Abstimmung mit der des Landes die weiteren Schritte prüfen lassen. Die, wie die Ergebnisse zeigten, notwendige Sanierung, mit der heuer begonnen wird, ist die Voraussetzung für die Neuplanung des Stadtteils. Wir können es als grünen Erfolg werten, dass hier endlich was weitergeht.“ stimmt Frank Frey zu. „Nicht nur weil es in mein Ressort fällt, bin ich ein Beschützer des Grünraums in der Stadt. Die Erhaltung des Raumes zwischen den Gebäuden ist genauso wichtig, wie die Schaffung von neuen Wohn- und Geschäftsflächen.“

1 Auszug STEK 2020: „Zur Sicherstellung hochwertiger städtebaulicher Konzepte und qualitativer Architektur sollen größere Bauvorhaben künftig von einer unabhängigen Expertengruppe geprüft werden. Seitens der Stadtplanung und der Baurechtsabteilung sind hierfür entsprechende Verfahrensbestimmungen zu entwickeln.“

Intelligente Stadtentwicklung kann den Folgen von Unwettern vorbeugen

GR DI Elias Molitschnig sieht einen Zusammenhang zwischen den Folgen der Unwetter und der Art und Weise wie Stadtentwicklung und -planung heute noch betrieben wird. Er stellt die Nutzung und Revitalisierung von bereits aufgeschlossenen Flächen den Neuwidmungen gegenüber und kommt zu dem Schluss, dass leider zu oft die Natur, die Menschen und auch die Stadt als sozialer Lebensraum für die Wirtschaft geopfert werden.

Sintflutartige Regengüsse und Unwetter, wie sie in der letzten Zeit immer häufiger werden, stellen die Städteplaner vor neue Aufgaben. „Aber sind diese Probleme wirklich so neu? Oder haben die Verantwortlichen diesen Aspekt nur zu oft anderen Bestrebungen geopfert?“ fragt sich GR Elias Molitschnig, stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadt Klagenfurt. „Es werden immer wieder mit dem Totschlagargument des wirtschaftlichen Interesses, alle Bedenken im Sinne des Umweltschutzes und auch stadtplanerische Zielsetzungen kurzerhand ausgehebelt. Aus dem Leitbild der Stadt geht klar hervor, dass die Lebensqualität von Klagenfurt das, von der Bevölkerung, höchst geschätzte Gut ist. Ich vermisse oft das klare Bekenntnis zu diesem Leitbildgedanken, bei Entscheidungen in den politischen Gremien der Stadt.“

Aus Molitschnigs Sicht müsste es in der Stadtplanung einen Paradigmenwechsel geben. „Innenentwicklung soll vor Außenentwicklung gestellt werden, d.h. bereits aufgeschlossene Flächen und Industriebrachen sind als bevorzugtes Gelände zu betrachten, bevor man sich entschließt Neuwidmungen durchzuführen.“ spezifiziert Molitschnig und bekräftigt seinen persönlichen Zugang zum Thema Stadtentwicklung. „Normalerweise sollten immer die unwiederbringlichen Dinge die oberste Priorität haben, Naturschätze, Landschaft, historische und für das Selbstverständnis einer Stadt wichtige Bauten. Das alles macht die eigentliche Lebensqualität eines Siedlungsraumes aus. Und dem sind alle anderen Interessen unterzuordnen. So sehen es leider nur die wenigsten. Was herauskommt wenn man der Natur nicht mit Respekt begegnet, offenbart sich dann als über die Ufer getretene Flüsse und, im urbanen Gebiet, überschwemmte Keller und Grundstücke. Alles Zeichen unbedarfter Stadtentwicklung. Beim Thema Hochwasserschutz wird immer noch zu sehr auf rein technische Umsetzungen vertraut. Die, nicht zielführende, Begradigungen von Flussläufen kann nur von einer intelligenten, naturnahen Gestaltung dieser Lebensräume abgelöst werden, um nachhaltig eine Verbesserung der Maßnahmen des Hochwasserschutzes zu bewirken.“

„Vieles, von dem was in Vergangenheit falsch gemacht wurde, können wir natürlich nicht ausmerzen, aber wir können Lebensqualität erhalten, verbessern und Fehler dort beheben wo es uns möglich ist“, so Molitschnig weiter. „Eine große Chance steckt im Areal der ehemaligen Lederfabrik Neuner. Die ca. 6,5ha große Fläche wird eben von den Altlasten befreit und es ist hoch an der Zeit sich folgende Fragen zu stellen: Wie wird dieses Gebiet wieder zu einem Teil der Stadt? Wie wollen wir das Gebiet zu einem lebendigen Stadtteil entwickeln, fern der Art typischer Wohnburgen ohne jeglichen Raum für soziale Interaktion? Welche Teile der vorhandenen Industriearchitektur können und müssen wir erhalten, um die Identität dieses Ortes auch für unsere Nachkommen erlebbar zu machen?“ Oftmals entscheiden sich Planer, in der Überzeugung Neubau sei billiger als Altbausanierung, für den Abriss von reizvollen „Baudenkmälern“ ohne zu berücksichtigen wieviel „graue Energie1“ in dem Bestand bereits enthalten ist. Im Sinne des Klimaschutzes zählt diese sehr wohl mit zum ökologischen Fussabdruck.“

„Wir finden in Klagenfurt leider immer wieder Beispiele, wie achtlos mit prägenden Bauten umgegangen wird. Eines ist die Schleifung des, als „Mauthner Markhof Areal“ bekannten, Gebäudeensembles im Stadtteil Fischl. Was die wenigsten wissen, nach Siegmund Fischl, dem ursprünglichen Gründer und Fabriksbesitzer, ist der Stadtteil benannt. Da hätte man sicher sensibler vorgehen können.“

„Es wird Zeit, dass sich eine ganzheitliche Sicht in den Bereichen Stadtentwicklung und -planung durchsetzt, denn jede Veränderung im Lebensraum, jeder Neubau, stellt einen Eingriff in die Natur, in das Leben der BewohnerInnen, in die Stadt und ihre Geschichte dar. Veränderungen sind dann nachhaltig, wenn durch sie ein Mehrwert für alle Beteiligten entsteht“, so Molitschnig abschließend.

1 Als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird. Dabei werden auch alle Vorprodukte bis zur Rohstoffgewinnung berücksichtigt und der Energieeinsatz aller angewandten Produktionsprozesse addiert. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Graue_Energie)

Endlich: Grünes Licht für Aufwertung von Viktring

Die Grünen freuen sich über das Bestreben der Reformpartner, Viktring einen Ortskern zu geben. Hierfür wurden bereits zahlreiche Grüne Vorschläge zur Aufwertung des wachsenden Stadtteils gemacht, die nun bei den Planungen berücksichtigt werden sollten. Wichtig ist den Grünen die aktive Einbindung der Bevölkerung, eine umfassende Stadtteilentwicklung für das Gemeinwohl, eine Veranstaltungs-Mehrzweckhalle für die Jugend und Gemeinschaftsgärten.

„Viele Jahre wurde Viktring von der Politik vernachlässigt“, erinnert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die in regelmäßigen Abständen Anträge und Anfragen zur Aufwertung des rasch wachsenden Stadtteils eingebracht hat. „Ob die Sanierung des maroden Gemeindezentrums, in dem nur noch drei Veranstaltungen pro Jahr zugelassen werden, die Nachnutzung des ehemaligen Freizeitzentrums Atrium, das sich nun schon seit über drei Jahren im Besitz der Landeshauptstadt befindet und ungenutzt brach liegt, oder die Schaffung von Freizeitmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen – immer wieder haben die Grünen den großen Handlungsbedarf in Viktring, gerade was einen attraktiven Treffpunkt für die Jugend betrifft*, thematisiert“, so Schmid-Tarmann, die von Parteikollegen Gemeinderat Elias Molitschnig unterstützt wird: „Viktring benötigt identitätsstiftende Orte der Gemeinsamkeit, eine stärkere Belebung des Grünraums und ein Zentrum.“ Dafür soll, unter Einbindung der BürgerInnen, ein detailliertes Entwicklungskonzept in Form eines kooperativen Planungsverfahrens erarbeitet werden, so Molitschnig. „Um die Verkehrsproblematik in Viktring in den Griff zu bekommen und die Aufenthaltsqualität des Platzes zu verbessern, soll die Platzgestaltung über die bestehende Fahrbahn erfolgen und somit als „Verkehrsbremse“ für den Individualverkehr fungieren.“

„Wir freuen uns sehr, dass nun auch unsere Koalitionspartner die Dringlichkeit des Themas erkannt haben und ein Gesamtkonzept ausarbeiten möchten“, freuen sich Schmid-Tarmann und Molitschnig unisono. Dass das alte Atrium abgerissen und einem neuen, großen Platz weichen soll, ist für die Grünen ein logischer Schritt: „Natürlich wäre es schön, den 1.800 Quadratmeter großen, unterirdischen Komplex wieder als Indoor-Freizeiteinrichtung wieder zu beleben, doch die Sanierungskosten sind einfach zu hoch“, so Schmid-Tarmann, die allerdings zu bedenken gibt, dass das Gemeindezentrum, auch nach einer Sanierung, nicht alle Bedürfnisse aus der Bevölkerung abdecken kann.

„Aus meiner Sicht braucht es zusätzlich noch eine Veranstaltungs-Mehrzweckhalle“, denkt die Mandatarin an die Jugend. „Nahe der Keltenstraße, gegenüber der Kleingartenanlage, verfügt die Stadt Klagenfurt über ein sieben Hektar großes, für eine Freizeitanlage gewidmetes Grundstück. Dass dort ein Gemeinschaftsgarten entstehen soll, ist bereits beschlossen. Außerdem liegt seit 2003 ein fix-fertiger Entwurf für eine Freizeitanlage** auf diesem Areal in der Schublade, der auf seine Umsetzung wartet“, erinnert Schmid-Tarmann.

Molitschnig betont nochmals die Einbindung der BürgerInnen: „Die zuständigen Abteilungen sollen einen BürgerInnenbeteiligungsprozess in die Wege leiten und basierend auf den Ergebnissen Lösungsvorschläge zur Stadtteilentwicklung erarbeiten. Diese sollen dann nach Rücksprache mit den zuständigen Ausschüssen und Gremien die Grundlage für einen Architekturwettbewerb bilden.“

Anhang:
Anfrage 12-2017 Atrium - Juni II - EST
Antrag 003-2017 - Freizeitpark Viktring - 2.2.17 - EST
Antrag 007-2017 - Stadtteilent. Viktring - 2.2.17 - EM
'Antrag 009-2015 Stadtquartiere der Zukunft 23.06.2015-Elias
Antrag 035-2016 - GZ Viktring - 20.9.2016 - EST

Infos:

* In Viktring war das Leben für Junge noch vor wenigen Jahren attraktiver: Es gab das Sport- und Freizeitzentrum „Atrium“, im Gemeindezentrum fanden Bälle und Veranstaltungen statt und es gab noch den „Marhof“ (gegenüber dem Stiftgymnasium), der ein beliebtes Veranstaltungszentrum und Treffpunkt der Jugend war. Der „Marhof“ musste einem Wohnkomplex weichen, was ein großer Verlust für die Jugendlichen darstellte. Das „Atrium“ ging in Konkurs, nach einem langjährigen Rechtsstreit ersteigerte schließlich die Landeshauptstadt Klagenfurt den Gebäudekomplex. Ein gefordertes Jugendzentrum scheiterte an Protesten der AnwohnerInnen.

** „Der damalige Vizebürgermeister Ewald Wiedenbauer hat bereits damals die Errichtung eines Freizeitparks für den bevölkerungsreichen Stadtteil Viktring angekündigt. Mit Landschaftsplanerin DI Lilli Licka hat der damalige Stadtgartenreferent den BewohnerInnen in zwei Bürgerversammlungen ein Rohkonzept präsentiert, das sehr gut angekommen ist. Es waren Bereiche für Skaten, Volleyball, eine große Wiese und Ruhezonen geplant – auch der Kehrbach sollte integriert werden. Bis 2006 hätte die Anlage um ca. 700.000 Euro etappenweise umgesetzt werden sollen“, so Schmid-Tarmann, die an Bürgermeisterin Mathiaschitz appelliert, ein solches Projekt für die Kinder und Jugendlichen in Viktring zu unterstützen. „Die geschätzten Kosten betragen nur in etwa das Doppelte der Summe von 300.000 Euro, die 2016 für einen Kunstrasen am Fußballplatz in Welzenegg aufgebracht wurden“, merkt die Mandatarin an. „Ein Freizeit- und Erholungspark wäre eine enorme Aufwertung für den Stadtteil und die Lebensqualität der Viktringer Bevölkerung. Es geht um Bewegung, Fitness, Kommunikation und Erholung im Grünen – für Jung und Alt.

Vorrang für FußgängerInnen und RadfahrerInnen

GR Elias Molitschnig freut sich über die Umsetzung seines Antrages in der Waidmannsdorfer Straße. Die bestehende Brücke über die Glanfurt wird für RadfahrerInnen und FußgängerInnen verbreitert. In einem aktuellen Antrag schlägt Molitschnig vor, bei technischen Infrastrukturmaßnahmen verstärkt auch auf die räumliche Qualität zu achten.

In der Gemeinderatssitzung vom 3. Oktober wurde die  Verbreiterung der bestehenden Brücke über die Glanfurt (auf Höhe Ponderosa) um einen Fuß- und Radweg einstimmig beschlossen. „Es freut mich sehr, dass für die RadfahrerInnen und FußgängerInnen eine Lösung gefunden wurde. Durch die Verbreiterung der Brücke wird die Einsehbarkeit verbessert und ein gefahrloses Überqueren der Waidmannnsdorfer Straße ermöglicht“, so Molitschnig, der in seinem Antrag (siehe Anhang) auf die zum Teil sehr gefährlichen Verkehrssituationen an besagter Stelle hingewiesen und eine Entschärfung der Kreuzung gefordert hat. „Die RadfahrerInnen und FußgängerInnen bekommen nun Vorrang gegenüber dem motorisierten Individualverkehr. Wir Grüne setzen uns für Lückenschlüsse bei Radwegen und sanfte Wegeverbindungen ein.“

In der letzten Gemeinderatssitzung* verwies Molitschnig auch auf seinen aktuellen Antrag (siehe Anhang), in dem er fordert, dass die Stadt nicht nur im Hochbau, sondern auch bei technischen Infrastrukturmaßnahmen räumlich und landschafts-gestalterisch sensibel vorgehen soll. Bei Projekten im Tiefbau, bei Brückenbauten, Leitungsüberführungen von Flüssen, Ampelanlagen, Kanalwartungsschächten u.v.m. solle nicht nur auf die Erfüllung technischer Anforderungen geachtet werden, sondern auch auf eine entsprechende räumliche Qualität bzw. Ästhetik.

GemeinderatsTV: Die Wortmeldung von GR Elias Molitschnig

2 Anträge:

-      „FußgängerInnen- und RadfahrerInnen-Übergang Ecke Waidmannsdorfer Straße/Sattnitzradweg (Ponderosa), 2. Februar 2017

-      „Räumliche Qualität technischer Infrastruktur heben“, 3. Oktober 2017

 

Molitschnig: Kritik an Vorgehensweise bei ÖDK-Projekt

GR Molitschnig – Gestaltungsbeirat soll Bauvorhaben begleiten

Im Vorfeld des heutigen Runden Tisches zum Klagenfurter ÖDK-Gebäude meldet sich der Klagenfurter Grünen-Gemeinderat Elias Molitschnig mit Kritik an der geplanten Vorgehensweise zu Wort: „Das ÖDK-Projekt ist ein bedeutendes städteplanerisches Vorhaben unserer Landeshauptstadt, das an einer der wichtigsten Stadteinfahrten liegt. Umso wichtiger ist eine umsichtige und nachhaltige Planung“, so Molitschnig.

Die landschaftlichen Besonderheiten des Areals, der markante ÖDK-Bestand sowie die Einbeziehung des Bahnhof-West sollten daher dringend in eine städtebauliche Gesamtüberlegung einfließen. Dies sei bisher nicht passiert, erklärt Molitischnig: „Der Stadtteil im Westen Klagenfurts muss ganzheitlich betrachtet und entwickelt werden. Es reicht nicht, scheibchenweise Grundstücke abzuschneiden und diese einfach mit Wohnbauten zu verwerten“.

Kritik übt Molitschnig auch am Architektur-Wettbewerb für dieses Areal, der ohne Absprache mit der Architektenkammer ausgetragen wurde: „Die Kammer ist ein Garant für eine unabhängige Begleitung des Projekts, für eine unabhängige Jury und für ein faires und transparentes Verfahren. Es ist völlig unverständlich, dass man dieses Verfahren ohne die Kammer durchziehen möchte“. Molitschnig fordert daher eine Öffnung des Verfahrens, um das ÖDK-Areal in einem breiteren Kontext planen zu können: „Klagenfurt sollte mit diesem wichtigen Projekt einen städtebaulichen Mehrwert bekommen, von dem die Klagenfurter Bevölkerung auch wirklich profitiert“, so der Grünen-Gemeinderat.

Ein von den Grünen geforderter Gestaltungsbeirat solle auch das ÖDK-Projekt begleiten, so Molitschnig: „Wichtige Bauprojekte sollen städtebaulich und architektonisch von einem Gestaltungsbeirat begleitet werden, um für mehr Qualität und Planungssicherheit zu sorgen“.

Kardinalplatz: Stadtviertel beleben und mit BürgerInnen weiterentwickeln

In der heutigen Stadtsenatssitzung wurde ein Grundsatzantrag zur Belebung des Kardinalplatzes beschlossen. Gemeinderat Elias Molitschnig freut sich über das Maßnahmenpaket, das u.a. eine „Viertel-Agentur“ vor Ort vorsieht, die BürgerInnen bei der Weiterentwicklung des Kardinalviertels aktiv einbinden soll.

„Eine Belebung des Kardinalviertels wird schon lange gefordert. In der Reformpartnerschaft wird dieser Wunsch nun endlich Realität“, freut sich Gemeinderat Elias Molitschnig, der heute Stadtrat Frank Frey in der Stadtsenatssitzung vertreten hat. Molitschnig hat bereits einige Anträge betreffend der Weiterentwicklung charakteristischer Stadtteile, wie z.B. dem Lendhafen, dem Benediktinermarkt oder dem Kardinalviertel, eingebracht. „Um ein Stadtviertel langfristig bestmöglich weiterzuentwickeln, müssen konkrete Ziele und Maßnahmen formuliert werden, um Gutes zu erhalten, weniger Gutes zu verbessern und neues zu initiieren und zu fördern“, so Molitschnig. „Mit der Einrichtung einer so genannten Viertel-Agentur, die als Schnittstelle zwischen BewohnerInnen, Geschäftsleuten, HauseigentümerInnen und der Stadt Klagenfurt fungieren soll, sind wir auf dem richtigen Weg“, so Molitschnig.

„Die Agentur, die im Herbst ein leerstehendes Geschäftslokal vor Ort beziehen wird, soll Gespräche mit HauseigentümerInnen führen, um Leerstände zu reduzieren, verschiedene Projekte und Aktivitäten zur Belebung des Viertels initiieren und begleiten. Mit der Entwicklung eines Co-Working-Spaces und der Einrichtung einer Online-Plattform sollen weitere nachhaltige Impulse gesetzt werden“, so Molitschnig.

Langfristig kann sich Molitschnig die Bestellung einer/s Innenstadtkoordinatorin/s vorstellen, die/der diese Aufgabe für die gesamte Innenstadt übernehmen könnte. „Die Innenstadtkoordination sollte als Klammer über alle Aktivitäten und Bereiche fungieren und eine gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Interessensgemeinschaften und HausbesitzerInnen gewährleisten.“

Antrag 009-2015 Stadtquartiere der Zukunft - 23.06.2015 - EM
Antrag 049-2016 Lendhafen Partizipation - 18.10.2016 - EM

Professionelles Liegenschaftsmanagement: Grüner Antrag wurde umgesetzt

Mit der neuen Abteilung Facility Management und der Dienststelle Liegenschaftsmanagement kümmert sich die Stadt Klagenfurt nun aktiv um Grund und Boden, wie es Gemeinderat Elias Molitschnig bereits 2015 in einem Antrag forderte. „Ein professionelles Liegenschaftsmanagement trägt wesentlich dazu bei, vorhandene Flächen optimal zu nutzen und strategisch in die Zukunft zu investieren.“

Gemeinderat Elias Molitschnig freut sich, dass mit der Einrichtung der Abteilung Facility Management (Stadtsenatsbeschluss vom 21.06. 2016) nun auch das Liegenschaftsmanagement in der Stadt Klagenfurt auf professionelle Beine gestellt und mit personellen Ressourcen ausgestattet wurde. „Damit wird mein selbstständiger Antrag* umgesetzt“, freut sich Molitschnig über die wichtige Maßnahme, um Stadtentwicklung aktiv zu gestalten: „Da gehört ein Leerstands- und Baulückenkataster dazu, um einen Überblick über bestehende Wohn- und Gewerbeleerstände zu erhalten und in weiterer Folge aktiv Akzente setzen zu können. Dieser ist derzeit noch ausständig“, hofft Molitschnig auf „eine rasche Umsetzung, um über den Ist-Stand bald bestmöglich Bescheid zu wissen.“

„Ein aktives Liegenschaftsmanagement bedeutet auch, dass sich die Stadt strategisch wichtige Liegenschaften sichert, um wichtige Maßnahmen durchführen zu können und langfristig handlungsfähig zu bleiben. Aktuell hat sie das beispielsweise im Bereich der Sattnitz gemacht. Es geht um die Sicherung von Vorbehaltsflächen für Park- und Grünanlagen, für den sozialen Wohnbau, für Bildungseinrichtungen u.v.m. Das sind wichtige Schritte, um Spekulationen vorzugreifen und ein Miteinander in der Stadt zu sichern“, betont der Mandatar.

„Da es sich dabei mitunter um sehr komplexe Sachverhalte handelt, empfehle ich die Installierung eines Entwicklungs- und Gestaltungsbeirates – wie es im Stadtentwicklungskonzept 2020+ verankert ist. Dieser soll unabhängig und interdisziplinär besetzt werden und die Stadt sowohl strategisch als auch städtebaulich beraten und so ein Garant für eine positive Entwicklung des Stadtgebietes sein.“

Download:  Antrag „Aktives Boden- und Liegenschaftsmanagement“, 16.12. 2015

Gemeinsam soll Lendhafen aufgewertet werden

Zur Aufwertung und Weiterentwicklung des Lendhafens sollen nun alle Nutzungsgruppen eingebunden und die entsprechenden Ressourcen für eine BürgerInnenbeteiligung zur Verfügung gestellt werden. Ein diesbezüglicher Antrag von Gemeinderat Elias Molitschnig wurde in der letzten Sitzung des Planungsausschusses positiv angenommen.

„Einer der wichtigsten Aufgaben einer Stadt ist es, Stadtteile und Stadtviertel positiv weiter zu entwickeln, ihre Defizite auszugleichen. Das gelingt am ehesten durch die aktive Mitarbeit und Integration der BürgerInnen“, ist Gemeinderat Elias Molitschnig überzeugt. Sein Antrag „Einbindung aller Nutzungsgruppen am Lendhafen“ (siehe Anhang) wurde in der letzten Sitzung des Planungsausschusses von allen Fraktionen angenommen. „Es haben alle erkannt, dass die Beteiligung von AnrainerInnen und NutzerInnen wesentlich ist – und dafür auch Geld im Budget eingeplant werden muss. BürgerInnenbeteiligung trägt zu einer höheren Akzeptanz und zur Qualitätssicherung bei“, so Molitschnig. Durch die aktive Mitarbeit vieler Nutzungsgruppen würde auch ein so genannter „Wir“-Urbanismus entstehen, so der Gemeinderat.
Mit kooperativen Planungsverfahren könnten so genannte „Problemviertel“ wie der Lendhafen in den Griff bekommen werden. Molitschnig: „Kurzfristig muss im Lendhafen mit Sozialarbeit gehandelt werden, mittelfristig braucht es endlich eine Aufwertung dieses markanten Ortes. Die Stadt muss alles daran setzen, eine dauerhafte Nutzung und Bespielbarkeit zu ermöglichen. Das funktioniert nur Hand in Hand mit den AnrainerInnen, GrundstückseigentümerInnen und verschiedenen Nutzungsgruppen. Ziel muss es sein, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Schließlich bilden wir alle eine Stadt“, so Molitschnig.
„Langfristig müssen städtebauliche Entwicklungsstrategien für diesen besonderen Ort geschaffen werden“, so der Mandatar. „Hier trifft Wasser auf Stadt, Natur auf sanfte Urbanität und städtische Lebensfreude. Diese Besonderheiten gilt es, herauszukehren und langfristige Entwicklungsziele zu definieren.“
Anhang: Antrag „Einbindung aller Nutzergruppen am Lendhafen – Beteiligung von Anrainerinnen und Anrainern sowie lokalen Vereinen und Kreativschaffenden im Quartier“ vom 26.04. 2017

Winter-Holzinger: Erfreut über geschlossene Position der Reformpartner in K&Ö-Frage

Systemische Auswirkungen müssen bei Standortwahl mitbedacht werden

Der Clubchef der Grünen in Klagenfurt, Thomas Winter-Holzinger, stellt in Bezug auf die Standortdiskussion rund um „Kastner & Öhler“ in Klagenfurt die Haltung der Grünen klar: „Wir Grünen haben von Anfang an die Meinung vertreten, dass das Unternehmen in Klagenfurt willkommen ist, der Waagplatz als Standort jedoch keine gute Lösung dargestellt.“ Als Grund führt Winter-Holzinger an, man müsse die systemischen Auswirkungen bei der  Standortwahl mitbedenken: „Es geht auch darum, die Unternehmen der Innenstadt zu stärken.“

Als positiv bewertet es der Grüne Clubobmann, dass sich nun auch die SPÖ bei der Standortfrage der Meinung von ÖVP und Grüne anschließt: „Die Reformpartner vertreten nun eine geschlossene Position zu diesem Thema.“

Molitschnig: AnrainerInnen werden bei Sanierung des Elisabethstegs eingebunden

Mehr Kommunikation und Transparenz bei Projekten und Baustellen: Aufbauend auf der Forderung von Gemeinderat Elias Molitschnig sollen die AnrainerInnen und lokalen Vereine im Lendhafen bei der Sanierung des desolaten Elisabethstegs nun eingebunden werden.

Klagenfurt (15.06. 2016) Die Sanierung des desolaten Elisabethstegs am Lendhafen steht heuer an. „Die Erneuerung ist dringend notwendig. Derzeit muss die geschichtsträchtige Brücke sogar gestützt werden, um von FußgängerInnen und RadfahrerInnen gefahrlos überquert werden zu können“, beschreibt Gemeinderat Elias Molitschnig die Situation.

In der Gemeinderatssitzung vom 28. April brachte der Mandatar einen Antrag ein, bei der Sanierung des Elisabethstegs und des Wiederaufbaus der historischen Treppe unweit des Brückenauflagers die AnrainerInnen und lokalen Vereine frühestmöglich in die Baumaßnahmen einzubinden. „Den Grünen ist BürgerInnenbeteiligung ein großes Anliegen. Gerade bei der Gestaltung eines so sensiblen Stadtquartiers wie dem Lendhafen ist die Einbindung der AnrainerInnen enorm wichtig“, betont Molitschnig.

„Die zuständigen Abteilungen der Stadt sind gefordert, die Menschen vor Ort  einzubinden, auf ihre Anliegen einzugehen und sie ausreichend zu informieren. Außerdem ist ein möglichst konfliktarmen Zeitpunkt für die anstehenden Baumaßnahmen zu wählen“, forderte Molitschnig in seinem Antrag, der nun im Straßenbauausschuss auf die Zustimmung aller Parteien gestoßen ist. „Ich freue mich, dass Straßenbaureferent Scheider die Einbindung der AnrainerInnen und lokalen Vereine zugesichert hat. Ich hoffe, es wird bald einen Informationsabend, an dem parteiübergreifend an Ideen und Verbesserungsvorschlägen für den Lendhafen gearbeitet wird, geben.“

Einen dringenden Wunsch hat Molitschnig bereits selbst in einem Antrag formuliert und am 28. April eingebracht: „Dass die Fachabteilungen im Rahmen der Sanierung des Elisabethstegs und der Villacher Straße eine Lösung für einen sicheren FußgängerInnenübergaben zwischen der Lendbuchhandlung und der Elisabethbrücke finden und einarbeiten. Aufgrund der schlechten Einsehbarkeit und der Lage des Zebrastreifens kommt es dort immer wieder zu gefährlichen Situationen“, so Molitschnig abschließend.