Grüne Klagenfurt

Grüne: Mozartheim für Studierende erhalten!

Klagenfurt (07.05. 2014) Das Mozartheim hat einen neuen Betreiber: „Wir begrüßen, dass mit der Akademikerhilfe ein professioneller Betreiber für das Studentenheim gefunden worden ist“, nimmt heute Grünen-Stadträtin und Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz zu den neuesten Entwicklungen Stellung. Den Kauf durch eine Bau- und Immobilienfirma sehen die Grünen jedoch kritisch: „Die Gefahr ist groß, dass das Studentenheim nach Ablauf der 10-Jahres-Frist, in der es für Studierende bestehen bleiben muss, abgerissen wird und wiederum Luxus-Eigentumswohnungen gebaut werden, die gewinnbringend verkauft werden können. Das Grundstück befindet sich in bevorzugter Lage, in Uni- und Seenähe, und wird in zehn Jahren wohl noch eine Wertsteigerung erfahren. Außerdem ist es auf Bauland/Wohngebiet gewidmet, was bedeutet, dass der Eigentümer keine neue Widmung benötigt, um Wohnungen zu bauen“, warnt Wulz.

Die Klagenfurter Grünen fordern, dass das Mozartheim auch nach Ablauf der 10-Jahres-Frist als Studentenwohnheim erhalten bleibt. „Die Studierenden sind auf günstige Heimplätze angewiesen. Ein Zimmer in einem Studentenheim ist um einiges günstiger als eine Wohnung“, betont die Wissenschaftsreferentin. „Die Stadt muss alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das Studentenheim zu erhalten – damit es nach zehn Jahren nicht eventuell Geschichte ist!“

Grüner Erfolg: Frauennotschlafstelle steht kurz vor Realisierung

Klagenfurt (24.09. 2013) Die Frauennotschlafstelle kommt noch 2013! „Seit Jahren bemühe ich mich um eine Frauennotschlafstelle, jetzt steht sie kurz vor der Realisierung“, jubelt Frauenreferentin Andrea Wulz (Die Grünen), die sich gemeinsam mit GRin Sieglinde Trannacher (EW `09) von der Volkshilfe Kärnten für die dringend notwendige Einrichtung eingesetzt hat. „Bisher scheiterte es an der Finanzierung. Jetzt gibt es aber auch von Landesseite grünes Licht. LH-Stv.in Beate Prettner (SPÖ) hat signalisiert, das Projekt zu unterstützen. Am Mittwoch gibt es noch ein Gespräch“, informiert Wulz.

Untergebracht werden soll die Frauennotschlafstelle im Hilda-Schärf-Haus. Die Stadt Klagenfurt übernimmt die Betriebskosten (für 2013 – das wurde heute im Stadtsenat einstimmig beschlossen), das Land Kärnten soll die Personalkosten tragen. In Graz und Wien sind Frauennotschlafstellen längst realisiert. „Sie sind für Frauen gedacht, die mit ihren Kindern in akuten Situationen kein Dach über den Kopf haben. In einer Frauennotschlafstelle finden sie vorübergehend eine Unterkunft. Auch in Klagenfurt mehren sich akute Notfälle, das wissen wir von den Frauenvereinen und -einrichtungen“, so Wulz, die zu weiteren aktuellen Themen Stellung nimmt:  

Verlängerung der FH-Förderungsvereinbarung: Die technischen FH-Studiengänge bleiben in Klagenfurt – das ist mit der neuen Förderungsvereinbarung bis 2018 fix, freut sich Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz über den Verhandlungserfolg. Gemeinsam mit dem Verein zur Errichtung und Erhaltung der FH Klagenfurt hat die Stadträtin für den Verbleib der technischen Studiengänge in Klagenfurt gekämpft. „Studiengänge können nur noch mit der Zustimmung der Standortgemeinde verlegt werden – das ist künftig die Bedingung für die Förderungen“, erklärt Wulz. Sie freut sich über die Stärkung des Hochschulstandortes Klagenfurt: Ab Herbst gibt es auch einen neuen Studiengang („Disability & Diversity Studies“), zwei weitere befinden sich in der Akkreditierungsphase.

Bus-Semesterkarte für Studierende: Einstimmig beschlossen wurde die jährliche Subvention der ÖH (Österreichische Hochschülerschaft) für die Klagenfurter Bus-Semesterkarte für Studierende in der Höhe von 25.000 Euro. „Das Geld wird aus dem Topf des Verkehrsreferates bereitgestellt und nicht wie bisher aus dem Topf des Wissenschaftsreferates – ein großer Erfolg“, freut sich Wissenschaftsreferentin Wulz.

Ordnungsamt: Für Verwirrung sorgte ein Punkt auf der Tagesordnung der Stadtsenatssitzung, der zunächst nachgetragen hätte werden sollen, dann aber doch nicht aufschien: „Es ging um 40.000 Euro für Bekleidung.“ Zur Erinnerung: Die Grünen bereiten angesichts der vielen Ungereimtheiten rund um die Installierung des Ordnungsamtes eine Beschwerde bei der Gemeindeaufsicht vor.

Geld für Kärntner Abwehrkämpferbund: Eine überplanmäßige Förderung in der Höhe von 2.000 Euro für den Kärntner Abwehrkämpferbund wurde heute von FPÖ, SPÖ und ÖVP beschlossen – „mit Gegenstimme der Grünen. Wir unterstützen keine minderheitenfeindliche Organisation“, argumentiert Grünen-Clubobfrau und Stadträtin Andrea Wulz.

Förderung für die Firma Starmann: Die Firma Starmann expandiert und bekommt von der Stadt Klagenfurt eine Wirtschaftsförderung in der Höhe von 200.000 Euro – das wurde heute von FPÖ, SPÖ und ÖVP beschlossen. „Die Grünen haben angesichts des eisernen Sparkurses der Stadt Klagenfurt dagegen gestimmt. Im öffentlichen Bereich wird überall gekürzt und gespart und für einen privaten Unternehmer wird 200.000 Euro ausgegeben? Das passt nicht zusammen“, argumentiert Wulz. „Wir sollten aus den Negativ-Beispielen der Vergangenheit, wie Legat oder Magna, lernen und mit Steuergeld sorgfältiger umgehen.“ Die Grünen verlangen außerdem „klare, transparente Förderrichtlinien – auch für große Unternehmen“. 

Tennis wichtiger als Bildung?

Die Grünen sind über die Entwicklungen im Univiertel besorgt: „FPK, SPÖ und ÖVP wollten die Einwände vonseiten der Universität und der Grünen nicht hören und haben in der letzten Stadtsenatssitzung dem Bau der neuen Tennishalle der Sportunion zwischen der Universität und dem Lendkanal zugestimmt!“, kritisiert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann.

Dass ausgerechnet eine Tennishalle der Universität wertvolle Erweiterungsflächen stiehlt, ist für die Grünen „bezeichnend“ für die „derzeitige kurzsichtige Stadt-Ver-Planungspolitik: Der Rathauskoalition fehlt es an Zukunftsorientierung und Weitblick!“, so Schmid-Tarmann. „Trotz Kritik wurde die Universität in die Gespräche um den Neubau der Tennishalle von Anfang an nicht mit eingebunden. Jetzt ist die Bauverhandlung vorbei und die WissenschaftlerInnen sind verärgert. Der Tennisklub braucht sich um seine Zukunft hingegen nicht zu sorgen: Sein Pachtvertrag mit der Stadt läuft bis zum Jahr 2060!“, schüttelt die Gemeinderätin den Kopf. „Die Rathauskoalition sollte ihre Prioritäten dringend überdenken: Anscheinend ist ihr Tennis wichtiger als Bildung!“

Wirbel gibt es nach wie vor auch um das Bauprojekt, das am Standort der alten Union-Tennishalle, errichtet werden soll. Schmid-Tarmann: „Das Projekt hätte zunächst ,Uni-Park` heißen sollen – von der Uni-Spitze gab es aber bereits im Vorjahr scharfen Protest“, erinnert die Gemeinderätin, die gegen das Projekt mobil macht. „Gerade in Uni-Nähe werden dringend Mietwohnungen benötigt, stattdessen werden wieder Eigentumswohnungen und Geschäfte errichtet. Es gab keine Ausschreibung und keinen Architekturwettbewerb. Und es ist auffällig, dass in Klagenfurt bei lukrativen Bauprojekten immer die gleichen großen Unternehmer zum Zug kommen.“

Eigentümlich ist für Schmid-Tarmann auch eine kürzlich von Bürgermeister Scheider getätigte Aussage, dass Bauwerber ein Anrecht auf rasche Umsetzung hätten. „Und was ist mit den AnrainerInnen? Haben die kein Anrecht darauf, eingebunden und informiert zu werden und ihre Bedenken vorzubringen, wenn ein Projekt nicht ausgereift ist?“

FH-Standortkonzept: Endbericht der IHS-Studie liegt vor!

Angesichts des umstrittenen FH Kärnten-Aufsichtsratsbeschlusses, der die Verlegung der technischen Studiengänge von Klagenfurt nach Villach und die Schließung des Standortes Feldkirchens vorsieht, blieben Stadträtin Andrea Wulz und Bürgermeister Christian Scheider nicht untätig. „Wir haben beim Institut für Höhere Studien (IHS) Kärnten eine Studie in Auftrag gegeben, der den Reformprozess genau unter die Lupe nimmt“, informiert die Wissenschafts- und Forschungsreferentin. Jetzt liegt der Endbericht, der als Grundlage für weitere Diskussionen und Entscheidungen dienen soll, vor: „Beleuchtet werden die Ist-Situation und die Auswirkungen der geplanten Restrukturierung“, so Wulz. „Wir werden uns die Studie nun genau ansehen und die Ergebnisse anschließend der Öffentlichkeit präsentieren.“

Den zentralen Aussagen will die Wissenschaftsreferentin noch nicht vorgreifen. So viel sei aber schon verraten: „Der Bericht bestätigt unsere Linie, nämlich dass eine Verlegung der technischen Studiengänge nach Villach gravierende Auswirkungen hätte. Die Sinnhaftigkeit der geplanten Restrukturierung wird massiv in Frage gestellt.“ Die Studie, die demnächst in einer Pressekonferenz vorgestellt werden soll, liefert also neue „Munition“ im Kampf um den Verbleib der technischen Studiengänge am FH-Standort Klagenfurt.  

Gemeinderätin kritisiert Standort für Union-Tennishalle und neue Eigentumswohnungen!

In der letzten Stadtsenatssitzung stimmten FPK, SPÖ und ÖVP der Errichtung der neuen Tennishalle der Sportunion Klagenfurt zu, die zwischen der Universität und dem Lendkanal (im Anschluss an die Union-Tennisplätze) entstehen soll. Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, Stellvertreterin von Stadträtin Mag.a Andra Wulz, stimmte gegen das drei Millionen Euro schwere Bauprojekt, dessen Finanzierung zur Hälfte die Stadt Klagenfurt übernimmt. „Wir sind nicht gegen eine neue Tennishalle. Was wir aber kritisieren, ist der gewählte Standort. Die Alpen-Adria-Universität wird weiter wachsen und mit dem Bau einer Tennishalle werden ihr wertvolle Erweiterungsflächen weggenommen“, so Schmid-Tarmann. „Schon in der Vergangenheit hat es heftige Diskussionen über das Hallenprojekt gegeben, da die Uni in die Gespräche nicht mit eingebunden wurde.“ 

Auch der Verkauf des 5.700 Quadratmeter großen Grundstückes in der Universitätsstraße der Stadt Klagenfurt an ein namhaftes Bauunternehmen, das dort Wohnungen und Geschäfte errichten will, stößt bei den Grünen auf heftige Kritik: „Es gab keine Ausschreibung oder einen Architekturwettbewerb!“, kritisiert Schmid-Tarmann die „fehlende Transparenz. In Uni-Nähe werden außerdem keine neuen Eigentumswohnungen gebraucht, sondern erschwingliche Mietwohnungen für Beschäftigte der Uni sowie StudentInnen. Ursprünglich hätte diese Großwohnanlage gar Uni-Park heißen sollen, doch dagegen gab es scharfen Protest von Seiten der Universität!“.

Auffällig findet die Gemeinderätin, dass in Klagenfurt „bei lukrativen Bauprojekten immer die gleichen großen Unternehmer zum Zug kommen“. Sie bemängelt, „dass die sogenannten Filetstücke, seltsamerweise immer die gleichen bekommen“. Schmid-Tarmann: „Andere, weniger bekannte oder kleinere Architekten und Bauunternehmer haben gar keine Chance, zum Zug zu kommen.“

Fachhochschulen: Aus für Feldkirchen jetzt doch nicht fix – und was ist mit Klagenfurt?

„Endlich sehen auch die Landesparteien FPK und ÖVP ein, dass dem umstrittenen Beschluss des FH-Aufsichtsrates, der u.a. die Schließung des FH-Standortes Feldkirchen vorsieht, nicht zugestimmt werden kann!“, freut sich  Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz über das „verspätete Munter-Werden“ der Landeskoalitionsparteien, die zunächst für den Schließungsbeschluss des Aufsichtsrates gewesen sind. „Was ich schon seit Bekanntwerden der Pläne des FH-Aufsichtsrates kritisiere, nämlich die fehlenden Nachnutzungskonzepte für die bestehenden Schulgebäude, fordern jetzt endlich auch die anderen!“

Im Fokus der Forderung von FPK-Bildungsreferent Uwe Scheuch – „ohne Nachnutzung keine Schließung“ – steht derzeit allerdings „nur“ der FH-Standort Feldkirchen, wundert sich Stadträtin Andrea Wulz. „Die Nachnutzung des Gebäudes in der Primoschgasse ist also kein Thema?“, fragt sich die Wissenschaftsreferentin, die weiterhin für den Verbleib der technischen Studiengänge in Klagenfurt kämpft.

„Gesetz dem Fall, Feldkirchen bleibt als FH-Standort jetzt doch erhalten und Klagenfurt bekommt den Bereich ,Gesundheit und Soziales` nicht – was bleibt dann für uns übrig? Sollen die technischen Studiengänge etwa trotzdem nach Villach abwandern und die Landeshauptstadt ohne FH dastehen?“ Für Wulz gibt es noch immer viel zu viele offene Fragen. Die Position der Wissenschaftsreferentin ist klar: „Die technischen Studiengänge müssen in Klagenfurt bleiben – unabhängig davon, ob Gesundheit und Soziales` jetzt kommt oder nicht.“

Referentin ist über Gehaltserhöhung von FH-Geschäftsführer empört!

Während der Aufsichtsrats der Fachhochschule vor wenigen Wochen die Schließung des FH-Standortes Feldkirchens und die Verlegung der technischen Studiengänge von Klagenfurt nach Villach – „aus Kostengründen“ – bekannt gab, darf sich FH-Geschäftsführer Siegfried Spanz über eine fette Gehaltserhöhung freuen. Mit Mehrheit segnete die FPK die Gehaltserhöhung von Plus 15 Prozent – auf 115.000 Euro pro Jahr – ab.

Für StRin Maga Andrea Wulz ist ein solches Vorgehen „eine bodenlose Frechheit“ und ein „fatales Signal: Während die FH-Standorte Klagenfurt und Feldkirchen sowie deren Studierenden und MitarbeiterInnen aufgrund von Sparmaßnahmen weiter um ihre Studiengänge zittern müssen, spielt beim Gehalt des FH-Geschäftsführers Geld keine Rolle.“ Wulz weiter: „Ich frage mich, wo da Kosten minimiert werden? Die Gehaltserhöhung ist für mich nichts weiter als blanker Hohn!“

Wissenschaftsreferentin kämpft um den Verbleib der technischen Studiengänge in Klagenfurt sowie die Stärkung des FH-Standortes!

Bürgermeister Christian Scheider, Wissenschaftsreferentin Stadträtin Andrea Wulz, der Verein zur Errichtung der Fachhochschule (FH) Klagenfurt sowie Studierende und MitarbeiterInnen sprechen sich vehement gegen die Verlegung der technischen Studienbereiche von Klagenfurt nach Villach aus. Bereits ab dem Wintersemester 2012 sollen die Studiengänge „Medizinische Informationstechnik“ und „Netzwerktechnik und Kommunikation“ der FH Kärnten nach Villach übersiedeln. Eine endgültige Entscheidung darüber soll im Herbst von der Landesregierung getroffen werden.

Kritik an fragwürdiger Vorgangsweise der FH Kärnten

Scheider kritisiert die „äußerst fragwürdige Vorgangsweise der FH Kärnten: Die Landeshauptstadt wurde einfach vor vollendete Tatsachen gestellt!“ Die Veränderung eines FH-Standortes sowie die Verlagerung von FH-Studiengängen könne nur unter Einbindung und mit Zustimmung der Standortgemeinde und des Landes Kärnten erfolgen. „Es kann nicht einfach über den Kopf der Standortgemeinde hinweg entschieden werden!“

Für „Gesundheit und Soziales“, aber gegen „Tauschhandel“

Im „Gegenzug“ für die Konzentration der technischen Studiengänge in Villach soll Klagenfurt den Bereich „Gesundheit und Soziales“ bekommen, der am Klinikum neu angesiedelt werden soll. Der FH-Standort Feldkirchen soll ab dem Jahr 2015 geschlossen sein. Bgm. Scheider ist durchaus dazu bereit, den Bereich „Gesundheit und Soziales“ in Klinikum-Nähe anzusiedeln, wehrt sich aber gegen einen „Tauschhandel“.

Stichhaltige Argumente sprechen für Klagenfurt

Für den Verbleib der technischen Studiengänge sowie die Stärkung und den Ausbau des FH-Standortes Klagenfurts gäbe es eine Reihe von stichhaltigen Argumenten: Klagenfurt ist Bildungsstandort Nummer 1 in Kärnten und hat mit der Alpen-Adria-Universität, dem schulischen Umfeld (u.a. HTLs) dem Lakeside Park, der Industriezone und dem Klinikum neu beste Voraussetzungen, um sowohl technische als auch soziale Lehrgänge der Fachhochschule zu bündeln. Mit der möglichen Abwanderung würde ein in über 15 Jahren aufgebautes Know-How verloren gehen. Für den Betrieb und die Ansiedelung von zukunftsweisenden technischen Unternehmen in Klagenfurt ist ein entsprechendes hochwertiges Ausbildungsangebot am Standort wichtig.

Bisherige Kosten von 14 Mio. Euro – ein Geschenk an Villach?

Die Stadt Klagenfurt hat von 1997 bis 2011 insgesamt 14 Millionen Euro in Gebäude,  Betriebskosten und Ausstattung investiert. „Die bestehende Infrastruktur sollte also nicht ausgehöhlt, sondern ganz im Gegenteil, noch weiter ausgebaut werden!“, fordert Scheider. „Überlegungen müssen jetzt dahingehen, Universität und Fachhochschule noch enger miteinander zu verknüpfen.“
Mit der möglichen Abwanderung würden außerdem ca. 40 hochwertige Arbeitsplätze im Bereich der Forschung und Lehre verloren, was zusätzlich eine Verschlechterung der Ausbildungsperspektive bedeuten würde.

Sehr gute Auslastung der technischen Studiengänge

Die beiden Studiengänge „Medizinische Informationstechnik“ und „Netzwerktechnik und Kommunikation“ der FH Kärnten sind sehr gefragt und höchst erfolgreich, was die Studierendenzahlen belegen. „Derzeit kommen 55 Prozent der Technik-StudentInnen, die am Standort Klagenfurt studieren, aus Klagenfurt, 13 Prozent aus Villach, 13 Prozent aus St. Veit und Feldkirchen und 13 Prozent aus Völkermarkt und Wolfsberg. 6 Prozent sind aus Hermagor und Spittal. Mit der Abwanderung der technischen Studiengänge nach Villach würde man viele StudenbewerberInnen verlieren. „Sie würden nach Graz oder Wien abwandern“, gibt Stadträtin Andrea Wulz zu bedenken. Die FH sei auch „ein regionaler Versorger“.   

Kein Zeitplan, keine Kostenaufschlüsselung

Auch aus budgetärer Sicht ist für die Wissenschaftsreferentin eine Verlegung der technischen Studiengänge nach Villach „unverantwortlich“. Viele Hausaufgaben wurden nicht erledigt. So soll „Gesundheit und Soziales“ von Feldkirchen erst 2015 nach Klagenfurt kommen, die technischen Studiengänge aber bereits 2012 von Klagenfurt nach Villach abwandern. „Die Landeshauptstadt hängt also drei Jahre lang in der Luft, ohne FH!“, so Wulz, die auch an den Fördervertrag für die FH in Klagenfurt, der bis 2013 läuft, verweist. „Wir wissen überhaupt nicht, was da auf uns zukommt und auf was wir uns einlassen!“ Für das bestehende Gebäude in der Primoschgasse gäbe es „noch kein Nachnutzungskonzept“.

Stadt gibt IHS-Studie in Auftrag

Sollte die Abwanderung der technischen Studiengänge von Klagenfurt nicht zu verhindern sein, fordert Wulz von Villach „eine Abschlagszahlung“, da es dem Ausbildungs- und Wirtschaftsstandort Klagenfurt „massiv schaden würde“. Welche konkreten Auswirkungen und Folgen eine Verlegung der technischen Studiengänge nach Villach und eine Verlegung des Bereiches „Gesundheit und Soziales“ von Feldkirchen nach Klagenfurt auf die Landeshauptstadt hätte, soll jetzt übrigens eine IHS-Studie, die von der Wissenschaftsreferentin in Auftrag gegeben wurde, aufzeigen: „Sie soll Ende August fertig werden.“ In der Studie soll auch ein „Investitions- und Finanzierungsplan“ erarbeitet werden, der der Stadt Klagenfurt als Entscheidungsgrundlage dienen soll.

Synergien mit den technischen Fachrichtungen der Uni Klagenfurt

Der Klagenfurter Uni-Rektor Heinrich C. Mayr ist von einer Verlegung der technischen Studiengänge nach Villach auch nicht begeistert: „Die technischen Studiengänge der FH sind in Verbindung mit der Universität für den Universitätsstandort Klagenfurt sehr wichtig“, betont Mayr. 

Auch Studierende vor vollendete Tatsachen gestellt

Auch die Studierenden wurden von der FH mittels eines „überraschenden Briefes“ vor vollendete Tatsachen gestellt. Gegen die Verlegung der technischen Studiengänge von Klagenfurt nach Villach wurden daraufhin „sofort 108 Unterschriften gesammelt“, so die beiden Studierendenvertreter Stefan Kienzel (Studienbereich Netzwerktechnik) und Tibor Zajki-Zechmeister (Studienbereich MedIT). Die  Studierenden wehren sich gegen die Umsiedelung, da sie für sie mit zahlreichen Nachteilen und Problemen – sowohl privater als auch ausbildungstechnischer Natur – verbunden wären. Kienzel und Zajki-Zechmeister verweisen außerdem auf die guten Jobaussichten der Klagenfurter FH-AbsolventInnen.

Einbruch bei BewerberInnenzahlen

Gerold Fister vom Verein zur Errichtung der Fachhochschule Klagenfurt kritisiert, dass über die Zusammenlegung von FH-Standorten bereits „zum dritten Mal diskutiert wird. Das wirkt sich jedes Mal negativ auf die BewerberInnenzahlen aus!“ Fister: „Bei einer Verlegung der technischen Studiengänge von Klagenfurt nach Villach würden die Studierendenzahlen in den technischen Studiengängen der FH Kärnten insgesamt sinken.“
Walter Auernig (Abteilungsvorstand Elektrotechnik an der HTL Mössingerstraße) ergänzt: „Ein beträchtlicher Anteil der Klagenfurter HTL-AbsolventInnen, die derzeit ein Studium an der FH in Klagenfurt in Erwägung ziehen, würden an die Uni-Standorte Wien, Graz und Klagenfurt abwandern.“ Weiters verweist Auernig auf die zahlreichen Kooperationspartner der Studiengänge „MedIT“ und „NET“ aus der Klagenfurter Wirtschaft. 

 

Grüner Erfolg: Uni-Bahnhaltestelle wird realisiert

Großer Jubel herrscht bei den Klagenfurter
Grünen, die sich sehr über ihren Erfolg freuen: „Die langjährige Forderung nach
einer Bahnhaltestelle für die Universität wird endlich umgesetzt. Die
entsprechenden Verträge sind in Arbeit!“, berichtet Grün-Gemeinderat Matthias
Köchl.

 

Bereits vor der EURO 2008 forderten die
Klagenfurter Grünen mittels Dringlichkeitsantrag eine Bahnhaltestelle in
Universitätsnähe. „Angesichts der wachsenden Anzahl an Studierenden, der vielen
MitarbeiterInnen des Lakeside Science & Technology Parks und der Nähe zum
Wörthersee ist es diese Haltestelle dringend notwendig. Diese fordern wir
bereits seit 2001!“, informiert GR Köchl und fügt hinzu: „Ein idealer Standort
wäre im Bereich ‚Plattenwirt‘, die es ja bereits im Jahr 1952 schon einmal gab.
Diese Variante ist nicht nur kostengünstiger als der Standort bei der Bahnunterführung
Kohldorfer Straße, sondern auch aufgrund der Nähe zum See für BesucherInnen
diverser Veranstaltungen wie Ironman oder Beachvolleyball bequemer!“

 

Dass die Forderung der Grünen nach 10 Jahren
endlich umgesetzt wird, sieht Köchl als wichtige Entscheidung: „Endlich
investiert Stadt und Land und setzt damit einen wichtigen Schritt. Jetzt fehlt
nur noch eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr sowie ein lückenloser
Radweg zur Universität!“, so Köchl, der demnächst einen entsprechenden Antrag
einbringen wird.

 

GR Köchl fordert ebenso eine gute, lückenlose Radwegenetz-Anbindung zwischen Bahnhaltestelle und Universität.

GRAS hat dazu gewonnen!

Die ÖH-Wahlen sind abgeschlossen, die Ergebnisse stehen fest. Grund zur Freude gibt es bei den Grünen und alternativen Studierenden, welche ihren Mandatsstand verdreifachten. GRAS belegte bei den ÖH-Wahlen mit 21% der Stimmen den sensationellen zweiten Platz und hält ab sofort drei Mandate in der ÖH. „Ich gratuliere vom ganzen Herzen dem GRAS-Sprecher Jürgen Bamberger und dem ganzen GRAS-Wahlkampf-Team zum zweiten Platz!“, so StRin Maga Andrea Wulz. Mit dem Hauptanliegen für mehr Transparenz, den freien Zugang zu allen Bildungseinrichtungen und einer Verbesserung der sozialen Situation der Studierenden zu sorgen, punkteten GRAS bei den Wählerinnen und Wähler.<br /><br />„GRAS wird die Anliegen und Wünsche der Klagenfurter Studierenden ernst nehmen und für mehr Transparenz in der ÖH sorgen. Ich danke dem gesamten GRAS-Team für den unermüdlichen Einsatz und wünsche Jürgen Bamberger alles Gute und weiterhin viel Erfolg!“, so Wulz abschließend.