Grüne Klagenfurt

Grüner Erfolg: Subventionen werden offengelegt!

Nach der Archivierung von städtischen Kunstwerken und der Einrichtung eines Stadtarchivs wird nun eine weitere Grüne Forderung umgesetzt: die jährliche Veröffentlichung des Subventionsberichtes, freut sich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann.  Seit zwölf Jahren (!) fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann die jährliche Veröffentlichung eines Subventionsberichtes in der Landeshauptstadt – „und das gebetsmühlenartig. Die freiheitlichen Kultur- bzw. Wirtschaftsreferenten Mario Canori und Albert Gunzer haben sich aber immer quergelegt. Die Offenlegung der Subventionen würde nur Neid erzeugen“, erinnert Schmid-Tarmann an „eines der fadenscheinigen Argumente. In der Reformpartnerschaft mit SPÖ und ÖVP ist es uns nun durch viel Überzeugungsarbeit gelungen, Bedenken auszuräumen“, freut sich die Mandatarin über den heute im Stadtsenat einstimmig gefassten Beschluss, die Subventionen künftig offenzulegen. „In Hinkunft müssen alle, die um eine Subvention bei der Stadt Klagenfurt ansuchen, ihre Zustimmung zur Veröffentlichung im Internet geben. So ist es auch im Land bei finanziellen Unterstützungen Usus. Wer dazu nicht bereit ist, kann nicht mehr mit öffentlichen Geldern rechnen“, erklärt die Gemeinderätin, die betont, wie wichtig ein transparenter Umgang mit Steuergeldern ist. „Wir sind den BürgerInnen gegenüber zur verantwortungsvollen Vergabe von Subventionen verpflichtet. Hier handelt es sich schließlich nicht um privates Geld von PolitikerInnen, sondern um das Steuergeld aller BürgerInnen.“ Schmid-Tarmann freut sich, dass „die Geheimnistuerei ab sofort der Vergangenheit angehört.“ Einen Sinneswandel wünscht sich die Mandatarin auch bei der Verwendung der öffentlichen Geldmittel. „Leider werden aufgrund von mehrjährigen Verträgen noch immer kommerzielle Events wie die Starnacht, das BeachvolleyballEvent und das Hafenfest mit Steuergeld unterstützt. Diese Verträge laufen heuer aber zum Teil aus. Ich hoffe, dass mit diesen umstrittenen Subventionen ab dem nächsten Jahr Schluss ist“, setzt Schmid-Tarmann auf die Unterstützung der Reformpartner. „Öffentliches Geld muss verantwortungsvoll und nachhaltig vergeben werden. Der richtige Zeitpunkt für ein Umdenken in der Subventionspolitik ist jetzt!“, so Schmid-Tarmann abschließend.

Kulturförderungen: Klagenfurt hat nichts zu verbergen!

Klagenfurt (15.07. 2015) „Subventionen sind Steuergelder und müssen transparent, nachvollziehbar und gerecht sein“, fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. „Kulturveranstaltungen sind ein wesentlicher Faktor für die Lebensqualität der Bevölkerung und tragen im Kulturland Kärnten auch wesentlich zur Attraktivität im Tourismus bei. Dafür sind öffentliche Gelder unabdingbar.“

„Das Land Kärnten stellt alljährlich den Kulturbericht online – die Stadt Klagenfurt nicht. Was in Spittal, Graz und anderen Städten längst umgesetzt wird, sollte auch in der Kärntner Landeshauptstadt möglich sein“, stellt Schmid-Tarmann fest. Sie fordert seit 2004 die Veröffentlichung des Subventionsberichtes auf der Klagenfurter Webseite. „Die früher zuständigen freiheitlichen Referenten haben stets gemauert und sind mit den Totschlag-Argumenten Neid und Datenschutz daher gekommen“, so Schmid-Tarmann. „Wenn die Gelder gerecht vergeben werden, braucht man Transparenz nicht zu fürchten! Ansuchen an das Land Kärnten beinhalten ebenfalls selbstverständlich, dass die AntragsstellerInnen unterschreiben, dass sie mit einer Veröffentlichung einverstanden sind1. In Klagenfurt ist dies ebenso zu handhaben.“

Seit 2004 gibt es in Graz den Kulturbeirat und seit 2014 sogar Fachbeiräte für neun Sparten speziell für finanzielle Belange.3
„Mit unserer neuen partnerschaftlichen Regierung mit SPÖ und ÖVP ist eine neue Ära der Transparenz und Ehrlichkeit angebrochen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass nun endlich meine langjährigen Forderungen, alljährlich einen Kulturbericht zu veröffentlichen sowie einen unabhängigen, ehrenamtlich tätigen Fachbeirat nach Grazer Vorbild zu installieren, umgesetzt werden,“ schließt Schmid-Tarmann.

1 Auszug aus dem Subventionsansuchen an die Kärntner Landesregierung:

(...)  Für den Fall einer Subventionsgewährung wird die Zustimmung zur Veröffentlichung der damit im Zusammenhang stehenden Daten im offiziellen Kulturbericht des Landes Kärnten erteilt. 

Seit 2004 gibt es in Graz einen Kulturbeirat.
(Link: http://kultur.graz.at/kulturamt/65)

3 Seit 2014 gibt es in Graz Fachbeiräte für neun Sparten bestehend aus jeweils drei Personen nach dem Prinzip der Ausgewogenheit der Geschlechter und Generationen. (Link: http://kultur.graz.at/kulturamt/114)

(...) die in den einzelnen Sparten des Grazer Kunst- und Kulturgeschehens vorberatend tätig sind und damit gemeinsam mit dem Kulturamt die Vorbereitung der Mitfinanzierungsbeiträge der Stadt Graz im Kulturbereich für die zuständigen Organe der Stadt – Stadtsenatsreferent, Stadtsenat und Gemeinderat – mittragen (...)

 

Frey/Kogler: „Gläserne Kasse“ in Klagenfurt Voraussetzung für die Budgetsanierung

Klagenfurt (5.2. 2015) Bei einer Pressekonferenz vor dem Klagenfurter Rathaus zusammen mit Werner Kogler, dem Grünen Finanzsprecher im Parlament, forderte der Grüne Bürgermeisterkandidat Frank Frey eine „Gläserne Kasse“ für Klagenfurt. „Es ist nicht einzusehen, dass die BürgerInnen nicht wissen, was mit ihrem Geld passiert. Wenn die Finanzdaten offen gelegt sind, hilft das beim Budgetsanieren, wirkt gegen Korruption und ermöglicht einen nachvollziehbaren Überblick über die finanzielle Situation.“ Nach der Wahl gebe es die Chance auf einen finanziellen Neustart in Klagenfurt - Geldflüsse rund um Stadion, Stadtwerke und Subventionen müssten prüfend  ins Auge gefasst werden. Frey betonte, dass die Klagenfurter Grünen auf die Zusammenarbeit mit einem bundesweit starken Grünen Finanzteam bauen könnten.

„Transparenz ist die Voraussetzung für sorgsamen, effizienten Umgang mit Steuergeld,“ so Werner Kogler, der Finanzsprecher der Grünen im Parlament und prospektiver Hypo-U-Ausschuss-Leiter. „Auch EntscheidungsträgerInnen wissen oft vor lauter „kreativer Buchhaltung“, Ausgliederungen und Haftungen nicht mehr, wie es um ihre Finanzen steht“, fährt Kogler fort, „die Grünen stehen bundesweit für Sauberkeit und Transparenz.“



Bildtext:
Stadträtin Andrea Wulz, Nationalratsabgeordneter Werner Kogler und Bürgermeisterkandidat Frank Frey (von links) mit der "Gläsernen Kasse".
Foto: Grüne Kärnten

 

Schmid-Tarmann zum Stadttheater: Überschussgelder für die freie Theaterszene!

Klagenfurt (02.02. 2015) Im Theaterausschuss von Stadt und Land am 27. Jänner 2015 wies der Rechnungsabschluss 2014/15 bei einer Subventionssumme von 16,6 Millionen Euro Einsparungen von ca. 1,3 Millionen Euro auf. Die Hälfte davon fließt anteilsmäßig 60:40 an die Subventionsgeber Land und Landeshauptstadt Klagenfurt zurück. Ausschussmitglied Evelyn Schmid-Tarmann stellt dazu fest: „Es ist ein positives Signal, wenn mit Förderungen verantwortungsvoll umgegangen und gut gewirtschaftet wird. Dies darf natürlich nicht zu Lasten der Qualität der Aufführungen, der Ensemblemitglieder und des Personals gehen. Dieser Überschuss darf nicht in den Budgetlöchern verschwinden, sondern muss zweckgebunden verwendet werden. Die freie Theaterszene wird ausgehungert, da muss es zu Umverteilungen zu Gunsten anderer Theaterinitiativen in Stadt und Land kommen!“

Die Kultursprecherin des Grünen Gemeinderatsclubs berichtet: „Bei einer kürzlich stattgefundenen Sitzung der IG „Freie Theaterarbeit“ wurde eine grundlegende Neubewertung freier Theaterarbeit gefordert. Die IG beklagt die schlechten Rahmenbedingungen für Theaterproduktionen und für KünstlerInnen. Scharf kritisiert wird auch die mangelnde Gesprächsbereitschaft der Kulturreferenten sowie die neuerliche Schwerpunktsetzung auf Volkskultur“.

Schmid-Tarmann will nun in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Gemeinderatswahl am 1. März eine Weichenstellung und bringt einen Antrag mit folgender Forderung ein: „... dass die an die Landeshauptstadt zurückfließende Subventionssumme zur Gänze umgeschichtet und der freien, hier tätigen Theaterszene zugeführt wird...“

„Das Land Kärnten fordere ich auf, mit seinem Anteil genauso zu verfahren und den Betrag den freien Theaterinitiativen zukommen zu lassen!“ so Schmid-Tarmann abschließend.

Grüner Erfolg: Kinderfreundliche Hausordnung beschlossen!

Klagenfurt (16.12. 2014) Auf Antrag von Familienreferentin Andrea Wulz wurde heute eine Kinder- und generationenfreundlichen Hausordnung, erarbeitet durch das Familienservice und die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Kärntens, beschlossen. Zielgruppe sind Bauträger, Genossenschaften und Hausverwaltungen, die die Hausordnung für ihre Anlagen übernehmen sollen. „Immer wieder gibt es Beschwerden über Kinderlärm in Wohnanlagen“, kennt Familienreferentin Andrea Wulz die Problematik. „Kinder brauchen das freie Spielen für ihre gesunde Entwicklung, umgekehrt haben ältere Menschen ein höheres Ruhebedürfnis. Das führt zwangsläufig zu Konflikten, wo Verständnis und Wertschätzung gefragt sind“, so Wulz, die sich schon seit längerem für eine Kinder- und generationenfreundliche Hausordnung auf Basis der Kinderrechte und nach dem Vorbild von Graz, Salzburg und anderen Städten einsetzt. „Nach Rücksprache mit Bauträgern, Genossenschaften und MieterInnen wurde diese nun entwickelt, mit der Zielsetzung, mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse der MieterInnen aller Generationen zu schaffen“, freut sich Wulz. „Die kinder- und generationenfreundliche Hausordnung soll als Instrument zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens in Wohnanlagen dienen“, so die Familienreferentin. „Klagenfurt ist seit 2012 familienfreundliche Gemeinde und setzt eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Familienfreundlichkeit. Mit der kinderfreundlichen Hausordnung gehen wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung!“ 

Forschungsprojekte und Institut für Wirtschaftswissenschaften: Auf Antrag von Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz wurden heute Förderungen für ausgewählte Forschungsprojekte an der Alpen-Adria-Universität sowie eine Subvention für das Institut für Wirtschaftswissenschaften beschlossen, das im Jahr 2014 sein 30-jähriges Bestehen feiert.

Business Frauen Center und Projektgruppe Frauen: Auf Antrag von Frauenreferentin Andrea Wulz wurde dem Business Frauen Center (BFC) eine Subvention gewährt. „Das BFC wurde durch eine Privatinitiative von engagierten Frauen aus der Wirtschaft im November 2000 gegründet. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus etwa 3.000 Frauen und vielen namhaften Unternehmen aus Südösterreich“, berichtet Wulz. Seinen Hauptstandort hat das BFC in Klagenfurt. In den letzten Jahren wurden zahlreiche erfolgreiche Projekte, u.a. der Ausbildungslehrgang für Aufsichtsrätinnen oder das Projekt „MiM“ (Mama im Management), durchgeführt. Ebenfalls eine Subvention erhält die Projektgruppe Frauen, die heuer ihr 30-jähriges Jubiläum feierte.

Umweltförderungen: Auf Antrag von Umweltreferentin Andrea Wulz wurden heute Zuschüsse für umweltfreundliche Maßnahmen in der Höhe von insgesamt 2.100 Euro  beschlossen. Gefördert wurden Heizungsumstellungen (auf Biomasse mit automatischer Brennraumbeschickung), der Einbau von Schallschutzfenstern und die Anschaffung von einspurigen Elektrofahrzeugen.

Pflanzensoziologisches Institut: Dem pflanzensoziologischen Institut wird zur Aufarbeitung von Objekten aus dem Nachlass von Univ.-Prof. Lore Kutschera (Botanikerin und Wurzelforscherin) eine Subvention gewährt. 

Der Grüne Gemeinderatsclub bedankt sich bei Stadtrat Peter Steinkellner, der heute in Vertretung der erkrankten Stadträtin Andrea Wulz die Anträge in der Stadtsenatssitzung vorgetragen hat!

 

Subventionen: Frey fordert ein Ende der Geheimhaltungspolitik

Klagenfurt (17.11. 2014) „Förderungen ab einer Höhe von 20.000 Euro müssen im Gemeinderat beschlossen werden!“, verlangt Grünen-Gemeinderat und Bürgermeisterkandidat Frank Frey. Die Forderung Albert Gunzers, Kultur- Sport und Wirtschaftsförderungen zu verdoppeln, ist für Frey „nichts weiter als ein Wahlkampf-Gag. Gerade lehnte Gunzer noch den Grünen Dringlichkeitsantrag, indem die Einbindung des Gemeinderates bei Förderungen ab 20.000 Euro gefordert wird, ab. Außerdem predigte er als Finanzreferent noch die Kürzung aller Subventionen – wie glaubwürdig ist das?“, kritisiert Frey.

„Für die Grünen ist Transparenz entscheidend. Auf meine Initiative hin wurde am 28. Oktober ein Dringlichkeitsantrag zur Änderung der Subventionsordnung eingebracht. Es darf in Zukunft einfach nicht mehr sein, dass Subventionen ab einer Größenordnung von 20.000 Euro im stillen Kämmerlein* beschlossen werden. Der Gemeinderat, das höchste demokratische Gremium in der Stadt, muss hier gefragt werden“, fordert Frey ein Ende der Geheimhaltungspolitik. 

* Stadtsenatssitzungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, Unterlagen aus dem Stadtsenat sind geheim. 

Dringlichkeitsantrag: http://www.mein-klagenfurt.at/fileadmin/presseaussendungen/gruene/dringlichkeitsantrag-subventionsordnung.pdf 

Grüne fordern mehr Transparenz bei Subventionen

Klagenfurt (29.10. 2014) „Im Vergleich mit anderen österreichischen Städten hinkt Klagenfurt bei der Transparenz bei Subventionen nach“, bemängelt Gemeinderat und Bürgermeisterkandidat Frank Frey. „Erstens gibt es keine offiziellen Wertgrenzen und zweitens vergibt fast ausschließlich der Stadtsenat – ohne Einbindung des Gemeinderates – Subventionen*, was nicht nachvollziehbar ist“, so Frey, der anmerkt, dass alleine im Vorjahr 8,3 Mio. Euro an Subventionen vom Stadtsenat alleine beschlossen wurden. „Der Stadtsenat, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt, kann also selbstständig Förderungen in unbestimmter Höhe beschließen – ohne den Gemeinderat einzubinden. Die Grünen halten das für demokratiepolitisch bedenklich und intransparent. Deshalb haben wir gestern gemeinsam mit der Liste EW ´09 einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, in dem gefordert wird, dass ab einer zu vergebenden Förderung von 20.000 Euro der Gemeinderat für die Beschlussfassung zuständig ist“, so Frey.

Grüne, EW ´09 und ÖVP stimmten der Dringlichkeit zu, FPÖ und SPÖ sprachen sich dagegen aus. „Leider wurde die Dringlichkeit vonseiten der FPÖ und SPÖ nicht zuerkannt, unser Antrag wird aber natürlich trotzdem an den zuständigen Ausschuss weitergeleitet und dort behandelt. Den Grünen ist Transparenz jedenfalls ein dringendes Anliegen!“, betont Frey abschließend.

*Für das Vergeben der Subventionen durch den Stadtsenat gibt es nur folgende Ausnahmen:
1. Ausgaben, die über die Legislaturperiode hinaus andauern, müssen im Gemeinderat beschlossen werden und
2. Subventionen, die einer mehrjährigen Genehmigung bedürfen, maximal 6 Jahre, müssen ebenfalls durch den Gemeinderat beschlossen werden.

Der Dringlichkeitsantrag im Detail:
http://klagenfurt.gruene.at/Dringlichkeitsantrag-Aenderung-der-Subventionsordnung 

Grüne begrüßen Sinneswandel des Kulturreferenten

Klagenfurt (03.03. 2014) Seit mittlerweile zehn Jahren (!) fordert Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann gebetsmühlenartig einen Kulturbeirat sowie die jährliche Veröffentlichung eines Kulturberichtes der Landeshauptstadt. Genauso lange blitzte die Grünen-Kultursprecherin mit ihren Forderungen bei den freiheitlichen Kulturreferenten (zuerst Mario Canori, jetzt Albert Gunzer) ab. „Es wurde stets damit argumentiert, dass die Offenlegung der Subventionen nur Neid verursachen würde. Auch der Datenschutz wurde als Grund vorgeschoben“, erinnert Schmid-Tarmann (siehe Chronologie).

Zuletzt sorgte auch noch der von den Grünen aufgedeckte Skandal um verschwundene Kunstwerke der Stadt Klagenfurt für Wirbel. Schmid-Tarmann forderte u.a. eine professionelle Archivierung der stadteigenen Kunstsammlung. „Das große Medienecho hat nun wohl auch Gunzer dazu veranlasst, in die gleiche Kerbe zu schlagen“, vermutet die Grün-Mandatarin. „Dass Gunzer nach acht Jahren als Kulturreferent nun ein Jahr vor der Gemeinderatswahl in die Gänge kommt, ist sicher reiner Zufall“, stellt Schmid-Tarmann sarkastisch fest. „Wahrscheinlicher ist, dass der Kulturreferent wohl eingesehen hat, dass er mit Intransparenz auf Dauer nicht punkten kann. Nichtsdestotrotz freut es mich sehr, dass die Forderungen der freien Kulturszene endlich erfüllt werden!“, betont die Mandatarin, die sich auch bei der Verwendung des Kulturbudgets einen Sinneswandel wünschen würde. „Leider werden aus dem Kulturbudget nach wie vor kommerzielle Events unterstützt. Das muss ein Ende haben“, verlangt Schmid-Tarmann. „Dieses Geld soll in Zukunft die freie Kulturszene bekommen!“

Chronologie der Forderung nach einem Kulturbeirat und der alljährlichen Veröffentlichung des Kulturberichts der Landeshauptstadt – von Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann:  

Subventionsvergaben an diverse Vereine, Initiativen und KünstlerInnen sind selten langfristig im Budget sichergestellt und von oft nicht nachvollziehbar unterschiedlicher Höhe. Zu Geldleistungen kommen oft noch Sachleistungen dazu. Die Einsicht in Rechnungsabschlüsse und Subventionsberichte sind bislang nur den Mitgliedern des Gemeinderates vorbehalten.
Andere Landeshauptstädte wie Graz oder auch das Land Kärnten machen schon seit langem ihre Förderungen transparent und veröffentlichen ihre Subventionsvergaben auf ihren Webseiten.

Bereits 1997 sprach die IG KIKK (Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška) bereits von der Schlusslichtposition Klagenfurts im Städtevergleich und von undurchsichtigen kulturpolitischen Zuständen. Sie forderte den damaligen FPÖ-Kulturreferenten Walter Gassner in einer Plakataktion auf, den Kulturbericht zu veröffentlichen und sich nicht hinter Verhinderungsgründen zu verschanzen wie »das Stadtrecht verbietet es mir« oder, das sei »aus Gründen des Datenschutzes« nicht möglich. http://www.unikum.ac.at/Haider&Gassner/Kulturbericht_klu.html

2003 folgte ihm der Freiheitliche Mario Canori als Kulturreferent nach. Damals wurde Evelyn Schmid-Tarmann Kultursprecherin der Grünen und Ersatzgemeinderätin. In dieser Funktion brachte sie mehrmals Anträge und Anfragen ein und gründete das Kulturnetz KLU_KULT_NET, um die Forderungen der Freien Kulturszene nach einem Beirat und der Veröffentlichung des alljährlichen Subventionsberichtes auf politischem Weg im Gemeinderat vorzubringen und zu unterstützen.

Die strikte Ablehnung von Transparenz durch Veröffentlichung und Mitbestimmung durch einen Beirat behielt Albert Gunzer bei. Er wurde Nachfolger von Canori, der 2006 nach dem Platzen der Rathauskoalition mit Bgm. Harald Scheucher überraschend das Handtuch geworfen hatte. Gunzer wischte weiter die Forderungen von Gemeinderätin Schmid-Tarmann und der freien Kulturszene mit der gleichen Begründung wie seine Vorgänger hinweg, dies gehe aus Datenschutzgründen nicht und es gebe nur Neid, wenn die Einen sehen, was die Anderen kriegen.

Die Voraussetzungen wurden erfüllt, als bei der „Subventionsordnung neu“ aus dem Jahr 2013 der Antrag der Grün-Mandatarin berücksichtigt wurde, dass die Subventionsnehmer analog dem Land ihre Zustimmung zur Veröffentlichung geben müssen.

SPÖ, ÖVP und Grüne stellen sich klar gegen Verschleuderung von Steuergelder

Klagenfurt (24.11. 2013) Sollten diese Anschuldigungen stimmen, fühlt sich die SPÖ in ihrer Kritik bestätigt und stellt klar: "Für diese geprüften Konten ist ausschließlich der Bürgermeister verantwortlich. Wir lassen uns nicht in diesen Verschleuderungssumpf hineinziehen," so Clubobfrau Dr. Maria-Luise Mathiaschitz.

Für den Parteiobmann der ÖVP StR Peter Steinkellner ist klar: " Die Verschleuderung von Steuergeldern durch Scheider ist von der ÖVP schon mehrfach kritisiert worden. Der Kontrollamtsbericht muss zum Anlass genommen werden, dem einen Riegel vorzuschieben."

Die Clubobfrau der Grünen STR Mag. Andrea Wulz: "Die Grünen legen Wert auf Transparenz. Bei uns ist alles nachvollziehbar, mehrfach geprüft und einsichtig. Wir haben kein Problem, unsere Belege offenzulegen."
Nach der Präsentation im Kontrollausschuss muss über politische und andere Konsequenzen diskutiert werden, sind sich die drei Parteien einig.

Events oder den Bock zum Gärtner machen

Klagenfurt (27.05.2013) „Die Rolle des Event-Zampanos Martin Ramusch sollte längst schon beleuchtet werden“, findet Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann und berichtet: „Ramusch ist quasi Besitzer der Ostbucht: Im Jahr 2008 zu 49% Eigentümer Wörthersee-Schifffahrt geworden, besitzt er sie nun seit 2012 unter dubiosen Umständen zu 100 % mit dazugehörender Werft und Seegrundstück. Dies erfolgte ohne Ausschreibung unter Geheimhaltung des Kaufpreises, selbst vor dem Gemeinderat. 2012 wurde er zudem in einer Blitzaktion mittels Stadtsenats-Umlaufbeschlusses Pächter des stadteigenen Seerestaurants „Lido“ fast auf Lebenszeit.

Unter der Bezeichnung „ip media“ ist er Veranstalter von Starnacht, Seefest, Hafenfest und Events auf der Wörthersee-Bühne. Bei all diesen kommerziellen Groß-Veranstaltungen sitzt der Rubel nach wie vor locker. Und da stimmt nicht nur die FPK zu, auch ÖVP und SPÖ finden nichts dabei, solche Events zu unterstützen – obwohl das Geld an allen Ecken und Enden fehlt!“ so GRin Evelyn Schmid-Tarmann.

Sponsert Klagenfurt etwa die Starnacht nach wie vor mit 100.000 Euro, so hatte die Kärnten Werbung 2011 die Subventionen eingestellt. Nun empfing Martin Ramusch höhere Weihen: Die SPÖ hat ihn zum Aufsichtsrat der Kärnten Werbung gemacht. Wie praktisch, jetzt kann sich Event-Zampano Ramusch den Geldhahn gleich selbst wieder aufdrehen!Da wurde der Bock zum Gärtner gemacht, ein klarer Fall von Unvereinbarkeit“, sind sich die Klagenfurter Grünen sicher und erwägen, diese Causa untersuchen zu lassen.