Grüne Klagenfurt

Das ‚Messe-Flughafen-Spiel‘

GRin Evelyn Schmid-Tarmann sieht die Verantwortung der Stadt, die Richtung vorzugeben. Diese städteplanerische Fehlentwicklung — ein Multikomplex am Klagenfurter Flughafen – wäre der Todesstoß für den innerstädtischen Handel.

„Und schon wieder geht’s um die Begehrlichkeiten rund um das Messegelände. Eine Art ‚Gegen-Messe-Gelände‘ soll unsere Kärntner Messen schwächen“, stellt die Grüne GRin Evelyn Schmid-Tarmann fest. „Die Pläne sind geschmiedet, wollen die Investoren den Medien glaubhaft machen. Einkaufszentrum, Veranstaltungszentrum, Kongresszentrum etc. das alles soll beim Flughafen Klagenfurt aus dem Boden gestampft werden. Wenn es so geschähe, ginge es mit einer enormen Schwächung der Innenstadt einher. Die City ist ja bereits durch die bestehenden Einkaufszentren und der dem Automobil untertänigen Verkehrsplanung angeschlagen und droht sich langsam zu einer Geisterstadt zu entwickeln - Stichwort: Leerstände.“

„Als Wirtschaftssprecherin der Grünen in Klagenfurt blutet mir das Herz, wenn ich diese Fehlentwicklung beobachte. Kein Gegenentwurf der anderen Fraktionen, kein Aufschrei der Innenstadtkaufleute Klagenfurts und was am schlimmsten ist: die MinderheitspartnerInnen — Stadt und Land halten ja 25+% am Flughafen — schweigen sich aus“, ist Evelyn Schmid-Tarmann empört.

„Wovon träumen die Investoren eigentlich bei ihren ‚Planungen‘? Von einer wundersamen Vermehrung der Kaufkraft? Von plötzlich einsetzendem Shopping-Tourismus? Statt London, Paris oder Dubai nach Klagenfurt mit dem Privatjet? — lächerlich und realitätsfern“, ist die Grüne Wirtschaftssprecherin überzeugt und fügt hinzu: „Die Aufgabe der Politik ist es, eine gesunde und nachhaltige Entwicklung für die Stadt voranzutreiben. Dazu gehört die Stärkung des ansässigen Handels ebenso wie die der regionalen ProduzentInnen. Es geht um die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität.“

Zum Abschluss betont Schmid-Tarmann: „Noch haben wir PolitikerInnen es in der Hand. Ein Immobilienentwickler muss sich ebenso an Gesetze halten wie alle anderen Menschen, d.h. er benötigt Widmungen für seine Projekte. Die sind abhängig von den Entscheidungen der Abteilungen und des Gemeinderats. Ich appelliere an die Vernunft der GemeinderätInnen standhaft zu bleiben und diese Widmungen nicht gutzuheißen. Wir müssen gemeinsam dem drohenden Todesstoß für die Innenstadt Paroli zu bieten.“

Veröffentlicht am 08.08.2019 um 15:39
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