Grüne Klagenfurt

Hallenbad und Strandbad sind unvereinbar

StR Frank Frey sieht sich in seiner Entscheidung bestärkt, gegen den Standort Hallenbad/Strandbad gestimmt zu haben. Die kolportierten Ungereimtheiten rund um den Bürgerrat und  die offensichtlich geschönten Luftbilddarstellungen sind für ihn ein Zeichen dafür, dass hier im Hintergrund Interessengruppen mit Vehemenz den Standort am Metnitzstrand durchdrücken wollen.

„Schon beim Bürgercafe regte sich bei mir der Verdacht, dass es bei der Entscheidungsfindung nicht mit rechten Dingen zugeht“, spricht StR Frey seine Befürchtungen offen aus. „Die Art und Weise wie die Veranstaltung abgehalten wurde ließ nur eine Vermutung zu: es gibt eine Lobby, wer auch immer die Betreiber sind, die das Hallenbad unbedingt zum See verfrachten wollen. Wir Grüne sind seit Beginn der Diskussionen, und der liegt schon an die zehn Jahre zurück, stets gegen die Verbauung der Ostbucht eingetreten. Neueste Reaktionen von Klagenfurter BürgerInnen zeigen, wir Grüne befinden uns mit dieser Haltung in bester Gesellschaft“, stellt Frey weiter fest.

Die Geschichte des Hallenbadneubaus hat schon viele Kapitel. Sie hat gesehen wie der vorherige Bürgermeister der Stadt innerhalb von zwei Jahren seine Aussage (Zitat C. Scheider vom 25.4.2009: „Der Bereich See darf nicht zu stark verbaut werden.“) um 180 Grad gedreht hat und schließlich das Gegenteil behauptete (Zitat C. Scheider vom 16.10.2011: „Der Campingplatz ist laut der letzten in Auftrag gegebenen Studie der beste Standort.“)

Auch die von der Klagenfurter Messe Betriebs GmbH aus dem Eigentum der HYPO erworbene Parkplatzfläche an der St. Ruprechter Straße, der Stadt Klagenfurt wurde für die geplante Errichtung eines neuen Hallenbads ein Vorkaufsrecht eingeräumt, ist ein Indiz dafür, dass die Überlegungen schon früh auf einen Standort in Zentrumsnähe fokussiert waren.

„Wie kam es zu diesem Schwenk in den politischen Absichten? Wer zieht hier die Fäden?“, fragt sich Frey, der alles versucht hat den Standort Messegelände als zusätzliche Option in der Entscheidungsfindung zu belassen. „Die Fachstudie kommt nämlich in der Bewertung der Plätze Minimundus und Messe annähernd zum gleich guten Ergebnis. Mir ist unverständlich, warum die Stadtplanung sich den Chancen verschließt, die sich mit einer Stärkung des südlichen Teils der City für die Innenstadt ergeben. Und gerade die Stadtwerke AG müsste sich in Fragen Energieeffizienz auskennen, oder?“

„Logisch, dass sich die BürgerrätInnen an einem, von Haus aus schönen Ort wie dem Wörthersee, ein Hallenbad leichter vorstellen können, als an einem ‚Unort’ wie dem staubigen Schotterparkplatz bei der Messe“, weiß der Grüne Umweltstadtrat „doch die Aufwertung einer ‚Stadtbrache‘ bringt in der Folge einen Mehrwert, wogegen der Metnitzstrand an Erholungswert einbüßen müsste.“
Zum Abschluss führt Frank Frey noch an: „Ich bin jedoch zuversichtlich, dass die immer stärker werdenden Reaktionen der BürgerInnen ein Umdenken im politischen Prozess bewirken werden, denn das was wir jetzt erleben ist auch ein BürgerInnenbeteiligungsprozess, ein gänzlich unbeeinflusster.“

Veröffentlicht am 14.08.2018 um 14:01
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