Grüne Klagenfurt

Schloss Maria Loretto – Zuerst Konzept, dann Neustart

GRin Evelyn Schmid-Tarmann sieht die zweijährige Verlängerung der Verpachtung des Schlosses Maria Loretto als klares Zeichen des Versäumnisses der Stadt, ein schlüssiges Konzept für die öffentliche touristische und kulturelle Nutzung dieses Kleinods zu erarbeiten.

„Seit der Vertragsunterzeichnung 2008 weiß man, dass im Dezember 2020 der Pachtvertrag ausläuft. Nun wird eine schwach argumentierte zweijährige Verlängerung mit der Bestandnehmerin (einer GmbH) beschlossen. Und das obwohl diese nicht geneigt scheint, ein Konzept für die Nutzung des Schlosses zu erarbeiten. Die bisher gepflogene Weitervermietung an einen Caterer ist eine Sache, die auch vom Facility Management der Stadt Klagenfurt erledigt werden kann – ohne Zwischenprofiteur“, kommentiert die Wirtschaftssprecherin der Grünen im Gemeinderat, Evelyn Schmid-Tarmann, die Vertragsverlängerung.

„Ein improvisierter Kulturplan mit dem Schwerpunkt Klassik für kommendes Jahr ist zwar ein Anfang, doch das stadteigene Schloss für öffentliche Veranstaltungen zu nutzen muss niederschwelligere Angebote, auch für Familien, beinhalten mit einem klaren Zeitplan für Veranstaltungen unter Einbeziehung der lokalen Freien Szene“, wiederholt GRin Schmid-Tarmann ihre Forderungen aus der Vergangenheit.

Sie präzisiert ihre Vorschläge:

  • die Gastronomie (Café/Lounge) öffentlich ausschreiben mit vorgegebenen Öffnungszeiten von Ostern bis Herbst um den touristischen Bedürfnissen gerecht zu werden.
  • eine bestimmte Anzahl von Tagen (rd. 52 Tage/Jahr) für Hochzeiten und private Feiern zu genehmigen
  • die restliche Zeit für öffentliche Nutzung, kulturelle Veranstaltungen, etc. freihalten
  • einen Shuttleservice zu den Abendveranstaltungen (mehr Parkplätze würden das romantische Ambiente gefährden)
  • Sitzgelegenheiten ohne Konsumationszwang im Parkbereich
  • einen gut beleuchteten Spazierweg entlang des Lendkanals errichten, damit die FußgängerInnen ohne Gefährdung durch den Autoverkehr das Schloss erreichen können

„Ich fordere die Wirtschafts-, Tourismus-, und Kulturabteilung auf, die folgenden zwei Jahre für Ausschreibung und Pachtvertrag besser zu nutzen, als die vergangene Dekade. Ein Dornröschen darf träumend auf seinen Prinzen warten, die Stadt nicht“, so Schmid-Tarmann abschließend.

Veröffentlicht am 12.12.2019 um 14:35

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