Stopp mit Geld-Doping für SK Austria

Trotz des Spar-Versprechens fassten in der heutigen Sonder-Stadtsenatssitzung BZÖ und SPÖ gegen die Stimmen von Grüne und ÖVP den Beschluss, eine 575.000,- Euro Haftung für den Fußballverein SK Austria zu übernehmen. Wenn es nach den Klagenfurter Grünen geht, so ist der SK Austria ein Fass ohne Boden wie folgende Kostenaufstellung – rein aus dem vergangenen Jahr – belegt:
<ul> <li>29.01.2008 <b> 500.000,- Euro</b> Darlehen an den SK Austria (Rückzahlung bis 31.12.2008); mit Stimmenmehrheit, gegen die Stimmen der Grünen und SPÖ, zum Beschluss erhoben.</li> <li>08.04.2008 <b>180.000,- Euro</b> Förderungszuschuss für SK Austria in zwei Raten zu je 90.000,- Euro. Der Förderungszweck beinhaltet in der ersten Rate 20.000,- Euro für die Akademie und weitere 70.000,- Euro für Spitzensport. Die zweite Rate in der Höhe von 90.000,- Euro beinhaltet 20.000,- für Spitzensport und 70.000,- Euro für den Nachwuchs. Grüne und SPÖ stimmten dagegen.</li> <li>20.05.2008 <b>2.000,- Euro</b> Sachleistung für den SK Austria</li> <li>27.05.2008 <b>90.000,- Euro</b> Förderungszuschuss für den SK Austria; mit Stimmenmehrheit, Gegenstimme StRin Maga Andrea Wulz, im Stadtsenat genehmigt und an den Gemeinderat zur Beschlussfassung weitergeleitet, wo der Antrag mit Stimmenmehrheit (Gegenstimmen der Grünen) zum Beschluss erhoben wurde.</li> <li>18.12.2008&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Stadt Klagenfurt verzichtet auf die Rückerstattung des Darlehens in Höhe von 500.000,- Euro bis zum vertraglich vereinbarten Termin (31.12.2008) und regelt die Rückerstattung mittels Besserungsschein – einzige Gegenstimme: StRin Maga Andrea Wulz.</li> <li>28.04.2008 <b>500.000,- Euro</b> zusätzlicher Zuschuss für den SK Austria für die laufende Spielsaison 2008/09 und nochmals <b>500.000,- Euro</b> für die Spielsaison 2009/10. Der ehemalige Finanzreferent schickte am 16.03.2009 voraus, dass seine Unterschrift nur unter der Bedingung gewährt wird, dass der zusätzliche Zuschuss nicht zur Bezahlung der Büromiete bzw. Stadionmiete verwendet werden darf. Weiters schlug Zwick vor, dass der SK Austria den zusätzlichen Zuschuss nur unter Vorlage von Rechnungen erhalten soll. Dieser Antrag wurde mit Stimmenmehrheit – Gegenstimme StRin Maga Andrea Wulz – beschlossen.</li> <li>05.05.2009 <b>575.000,- Euro</b> Haftungsübernahme der Stadt für den SK Austria mit Stimmenmehrheit SPÖ und BZÖ gegen die Stimmen von Grüne und ÖVP beschlossen.</li> <li>Durch den Verzicht auf das Namensrecht verzichtete die Stadt Klagenfurt auf ca. <b>5.000.000 Euro</b> an Einnahmen.</li></ul>
Für die Klagenfurter Grünen ist dieses Finanz-Doping des SK Austrias nicht länger tragbar: „Für die Stadt heißt es derzeit sparen, sparen, sparen! Im Anschluss an den heutigen Sonder-Stadtsenat folgte ein Finanzbericht, der die dramatische Finanzlage der Stadt nochmals belegte! Alle werden zum Sparen angehalten, denn es gilt an die 20 Mio. Euro einzusparen!“, berichtet StRin Maga Andrea Wulz und fügt hinzu: „BZÖ und SPÖ wissen um die Finanzlage der Stadt bescheid. Jetzt tun sie es der Misswirtschaft der ÖVP gleich und werfen über eine halbe Million Euro für den SK Austria zum Fenster hinaus!“ Zum wiederholten Male forderte die Grün-Stadträtin Kostenwahrheit und Transparenz: „Wir wissen nicht, ob dies die letzte Forderung des SK Austrias war. Außerdem sind noch Millionenbeträge bzgl. Sportpark und Sportakademie ausständig. Auch der Stadionrückbau muss finanziert werden. Man kann nicht in sozialen Bereichen drastische Sparmaßnahmen ergreifen, Subventionen kürzen und dann unüberlegt über 500.000 Euro mit einem Federschlag ausgeben. Das ist einfach unglaubwürdig! Man kann nicht Wasser predigen und Wein trinken!“, kritisiert Wulz aufs Schärfste, die vor der Beschlussfassung forderte, „dass man den Beschluss verlege und ihn erst nach Vorlage einer genauen Kostenaufschlüsselung seitens des SK Austrias wieder aufmache. Keiner kann sagen was noch kommt!“, schließt Wulz.