Grüne Klagenfurt

Urbaner Hitze-Pol Parkflächen CineCity

„Den wohltuenden Naturschatten von Bäumen an heißen Tagen kennen wir alle aus eigener Erfahrung. Die positive Auswirkung ›Cooler‹ Bäume auf das Klima ist auch schon längst wissenschaftlich belegt.1

Weit weniger ›cool‹ ist es, wenn im Osten Klagenfurts im Bereich des Kino-Komplexes riesengroße asphaltierte Autoabstellflächen ohne schattenspendende Bäume die Umgebungstemperatur unnötigerweise in die Höhe treiben“, stellt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann fest. „Die gesamte Völkermarkter Straße, vom Autobahnzubringer bis zur Windischkaserne, ist von Parkplätzen der ansässigen Betriebe gesäumt – manche davon vorbildhaft mit Bäumen bepflanzt, viele leider gar nicht oder nur mit ‚Alibi-Sträuchern‘, die keine kühlende Wirkung haben. Ein Übermaß an versiegeltem Boden ist es allemal.“

Die STW haben das Park & Ride Angebot leider eingestellt
Der Parkplatz nördlich des Hypogebäudes wurde bis zum Jahr 2016 von der Stadt gepachtet als Park&Ride-Angebot im Osten der Stadt. Die Fläche ist Privateigentum und die erforderliche Bepflanzung liegt nicht im Wirkungsbereich des Magistrats. „Die versiegelte Fläche darf nicht weiterhin brachliegen als maßgeblicher Hitzepol in der Völkermarkter Straße.
Die Luft über einer Asphaltfläche erwärmt sich unter Sonneneinstrahlung zusätzlich um über 18 Grad im Vergleich zur Umgebung, bei Beton sind es immerhin 10 Grad mehr“, gibt Schmid-Tarmann zu bedenken. „Ganz in der Nähe werden einige neue Wohnprojekte geplant und realisiert. Der richtige Zeitpunkt für die Stadt, um auf die Eigentümerin der rund 7,5 ha großen, unbeschatteten Parkflächen (P&R und Parkplatz CineCity) Gespräche zu führen und an ihre Vernunft im Sinne des Klimawandels zu appellieren. Auch die Wiedereinführung von P&R sollte erwogen werden.

Das Outdoor-Angebot in Welzenegg ist endenwollend
„Während es im Bereich des Wörthersees, abgesehen von den Bädern, doch einige Freizeit- und Sportmöglichkeiten gibt, ist im bevölkerungsreichen Osten der Stadt der Bedarf der Anrainer*innen bei weitem nicht gedeckt. Auf dem brachliegenden ehemaligen P&R-Platz wäre genug Raum für ein Outdoor-Freizeit-Zentrum. Skaterpark, Freeletics, o.ä. und auch ein kleiner Erholungspark fänden dort Platz“, schlägt die Grüne Wirtschaftssprecherin vor und ist überzeugt, dass das auch eine gute Ergänzung zum Indoor-Spiel-Sport-Angebot in der CineCity und ein gutes Argument für die Verhandlungen mit der Eigentümerin wäre, diese langjährige Brache endlich sinnvoll zu nutzen und zugleich die Klimabilanz dieses Stadtteils durch Baumbepflanzungen zu verbessern.

1 Forscherinnen der niederländischen Universität Wageningen beziffern die Kühlleistung eines Baumes mit 20 bis 30 Kilowatt. Dies entspricht in etwa 10 Klimaanlagen oder einer gefühlten Temperatur die 10 bis 15 Grad unter der vorherrschenden Lufttemperatur liegt. (Quelle: https://www.klimafonds.gv.at/flipbook/dossier-urbane-kuehlung/).

Vitaneum – Fleischblumen sind keine Bäume

„Beim Bau des Vitaneums wurden acht prächtige Sommerlinden der Bauwut geopfert – mit der Ansage, dass diese Schattenspender zeitnahe durch neue ersetzt werden. Das einzige, was momentan in der Lichtenfelsgasse grünt, sind Fleischblumen“, ist Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann erzürnt. „Wegen der Tiefgarage war es nötig, die Substratflächen für die Bäume mit einem eigenen Be-/Entwässerungssystem auszustatten. Für ‚Blumenrabatteln‘ hätte es dieses Aufwands nicht bedurft.“

Seit mehr als einem Jahr sind das Vitaneum und die Tiefgarage fertiggestellt
„Wenn man bedenkt, dass die geopferten Bäume viele Jahrzehnte bis zu ihrer vollen Größe gewachsen sind, ist es fahrlässig, ein weiteres Jahr oder noch länger verstreichen zu lassen, um mit der Nachpflanzung zu beginnen“, sagt die Grüne Gemeinderätin. „Jeder Baum in der Innenstadt hilft mit die urbanen Hitzepole zu reduzieren.“

Auch östlich der Benediktinerschule und am Markt fehlen Schattenspender
„Der Benediktinermarkt ist an sommerlichen Sonnentagen eine heiße Asphaltwüste mit wenig Aufenthaltsqualität. Ich habe gefordert, dort ausreichend Schattenspender zu pflanzen – bislang ist nichts dergleichen geschehen. Die alten Bäume östlich der Benediktinerschule wurden ebenso beseitigt. Das wirkt sich zusätzlich negativ auf das Mikroklima am Markt aus“, beschreibt Schmid-Tarmann die aktuelle Situation.

„Ein System erkennt man daran, wie es sich verhält und nicht daran welche Ziele es sich setzt. Die Smart City Strategie darf kein reines Lippenbekenntnis sein. Die Stadt muss handeln und die Bauherren in die Pflicht nehmen. Zumindest die Bäume in der Lichtenfelsgasse müssen zur günstigen Pflanzzeit in diesem Herbst unverzüglich zu Lasten des Vitaneums nachgesetzt werden. Immerhin haben die Errichter der Immobilie, mit der Genehmigung des Baus durch Stadt, einen Vorteil auf Kosten der Allgemeinheit erwirkt. Darum muss im Gegenzug ein Mehrwert für die Bevölkerung generiert werden“, fordert Evelyn Schmid-Tarmann abschließend.

(Schluss)

Die Barrierefreiheit des Landhaushofs ist mit dem Erhalt der Bäume auch realisierbar

Stadtrat Frank Frey findet es skandalös, dass drei gesunde Bäume gefällt werden sollen, obwohl es Möglichkeiten gibt, den Platz zu sanieren ohne die Bäume zu beschädigen. Er kritisiert ebenso die intransparente Planung, wo es sich doch beim Landhaushof um ein Herzstück der Klagenfurter Altstadt handelt.

„Es ist ungeheuerlich, dass die drei Bäume im Landhaushof der Spitzhacke zum Opfer fallen sollen“, ärgert sich Umweltstadtrat Frank Frey über die diesbezügliche Ankündigung des Kärntner Landtagsamtes. „Eine Untersuchung, die das Land bei meinem Referat Stadtgarten in Auftrag gegeben hat, hatte ergeben, dass alle drei Bäume völlig gesund sind. Trotzdem sollen sie gefällt werden, weil man nicht willens ist, die Baumaßnahme ohne Beschädigung der Baumwurzeln durchzuführen.“

„Es wird argumentiert, dass die barrierefreie Gestaltung des Landhaushofes anders nicht möglich ist. Doch Beispiele aus anderen Städten zeigen, man kann auch mit Rücksichtnahme auf Bäume, Grünflächen und andere kleine Naturoasen im innerstädtischen Bereich planen und bauen. Für die Stadt sind gerade diese mikroklimatischen Inseln besonders wichtig für den Erholungswert der Bewohner- und BesucherInnen. Und nebenbei sind sie schön anzusehen. Die, unbestritten vorrangige, Herstellung der Barrierefreiheit muss mit dem Erhalt der gesunden Bäume Hand in Hand gehen“, führt Frank Frey weiter aus.

„Eine Veränderung im öffentlichen Raum ist etwas, was die KlagenfurterInnen angeht, auch wenn der Grund dem Land gehört“, macht Frey weiter seinem Unmut Luft. „Man hat mir vom Büro des Landtagsdirektors, auf mehrmalige Anfragen, bis dato noch keine Auskunft erteilt, was mit den Bäumen geschehen soll. Wobei die BürgerInnen hingegen bei mir anfragen was da vorgeht, weil sie der Annahme sind, die Bäume fallen in den Zuständigkeitsbereich der Stadt.“

„Laut Auskunft meiner ExpertInnen von der Abteilung Stadtgarten gibt es sehr wohl die technischen Möglichkeiten die Sanierung des Landhaushofes durchzuführen — ohne die Bäume zu beschädigen. Es ist aufwändiger, aber das muss es uns wert sein“, stellt der Grüne Stadtrat Frey klar fest. „Also kann ich mir nur denken es scheitert einzig und allein am Willen des Kärntner Landtagsamtes. Es wird immer deutlicher, dass das einzig Grüne an den Roten das Feigenblatt ist mit dem sie ihre Blößen beim Naturbewusstsein bedecken.“ (Schluss)

Größte Baumoffensive gestartet

Heute wurde in der Stadtgartenzentrale die größte bekannte Baumoffensive Klagenfurts gestartet. Insgesamt werden – verteilt auf das gesamte Stadtgebiet – 386 Bäume neu gepflanzt, freut sich Stadtrat Frank Frey.

In den nächsten zwei Wochen werden in der Stadt Klagenfurt 386 Bäume neu gepflanzt. „Investiert werden insgesamt 270.000 Euro, um den Grünraum im Straßenbild zu erweitern und wegen Schäden entfernte Bäume zu ersetzen“, informiert Stadtrat Frank Frey beim heutigen Start der Aktion in der Stadtgartenzentrale. Der Grüne Stadtgarten- und Umweltreferent ist stolz darauf, dass auch dort Bäume gepflanzt werden, wo zuvor noch keine gestanden sind. „Im nächsten Frühjahr können wir uns dann über ein noch schöneres, blühenderes Stadtbild freuen“, hebt Frey hervor. Stadtgartenchef Heinz Blechl und seinen MitarbeiterInnen dankt der Stadtrat nochmals ganz herzlich. Sie waren nach dem heurigen Schneebruch im Frühjahr mit einer erhöhten Arbeitsbelastung konfrontiert. Bei der heutigen Präsentation wurden auch die positiven Wirkungen von Stadtbäumen heraus gestrichen. Sie seien nicht nur Lebensräume für Tiere, sondern auch Sauerstoffproduzenten und Schattenspender. Ausgepflanzt werden in den folgenden beiden Wochen vor allem Ginkgobäume, Ulmen, Zerr-Eichen und Amberbäume. Die meisten Bäume werden übrigens in der Feldkirchner Straße (44 Bäume), bei Minimundus (41), in der Sterneckstraße (39), in der St. Ruprechter Straße (34) und in der Kranzmayerstarße (30) gepflanzt.

Fotocredit: Sandra Pinter

Frey: Drei Baumschönheiten unter Schutz gestellt

 

Naturdenkmal1 Naturdenkmal2

Klagenfurt (12.04. 2016) Klagenfurt ist um drei geschützte Naturjuwele reicher: Auf Antrag von Umweltreferent Frank Frey wurden drei Eichen in der Waffenschmiedgasse in Waidmannsdorf zu Naturdenkmälern erklärt.

Die Zahl der geschützten Baumschönheiten in Klagenfurt wächst. Bereits in den letzten Jahren wurden auf Bestreben der Grünen hin viele seltene Bäume zu Naturdenkmälern erklärt. „Naturdenkmäler sind bedeutend und wertvoll für das Stadtbild. In Klagenfurt gibt es viele Bäume, die aufgrund ihres Erscheinungsbildes, ihrer Seltenheit oder ihres naturwissenschaftlichen Wertes Schutz verdienen“, so der Grüne Stadtrat Frank Frey.

Drei Eichen in der Waffenschmiedgasse wurden nun aufgrund ihrer Eigenart und Seltenheit auf Antrag von Umweltreferent Frey zu Naturdenkmälern erklärt.  „Die drei Eichen sind in dieser Wohngegend eine große Bereicherung. Jetzt stehen sie dauerhaft unter Schutz“, freut sich Frey über die neuen Naturdenkmäler. „Die Eiche westlich hat einen stolzen Stammumfang von 360 Zentimeter und ist ca. 120 Jahre alt. Die anderen beiden Eichen sind ebenfalls bereits zwischen 80 und 100 Jahre alt“, so Frey.

Groß ist die Freude über die neuen Naturdenkmäler auch bei Anwohnerin Anna Pabel, die sich für den Schutz der Baumriesen stark gemacht hat (siehe Fotos; Fotocredit: S. Pinter).

Naturdenkmal3 Naturdenkmal4

Grüner Verdienst: Klagenfurt, die Stadt der Naturdenkmäler

Klagenfurt (13.05. 2014) Klagenfurt, die Stadt der Naturdenkmäler – das ist die Vision von Umweltreferentin Andrea Wulz und Gemeinderat Reinhold Gasper, der gemeinsam mit dem Alpenverein die Aktion „Neue Naturdenkmäler“ ins Leben gerufen hat. „Naturdenkmäler sind bedeutend und wertvoll für das Stadtbild. In Klagenfurt gibt es viele Bäume, die aufgrund ihres Erscheinungsbildes, ihrer Seltenheit oder ihres naturwissenschaftlichen Wertes Schutz verdienen“, so Wulz, die vor fünf Jahren das Umweltreferat übernommen hat, mit dem Ziel, Klagenfurt ein Stück umweltfreundlicher zu machen. In dieser Zeit wurden auf Bestreben der  Grünen hin viele Baumschönheiten zu Naturdenkmälern erklärt und damit unter Schutz gestellt. „Vorher ging in diesem Bereich wenig weiter“, erinnert Wulz. 

Die Anregungen für neue Naturdenkmäler liefert meist Parteikollege und Baumliebhaber Reinhold Gasper. „Er spürt immer wieder Bäume auf, die sich als Naturdenkmäler eignen würden. Seine Vorschläge werden im Umweltausschuss behandelt, kommen dann weiter zur Abteilung Umweltschutz und zur Behörde, die die Eigentumsverhältnisse abklärt. Dann wird eine Verordnung erstellt und das neue Naturdenkmal im Stadtsenat beschlossen“, erklärt Wulz.

2011 wurde übrigens bereits eine 70-seitige Broschüre „Natur in Klagenfurt“, ein Führer zu Klagenfurts Naturdenkmälern, herausgegeben. Darin sind 37 Naturdenkmäler der Stadt in Wort und Bild erfasst. „Mittlerweile ist die Zahl bereits auf 43 angestiegen, weitere Naturdenkmäler werden demnächst beschlossen“, freut sich die Umweltreferentin. Aufgrund seiner Verdienste rund um die Naturdenkmäler in Klagenfurt wird Reinhold Gasper übrigens demnächst von der Stadt Klagenfurt geehrt und mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Der eindrucksvolle Urwelt-Mammutbaumes im Landhauspark wurde auf Antrag von Gemeinderat Reinhold Gasper vor ein paar Jahren unter Schutz gestellt. Weitere Baumschönheiten, die auf Antrag des Mandatars in den letzten Jahren allein in der Klagenfurter Innenstadt zum Naturdenkmal erklärt worden sind: der Ginkgobaum im Landhauspark, die doppelte Eibe im Rauscherpark und die Stiel-Eiche im Schillerpark („Schillereiche“).
Foto: Vanessa Planner

Gratulieren Reinhold Gasper zu seinen Verdiensten rund um Naturdenkmäler in Klagenfurt: Umweltausschuss-Vorsitzende Gemeinderätin Christina Krainz (links) und Umwelt-Stadträtin Andrea Wulz.
Foto: Stadtpresse/Julia Fritz-Glinik

Waisenhauskaserne: Stadt pflegt nach wie vor privaten Park

Klagenfurt (23.10. 2013) Vor über einer Woche wurde in den Medien über die Gefährdung von Bäumen und Baumwurzeln im Maria Theresia Park durch riesige Häufen von Aushubmaterial berichtet. Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann forderte in einer Presseaussendung Konsequenzen und prangerte den rücksichtslosen Umgang der Baufirma mit den Bäumen an (http://klagenfurt.gruene.at/Waisenhauskaserne-Liebloser-Umgang-mit-Park-und-Baeumen-Lebensqualitaet-schwindet). „Geändert hat sich an der Situation leider nichts. Ich quere den Maria Theresia Park nahezu täglich, noch immer türmen sich Häufen von Aushubmaterial und ersticken die Baumwurzeln“, ärgert sich Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die sich auch darüber wundert, dass der Park, der sich ja in Privatbesitz befindet, trotzdem von der öffentlichen Hand – der Abteilung Stadtgarten – betreut wird: „Die Kosten für die Pflege des Parks übernimmt seit vielen Jahren die Stadt Klagenfurt, also die  SteuerzahlerInnen“, so Schmid-Tarmann, die bereits im März 2011 eine Anfrage an den zuständigen Referenten, Stadtrat Wolfgang Germ, gestellt hat und die Pflege dieser privaten Liegenschaft hinterfragt. „Schließlich bleibt vom öffentlich zugänglichen Maria-Theresia-Park nicht mehr viel übrig – nachdem der Bauunternehmer Flächen für die privaten Gärten der Neubauten und für sein Restaurant beansprucht“, kritisiert Schmid-Tarmann und betont abschließend: „Auch private HauseigentümerInnen müssen auf eigene Kosten für die Pflege von Gehsteigen aufkommen, die öffentlich zugänglich sind.“

Fotos (2): E. Schmid-Tarmann

Naturwunder am Lendkanal: Seltene Luftwurzeln zu sehen

Klagenfurt (16.10.2013) Das Niedrigwasser im Lendkanal ist dafür verantwortlich, dass die Ufermauern hervortreten und die sonst kaum sichtbaren  Wurzelkörper der Schwarzerlen hervortreten – ohne jedoch die Ufermauern zu zerstören, erklärt Grünen-Gemeinderat Reinhold Gasper. „Luftwurzeln treiben nur bei Schwarzerlen – aus dem untersten Stammbereich heraus – aus. Sie senken sich ins Wasser, da sie aus der Böschung zu wenig Wasser bekommen.“

Von der Paternion-Brücke bis zur Loretto-Brücke haben insgesamt ca. 20 Bäume verschieden große Wurzelkörper gebildet. „Ein besonders herausragender, ca. ein  Kubikmeter großer Wurzelkörper, ist bei einem Baum im Bereich Minimundus zu bewundern“, erzählt Gasper. „Der Abschnitt des Lendkanals erinnert derzeit an einen Magrovenwald. Wer das Naturschauspiel noch sehen möchte – am besten vom Radweg aus – sollte sich allerdings beeilen: Denn wenn der Wasserspiegel steigt, ist es wieder verschwunden.“

Foto: R. Gasper

Waisenhauskaserne: Liebloser Umgang mit Park und Bäumen – Lebensqualität schwindet

Baumwurzeln, andere Bäume hat man bereits gefällt – obwohl sie erhalten hätten werden müssen,“ berichtet Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann nach einem Lokalaugenschein. „Es geht einfach nicht, dass sich eine Baufirma alles erlauben kann und keinerlei Rücksicht auf Mensch und Natur nimmt. AnrainerInnen fühlen sich zunehmend machtlos und ihr Zorn steigt, da ihre Einwände nicht ernst genommen werden“, kritisiert Schmid-Tarmann, die von den betroffenen AnrainerInnen seit 2009 auf dem Laufenden gehalten wird. „Rechtskonform zu handeln, heißt nicht immer, gerecht zu handeln. Baufirmen reizen oft den Rahmen der Legalität voll aus, was aber nicht heißt, dass es moralisch nicht bedenklich ist“, so Schmid-Tarmann, die von Anfang an Ungereimtheiten rund um das umstrittene Bauprojekt aufgezeigt und sich für die Erhaltung des öffentlichen Maria-Theresia-Parks eingesetzt hat.

„Die AnrainerInnen leiden unter der schwindenden Lebensqualität, vom bislang öffentlichen Maria-Theresia-Park bleibt nicht mehr viel übrig“, zeigt die Gemeinderätin auf. „Die Baufirma nimmt den Menschen scheibchenweise etwas von ihrem Park weg – indem die Privatgärten der Neubauten einfach im Park errichtet werden, obwohl das laut Gutachten des Landes dem Charakter eines Parks widerspricht. Und indem der Sitzgarten des geplanten Restaurants einfach in den Park hinein gebaut und somit nicht mehr öffentlich zugängig wird“, so Schmid-Tarmann, die der Meinung ist, dass die Baufirma Kollitsch das Restaurant auch in einem anderen Bereich des 22.350 Quadratmeter großen Grundstücks, und nicht direkt in den Park, errichten könnte.

Den Bürgermeister als oberste Bauinstanz der Stadt Klagenfurt fordert Schmid-Tarmann auf, u.a. diese Baufirma in die Schranken zu weisen. „Es ist nicht länger tolerierbar, dass sich Baufirmen alles herausnehmen können, berechtigte Einsprüche von AnrainerInnen generell abgewiesen werden und der lieblose Umgang mit Bäumen bzw. illegales Fällen ohne Konsequenzen bleibt.“ 

Fotos (2): E. Schmid-Tarmann

Grüne schlagen Alarm: Borkenkäfer-Invasion am Spitalberg

Klagenfurt (11.10. 2013) „Weitere Bäume zeigen bereits Anzeichen“, weiß Gasper nach einem Lokalaugenschein. „Ich habe mich bereits informiert: Zu den WaldbesitzerInnen gehören die Stadtwerke Klagenfurt, das Klinikum und das Land Kärnten. Laut Gesetz ist jede/r Waldbesitzer/in dazu verpflichtet, befallene Bäume rasch zu entfernen, um die Ausbreitung der schädlichen Insekten zu verhindern. Denn wie kommen angrenzende WaldbesitzerInnen dazu, dass sie wegen der Nachlässigkeit einiger, Schaden erleiden?“, so der Grün-Mandatar, für den es unverständlich ist, das bis jetzt niemand einen Finger gerührt hat – „obwohl bei den Hochbehältern regelmäßige Inspektionen durchgeführt werden. Daneben befindet sich ein Privatgrund, der als illegaler Lagerplatz für landwirtschaftliche Maschinen, alte Paletten etc. missbraucht wird. Es ist merkwürdig, dass sich niemand an dem angrenzenden Waldsterben und dem verbotenen Lagerplatz stört. Aufmerksamen SpaziergängerInnen ist der Zustand der Bäume sehr wohl aufgefallen – sie haben mich auch umgehend informiert, da sie sich von den toten Bäumen bedroht fühlen und hoffen, dass bald wieder für Ordnung und Sicherheit gesorgt wird.“ Gasper fordert die verantwortlichen WaldbesitzerInnen auf, die vom Borkenkäfer befallenen Bäume so rasch wie möglich zu entfernen.

Foto: Reinhold Gasper