Grüne Klagenfurt

Vitaneum – Fleischblumen sind keine Bäume

„Beim Bau des Vitaneums wurden acht prächtige Sommerlinden der Bauwut geopfert – mit der Ansage, dass diese Schattenspender zeitnahe durch neue ersetzt werden. Das einzige, was momentan in der Lichtenfelsgasse grünt, sind Fleischblumen“, ist Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann erzürnt. „Wegen der Tiefgarage war es nötig, die Substratflächen für die Bäume mit einem eigenen Be-/Entwässerungssystem auszustatten. Für ‚Blumenrabatteln‘ hätte es dieses Aufwands nicht bedurft.“

Seit mehr als einem Jahr sind das Vitaneum und die Tiefgarage fertiggestellt
„Wenn man bedenkt, dass die geopferten Bäume viele Jahrzehnte bis zu ihrer vollen Größe gewachsen sind, ist es fahrlässig, ein weiteres Jahr oder noch länger verstreichen zu lassen, um mit der Nachpflanzung zu beginnen“, sagt die Grüne Gemeinderätin. „Jeder Baum in der Innenstadt hilft mit die urbanen Hitzepole zu reduzieren.“

Auch östlich der Benediktinerschule und am Markt fehlen Schattenspender
„Der Benediktinermarkt ist an sommerlichen Sonnentagen eine heiße Asphaltwüste mit wenig Aufenthaltsqualität. Ich habe gefordert, dort ausreichend Schattenspender zu pflanzen – bislang ist nichts dergleichen geschehen. Die alten Bäume östlich der Benediktinerschule wurden ebenso beseitigt. Das wirkt sich zusätzlich negativ auf das Mikroklima am Markt aus“, beschreibt Schmid-Tarmann die aktuelle Situation.

„Ein System erkennt man daran, wie es sich verhält und nicht daran welche Ziele es sich setzt. Die Smart City Strategie darf kein reines Lippenbekenntnis sein. Die Stadt muss handeln und die Bauherren in die Pflicht nehmen. Zumindest die Bäume in der Lichtenfelsgasse müssen zur günstigen Pflanzzeit in diesem Herbst unverzüglich zu Lasten des Vitaneums nachgesetzt werden. Immerhin haben die Errichter der Immobilie, mit der Genehmigung des Baus durch Stadt, einen Vorteil auf Kosten der Allgemeinheit erwirkt. Darum muss im Gegenzug ein Mehrwert für die Bevölkerung generiert werden“, fordert Evelyn Schmid-Tarmann abschließend.

(Schluss)

Fahrradbügel für die umweltbewussten BesucherInnen des Benediktinermarktes gefordert

Trotz Inbetriebnahme der Tiefgarage ist der Markt rundum zugeparkt und die Verkehrssituation unverändert dicht. Durch den Bau der Abfahrtsrampe sind auch die ehemals dort befindlichen Fahrradbügel weg und die wahlfrei abgestellten Räder blockieren die Marktzugänge. Statt Alltagsradeln wird Autofahren gefördert.

„Die Fahrzeuge werden durch den Bau der Tiefgarage von der Straße verschwinden und das Verkehrsproblem am Benediktinerplatz lösen – so lautete das Credo ihrer Befürworter in der Stadtpolitik. Es war wohl reine Schönrederei. Über Geschmack lässt sich streiten, für mich jedenfalls ist die Rampe der Garage ein ästhetisches Ärgernis. Und was viel schlimmer ist: sie schneidet den Markt vom geplanten ‚Benediktinerhof‘ ab, der in der ehemaligen Benediktinerschule entstehen soll und frisst öffentlichen Raum“, stellt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann fest.

„Die Situation am Markt hat sich durch den Bau der Tiefgarage unter dem Benediktinerplatz nicht verbessert. Im Gegenteil: Die Garage wird nur zögerlich angenommen, der Marktplatz und die umliegenden Straßenzüge sind nach wie vor zugeparkt. Sowohl die PKWs der MarktbesucherInnen wie auch Lieferwagen verstellen die letzten freien öffentlichen Fleckchen. Was fehlt sind schattenspendende Bäume und vor allem Fahrradständer. Wir Grünen fordern schon seit Jahren vom Verkehrsreferenten eine fahrradfreundlichere Innenstadt – was er liefert ist halbherzig und/oder schlecht durchdacht.“

„Als überzeugte ‚AlltagsradlerIn‘ habe ich im Gemeinderat die Aufstellung von Fahrradbügeln beantragt*. Momentan stellen die MarktbesucherInnen ihre Fahrräder notgedrungen kreuz und quer rund um den Benediktinermarkt ab und die Zugänge zu den Ständen werden dadurch gefährlich verengt. Anstelle von vier Parkplätzen an der Nordseite des Benediktinermarktes könnte Platz für 40+ Fahrräder geschaffen werden“, so Wirtschaftssprecherin Schmid-Tarmann abschließend.

 

 

*  Antrag 14-2020 - Fahrrradbügel - 25.05.2020 - EST

Ortsbild und Aufenthaltsqualität auf dem Benediktinermarkt stärken

Immer heißere Sommer, Widerhitze vom Asphaltbelag und kein Naturschatten: Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann sieht Handlungsbedarf für Klagenfurts Traditionsmarkt: Schattenspendende Bäume mit Rundbänken ohne Konsumationszwang und mehr Fahrradabstellplätze heben die Aufenthaltsqualität und stärken das Ortsbild.

„Der Benediktinermarkt ist das Herz und der Bauch von Klagenfurt. Doch sowohl Gastronomie wie auch StandlerInnen klagen über Umsatzeinbußen in der heißen Jahreszeit. Ich führe dies auch darauf zurück, dass sich der baumlose asphaltbeschichtete Marktplatz zu sehr aufheizt. Durch den Klimawandel dauert der Sommer praktisch von Mai bis September“, beschreibt Wirtschaftssprecherin Evelyn Schmid-Tarmann die Ist-Situation.

„Es gibt ein paar leicht umzusetzende Maßnahmen, die dem Benediktinermarkt gut täten“, führt die Grüne Gemeinderätin weiter aus. „Der nächste Sommer kommt bestimmt! Ein paar schattenspendende Bäume auf diesem Asphalthitzepol würden die Aufenthaltsqualität der MarktbesucherInnen merklich verbessern und das Ortsbild stärken. Den deutlich spürbaren Auswirkungen der globalen Erwärmung müssen wir mit klugen Strategien und viel mehr innerstädtischem Grün entgegenwirken. Schattenspendende Bäume gehören auf den Markt, man könnte sie mit Rundbänken versehen, wo man ohne Konsumationszwang rasten kann. Ich weiß aus meinen Gesprächen mit MarktgeherInnen, dass sich viele solche ‚Rastplatzerln‘ wünschen.“
Die langjährige Grünmandatarin erinnert: „Leider hat man bei der vor sechs Jahren erfolgten Renovierung des Benediktinermarktes Wesentliches nicht bedacht. Den Asphaltbelag aus Ersparnisgründen zu wählen, war eine schlechte Entscheidung. Ich sehe das als Lieblosigkeit im Umgang mit unserer Bausubstanz und unserem städtebaulichen Erbe. Eine Pflasterung wäre viel ästhetischer und entspräche dem historischen Charakter des Marktes, wäre zeitlos und nachhaltig für nachkommende Generationen. Auf das Nachpflanzen der Bäume hatte man auch vergessen.“

„Und als Grüne ‚Alltagsradlerin‘ fordere ich die Bereitstellung von mehr Fahrradabstellplätzen rund um den Benediktinermarkt. Wir dürfen nicht müde werden in unserem Bestreben, die Stadt für RadfahrerInnen attraktiver zu machen, schon unserem Klima zuliebe“, so Evelyn Schmid-Tarmann abschließend.

Benediktinermarkt – Tradition braucht Pflege

Mit etwas gutem Willen und wenig finanziellem Aufwand können sichtbare Missstände des Marktes rasch behoben werden. GRin Evelyn Schmid-Tarmann sieht den Marktreferenten gefordert, endlich zu handeln.

Unabhängig von der geplanten Änderung der Marktordnung wären einige Missstände rasch zu beheben. Die Grüne Gemeinderätin Schmid-Tarmann hat letzte Woche gemeinsam mit dem Marktsprecher Niki Toschkov die Ist-Situation in Augenschein genommen. Sie nennt die auffälligsten drei Beispiele, die bei MarktbesucherInnen für Verärgerung sorgen: „Ich habe schon lange gefordert, dass an Markttagen durchgehend eine Reinigungskraft im öffentlichen WC vor Ort sein soll. Das Marktbüro ist an Markttagen personell zu besetzen. Und drittens existiert keine zufriedenstellende Lösung für die Müllentsorgung. Der Marktreferent ist, trotz geleistetem Versprechen, in allen drei Punkten säumig.“

Im Detail:

  1. Das öffentliche WC muss an den Markttagen, DO, FR und SA, durchgehend mit einer Reinigungskraft besetzt sein. Bisher erfolgt die Reinigung nur alle 3 Stunden. Präventiv können so Vandalismus/mutwillige Verschmutzung und laut O-Ton von MarktbesucherInnen angeblich auch Drogenmissbrauch verhindert werden. Hinzu wäre ein Entgelt für einen WC-Besuch von 50 Cent einzuheben. Dies ist ein allerorts üblicher Tarif, einerseits den Menschen zumutbar und andererseits deckt er die Kosten für die Reinigungskraft. Die Alternative wäre eine Automatenlösung. Für FierantInnen soll es eine Gratis-Variante geben.
  2. Die neu errichtete Müllpresse nimmt viel öffentlichen Raum, ist hässlich und unpraktisch, denn die Mitarbeiter der städtischen Müllentsorgung müssen den Kehricht gut 1½ Meter hochschaufeln. In der Sommerhitze wird der Müllgeruch wohl bis zu den neuen Luxusappartments im Vitaneum dringen. Beim Bau der Tiefgarage wurde verabsäumt, einen in den Boden versenkten und für Mülltrennung geeigneten Müllschlucker mitzukonzipieren wie es moderner europäischer Standard wäre
  3. Das nicht besetzte Marktbüro ist ein unverzeihlicher Missstand. Es gibt keine Anlaufstelle, kein Kundenbüro für Reklamationen oder Fragen. Nur ein Täfelchen mit 3 Mobilfunknummern an der geschlossenen Tür. Das Büro, selbst an den stark frequentierten Markttagen, nicht zu besetzen, ist nicht nachvollziehbar und ein absoluter Minus-Standard für unseren attraktiven Markt.

„Und hinzu kommt: nach der Fertigstellung der Tiefgarage hätten die geparkten Autos rund um den Bereich des Benediktinerplatzes verschwinden sollen. So wurde es zumindest proklamiert. Nun ist die Vitaneumsgarage in Betrieb und trotzdem wird weiter öffentlicher Raum zugeparkt“, sieht Schmid-Tarmann eine Grüne Forderung unerfüllt. „Der Tarif ist mit € 2,10 für die 1. Stunde eher moderat, ließe sich vielleicht noch durch einen Kurzpark-Tarif für eine halbe Stunde ergänzen. Einer Information des Marktsprechers nach bezahlen die Standler und FierantenInnen nun 130 Euro für ein Monatsticket. Ich finde das total überzogen, wenn man bedenkt, dass vor dem Bau der Garage das Parken für deren Lieferwägen gratis war. Da erwarte ich mir ein rasches Handeln vom Verkehrsreferenten, wo doch gerade seine Fraktion so sehr gegen die Tiefgaragentarife in Klagenfurt wettert.“

„Der Benediktinermarkt ist das Herzstück unserer Stadt. Er ist auch ein Teil der Tourismus-Visitenkarte von Klagenfurt. Und darum müssen wir pfleglich mit diesem Traditionsobjekt umgehen“, so die Wirtschaftssprecherin des Grünen Gemeinderatsclubs abschließend.

„Treffen wir uns am Markt“, sollte das Motto sein. Wo bleibt die zeitgemäße Marktordnung?

Der Entwurf der Marktordnung ist fertig in der Schublade, doch es spießt sich an allerlei Begehrlichkeiten einzelner Betroffener wie auch von außen. GRin Evelyn Schmid-Tarmann ist der Meinung: Mit ein, zwei Marktversammlungen hätten wir bereits ein konsensuales Ergebnis.

„An der Klagenfurter Politik regt mich auf, dass millionenschwere Entscheidungen wie der Verkauf der Benediktinerschule oder der Ankauf der Rohrergründe von einem Tag auf den anderen fallen, eine zeitgemäße Marktordnung aber seit mehr als einem Jahr in der Warteschleife steckt“, berichtet Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann: „Ich habe immer wieder mit den Marktleuten Einzelgespräche geführt, um Anregungen, Kritik und die Stimmung zu geplanten Änderungen der Marktordnung abzuholen. Immer wieder habe ich StR Markus Geiger, den Verantwortlichen für die Märkte, zu überzeugen versucht, die Betroffenen - StandlerInnen, GastronomInnen und FierantInnen, aber auch uns Ausschussmitglieder - einzubeziehen für größtmögliche/n Konsens und Akzeptanz. Doch leider hat er nie zu einer Marktversammlung geladen, wo man sich zu den Entwürfen äußern hätte können“.

Niki Toschkov, der Sprecher der Standler, bestätigte dies im gestrigen Gespräch mit der Grünen Wirtschaftssprecherin und ergänzte: „Wir brauchen mehr Präsenz der Verantwortlichen am Benediktinermarkt und seine bessere Vermarktung, um mehr Einheimische dazu zu bringen, den Markt zu besuchen“.

Die Mandatarin kennt die Situation. Montags bis mittwochs finden wenige KäuferInnen zum Markt, was etliche StandbetreiberInnen dazu veranlasst, an diesen Tagen überhaupt nicht aufzusperren. Auch sind einige Stände wenig attraktiv. Die Folge ist mangelndes Kaufinteresse, weil eh nix los ist. „Eine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Wir brauchen fixe Kernzeiten an fünf Wochentagen und als Konsequenz die Kündigung der Verträge, wenn die Kernzeiten nicht eingehalten werden. - Den vielfach geäußerten Vorschlag, einen individuellen Ruhetag pro Woche zu fixieren, würde ich aufgreifen. Es ist ganz klar, dass er nötig wäre“.

Dass die neue Marktordnung noch nicht erlassen ist, liegt an allerlei Begehrlichkeiten von Betroffenen wie auch von außen. Beispielsweise der Wirtschaftskammer.
Auch stellen sich einzelne Lebensmittelstandler in der Halle gegen die längeren Öffnungszeiten der angrenzenden Gastronomie, da sie ihre Waren dann sicher verwahren müssten. „Wir orientieren uns am Wohl der Stadt und an ihren Menschen, die das Markttreiben lieben. Egoismus und mangelnde Flexibilität Einzelner soll uns nicht von unserem Vorhaben, eine zeitgemäße Marktordnung zu erlassen, abbringen.

Die Frequenz der Samstage ist auch für die anderen Wochentage das Traumziel. „Treffen wir uns am Markt“, sollte zum allgemeinen Motto werden.

https://klagenfurt.gruene.at/benediktinermarkt-wir-brauchen-dringend-eine-zeitgemaesse-marktordnung/

An den Öffnungszeiten spießt es sich am meisten. Die geplanten Kernzeiten waren
täglich von 6.00 bis 14.00 Uhr. Das erwies sich als nicht  durchsetzbar, zu unterschiedlich sind das Konsumverhalten der MarktbesucherInnen und die Interessen der FierantInnen.

Folgende Trends für die Kernzeiten von Montag bis Samstag haben sich nun abgezeichnet:

- Die Gastronomie von 8.00 oder 10.00 – (mindestens) 18.00 Uhr
- Die Lebensmittelstände 7.00 – 16.00 bzw. 18.00 Uhr
- Gemüsestände von 5.00 – 13.00 Uhr

Die Rahmenzeiten von Montag bis Samstag von 5.00 bis 18.00 Uhr

Die fixen Kernzeiten an fünf Wochentagen sollen für jede/n Strandbetreiber/in verbindlich gelten. Im Gegenzug sollte jede/r einenindividuellen Ruhetag fixieren können.
Darauf zu achten wäre m.M. nach aber, dass dadurch nicht der Montag zum allgemeinen Schließtag wird.

 

Benediktinermarkt: Das Herz von Klagenfurt steht die halbe Woche still

BesucherInnen des Benediktinermarktes stehen nicht selten vor geschlossenen Läden, montags ist fast durchgehend Ruhetag. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Stände am Benediktinermarkt sporadisch und nach Belieben geöffnet. Innenstadtbelebung bedeutet Frequenz durch verlässliche Öffnungszeiten. GRin Schmid-Tarmann fordert deshalb die Einhaltung der Marktordnung.

„Der Benediktinermarkt ist das Herzstück von Klagenfurt. An den Markttagen Donnerstag und Samstag herrscht reges Treiben. Die Zahl von KundInnen, die unter einem vielfältigen Angebot unserer Region, aber auch aus unseren Nachbarländern Friaul und Slowenien wählen können, ist groß. Genauso wichtig wie das Einkaufen ist den KlagenfurterInnen die Kommunikation, das Treffen von Bekannten“, weiß Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. „Besucht man den Markt jedoch an einem anderen Wochentag, speziell am Montag, bietet sich einem ein Eindruck der Tristesse, denn es gibt nur vereinzelt Stände auf der Freifläche. Der Großteil der Stände der Ost- und Südhalle hat montags bis mittwochs geschlossen“, berichtet Schmid-Tarmann.

Die Klagenfurter Marktordnung (2016)2 legt bestimmte Öffnungszeiten für Hallen und Freiflächen fest. „Ein besonderes Beispiel ist die Nudl-Schmiede1, die sich seit einiger Zeit in der ehemaligen Trafik, am Gebäudeeck der Osthalle, befindet. Sie hat zweifelsohne einen der attraktivsten Standorte am Markt. Und trotzdem bleibt der Laden von sechs Markttagen an vier Tagen geschlossen. Auch angrenzende Stände haben zeitgleich zu3. Es erweckt den Eindruck eines Leerstandes und wirkt sich auf das gesamte Erscheinungsbild des Marktes negativ aus“.

Die Grüne Wirtschaftssprecherin wird bei der kommenden Gemeinderatssitzung deshalb einen Antrag einbringen, dass schon bei Vertragsabschluss mit den  BetreiberInnen – gerade an Top-Standorten – Öffnungszeiten festgelegt werden, die gemäß der Markordnung auch einzuhalten sind. „Diese Vorgabe soll auch für laufende Vergaben gelten. Anderenfalls sollen Stände anderwertig vergeben werden. Für die Innenstadtbelebung ist es unabdingbar, auf die Einhaltung der Marktordnung zu pochen. Mit Planen verhüllte Anhänger und geschlossene Läden machen das Marktviertel unattraktiv und wirken sich auch negativ auf die Gastronomie aus.“

1
Nudl-Schmiede, Öffnungszeiten: DO 7:00 – 12:30  SA 7:00 – 12:30; die Betreiberin mit dem Firmensitz in Guttaring ist auch auf den Wochenmärkten in Waidmannsdorf, Viktring und Althofen vertreten.

3
Folgende Betriebe haben ebenfalls reduzierte Öffnungszeiten: Torteneck (DO – SA), Torbauer Nudel-Manufaktur (MO geschlossen), Steirermandl (DO – SA), Selchkammer (MO geschlossen);

Die Marktverwaltung in der Nordhalle hat nicht einmal an Markttagen geöffnet!

2
Auszug aus der Marktordnung der LH Klagenfurt (2016)

§ 3
Märkte, Markttage und Marktzeiten
(1) In der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee werden folgende Märkte und Gelegenheitsmärkte abgehalten:
1. Tagesmärkte:
Markttage: täglich, außer an Feiertagen
Ort: Benediktinerplatz (Freigelände, Markthallen Nord, Süd, West und Ost),
Zeit: von 05:00 Uhr bis 13:00 Uhr (Freigelände);
MO, DI, DO und FR von 06:00 Uhr bis 16:00 Uhr, MI und SA von 06:00 Uhr bis 14:00 Uhr (Markthalle Nord);
MO bis FR von 06:00 Uhr bis 18:30 Uhr und SA von 06:00 Uhr bis 14:00 Uhr (Markthallen Süd, West und Ost);
2. Wochenmärkte:
Markttage: jeden Donnerstag und Samstag (wenn ein Donnerstag auf einen
Feiertag fällt, am Tag vorher)
Ort: Benediktinerplatz (Freigelände, Markthallen Nord, Süd, West und Ost)
einschließlich der an den Benediktinerplatz angrenzenden südlichen und östlichen Straße, Lidmanskygasse zwischen 10. Oktoberstraße und Kaufmanngasse, Kaufmanngasse zwischen Lidmanskygasse und Paulitschgasse;
Zeit: von 05:00 Uhr bis 13:00 Uhr.
 

Neue Standordnung am Benediktinermarkt darf nur temporär gelten!

Sobald die Renovierungsarbeiten beim alten Virunum-Gebäude abgeschlossen sind, muss die ursprüngliche Anordnung der Marktstände in der Kaufmanngasse wieder hergestellt werden, fordert GRin Evelyn Schmid-Tarmann. „Etwaige Begehrlichkeiten nach einer uneingeschränkten Zufahrt sind zurückzuweisen.“

Am Benediktinermarkt wurde aufgrund von Sanierungsarbeiten beim ehemaligen Virunum-Gebäude eine neue Anordnung der Markstände verfügt. Für Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann „ziemlich überraschend und kurzfristig. Ein Jahr lang ist nun mit Behinderungen zu rechnen. Natürlich bin ich – wie die meisten MarktbesucherInnen – froh, dass das verwahrloste Gebäude in der Kaufmanngasse 5 endlich saniert wird. Das Haus wurde seit Jahren dem Verfall preis gegeben, Fassadenteile sind mitten auf den Markt gefallen. Die Bauverzögerung wäre aber nicht notwendig gewesen, wenn der neue Besitzer, ein italienischer Industrieller, nicht auf eine uneingeschränkte Zufahrtsmöglichkeit beharrt hätte“, erinnert die Grüne Wirtschaftssprecherin, die diesen versuchten „Eingriff in den traditionellen Marktbetrieb und das Leben der Klagenfurter Bevölkerung“ strikt ablehnte.

„Das hätte das Aus für den Bauernmarkt in der Kaufmanngasse bedeutet. Auf mein Betreiben hin wurde deshalb der Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes im Stadtplanungsausschuss zwei Mal abgelehnt, bis es zu einem Kompromiss gekommen ist: Während des Marktbetriebs an Donnerstagen und Samstagen ist die Zufahrt nicht gestattet, an Freitagen wird der Biomarkt in die Lidmanskygasse verlegt“. Dass es bei diesem Kompromiss bleibt und aus den temporären Behinderungen sowie der Verlegung der Markstände kein Dauerzustand wird, will Schmid-Tarmann achten. „Ich werde mit Argusaugen darüber wachen, dass unser Markt unangetastet bleibt und der Willen des Hausbesitzers nach einer uneingeschränkten Zufahrt nicht doch noch erfüllt wird. Nach den Renovierungsarbeiten muss die ursprüngliche Anordnung der Markstände wiederhergestellt werden, denn: Einzelinteresse kann nie über das Gemeinwohl gestellt werden“, so Schmid-Tarmann abschließend.

(Fotos: Evelyn Schmid-Tarmann)

Klares Nein zur Mega-Tiefgarage am Benediktinermarkt!

Benediktinermarkt soll ausgebaut und zum pulsierenden fuß- und radfreundlichen "Einkaufstempel" erweitert werden

Kurzfristig soll am kommenden Dienstag im Klagenfurter Planungsausschuss der unwiderrufliche Startschuss für eine Tiefgarage mit bis zu 380 Abstellplätzen im Westen des Benediktinermarktes erfolgen. Anlass dazu ist das Bauprojekt in der Lichtenfelsgasse mit etwas mehr als 20 Wohnungen und Verkaufsflächen im Erdgeschoß, das nunmehr mit einer von der Stadtplanung schon lange gewollten aber massiv überdimensionierten Tiefgarage kombiniert werden soll.

„Mit den geplanten Ein-und Ausfahrten der mehrstöckigen Tiefgarage wird das Tor für weitere zusätzliche und unnötige Autos in der Innenstadt geöffnet. Außerdem wird für die nächsten Generationen die Möglichkeit für eine moderne Fußgänger- und RadfahrerInnen-freundliche Innenstadt verbaut. Außerdem wird bei dieser Entwicklung das Potenzial des ehemaligen Benediktinerschulgebäudes und seiner Rolle in Verbindung mit der öffentlichen Nutzung für den Markt nicht bedacht“, erklärt Elias Molitschnig, Planungs- und Baukultursprecher der Grünen Klagenfurt und argumentiert weiter: „Das geplante Bauprojekt verhindert zudem alle weiteren Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten für den Benediktinermarkt. Das Hauptaugenmerk soll bei der Stadtentwicklung auf die Menschen sowie die bestmögliche Entwicklung und Verbesserung der urbanen Räume gelegt werden.“

Reinhard Schinner, Parteiobmann der Grünen Klagenfurt: „Wir Grünen Klagenfurt fordern eine klare Festlegung des Benediktinermarktes als pulsierendes Zentrum für den Fuß- und Radverkehr und lehnen jede weitere Tiefgarage in der Innenstadt entschieden ab.“ Dies auch vor dem Hintergrund, dass es mehrere tausend Tiefgaragenplätze am und innerhalb des Zentrums am Ring gibt und diese nur sehr gering ausgelastet sind. „Klagenfurt darf nicht weiter eine Parkplatzpolitik der 1970-er fortsetzen, sondern muss erkennen, dass der Benediktinermarkt die Entwicklungschance für die regionale Versorgung und einen zunehmenden touristischen Magnet darstellt“, so Schinner.

„Der bisher nur einmal kurz teilsanierte Bendiktinermarkt soll weiter ausgebaut und als fuß- und radfreundlicher "Einkaufstempel" erweitert werden. Damit stellt er das strategische Gegenteil zum autofreundlichen Einkaufszentrum City Arkaden dar“, so Molitschnig und Schinner, die gemeinsam abschließend an die Verantwortlichen appellieren, vom Tiefgaragen-Projekt Abstand zu nehmen.

Grüne: Klagenfurter Marktordnung ist von vorgestern!

Klagenfurt (19.08.2014) In einem Antrag fordert Gemeinderat Reinhold Gasper nun, dass die Marktordnung, die 1988 erlassen wurde und „nicht mehr zeitgemäß ist, endlich novelliert wird. Vieles hat sich in der Zwischenzeit geändert und muss an die Gegenwart angepasst werden“, fordert Gasper.

„Heute unvorstellbar ist, dass laut § 14 (a) Kücken unter Gegenstände des Marktverkehrs auf dem Wochenmarkt fallen und verkauft werden dürfen. Das gehört umgehend verboten“, fordert Gasper. „Ebenfalls vorsintflutlich sind die Hygienebestimmungen: Laut derzeit vorherrschender Markordnung dürfte nur in den Wintermonaten Selchwaren im Freien verkauft werden (§ 18 (2)) und es müssten sämtliche Fleisch- und Wurstwaren, die in Klagenfurt eingeführt werden vorher zur Kontrolluntersuchung zum städtischen Schlachthof (§ 18 (4)). Das ist natürlich absurd, da längst alle HändlerInnen mit Kühlwägen kommen.“

Längst überholt sind auch die Verbote des Ausschanks alkoholischer Getränke (§ 13 (3)) sowie des Handels mit alkoholischen Getränken (§ 15 (2)). „Hier sind Änderungen vonnöten. Der Ausschank und Handel mit alkoholischen Getränken floriert praktisch beschwerdefrei, die Verbote sind also aufzuheben.“

Wenn es nach der Klagenfurter Marktordnung geht, wären außerdem „beim Verkauf nach Maßen oder Gewichten voll funktionsfähige, ordnungsgemäße geeichte Maße, Waagen und Gewichte zu verwenden“ (§ 17 (11)). Gasper: „Das ist lachhaft, da derartige Waagen am Markt schon lange nicht mehr gebräuchlich sind. Es sind nur noch Digitalwaagen im Einsatz.“ 

Auch beim Verhalten auf Märkten (§ 24) gäbe es einiges zu adaptieren: „Derzeit ist Radfahren auf den Marktplätzen nicht erlaubt (3). Das Verbot ist an Markttagen bis 13 Uhr vielleicht gerechtfertigt, ansonsten aber aufzuheben. Noch dazu gibt es am Benediktinermarkt zu wenig Fahrradabstellplätze!“, bemängelt der Mandatar.  „Ebenfalls nicht mehr zeitgemäß ist, dass sogar das Mitführen von Fahrrädern auf den Marktflächen verboten ist. Was ist denn dann mit Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator oder Segway? Es sollte eine Regelung wie in den Fußgängerzonen her – ohne Verbot. Ein Aufruf zur gegenseitigen Rücksichtnahme aller VerkehrsteilnehmerInnen sollte reichen“, findet Gasper.

„Generell fordere ich, dass die Marktordnung umgehend überarbeitet und betreffend Hygienebestimmungen etc. auf den neuesten Stand gebracht bzw. an die neuesten Gesetze angepasst wird“, so der Gemeinderat abschließend.

Link zur Klagenfurter Marktordnung: http://www.klagenfurt.at/klagenfurt-am-woerthersee/downloads/BG-Marktordnung0710.pdf

 

 

Tiefgarage am Benediktinerplatz: Kein

Klagenfurt (04.08.2014) Medienberichte der letzten Tage zum „Haus der Gesundheit“ am Benediktinerplatz zeigen uns: Die Bauwerber machen Druck auf die Stadtregierung und wollen loslegen. „Von uns gibt es kein „Grünes Licht“! Wir Grüne haben uns als einzige Partei stets gegen den Bau der drei- bis viergeschoßigen Tiefgarage am Benediktinerplatz ausgesprochen“, stellt Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann klar und erinnert daran, dass schon 2009 ein ähnlicher Plan derselben Bauwerber die Wiederwahl Scheuchers als Bürgermeister vereitelt hatte. Trotzdem haben SPÖ, FPÖ und ÖVP den Firmen immer wieder Hoffnung auf Umsetzung gemacht. So ist vor wenigen Wochen überraschend die Kundmachung beschlossen worden. „Dieser Startschuss der anderen Fraktionen hat uns überrumpelt, da ja die Antragstellerin, Stadtplanungsreferentin Mathiaschitz, bis zuletzt beteuert hatte, dass das Projekt auf Eis liege und nicht gegen die Stimmen der Grünen umgesetzt werde – aus Angst, dass es zum Wahlkampfthema wird“, berichtet die Mandatarin.

„Voraussetzung für den Bau der Tiefgarage ist der Verkauf von 1816 m2 öffentlichem Grund vor den Schulen (Straßenteilstücke der Lichtenfels- und Dr.-Herrmann-Gasse). Dies gilt es zu verhindern, dann ist das Tiefgaragenprojekt gestorben“, so Schmid- Tarmann. Sie und viele Klagenfurter BürgerInnen hatten ebenso wie die Eltern der Kinder, welche die Benediktinerschule besuchen, Einwendungen gegen den Bau des unterirdischen Parkhauses sowie gegen das Wohn- und Geschäftsgebäude in der Lichtenfelsgasse eingebracht. Zudem wurden 900 Unterschriften gesammelt.

„Es ist zu hoffen, dass alle Einwendungen sorgfältig und unparteiisch behandelt werden. Es gibt zu viele ungeklärte Punkte, zu viele Belastungen für Markt und Schulbetrieb. Schwer wiegen die Gefährdungen der Schulkinder durch die geplante Tiefgaragen-Ein- und Ausfahrt direkt vor dem Schultor. Tiefgaragen ziehen den Verkehr an. Wir wollen eine Stadt für Menschen, nicht für Autos. Moderne Städteplanung sieht anders aus“, resümiert die Grüne Gemeinderätin.