Grüne Klagenfurt

Denkmalschutz: Der Alte Platz kann nur der Anfang sein

„Es ist 5 vor 12 für den Ensembleschutz am Alten Platz. In den letzten Jahren sind schon einige Fassaden, Gebäude und historische Geschäftsausstattungen der Fantasielosigkeit der Eigentümer*innen und Gestalter*innen zum Opfer gefallen“, stellt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann erzürnt fest. „Während andere Städte Europas den touristischen Mehrwert historischer Stadtkerne erkannt haben, werden in Klagenfurt immer noch stadtbildprägende Gebäude gänzlich geschleift oder auf andere Weise optisch verunstaltet, sei es durch geschmacklose Leuchtreklamen oder billige Fassadengestaltung. Alt und Neu kann harmonieren, wenn die Planung den Regeln der Ästhetik folgt. Klagenfurt hat leider wenige Beispiele vorzuweisen, wo das gelang.“

Der Alte Platz ist ein Mosaik aus guten und hässlichen Beispielen
„Am Alten Platz sind einige ‚Verschandelungen‘ offensichtlich. Die jüngste ist die Erdgeschoßfassade der Landschaftsapotheke. Aber auch die Neonschilder anderer Firmen würden mehr in die Tankstellen- und Supermarkt-Fassaden-Landschaft der Völkermarkter Straße, als in den historischen Stadtkern passen“, ist die Grüne Kultursprecherin überzeugt. „Es gibt gottseidank auch Positiv-Beispiele wie die Geschäftsfront von Benetton nahe der Einmündung zur Bahnhofstraße. Doch es kann nicht am ‚Goodwill‘ der Einzelnen festgemacht werden, da braucht es klare Vorgaben. Wo ist die Stadtplanung, wenn man sie braucht?“

Das Bundesdenkmalamt wird nach langem Abwarten nun doch tätig
„Mich freut es sehr, dass die Denkmalschutzbehörde jetzt endlich tätig wird“, kommentiert Schmid-Tarmann die vom BDA angekündigten Schritte. „Was von den geplanten, bewilligten oder bereits im Umbau befindlichen Eingriffen noch abgewendet werden kann, bleibt dahingestellt. Auch das ‚Entkernen‘ von Häusern mit denkmalgeschützten Fassaden ist äußerst fragwürdig. Niemand kann garantieren, dass im Zuge der Bauarbeiten die Außenwand und die Bausubstanz tatsächlich unversehrt bleibt.“
(Für das Objekt Alter Platz 34 wurde eine solche Entkernung genehmigt. Beim Objekt Alter Platz 25 führte die Entfernung von tragenden Wänden zu einer statischen Veränderung, die den Betrieb einer im darüber liegenden Stockwerk angesiedelten Galerie stark einschränkt.)

„Es hieß einmal: ‚Adel verpflichtet‘. In die Neuzeit übertragen muss man sagen: ‚Besitz verpflichtet ebenso‘“, verweist Evelyn Schmid-Tarmann auf die Einwände von Objekteigentümer*innen, die, wie schon aus anderen Wortspenden der Grünen Wirtschaftsprecherin zu entnehmen ist, erhebliche Teilschuld an der horrenden Zahl an Leerständen in der Klagenfurter Innenstadt trifft – Stichwort: Wuchermieten. Abschließend fordert die, seit mehr als einem Jahrzehnt1 für den Schutz der historischen Gebäude kämpfende, Grüne Gemeinderätin: „Der Alte Platz ist erst der Anfang. Der Denkmal-/Ensembleschutz muss auf viele weitere Viertel innerhalb des Rings ausgeweitet werden. Die Klagenfurter Innenhöfe sind auch schützenswerte Kleinode und auf jeden Fall das Lendhafenviertel.“

1 Drei Anträge im Gemeinderat von Evelyn Schmid-Tarmann

Unterschutzstellung von 80 historisch wertvollen Gebäuden

Schutzzonen für die Altstadt

Unter Denkmalschutz stellen - Kataster erweitern

Hotel Wörthersee: Architektur-Juwel in Gefahr

Wörthersee-Architektur. Ein Begriff für einen prägenden Baustil des ausklingenden 19. Jahrhunderts. Das Künstlerhaus in Klagenfurt, die Villa Miralago und die Villa Wörth in Pörtschach, das Schloss Reifnitz oder die Villa Samek – am Südufer zwischen Loretto und Maiernigg gelegen – um nur ein paar zu nennen, zeugen noch von der „Belle Epoque“ und ihrer romantisch-verklärten Sommerfrische. „Diese Gebäude sind auf jeden Fall ästhetisch wertvoller als die, wie ein Virus wachsenden, Appartement-Bauklötze der Gegenwart“, ist Gemeinderätin Schmid-Tarmann überzeugt. „Und darum mache ich mir Sorgen um die Zukunft des Hotels Wörthersee, einem der letzten großen Zweckbauten dieser Epoche.“

2008 – Ein Investor verliebt sich in die Stadt
Just während der Fußball-Europameisterschaft 2008 wird ein polnischer Investor auf Klagenfurt und auf das Architektur-Juwel in der Ostbucht aufmerksam. Mit seinen eigenen Worten war es ‚Liebe auf den ersten Blick‘. „Das Einzige was von dieser Liebe übrig zu sein scheint, ist ein Liebäugeln mit der Abrissbirne. Denn wie sonst sollen wir jetzt die Meldung über die geplante Vernichtung dieser, für das Ortsbild wertvollen, Immobilie deuten?“, fragt sich die Grüne Kultursprecherin erzürnt. „Die Stadt hat dem Investor schon mit der im Jahr 2017 erfolgten Flächenwidmungsplanänderung den Weg für die Renovierung geebnet. Wobei immer glasklar kommuniziert wurde, dass der Denkmalschutz die höchste Priorität hat. Der Investor wusste also von Beginn an, welche Auflagen und Investitionen ihn dadurch erwarten. Doch anstatt unverzüglich – Zeit ist ja bekanntlich Geld – mit der Restaurierung und dem auflagengerechten Umbau zu beginnen, hat auch er – wie schon jahrelang die Vorbesitzer – das Anwesen weitere 3 Jahre dem Verfall preisgegeben. Nun beantragt er den Abriss und Neubau. Das ist die gleiche Salami-Taktik wie wir sie bereits mit dem ehemaligen KTZ-Gebäude erlebt haben. Aus einer kolportierten Privat-Universität inklusive Studentenwohnungen wurde scheibchenweise ein Bürogebäude mit einem Budgethotel.“

Droht dem Hotel Wörthersee das gleiche Schicksal wie dem Schlossstadel?
Im Jahr 1993 hat die Stadt Klagenfurt den Denkmalschutz für den Emmersdorfer Schlossstadel aufheben lassen. Auch hier das gleiche Bild: verfallen lassen bis sich eine Renovierung (angeblich) nicht mehr rentiert. „Mit dessen Schleifung im Vorjahr ist ein historisches Kulturgut unwiederbringlich verloren. Dies könnte auch dem Hotel Wörthersee widerfahren“, gibt Evelyn Schmid-Tarmann zu bedenken. „Allein die Aussage des führenden FPÖ Vertreters in Klagenfurt macht mich hellhörig, wenn er sagt, dass Abstriche beim Denkmalschutz für ihn durchaus denkbar wären.“

„Mit dem alten Parkhotel in Pörtschach und dessen Abriss zu Beginn der 1960er Jahre wurde auch eine, das Ortsbild prägende, Immobilie aus der ‚Belle Epoque‘ vernichtet. Was wir daraus lernen sollten ist, dass die Liebe der Investoren auf Dauer nur dem Geld treu bleibt“, ist die Grüne Gemeinderätin überzeugt und fordert abschließend: „Die Politik muss aufhören, sich selbst zum Erfüllungsgehilfen dieser Begehrlichkeiten zu degradieren.“

 

Ensembleschutz – höchste Zeit, die Altstadt zu schützen

GRin Evelyn Schmid-Tarmann und GR Elias Molitschnig sehen das Vorhaben des Bundesdenkmalamtes, den Ensembleschutz für den Alten Platz zu prüfen, als Erfüllung einer lange bestehenden Forderung der Grünen. Öffentliches Interesse geht vor privaten Begehrlichkeiten.

„Das Bundesdenkmalamt prüft, ob die Klagenfurter Altstadt unter Denkmalschutz gestellt wird. Wir Grüne unterstützen dieses Vorhaben voll und ganz“, legt Evelyn Schmid-Tarmann den Grünen Standpunkt dar. „und wir haben schon seit 2009 darauf hingearbeitet.“

„Derzeit gibt es in dieser Zone keine Handhabe um die hochwertige Durchgängigkeit der Fassaden und den Erhalt der ehrwürdigen Bausubstanz zu gewährleisten. Für viele ProkjektentwicklerInnen ist der Umgang mit bestehender Bausubstanz zu aufwändig und deshalb setzen wir uns intensiv für Förderinstrumentarien ein, die Mehraufwendungen abgelten sollen, damit unsere lebenswerten Altstadtzonen auch für unsere Nachkommen erhalten bleiben“, stellt GR DI Elias Molitschnig fest. „Für diese Qualitäten lohnt es sich zu kämpfen und gegebenenfalls muss mehr Hirnarbeit geleistet werden bevor der Abriss beantragt wird - die Gebäude haben es sich verdient.“

„Digitalisierung, Onlinehandel und der Trend, überdimensionierte Einkaufstempel zu bewilligen, stellen eine harte Konkurrenz für den lokalen Handel dar. Im Jahr 2017 standen in der Klagenfurter Innenstadt 10,6% der Geschäftsflächen leer, und das bei einem Österreich-Schnitt von 4,8%“, weiß GRin Schmid-Tarmann zu berichten. „Der Gegenentwurf zum ‚Global Shopping Village‘ ist ein zufriedenstellender Branchenmix, individuelle Lösungen unter starker Bezugnahme auf die ‚Marke Klagenfurt‘, Regionalität (Handwerks-, Bauern- und fair gehandelte Produkte) und eine Entschleunigung des Einkaufserlebnisses. Eine denkmalgeschützte City kurbelt den Kulturtourismus an, ist ein Frequenzbringer, der wiederum zum Flanieren und Shoppen einlädt. “
„Hinter dem Vorstoß der Vertreterin der Innenstadtkaufleute, gegen das Vorhaben des Bundesdenkmalamtes ins Feld zu ziehen, könnten ganz private Motive verborgen sein“, vermutet die Grüne Wirtschaftssprecherin „denn der Denkmalschutz ist natürlich für die ImmobilieneigentümerInnen mit Auflagen und Wertminderung (Grundbuchvermerk: Denkmalschutz) verbunden.“

„In allen Gebäuden ist ‚graue Energie‘ gespeichert. Darunter versteht man die Energie die es gebraucht hat um die Werkstoffe und Baumaterialien herzustellen. Das wird derzeit in den wirtschaftlichen und ökologischen Abwägungen unzureichend berücksichtigt und muss aufgrund von klimapolitischen Zielsetzungen und der Verantwortung für die kommenden Generationen viel stärker berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die Energieeffizienz ist es ein ökologischer Schildbürgerstreich, alte, intakte Bausubstanz durch neue zu ersetzen. Selbst das immer beliebter werdende ‚Aushöhlen‘ der Häuser unter Belassung der historischen Fassade aus baukultureller Sicht höchst bedenklich.“, gibt GR Elias Molitschnig zu bedenken und fügt hinzu: „Es sind die Menschen, die dem öffentlichen Raum das Leben einhauchen und die Plätze und der Raum zwischen den Häusern sind deren Bühne. Wenn Neugestaltung, dann muss ein städtebauliches Wettbewerbsverfahren vorgeschalten werden und darüber hinaus soll ein Fachbeirat für Gestaltungsfragen geschaffen werden, der Stadt, BürgerInnen und ProjektentwicklerInnen berät. Der erste Gedanke muss immer die Bewahrung der Identität der Stadt sein und Hand in Hand mit der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bewohner- und BesucherInnen gehen.“

Schlossstadel Emmersdorf – Stadt ist verpflichtet das Kulturgut zu erhalten

Klagenfurt 24.10.2018 - „Die Entscheidung meiner KollegInnen im Stadtsenat ist für mich in dieser Eile nicht nachvollziehbar.“, akklamiert StR Frank Frey von den Grünen. „Es handelt sich bei dem Objekt um ein erhaltungswürdiges Denkmal der für unser Land typischen, ländlichen Architektur. Allein schon die Aufhebung des Denkmalschutzes für diesen Stadel im Jahr 1993 stellt sich für mich im Nachhinein als unnotwendig dar. Diese Aufhebung wurde nur zum Zwecke des leichteren Verkaufes der Liegenschaft mit dem Schloss Emmersdorf auf ihr durchgeführt. Der damalige Käufer hatte aber kein Interesse an dem Stadel. In dem Fall hätte das Objekt nach der Abwicklung des Schlossverkaufes wieder unter Schutz gestellt werden sollen.“

Bei der Stadtsenatssitzung vom 23.10.2018 wurde über einen Umlaufbeschluss für den Abriss berichterstattet, dem der Grüne Stadtrat seine Zustimmung verweigerte. „Als erstes bin ich über die Dringlichkeit stutzig geworden.“, erklärt Frey seine Ablehnung und fragt sich: „Warum die Eile? Es ist ja keine Gefahr im Verzug und der Zustand des Stadels hat sich auch nicht von einem Tag auf den nächsten verschlechtert.“

„Außerdem erfuhr ich in einem Telefonat mit dem Denkmalsanierungsfachmann Staus-Rausch, dass sowohl das Dach als auch das Gebälk in einem guten Zustand seien und lediglich ein paar Schäden (Risse) an den Mauern einer Sicherung bedürfen. Derselbe betont auch, dass aus seiner Erfahrung eine Konservierung so rund um die 30.000 Euro kosten würde. Das wäre selbstverständlich erst durch einen beeideten Sachverständigen zu bestätigen und ich forderte die Senatsmitglieder auf, vor einer endgültigen Entscheidung, genau das zu veranlassen. Meine Bemühungen waren fruchtlos, wie so oft.“, ist Frey über die Haltung seiner politischen ReformpartnerInnen und Konkurrenten enttäuscht.

„Wir verletzen gegebenenfalls sogar die Sorgfaltspflicht, die uns das Stadtrecht auferlegt. Wir vernichten Substanz die sich im Eigentum der Stadt befindet und verbrauchen unter Umständen dafür auch noch mehr Steuermittel (162.000 Euro sind für den Abriss veranschlagt) als wir für eine Konservierung des Gebäudes auszugeben hätten.“ stellt Frey fest.

Abschließend fordert Frey alle, die an einer Erhaltung dieses Kulturguts interessiert sind, auf, nicht die Flinte ins Korn zu werfen. „Ich habe noch Handlungsspielraum und darum lasse ich gerade die mir möglichen nächsten Schritte in dieser Causa prüfen.“ kommentiert Frank Frey die Vorgänge und betont zum wiederholten Male: „Die KlagenfurterInnen haben in den letzten Monaten mehrmals gezeigt, dass sie mehr ‚Gespür‘ für ihre Stadt entwickeln als so manche Verantwortliche. Auch in diesem Fall bin ich überzeugt, dass ich im Sinne der Bevölkerung handle.“

Langjähriges Grünes Engagement erreicht Renovierung der Westschule

Endlich wird die längst fällige Sanierung der denkmalgeschützen Westschule in Angriff genommen, freut sich GRin Evelyn Schmid-Tarmann, die sich seit 2012 um den Erhalt des Jahrhundertwendebaus bemüht. Die Nachnutzung der Benediktinerschule steht nun als nächstes am Plan.

In der letzten Stadtsenatssitzung wurde der Startschuss zur Renovierung der Westschule gegeben. „Ich freue mich sehr, dass meine langjährigen Forderungen, das desolate, denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten und zu sanieren, endlich erfüllt werden! Fünf Jahre hat es gedauert, nun sind die Pläne in der Endphase“, freut sich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. Sogar ein Verkauf des Traditionsgebäudes war damals angedacht*. „Ich bin sehr froh, dass jetzt das nötige Geld vonseiten der öffentlichen Hand aufgebracht wird, um dieses prachtvolle, die ganze Kreuzbergl-Gegend prägende Haus zu renovieren. Vor allem die Fassade ist ja in einem bejammernswerten Zustand.“

Seit 1907 haben in der einzigen Volksschule im Westen von Klagenfurt viele Generationen von Kindern die Schulbank gedrückt. In der Westschule sind heute die VS 6 und die Polytechnische Schule untergebracht. Ein Wermutstropfen für die Gemeinderätin stellt das im Oktober 2015 beschlossene Schulstandortkonzept dar, das die Schließung der denkmalgeschützten Benediktinerschule vorsieht. Viele Jahre hat Schmid-Tarmann in der altehrwürdigen Schule unterrichtet. „Die VS1 soll in die Westschule übersiedeln, dafür werden jetzt auch die Klassen vorbereitet. Die NMS 7 zieht ins Schulzentrum St. Ruprecht.“

Dringenden Gesprächsbedarf sieht Schmid-Tarmann in der Nachnutzungsfrage. „Wegen seiner strategischen Lage am Markt ist der Standort der Benediktinerschule Goldes wert. Die öffentliche Nutzung sollte im Sinne der Bevölkerung auch weiterhin garantiert sein. Deshalb werde ich mich auch bei der Benediktinerschule dafür einsetzen, dass es zu keinem Verkauf kommt, wie es auch hier beabsichtigt ist. Es gibt eine Reihe von Ideen und Vorschlägen, das Gebäude kulturell zu nutzen“, setzt die Mandatarin auf „den gemeinsamen Weitblick der Reformpartner“.

Molitschnig: Kräfte für rasche Lösung zur Rettung des Hotel Wörthersees bündeln

Klagenfurt (21.04. 2016) Es gehören alle Kräfte für eine rasche Lösung gebündelt, um das denkmalgeschützte Gebäude zu revitalisieren und für die Allgemeinheit zu erhalten“, sichert heute Gemeinderat Elias Molitschnig die volle Unterstützung der Grünen zu.

Seit Jahren schlagen die Klagenfurter Grünen Alarm, dass das denkmalgeschützte Hotel Wörthersee in der Ostbucht verfällt. Die von der Behörde und dem Bundesdenkmalamt vorgeschriebenen Instandhaltungsmaßnahmen wurden vom Besitzer allerdings nur bedingt erfüllt. Um die historisch bedeutsame Bausubstanz für kommende Generationen zu erhalten, sei es wichtig, alle Kräfte für eine rasche Lösung zu bündeln, betont heute Gemeinderat und Grünen-Baukultursprecher Elias Molitschnig. „Ich freue mich sehr, dass die Bürgermeisterin das Thema nun aktiv angeht und einen runden Tisch einberuft. Ich würde mich fachlich sehr gerne einbringen und biete deshalb auch meine Mitarbeit an“, sichert Molitschnig seine volle Unterstützung zu.

Eine Aufhebung des Denkmalschutzes aufgrund der mittlerweile großen Baufälligkeit des Gebäudes, wie es der derzeitige Inhaber verlangt, lehnt Molitschnig ab. „Das wäre der falsche Weg. Trotzdem sollte man gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt nach einer adäquaten Lösung suchen.“
Für Molitschnig wäre neben der Sanierung „eine Umnutzung und Wiederbelebung wünschenswert. Sollte sich ein Investor mit dem ernsthaften Willen für eine Neuorientierung finden, sollte die Stadt alles Notwendige unternehmen, um ihn dabei zu unterstützen“, so Molitschnig abschließend.

 

Das Hotel Wörthersee erhalten!

Klagenfurt (04.09. 2015) Seit dem Verkauf 2011 geht es mit dem einst renommierten Hotel Wörthersee bergab. „Was seit mehr als hundert Jahren die Ostbucht krönt und so vielen Menschen ans Herz gewachsen ist, verfällt zusehends, denn die neuen Besitzer erhalten und revitalisierten es nicht wie vorgesehen. Vielmehr gehen sie mit dem denkmalgeschützten Gebäude verantwortungslos um und beschleunigen offensichtlich den Verfall“, beklagt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. Mehrmals wurden von Seiten des Bundesdenkmalamtes Forderungen an die Eigentümer gestellt, um die historisch bedeutsame Bausubstanz für die kommenden Generationen zu erhalten. Diesen Forderungen wurden nur bedingt erfüllt und das Gebäude erleidet weiterhin Schaden. „Daher werde ich die Prüfung durch die Abteilung Zivilrecht einfordern, um diese Missstände auch aufzuzeigen!“, unterstreicht Gemeinderat  Elias Molitschnig, zuständiger Stadtentwicklungs- & Baukultursprecher der Klagenfurter Grünen.

"Es ist Aufgabe der Stadt, die Auflagen, die das Denkmalamt an die Eigentümer der Liegenschaft stellt, zu überprüfen und falls die Fristen für die Maßnahmen nicht eingehalten werden, auch Sanktionen zu veranlassen. Aufgrund des eingebrachten Antrages des Eigentümers, indem eine Aufhebung des Denkmalschutzes beantragt wurde, hat das Bundesdenkmalamt den Denkmalbeirat eingeschaltet. Eine diesbezügliche Stellungnahme wird demnächst erwartet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass alle Beteiligten der Stadtpolitik und der Fachabteillungen der Stadt und des Bundesdenkmalamtes für den Schutz und die Wiederbelebung des Juwels der Wörtherseearchitektur (Architekt Wilhelm Hess) eintreten werden.

Sehr viel liegt in den Händen der Besitzer dieser Seeliegenschaft. Diese sollen ernsthafte Ziele für eine Adaptierung des Gebäudebestandes vorlegen oder die Liegenschaft zu einem ernstzunehmenden, marktfähigen Preis verkaufen.
Abschließend wäre die Umnutzung und Wiederbelebung dieses baukulturellen Zeitzeugen der Wörthersee-Architektur überaus wünschenswert und sollte sich ein Investor mit dem ernsthaften Willen für eine Neuorientierung finden, werden wir alles Notwendige tun um schnellstmöglich eine bestmögliche Lösung zu ermöglichen."

Schmid-Tarmann: Retten wir den Lendhafen!

Klagenfurt (20.01. 2015) „Es freut mich, dass es Reaktionen von politischen MitbewerberInnen auf meinen medialen Hilferuf, das Lendhafenviertel zu retten, gibt. Ein Zeichen, dass vielen der Lendhafen am Herzen liegt“, so Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. „Die von den anderen genannten Vorschläge beschränken sich allerdings auf Veranstaltungen und Sommeraktivitäten. Das ist aber nicht das Problem – schließlich ist es dem ambitionierten Verein Lendhauer längst gelungen, den Lendhafen zu beleben. Im Sommer ist der Lendhafen zum Hotspot für junge Menschen und das kunst- und literaturbegeisterte Publikum geworden. Das sieht man beispielsweise bei den gut besuchten Live-Übertragungen der Bachmannpreislesungen“, so Schmid-Tarmann.

„Die politischen MitbewerberInnen übersehen die eigentliche Problematik. Das Lendhafenviertel ist vom Verfall bedroht, historische Häuser sollen abgerissen werden! Wenn man Bauspekulanten einfach gewähren lässt, geht das Flair, die Seele des Lendhafenviertels, verloren“, betont Schmid-Tarmann, die an die Verantwortlichen schon mehrmals appelliert hat, sich für den Erhalt des kulturellen Erbes der Stadt, das auch touristisch von großer Bedeutung ist, einzusetzen.

Die Mandatarin fordert, das Lendhafenviertel unter Denkmalschutz zu stellen: „Der einzig richtige Schritt ist eine Revitalisierung der verfallenden Altbauten“, ist Schmid-Tarmann für eine „nachhaltige Stadtentwicklung. Gehen wir her und bewahren gemeinsam ein einzigartiges, romantisches Stück von Klagenfurt!“

Westschule: fahrlässiges Versäumnis der Stadt!

Klagenfurt (08. Jänner 2013) Bereits im Frühsommer 2012 machte Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann auf die katastrophalen Zustand der Westschule aufmerksam. Sowohl im Schul- wie auch im Stadtplanungsausschuss hatte sie die Problematik aufgezeigt und auf den damaligen Plan eines möglichen Verkaufs hingewiesen, wo es hieß, private Investoren könnten das Objekt erwerben.

GRin Schmid-Tarmann ist verärgert über die Vorgangsweise der Stadt, die eine zeitgerechte Renovierung versäumt hat. „Jetzt bröckelt die Schule bereits an allen Ecken und Enden, bis möglicherweise die Bausubstanz so marode ist, dass eine denkmalgerechte Renovierung nicht mehr möglich sein wird“, vermutet GRin Schmid-Tarmann. Ähnliche profitorientierte Beweggründe kennt man bereits von anderen denkmalgeschützten Gebäuden wie z.B. dem Hotel Wörthersee.

Vor über zwei Jahren wurde laut einer vom  Facility Management Klagenfurt in Auftrag gegebenen Gebäudeanalyse quasi das „Todesurteil“ für die renommierte Westschule gesprochen: Dem denkmalgeschützten Gebäude  wurde beschieden, dass nur noch eine „Restnutzungsdauer“ von (damals) 5-8 Jahren wirtschaftlich sei. Eine bestmögliche Verwertung sei anzustreben, da die öffentliche Hand im Gegensatz zu einem Investor kaum in der Lage sei, dem Sanierungsbedarf nachzukommen. Eine bedarfsgerechte Schul-Neubauplanung sei vorzusehen.

GRin Evelyn Schmid-Tarmann fordert: „Die lichtdurchflutete Westschule mit ihrem Flair muss unbedingt als Schulstandort erhalten bleiben. Gebäude oder Stadtteile, welche den unverwechselbaren Charakter einer Stadt prägen, dürfen nicht finanziellen Überlegungen und dem Profit geopfert werden. Die Stadt muss sich ihrer Verantwortung für die nachfolgenden Generationen und für den Denkmalschutz bewusst werden und unverzüglich die nötigen Sanierungsmaßnahmen in die Wege leiten, um den Erhalt des Schulstandortes gewährleisten.“ so Schmid-Tarmann abschließend.

 

Denkmalschutz geht alle an…

Klagenfurt (28. September 2012) Am 30. September wird der alljährliche „Tag des Denkmals“ begangen. Dies ist die einzige landesweite Aktion für die Erhaltung des materiellen Kulturerbes in Österreich. Die Anziehungskraft unseres Landes wird neben der Landschaft durch die Baudenkmäler geprägt. Als wirtschaftliche, touristisch genutzte Ressource und als Teil unserer Identität sind sie  unschätzbar wertvoll wie fragil - einmal zerstört oder durch Um- und Zubauten verschandelt – sind sie für immer verloren.

Laut Dr. Axel Hubmann, dem Landeskonservator, müssten etwa 80 Gebäude in Klagenfurt unter Denkmalschutz gestellt werden. In der nächsten Gemeinderatssitzung wird GRin Evelyn Schmid-Tarmann an den Bürgermeister als oberste Bauinstanz die Frage richten, ob nun – (laut ihrem Antrag vom 06.12.2011 - siehe Anhang) ein Kataster erstellt wurde, in welchem die schützenswerten Gebäude von Klagenfurt unter Beiziehung des Bundesdenkmalamtes (BDA) aufgelistet sind.