Grüne Klagenfurt

Hotel Wörthersee: Architektur-Juwel in Gefahr

Wörthersee-Architektur. Ein Begriff für einen prägenden Baustil des ausklingenden 19. Jahrhunderts. Das Künstlerhaus in Klagenfurt, die Villa Miralago und die Villa Wörth in Pörtschach, das Schloss Reifnitz oder die Villa Samek – am Südufer zwischen Loretto und Maiernigg gelegen – um nur ein paar zu nennen, zeugen noch von der „Belle Epoque“ und ihrer romantisch-verklärten Sommerfrische. „Diese Gebäude sind auf jeden Fall ästhetisch wertvoller als die, wie ein Virus wachsenden, Appartement-Bauklötze der Gegenwart“, ist Gemeinderätin Schmid-Tarmann überzeugt. „Und darum mache ich mir Sorgen um die Zukunft des Hotels Wörthersee, einem der letzten großen Zweckbauten dieser Epoche.“

2008 – Ein Investor verliebt sich in die Stadt
Just während der Fußball-Europameisterschaft 2008 wird ein polnischer Investor auf Klagenfurt und auf das Architektur-Juwel in der Ostbucht aufmerksam. Mit seinen eigenen Worten war es ‚Liebe auf den ersten Blick‘. „Das Einzige was von dieser Liebe übrig zu sein scheint, ist ein Liebäugeln mit der Abrissbirne. Denn wie sonst sollen wir jetzt die Meldung über die geplante Vernichtung dieser, für das Ortsbild wertvollen, Immobilie deuten?“, fragt sich die Grüne Kultursprecherin erzürnt. „Die Stadt hat dem Investor schon mit der im Jahr 2017 erfolgten Flächenwidmungsplanänderung den Weg für die Renovierung geebnet. Wobei immer glasklar kommuniziert wurde, dass der Denkmalschutz die höchste Priorität hat. Der Investor wusste also von Beginn an, welche Auflagen und Investitionen ihn dadurch erwarten. Doch anstatt unverzüglich – Zeit ist ja bekanntlich Geld – mit der Restaurierung und dem auflagengerechten Umbau zu beginnen, hat auch er – wie schon jahrelang die Vorbesitzer – das Anwesen weitere 3 Jahre dem Verfall preisgegeben. Nun beantragt er den Abriss und Neubau. Das ist die gleiche Salami-Taktik wie wir sie bereits mit dem ehemaligen KTZ-Gebäude erlebt haben. Aus einer kolportierten Privat-Universität inklusive Studentenwohnungen wurde scheibchenweise ein Bürogebäude mit einem Budgethotel.“

Droht dem Hotel Wörthersee das gleiche Schicksal wie dem Schlossstadel?
Im Jahr 1993 hat die Stadt Klagenfurt den Denkmalschutz für den Emmersdorfer Schlossstadel aufheben lassen. Auch hier das gleiche Bild: verfallen lassen bis sich eine Renovierung (angeblich) nicht mehr rentiert. „Mit dessen Schleifung im Vorjahr ist ein historisches Kulturgut unwiederbringlich verloren. Dies könnte auch dem Hotel Wörthersee widerfahren“, gibt Evelyn Schmid-Tarmann zu bedenken. „Allein die Aussage des führenden FPÖ Vertreters in Klagenfurt macht mich hellhörig, wenn er sagt, dass Abstriche beim Denkmalschutz für ihn durchaus denkbar wären.“

„Mit dem alten Parkhotel in Pörtschach und dessen Abriss zu Beginn der 1960er Jahre wurde auch eine, das Ortsbild prägende, Immobilie aus der ‚Belle Epoque‘ vernichtet. Was wir daraus lernen sollten ist, dass die Liebe der Investoren auf Dauer nur dem Geld treu bleibt“, ist die Grüne Gemeinderätin überzeugt und fordert abschließend: „Die Politik muss aufhören, sich selbst zum Erfüllungsgehilfen dieser Begehrlichkeiten zu degradieren.“

 

Hotel Wörthersee wird revitalisiert und wieder öffentlich zugänglich

Grünes Licht für eine sanfte Sanierung des denkmalgeschützten Hotels Wörthersee! Die Klagenfurter Grünen begrüßen den Konsens zwischen neuem Besitzer, Stadtplanung und Denkmalamt und sind voller Zuversicht für eine gelungene Revitalisierung. In der heutigen Stadtsenatssitzung wurde nun der Teilbebauungsplan für den Umbau des Hotels Wörthersee einstimmig beschlossen. Die Grünen freuen sich über „die Pläne für eine sanfte Sanierung: Das Hotel Wörthersee ist ein Baujuwel der Wörthersee-Architektur und prägend für die gesamte Ostbucht. Wir sind sehr erleichtert und voller Zuversicht für eine gelungene Revitalisierung“, berichten Gemeinderat Elias Molitschnig und Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, nachdem sie im letzten Ausschuss für Stadtplanung die Pläne präsentiert bekommen haben. „Es konnte nun ein guter Konsens zwischen dem neuen Besitzer, der Stadtplanung und dem Denkmalamt gefunden werden“, lobt Molitschnig „den langen Atem aller Beteiligten“. „Löcher im Dach, abgetragene Kamine, zerschlagene Scheiben, bröckelnder Putz: Seit der Schließung des Hotels und dem Verkauf 2012 schritt der Verfall rasant fort, nach noch weiterer jahrelanger Verwahrlosung hätte gar der Abbruch gedroht“, schildert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann den gegenwärtigen Zustand. Positiv ist nun „der baukulturelle Mehrwert für die Allgemeinheit“ zu sehen.

Molitschnig: „Lange Zeit war das vom Verfall bedrohte Gebäude isoliert, alles war abgesperrt. Bald wird es für die Bevölkerung wieder zugänglich sein.“ Vom Investor sind neben 34 Hotelzimmern auch 19 private Appartements und ein Restaurant vorgesehen. Schmid-Tarmann begrüßt den Hotelbetrieb und das geplante Restaurant, warnt als Tourismussprecherin aber vor dem „Problem der so genannten kalten Betten, das in vielen Tourismusgemeinden bekannt ist. Ich hoffe, es bleibt beim vorgesehenen ganzjährigen Hotelbetrieb und die Hotelzimmer werden nicht irgendwann zu privaten Appartements, die dann den Großteil des Jahres leer stehen.“ Sehr positiv sei für die MandatarInnen der Umstand, dass der neue Besitzer die von der Stadt nicht verhandelbare Position akzeptiert hat, den ca. 150 m² schmalen Uferstreifen neben der Schiffswert im öffentlichen Besitz der Stadt zu belassen.

Hotel Wörthersee wird revitalisiert und wieder öffentlich zugänglich

Grünes Licht für eine sanfte Sanierung des denkmalgeschützten Hotels Wörthersee! Die Klagenfurter Grünen begrüßen den Konsens zwischen neuem Besitzer, Stadtplanung und Denkmalamt und sind voller Zuversicht für eine gelungene Revitalisierung.  In der heutigen Stadtsenatssitzung wurde nun der Teilbebauungsplan für den Umbau des Hotels Wörthersee einstimmig beschlossen. Die Grünen freuen sich über „die Pläne für eine sanfte Sanierung: Das Hotel Wörthersee ist ein Baujuwel der Wörthersee-Architektur und prägend für die gesamte Ostbucht. Wir sind sehr erleichtert und voller Zuversicht für eine gelungene Revitalisierung“, berichten Gemeinderat Elias Molitschnig und Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, nachdem sie im letzten Ausschuss für Stadtplanung die Pläne präsentiert bekommen haben.

„Es konnte nun ein guter Konsens zwischen dem neuen Besitzer, der Stadtplanung und dem Denkmalamt gefunden werden“, lobt Molitschnig „den langen Atem aller Beteiligten“. „Löcher im Dach, abgetragene Kamine, zerschlagene Scheiben, bröckelnder Putz: Seit der Schließung des Hotels und dem Verkauf 2012 schritt der Verfall rasant fort, nach noch weiterer jahrelanger Verwahrlosung hätte gar der Abbruch gedroht“, schildert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann den gegenwärtigen Zustand. Positiv ist nun „der baukulturelle Mehrwert für die Allgemeinheit“ zu sehen. Molitschnig: „Lange Zeit war das vom Verfall bedrohte Gebäude isoliert, alles war abgesperrt. Bald wird es für die Bevölkerung wieder zugänglich sein.“ Vom Investor sind neben 34 Hotelzimmern auch 19 private Appartements und ein Restaurant vorgesehen. Schmid-Tarmann begrüßt den Hotelbetrieb und das geplante Restaurant, warnt als Tourismussprecherin aber vor dem „Problem der so genannten kalten Betten, das in vielen Tourismusgemeinden bekannt ist. Ich hoffe, es bleibt beim vorgesehenen ganzjährigen Hotelbetrieb und die Hotelzimmer werden nicht irgendwann zu privaten Appartements, die dann den Großteil des Jahres leer stehen.“ Sehr positiv sei für die MandatarInnen der Umstand, dass der neue Besitzer die von der Stadt nicht verhandelbare Position akzeptiert hat, den ca. 150 m² schmalen Uferstreifen neben der Schiffswert im öffentlichen Besitz der Stadt zu belassen.

Zur Zukunft des Hotel Wörthersee

Mit dem Kauf des denkmalgeschützten Juwels der Wörthersee-Architektur keimt die Hoffnung auf Revitalisierung. Zum geplanten Luxushotel stellen sich aber auch viele Fragen. Für Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann wäre der Standort ideal für ein Jugendgästehaus. Klagenfurt (07.11. 2016) „Zunächst eines vorweg: Es ist positiv, dass durch den Verkauf der schleichende Verfall des denkmalgeschützten Hotels gestoppt werden soll!“, hält Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann zum medial kolportierten Barkauf eines bislang unbekannten Investors fest. Doch gerade um diese Meldungen ranken sich auch ihre Bedenken: „Die Vermutung steht im Raum, dass die Betreiber des Bordells Freyenthurn, in deren Besitz seit 2010 auch das Hotel Wörthersee war, mit diesem Investor in Geschäftsbeziehung stehen und nun auf Synergien hoffen. Geplant sind nämlich 34 Hotelzimmer und 16 Appartements. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dieser Lage ein normales Vier- oder Fünfstern-Hotel vermarktbar ist – zwischen Bahndamm, Bundesstraße und Autobahnauffahrt darüber.“ Eine andere Nutzung hielte die Grüne Tourismussprecherin für vielversprechend: Bereits 2012 hatte sie den Vorschlag eingebracht, ein Jugendgästehaus daraus zu machen und als Stadt aktiv auf Investorensuche zu gehen. „Ideal wäre eine Jugendherberge für junge (Interrail-)Reisende und Familien, die kein üppiges Reisebudget zur Verfügung haben und die verkehrsbegünstigte, mit Öffis leicht erreichbare Lage in Strandbadnähe schätzen“, ist Schmid-Tarmann überzeugt.

„So könnte man sich auch gleich das Theater rund um den Wunsch der Pacht des öffentlichen Seezugangs unterhalb des Hotels ersparen, der wieder im Raum steht“, so die Mandatarin, die an die Vorgeschichte erinnert: „Die jetzigen Verkäufer verloren die Lust, das Hotel Wörthersee zu renovieren – angeblich wegen des fehlenden Privatstrandes. Die Stadt blieb in der Frage konsequent: Der ca.150 Quadratmeter schmale Uferstreifen neben der Schiffswerft blieb als einer der letzten freien Seezugänge öffentliches Gut“, so Schmid-Tarmann, für die auch jetzt eine Verpachtung nicht verhandelbar ist. „Hotelgästen soll der Steg ebenso zur Verfügung stehen wie der Bevölkerung. Auch der alte Wunsch nach einer Tiefgarage muss aus Gründen des Denkmalschutzes äußerst sorgfältig geprüft werden.“

http://klagenfurt.gruene.at/hotel-woerthersee-jugendherberge-stattspekulationsobjekt/ (Presseaussendung vom 4. Juli 2012)

Molitschnig: Kräfte für rasche Lösung zur Rettung des Hotel Wörthersees bündeln

Klagenfurt (21.04. 2016) Es gehören alle Kräfte für eine rasche Lösung gebündelt, um das denkmalgeschützte Gebäude zu revitalisieren und für die Allgemeinheit zu erhalten“, sichert heute Gemeinderat Elias Molitschnig die volle Unterstützung der Grünen zu.

Seit Jahren schlagen die Klagenfurter Grünen Alarm, dass das denkmalgeschützte Hotel Wörthersee in der Ostbucht verfällt. Die von der Behörde und dem Bundesdenkmalamt vorgeschriebenen Instandhaltungsmaßnahmen wurden vom Besitzer allerdings nur bedingt erfüllt. Um die historisch bedeutsame Bausubstanz für kommende Generationen zu erhalten, sei es wichtig, alle Kräfte für eine rasche Lösung zu bündeln, betont heute Gemeinderat und Grünen-Baukultursprecher Elias Molitschnig. „Ich freue mich sehr, dass die Bürgermeisterin das Thema nun aktiv angeht und einen runden Tisch einberuft. Ich würde mich fachlich sehr gerne einbringen und biete deshalb auch meine Mitarbeit an“, sichert Molitschnig seine volle Unterstützung zu.

Eine Aufhebung des Denkmalschutzes aufgrund der mittlerweile großen Baufälligkeit des Gebäudes, wie es der derzeitige Inhaber verlangt, lehnt Molitschnig ab. „Das wäre der falsche Weg. Trotzdem sollte man gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt nach einer adäquaten Lösung suchen.“
Für Molitschnig wäre neben der Sanierung „eine Umnutzung und Wiederbelebung wünschenswert. Sollte sich ein Investor mit dem ernsthaften Willen für eine Neuorientierung finden, sollte die Stadt alles Notwendige unternehmen, um ihn dabei zu unterstützen“, so Molitschnig abschließend.

 

Das Hotel Wörthersee erhalten!

Klagenfurt (04.09. 2015) Seit dem Verkauf 2011 geht es mit dem einst renommierten Hotel Wörthersee bergab. „Was seit mehr als hundert Jahren die Ostbucht krönt und so vielen Menschen ans Herz gewachsen ist, verfällt zusehends, denn die neuen Besitzer erhalten und revitalisierten es nicht wie vorgesehen. Vielmehr gehen sie mit dem denkmalgeschützten Gebäude verantwortungslos um und beschleunigen offensichtlich den Verfall“, beklagt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. Mehrmals wurden von Seiten des Bundesdenkmalamtes Forderungen an die Eigentümer gestellt, um die historisch bedeutsame Bausubstanz für die kommenden Generationen zu erhalten. Diesen Forderungen wurden nur bedingt erfüllt und das Gebäude erleidet weiterhin Schaden. „Daher werde ich die Prüfung durch die Abteilung Zivilrecht einfordern, um diese Missstände auch aufzuzeigen!“, unterstreicht Gemeinderat  Elias Molitschnig, zuständiger Stadtentwicklungs- & Baukultursprecher der Klagenfurter Grünen.

"Es ist Aufgabe der Stadt, die Auflagen, die das Denkmalamt an die Eigentümer der Liegenschaft stellt, zu überprüfen und falls die Fristen für die Maßnahmen nicht eingehalten werden, auch Sanktionen zu veranlassen. Aufgrund des eingebrachten Antrages des Eigentümers, indem eine Aufhebung des Denkmalschutzes beantragt wurde, hat das Bundesdenkmalamt den Denkmalbeirat eingeschaltet. Eine diesbezügliche Stellungnahme wird demnächst erwartet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass alle Beteiligten der Stadtpolitik und der Fachabteillungen der Stadt und des Bundesdenkmalamtes für den Schutz und die Wiederbelebung des Juwels der Wörtherseearchitektur (Architekt Wilhelm Hess) eintreten werden.

Sehr viel liegt in den Händen der Besitzer dieser Seeliegenschaft. Diese sollen ernsthafte Ziele für eine Adaptierung des Gebäudebestandes vorlegen oder die Liegenschaft zu einem ernstzunehmenden, marktfähigen Preis verkaufen.
Abschließend wäre die Umnutzung und Wiederbelebung dieses baukulturellen Zeitzeugen der Wörthersee-Architektur überaus wünschenswert und sollte sich ein Investor mit dem ernsthaften Willen für eine Neuorientierung finden, werden wir alles Notwendige tun um schnellstmöglich eine bestmögliche Lösung zu ermöglichen."

Grüne Klagenfurt: Das Hotel Wörthersee erhalten!

Seit Jahren schlagen die Klagenfurter Grünen Alarm, dass das denkmalgeschützte Juwel in der Ostbucht verfällt. Sie appellieren an die Bürgermeisterin, alle Kräfte für eine rasche Lösung zu bündeln um das Gebäude für die Allgemeinheit zu retten und zu revitalisieren.

Klagenfurt (31.8.2015) Seit dem Verkauf 2011 geht es mit dem einst renommierten Hotel Wörthersee bergab. Was seit mehr als hundert Jahren die Ostbucht krönt und so vielen Menschen ans Herz gewachsen ist, verfällt zusehends, denn die neuen Besitzer erhalten und revitalisierten es nicht wie vorgesehen. Vielmehr gehen sie mit dem denkmalgeschützten Gebäude verantwortungslos um und beschleunigen offensichtlich den Verfall beklagt GR Evelyn Schmidt-Tarmann. Mehrmals wurden dringendste Sicherungsmaßnahmen gefordert, um die historisch bedeutsame Bausubstanz für die kommenden Generationen zu erhalten. Diese Forderungen wurden nur bedingt erfüllt, das Gebäude erleidet weiterhin Schaden. „Daher werde ich die Prüfung durch die Abteilung Zivilrecht einfordern, um diese Missstände auch aufzuzeigen“, unterstreicht GR Elias Molitschnig, zuständiger Stadtentwicklungs- & Baukultursprecher der Klagenfurter Grünen.

 

Es sei die Aufgabe der Stadt, die Auflagen, die das Denkmalamt an die Eigentümer der Liegenschaft stellt, zu überprüfen und, falls die Fristen für die Maßnahmen nicht eingehalten werden, auch Sanktionen zu veranlassen. Auf den seitens der Eigentümer eingebrachten Antrag zur Aufhebung des Denkmalschutzes hin hat das  Bundesdenkmalamt den Denkmalbeirat eingeschaltet. Eine Stellungnahme wird demnächst erwartet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass alle Beteiligten der Stadtpolitik und der Fachabteillungen der Stadt und des Bundesdenkmalamtes für den Schutz und die Wiederbelebung des „Juwels der Wörtherseearchitektur“ (Architekt Wilhelm Hess) eintreten werden.

Sehr viel liegt in den Händen der Besitzer dieser Seeliegenschaft! Diese sollen ernsthafte Ziele für eine Adaptierung des Gebäudebestandes vorlegen oder diesen zu einem ernstzunehmenden marktfähigen Preis verkaufen.

Abschließend wäre die Umnutzung und Wiederbelebung dieses baukulturellen Zeitzeugen der Wörthersee Architektur überaus wünschenswert. Sollte sich ein Investor mit dem ernsthaften Willen für eine Neuorientierung finden, werden wir alles Notwendige tun um schnellstmöglich eine bestmögliche Lösung zu ermöglichen.

Überblick

Das Hotel Wörthersee, ein Juwel der Wörthersee-Architektur, wurde um die Jahrhundertwende errichtet und 1987 in seiner Außenerscheinung einschließlich der Dächer und der für die Erhaltung notwendigen Baumasse unter Denkmalschutz gestellt. 27 Jahre betrieb die Familie Strohschein das Hotel, sie verkaufte es im Mai 2011 um kolportierte eine Million Euro an die Seilerstätten Immobilien AG mit den einschlägigen Etablissements „Babylon“ in Wien und Salzburg und im Schloss Freyenthurn, das ihr ebenso gehört. 2014 wurde das Objekt an die Freyenthurn Immobilien AG übertragen.

Anfangs war die Stadt zufrieden, dass sich finanzkräftige Investoren fanden, das Hotel auf Viersterne-Niveau zu revitalisieren. Doch bei den ersten Schritten ging man brachial vor, indem das gesamte Interieur des Hotels entsorgt und ungenehmigt mit Abbrucharbeiten begonnen wurde. Im Jänner 2012 wurden ein behördlicher Baustopp sowie der Wiederherstellungsauftrag erteilt.

* Mit den neuen Besitzern ist der Verfall des renommierten Hauses enorm vorangeschritten. An mehreren Stellen entstanden großflächige Löcher im Dach, die notdürftig abgehängt wurden. Kann es sein, dass hier vorsätzlich die Bausubstanz zerstört werden soll, indem man das Dach nicht instand setzt? Die Winter über standen auch Fenster offen, es gibt zahlreiche zerschlagene Scheiben, Putz und Mauerteile bröckeln. Die Lust der potentiellen Investoren schwand immer mehr, das Haus tatsächlich renovieren zu wollen. Ein wesentlicher Grund ist wohl, dass sie den schmalen Uferstreifen, der im Stadtbesitz steht, als direkten Seezugang nicht bekommen haben.

 Auch unter der Freyenthurn Immobilien AG steht das Objekt weiterhin zum Verkauf. Aber man fragt sich, wie eine dreifache Preissteigerung bei gleichzeitig enormen Qualitätseinbußen innerhalb von vier Jahren für den Verkauf des Objektes gerechtfertigt ist.

 

http://klagenfurt.gruene.at/Trauerspiel-um-Hotel-Woerthersee-beenden

http://klagenfurt.gruene.at/Hotel-Woerthersee-Jugendherberge-statt-Spekulationsobjekt

http://klagenfurt.gruene.at/Denkmalgeschuetztes-Hotel-Woerthersee-verfaellt

 

 

 

Trauerspiel um Hotel Wörthersee beenden!

Klagenfurt (10.10. 2013) Bereits im Juni 2012 schlug Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann beim Hotel Wörthersee Alarm: „Löcher im Dach, zerschlagene Scheiben, bröckelnder Putz: Der Verfall des Hotels war binnen zwei Jahren enorm vorangeschritten.“ Die Mandatarin informierte die Öffentlichkeit von dem Umgang der neuen Besitzer mit dem denkmalgeschützten Gebäude. Zur Erinnerung: Die neuen Eigentümer, die auch im Besitz von Schloss Freyenthurn sind, wollten das Hotel Wörthersee zum 5-Sterne-Betrieb – vornehmlich für ihre Bordellgäste – ausbauen. Weiteres appellierte Schmid-Tarmann bereits damals an  Bürgermeister und Finanzreferent, Gespräche zu führen und entweder die geplante Renovierung sicherzustellen oder den Wiederverkauf des Gebäudes – zu einem fairen Preis. „Doch keines von beidem ist passiert – zuerst wegen der strengen Auflagen des Bundesdenkmalamtes und dem verhängten Baustopp. Dann wegen dem Streit mit der Stadt um den Steg, woraufhin die Besitzer wohl ihre Lust am Investieren und der Weiterverfolgung ihres Projektes verloren haben.“

Wieder ist nun das Bundesdenkmalamt auf den Plan getreten. „Nach einem Lokalaugenschein der Denkmalschützer haben wir es schwarz auf weiß: Es sind dringend notwendige Reparaturarbeiten zu machen, um den Verfall des denkmalgeschützten Hotels aufzuhalten“, so Schmid-Tarmann, die ihre Forderungen wiederholt: „Die Vorgaben des Bundesdenkmalamtes müssen eingehalten werden! Der Bürgermeister als oberste Bauinstanz und sein Finanzreferent sind gefordert, das Trauerspiel um das Hotel Wörthersee zu beenden. Sie sind aufgerufen, alles zu unternehmen, um eine Lösung zum Wohle der Stadt zu finden bzw. einen Käufer aufzutreiben, der die Auflagen erfüllt und ernsthaft Interesse am Erhalt des denkmalgeschützten Juwels hat“, so die Gemeinderätin. „Das prächtige Gebäude muss revitalisiert werden! Da sich eine Hotelkategorie der obersten Klasse durch den Standort – das Abgeschnittensein vom See durch Bahn und Straße – wohl eher nicht eignet, wäre ein Ankauf durch einen Betreiber von Jugendherbergen willkommen.“ In die Pflicht nimmt Schmid-Tarmann auch den Tourismusreferenten: „Das Hotel Wörthersee ist ein Aushängeschild der Wörtherseearchitektur und ein Blickfang in der Ostbucht. Auch der Tourismusreferent sollte Interesse daran haben, das Gebäude zu retten!“

Fotos: Evelyn Schmid-Tarmann

Hotel Wörthersee: Jugendherberge statt Spekulationsobjekt

Klagenfurt (04. Juli 2012) Dass die Besitzer von Bordell Freyenthurn und Hotel Wörthersee nun letztlich doch einen Rückzieher machen und das Hotel wieder verkaufen wollen, begrüßt GRin Evelyn Schmid-Tarmann sehr. Denn man hatte  das gesamte historische Interieur entfernt, grobe bauliche Eingriffe vorgenommen und die denkmalgeschützte Bausubstanz dem Verfall Preis gegeben.

„Mit den neuen Besitzern ist der Verfall des renommierten Hauses innerhalb von zwei Jahren enorm vorangeschritten. An mehreren Stellen finden sich großflächige Löcher im Dach, die notdürftig abgehängt wurden und vorher nicht da waren. Es war kaum zu übersehen, dass hier vorsätzlich die Bausubstanz zerstört werden soll, indem man das Dach nicht instand setzte. Der bereits im Juni geäußerte Verdacht der Gemeinderätin, dass den potentiellen Inverstoren die Lust an einer tatsächlichen Renovierung des Hauses vergangen ist, hat sich bestätigt. Die offiziellen Gründe sind zwar nicht bekannt, jedoch braucht man nur Eins und Eins zusammenzählen: Ein wesentlicher Grund ist wohl, dass keine Aussicht bestand, den schmalen Uferstreifen mit Steg als direkten Seezugang zu bekommen,“ beurteilt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann die Vorgehensweise kritisch. Da fragt man sich, wie eine dreifache Preissteigerung für den Verkauf des Objektes innerhalb von 2 Jahren von den Investoren gerechtfertigt wird. Das Juwel der einzigartigen Wörthersee-Architektur soll einen Investor finden, der ernsthaft an dem Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes interessiert ist und das Objekt gleichzeitig auch für die Allgemeinheit nutzbar bzw. zugänglich macht. Idealerweise indem man hier für junge Leute und junge Familien eine Jugendherberge einrichtet, schlägt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann vor.