Grüne Klagenfurt

Lendhafen – Sanfte Belebung und eine Sommersperrstunde, die den Bedürfnissen angepasst ist

„Der Klagenfurter Lendhafen führte jahrelang ein Schattendasein als ein von der Öffentlichkeit gemiedener Ort. Engagierte Privatpersonen und der Verein ‚lend|hauer‘ entwickelten den Ort auf sanfte Art und Weise zum beliebten Treffpunkt der Klagenfurter*innen“, zeigt sich die Grüne Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann erfreut.

Von der Abteilung Stadtgarten durch bauliche Maßnahmen aufgewertet
Die Landeshauptstadt Klagenfurt unterstützt diese Bemühungen mit Kultursubventionen. Das Referat vom Grünen StR Frank Frey plante die Sanierung des Geländes und stellte Sitzgelegenheiten für den Aufenthalt ohne Konsumationszwang bereit. „Der Kulturverein und der Pächter des Pavillons – selbst ein Gründungsmitglied der ‚lend|hauer‘ – haben einen großen Teil zur Belebung beigetragen‘, würdigt die Kultursprecherin der Grünen Klagenfurt die konsequente Bemühungen aller Beteiligten. „Eine Stadt kann sich glücklich schätzen wenn sie engagierte Bürger*innen hat, die in Eigenverantwortung, mit viel Liebe zum Detail und zum großen Teil in ihrer Freizeit einen Mehrwert für die Kommune schaffen.“

Andere Städte wissen um den Erholungswert eines solchen Ortes
„Verglichen mit anderen Städten werden in Klagenfurt den Gewerbetreibenden – vor allem der Gastronomie – etliche Hürden gestellt. Eine davon ist die gesetzliche Sperrstunde der Gastgärten, die in der Landeshauptstadt außerhalb des Ringes mit 23 Uhr einzementiert ist. Grundsätzlich ist diese Regelung zu akzeptieren. Im Falle des Lendhafens geht diese Verordnung1 an den Bedürfnissen der Bürger*innen vorbei, denn die Örtlichkeit bietet ein vergleichbares Ambiente zum Wörthersee-Ostufer. Dort ist vom 1. Mai bis 30. September die gesetzliche Sperrstunde auf 24 Uhr verlängert. Und genau das wünschen sich die Besucher*innen des Lendhafens2“, verweist Schmid-Tarmann auf ihre Gespräche vor Ort.

„Im Regelfall ist die Musik dezent und die Lautstärke kann die die Anrainer*innen gar nicht stören. Ein paar Menschen, die keinen Gefallen an der Lebenslust anderer empfinden können, gibt es überall. Doch eine Stadt muss auch urban sein dürfen und es gibt genügend Gegenden in der Landeshauptstadt die reine Schlafstätten geworden sind“, so Evelyn Schmid-Tarmann abschließend.

1 Klagenfurter Gewerbeordnung

2 Auszug aus dem Antrag von Evelyn Schmid-Tarmann:

Ich stelle daher 
den selbstständigen ANTRAG,
der Gemeinderat wolle beschließen, dass

  1. die Klagenfurter Gewerbeordnung dahingehend geändert wird, dass die Verordnung für die die Zone See künftig auch für den Lendhafen gelten soll:Auszug aus der Verordnung § 1 (2) :
    (2) In der Zone See (im Wesentlichen Friedelsteg, Europapark, Loretto und Maiernigg), die innerhalb der nachstehend beschriebenen Grenzlinie gelegen ist, dürfen Gastgärten in der Zeit vom 1. Mai bis 30. September jeden Jahres unter den Voraussetzungen des § 112 Abs. 3 GewO 1994 jedenfalls von 8.00 Uhr bis 24.00 Uhr betrieben werden.
  2. die Gewerbeordnung ehestmöglich umgesetzt wird, um noch für diese   Sommermonate rechtwirksam zu werden.

Schloss Maria Loretto – Zuerst Konzept, dann Neustart

GRin Evelyn Schmid-Tarmann sieht die zweijährige Verlängerung der Verpachtung des Schlosses Maria Loretto als klares Zeichen des Versäumnisses der Stadt, ein schlüssiges Konzept für die öffentliche touristische und kulturelle Nutzung dieses Kleinods zu erarbeiten.

„Seit der Vertragsunterzeichnung 2008 weiß man, dass im Dezember 2020 der Pachtvertrag ausläuft. Nun wird eine schwach argumentierte zweijährige Verlängerung mit der Bestandnehmerin (einer GmbH) beschlossen. Und das obwohl diese nicht geneigt scheint, ein Konzept für die Nutzung des Schlosses zu erarbeiten. Die bisher gepflogene Weitervermietung an einen Caterer ist eine Sache, die auch vom Facility Management der Stadt Klagenfurt erledigt werden kann – ohne Zwischenprofiteur“, kommentiert die Wirtschaftssprecherin der Grünen im Gemeinderat, Evelyn Schmid-Tarmann, die Vertragsverlängerung.

„Ein improvisierter Kulturplan mit dem Schwerpunkt Klassik für kommendes Jahr ist zwar ein Anfang, doch das stadteigene Schloss für öffentliche Veranstaltungen zu nutzen muss niederschwelligere Angebote, auch für Familien, beinhalten mit einem klaren Zeitplan für Veranstaltungen unter Einbeziehung der lokalen Freien Szene“, wiederholt GRin Schmid-Tarmann ihre Forderungen aus der Vergangenheit.

Sie präzisiert ihre Vorschläge:

  • die Gastronomie (Café/Lounge) öffentlich ausschreiben mit vorgegebenen Öffnungszeiten von Ostern bis Herbst um den touristischen Bedürfnissen gerecht zu werden.
  • eine bestimmte Anzahl von Tagen (rd. 52 Tage/Jahr) für Hochzeiten und private Feiern zu genehmigen
  • die restliche Zeit für öffentliche Nutzung, kulturelle Veranstaltungen, etc. freihalten
  • einen Shuttleservice zu den Abendveranstaltungen (mehr Parkplätze würden das romantische Ambiente gefährden)
  • Sitzgelegenheiten ohne Konsumationszwang im Parkbereich
  • einen gut beleuchteten Spazierweg entlang des Lendkanals errichten, damit die FußgängerInnen ohne Gefährdung durch den Autoverkehr das Schloss erreichen können

„Ich fordere die Wirtschafts-, Tourismus-, und Kulturabteilung auf, die folgenden zwei Jahre für Ausschreibung und Pachtvertrag besser zu nutzen, als die vergangene Dekade. Ein Dornröschen darf träumend auf seinen Prinzen warten, die Stadt nicht“, so Schmid-Tarmann abschließend.

Ankauf des Winkler-Vorlasses bringt gesellschaftlichen Mehrwert

Mit der heutigen Gemeinderatssitzung werden wir KärntnerInnen, das Musilinstitut und das Kärntner Literaturarchiv um eine schöne Sammlung reicher sein, freut sich GRin Evelyn Schmid-Tarmann

„Zwei Jahre hat es gedauert, bis der Vertrag unter Berücksichtigung der Urheberrechte, der Nutzungsrechte für Öffentlichkeit und literaturwissenschaftliche Forschung sowie die Auszahlungsmodalitäten unter Dach und Fach war“, stellt GRin Schmid-Tarmann fest und hat sogar ein gewisses Verständnis für die Unzufriedenheit der FPÖ-MandatarInnen über die lange Dauer. „Die Gehässigkeiten über die Person Winkler hätten sie sich allerdings verkneifen können, denn Josef Winkler zählt zu den bedeutendsten Vertretern österreichischer Literatur seit 1945. Er ist eben kein bequemer Zeitgenosse für Rechtspopulisten, aber er wollte immer, dass sein Werk in Kärnten bleibt“, fügt sie hinzu.

Die Bedeutung des Schriftstellers und seiner Werke für die deutschsprachige Gegenwartsliteratur ist herausragend. Vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem österreichischen Staatspreis für Literatur (2007) und dem renommiertesten deutschsprachigen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis (2008), darf Josef Winkler ohne weiteres mit Elfriede Jelinek oder Peter Handke in einem Atemzug genannt werden. Die Alpe-Adria Universität Klagenfurt hat ihm im Jahr 2009 das Ehrendoktorat verliehen.

„Umso mehr freut es mich, dass auch die Stadt Klagenfurt seine Leistungen würdigt und sein Œvre für die Wissenschaft und die breite Öffentlichkeit gemeinsam mit dem Land Kärnten erworben hat“, freut sich die Grüne Kultursprecherin und erinnert sich: „Die österreichische Nationalbibliothek bemühte sich, den Winkler-Vorlass zu erwerben, was ihr schon bei Peter Handke und Ingeborg Bachmann gelungen ist.
Die Vor- bzw. Nachlässe von Christine Lavant, Peter Turrini und Gert Johnke sind leider nicht in den Besitz Kärntens gelangt.“

Mit der heutigen Gemeinderatssitzung wird nun die endgültige Zustimmung zur Ankaufsabwicklung erfolgen und wir KärntnerInnen, das Musilinstitut und das Kärntner Literaturarchiv werden um eine schöne Sammlung reicher sein“, betont Schmid-Tarmann abschließend.

Klagenfurt hat nichts zu verbergen!

Grüner Erfolg: Subventionen werden offengelegt! Nach der Archivierung von städtischen Kunstwerken und der Einrichtung eines Stadtarchivs wird nun eine weitere Grüne Kulturforderung umgesetzt: die jährliche Veröffentlichung des Subventionsberichtes, freut sich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann.

„Subventionen sind Steuergeld und müssen transparent, nachvollziehbar, angemessen und gerecht sein“, unterstrich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann ihre langjährige Forderung1 zuletzt in ihrer Rede im Gemeinderat zum Rechnungsabschluss 2017. „Endlich hinken wir in puncto Transparenz anderen Städten und auch dem Land Kärnten nicht mehr hinterher, denn durch die Subventionsordnung neu2 ist eine Veröffentlichung auch im Internet3 endlich möglich geworden,“   freut sich die Grüne Kultursprecherin. „ Selbst in der Reformpartnerschaft mit SPÖ und ÖVP ist es uns erst durch viel Überzeugungsarbeit gelungen, Bedenken bezüglich Neid und Datenschutz auszuräumen“.

Nach dem beschlossenen Rechnungsabschluss 2017 im letzten Gemeinderat werden die Subventionen künftig offengelegt und können auch im Internet veröffentlicht werden.
„In Hinkunft müssen alle, die um eine Subvention bei der Stadt Klagenfurt ansuchen, ihre Zustimmung für die Veröffentlichung im Internet geben. So ist es auch im Land bei finanziellen Unterstützungen Usus. Wer dazu nicht bereit ist, kann nicht mehr mit öffentlichen Geldern rechnen“, erklärt die Grüne Gemeinderätin, die betont, wie wichtig ein transparenter Umgang mit Steuergeldern ist. „Wir sind den BürgerInnen gegenüber zur verantwortungsvollen Vergabe von Subventionen verpflichtet. Hier handelt es sich schließlich nicht um privates Geld von PolitikerInnen, sondern um das Steuergeld aller BürgerInnen. - Klagenfurt hat nichts zu verbergen!“

Schmid-Tarmann freut sich, dass „die Geheimnistuerei ab sofort der Vergangenheit angehört.“ Einen Sinneswandel wünscht sich die Mandatarin auch bei der Verwendung der öffentlichen Geldmittel. „Leider werden aufgrund von mehrjährigen Verträgen noch immer sich selbst finanzierende Events mit Steuergeldern unterstützt. Öffentliches Geld muss verantwortungsvoll und nachhaltig vergeben werden. Der richtige Zeitpunkt für ein Umdenken in der Subventionspolitik ist jetzt!“, so Schmid-Tarmann abschließend.


1 Seit 2004 fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann beharrlich die jährliche Veröffentlichung eines Subventionsberichtes in der Landeshauptstadt. Die freiheitlichen Kultur- bzw. Wirtschaftsreferenten Mario Canori und Albert Gunzer haben sich aber immer quergelegt. Die Offenlegung der Subventionen würde nur Neid erzeugen, erinnert Schmid-Tarmann an eines der fadenscheinigen Argumente.

2 Subventionsordnung neu (Auszug) mit der Ergänzung des §3 von 14.7.2016

http://www.klagenfurt.at/rathaus-direkt/e-service/formulare-merkblaetter/subvention.html

§3 Voraussetzungen für die Gewährung einer Förderung 

Eine Subvention kann nur über Ansuchen gewährt werden. Es ist dafür das auf der Homepage der Landeshauptstadt angebotene Subventionsformular (E-Formular) zu verwenden, welches ausschließlich digital einzubringen ist. 

In das Subventionsformular ist folgende Formulierung aufzunehmen: 

„Der Subventionswerber/die Subventionswerberin erklärt seine/ihre ausdrückliche Zustimmung, dass mit der Annahme des Förderungsbetrages bzw. der Sachsubvention in Anwendung und Einhaltung der bezughabenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen der Subventionsempfänger/die Subventionsempfängerin, der Verwendungszweck und die Höhe der bewilligten Subvention im Subventionsbericht und im Internet und ähnlichem veröffentlicht werden dürfen.“ ...

3 unter www.klagenfurt.at abrufbar, sobald die Daten eingepflegt sind

Ein „Kärntner Haus der Literatur“

Die ehemalige Benediktinerschule wäre für ein „Haus der Literatur“ mit öffentlicher Bibliothek ideal. „Das Musilhaus platzt aus allen Nähten. Stellen wir den Kärntner Kulturschaffenden doch endlich die dringend benötigten Ressourcen bereit!“, appelliert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann in der gestrigen Podiumsdiskussion „Aschenbrödel Literatur“ an die verantwortliche Politik.

© Julia Jank

Nicht nur während des Bachmannpreises ist Klagenfurt als Literaturhauptstadt in aller Munde. „Wir haben viele kleinere Vereine, die großartige Kulturarbeit leisten. Doch leider wird von Seiten der Politik zu wenig darauf Bedacht genommen. Ein Kulturland Kärnten mit einer Literaturhauptstadt Klagenfurt darf die Literatur nicht zum Aschenbrödel und die LiteratInnen nicht zu BittstellerInnen machen“, betont Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann bei der gestrigen Podiumsdiskussion im Musilhaus, bei der die prekäre Situation der Kärntner AutorInnen behandelt wurde. „Die verantwortlichen ReferentInnen sind gefordert, sich nicht nur im Glanz der Kulturschaffenden zu sonnen, sondern endlich auch die dringend benötigten Ressourcen wie längerfristige Subventionierungen sowie ausreichend Geldmittel für Publikationen, Lesungen und Stipendien zur Verfügung zu stellen. Ein Riesenthema ist auch die Bereitstellung von Räumlichkeiten für Lesungen und Vereinstätigkeiten, da das Musilhaus aus allen Nähten platzt“, schildert Schmid-Tarmann, die gestern ihre Vision von einem „Haus der Kärntner Literatur“ in der (bald) ehemaligen Benediktinerschule darlegte.

„Für kleinere Literaturverbände wird es im Musilhaus immer schwerer, Termine zu finden, da ja das Musil-Institut selbst viele Veranstaltungen durchführt. Ab Juli 2018 ist die traditionsreiche Benediktinerschule Geschichte. Da sich das denkmalgeschützte Gebäude im Besitz der Stadt Klagenfurt befindet, wäre es für eine öffentliche Nutzung wie ein Kärntner Haus der Literatur, ideal.“ Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Schießungspläne hat Schmid-Tarmann an die Verantwortlichen appelliert, dieses strategisch wertvoll gelegene Objekt der Öffentlichkeit zu erhalten. „Ich biete meine Mitarbeit an und würde mich gerne am Planungsprozess beteiligen, meine Visionen einbringen. Es wäre schade, dieses zentral gelegene Gebäude privaten InvestorInnen zu überlassen. Es stehen ja bereits Gerüchte um eine Hotelerweiterung im Raum.“

Ein „Kärntner Haus der Literatur“ mit einer öffentlichen Bibliothek, Leseräumen, Sälen für Vorträge und Lesungen sowie Raum für alle Literaturverbände wäre die Umsetzung einer Vision, die der literarischen Bedeutung von Klagenfurt und Kärnten Rechnung tragen würde, ist die Grüne Kultursprecherin überzeugt.

Zur Finanzierung eines solchen Leuchtturmprojektes schlägt Schmid-Tarmann eine Drittel-Finanzierung vor. „Die Stadt kann das natürlich nicht alleine stemmen. Deshalb wäre eine Beteiligung von Bund und Land anzustreben“, so die Gemeinderätin.

(Mag. Gabi Russwurm-Biro, Präsidentin des Kärntner Schriftstellerverbandes, Kulturamtsleiterin Mag. Erika Napetschnig, Gemeinderätin und Grüne Kultursprecherin Evelyn Schmid-Tarmann, Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz, Mag. Gerald Eschenauer von BUCH13 und Gerhard Ruiss Bundessprecher der IG Autorinnen/Autoren. (v.l.n.r.)

Grüner Erfolg: Subventionen werden offengelegt!

Nach der Archivierung von städtischen Kunstwerken und der Einrichtung eines Stadtarchivs wird nun eine weitere Grüne Forderung umgesetzt: die jährliche Veröffentlichung des Subventionsberichtes, freut sich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann.  Seit zwölf Jahren (!) fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann die jährliche Veröffentlichung eines Subventionsberichtes in der Landeshauptstadt – „und das gebetsmühlenartig. Die freiheitlichen Kultur- bzw. Wirtschaftsreferenten Mario Canori und Albert Gunzer haben sich aber immer quergelegt. Die Offenlegung der Subventionen würde nur Neid erzeugen“, erinnert Schmid-Tarmann an „eines der fadenscheinigen Argumente. In der Reformpartnerschaft mit SPÖ und ÖVP ist es uns nun durch viel Überzeugungsarbeit gelungen, Bedenken auszuräumen“, freut sich die Mandatarin über den heute im Stadtsenat einstimmig gefassten Beschluss, die Subventionen künftig offenzulegen. „In Hinkunft müssen alle, die um eine Subvention bei der Stadt Klagenfurt ansuchen, ihre Zustimmung zur Veröffentlichung im Internet geben. So ist es auch im Land bei finanziellen Unterstützungen Usus. Wer dazu nicht bereit ist, kann nicht mehr mit öffentlichen Geldern rechnen“, erklärt die Gemeinderätin, die betont, wie wichtig ein transparenter Umgang mit Steuergeldern ist. „Wir sind den BürgerInnen gegenüber zur verantwortungsvollen Vergabe von Subventionen verpflichtet. Hier handelt es sich schließlich nicht um privates Geld von PolitikerInnen, sondern um das Steuergeld aller BürgerInnen.“ Schmid-Tarmann freut sich, dass „die Geheimnistuerei ab sofort der Vergangenheit angehört.“ Einen Sinneswandel wünscht sich die Mandatarin auch bei der Verwendung der öffentlichen Geldmittel. „Leider werden aufgrund von mehrjährigen Verträgen noch immer kommerzielle Events wie die Starnacht, das BeachvolleyballEvent und das Hafenfest mit Steuergeld unterstützt. Diese Verträge laufen heuer aber zum Teil aus. Ich hoffe, dass mit diesen umstrittenen Subventionen ab dem nächsten Jahr Schluss ist“, setzt Schmid-Tarmann auf die Unterstützung der Reformpartner. „Öffentliches Geld muss verantwortungsvoll und nachhaltig vergeben werden. Der richtige Zeitpunkt für ein Umdenken in der Subventionspolitik ist jetzt!“, so Schmid-Tarmann abschließend.

Grüne: Udo Jürgens sollte „mitten im Leben“ geehrt werden

Klagenfurt (21.12. 2015) Ein Jahr nach Udo Jürgens Tod sollte sich seine Geburtsstadt Gedanken über eine würdige Ehrung machen und seinen Bruder Manfred Bockelmann mit einbeziehen, findet Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die eine Bronzeskulptur „mitten im Leben“, z.B. in der Klagenfurter Fußgängerzone, vorschlägt.

In den letzten Tagen wurde in Klagenfurt laut darüber nachgedacht, wie man Udo Jürgens ein Jahr nach seinem plötzlichen Herztod ehren könnte. „Er ist zwar schon Ehrenbürger von Klagenfurt, doch scheint dies wirklich nicht ausreichend angesichts der Tatsache, dass Udo Jürgens nach seinen mehr als 60 Jahren im Showbusiness als einer der bedeutendsten Entertainer, Komponisten und Solokünstler der Welt gilt. Eine Gedenktafel reicht hier nicht, schon gar nicht an diesem belasteten Ort“, lehnt die Grüne Kultursprecherin Evelyn Schmid-Tarmann, die auch Mitglied im Erinnerungsbeirat der Landeshauptstadt ist, den Vorschlag der Bürgermeisterin, beim ehemaligen „Tanzcafé Lerch“ eine Gedenktafel anzubringen*, strikt ab. „Das Konservatorium wäre sicherlich geeigneter“, betont die Mandatarin.

„An diesen Künstler von Weltgeltung sollte etwas Repräsentatives, Besonderes erinnern. Dabei denke ich an die Bronzeskulpturen von James Joyce mitten in Dublin und Triest, oder den bronzenen Dichter Pesosa in Lissabon, an dessen Tisch vor einem Kaffeehaus in der Innenstadt sich permanent TouristInnen fotografieren lassen. Eine lebensgroße Bronzefigur mitten im Leben, zum Beispiel mitten in der Klagenfurter Fußgängerzone, das wär was!“, schlägt die Kultursprecherin vor und denkt dabei an das letzte Album mit dem gleichnamigen Titel „Mitten im Leben“. „Udo Jürgens hinterlässt ein musikalisches Lebenswerk, das seinesgleichen sucht. Deshalb sollte die Landeshauptstadt ihren berühmten Ehrenbürger sichtbar und repräsentativ ehren. Ich bin gerne bereit, kreative Vorschläge einzubringen und bei der Sponsorensuche zu helfen“, bekräftigt die Mandatarin. „Unbedingt eingebunden werden muss auch Udos Bruder Manfred Bockelmann."

*„Tanzcafé Lerch“: Vom Nazi-Treffpunkt zu Udo Jürgens' Bühne
http://diepresse.com/home/kultur/popco/4626036/Tanzcafe-Lerch_Vom-NaziTreffpunkt-zu-Udo-Jurgens-Buhne
Im „Tanzcafé Lerch“ in Klagenfurt begann Udo Jürgens' musikalische Karriere. Doch das Lokal hat eine düstere Geschichte: Sein Besitzer war für den Tod von rund zwei Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs mitverantwortlich. 2001 wurde am Stadttheater Klagenfurt Werner Koflers "Tanzcafe Treblinka" uraufgeführt. Das Stück handelt von dem an der Judenvernichtung beteiligten SS-Mann Ernst Lerch, der in Klagenfurt das beliebte "Tanzcafé Lerch" leitete.
http://derstandard.at/1323222615544/Was-duerfen-die-in-Kaernten
http://ktnv1.orf.at/stories/418877

 

 

Grüne: Raum und Infrastruktur für junge Kunstschaffende bereitstellen

Klagenfurt (02.12. 2015) Die finanzschwache Landeshauptstadt fördert Kunstschaffende kaum, was dazu führt, dass viele ihrer Heimatstadt den Rücken kehren. Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann fordert die Bereitstellung von stadteigenen leer stehenden Räumlichkeiten für Ateliers – vergleichbar mit den Co-Working-Spaces „Hafen 11“ und der „Anlegestelle“ im Lendhafen.

„Um die junge bildende Kunst in Klagenfurt sieht es eher düster aus. Nahezu alle bildenden KünstlerInnen müssen einem Brotberuf nachgehen. Da dieser in Kärnten jedoch schwer zu finden ist, bleiben die in Klagenfurt gebürtigen KünstlerInnen häufig nach ihrem Studium weg, weil sie anderswo neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leichter einen Job finden. Das Klagenfurter Pflaster ist hart, es fehlen Ausstellungsmöglichkeiten, Gemeinschaftsateliers u.v.m.“, beklagt die Grüne Kultursprecherin.

„Im Vergleich dazu sieht es bei der Wirtschaftsförderung wesentlich rosiger aus. Seit 2010 fördert Klagenfurt Kreative in verschiedenen Bereichen. In den Co-Working-Spaces im Lendhafen* wird durch das Bereitstellen von Raum und Infrastruktur sowie einer gestaffelten Mietbeihilfe auf drei Jahre von 50, 40 und 30 Prozent bewirkt, dass junge, kreative Köpfe in Klagenfurt bleiben und hier beruflich Fuß fassen können. Der große Vorteil solcher Co-Working-Spaces ist sicherlich das Vernetzen, die Kommunikation aber auch das gemeinsame Tun, die Synergien, die sich aus der Zusammenarbeit im Großraum ergeben“, lobt Schmid-Tarmann, die sich eine Ausweitung der Förderungen auf die Bereiche Bildende Kunst, Design etc. wünscht. In einem Antrag hat Schmid-Tarmann deshalb angeregt,
...dass nach dem Vorbild der Förderung unter dem Begriff „Kreativwirtschaft“ im gleichen Maße für junge Künstlerinnen und Künstler sowie für KulturveranstalterInnen finanzielle und räumliche Ressourcen bereitgestellt werden.
(Schluss)

*http://www.kreativwirtschaft-klagenfurt.at/coworking-spaces

Kulturförderungen: Klagenfurt hat nichts zu verbergen!

Klagenfurt (15.07. 2015) „Subventionen sind Steuergelder und müssen transparent, nachvollziehbar und gerecht sein“, fordert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. „Kulturveranstaltungen sind ein wesentlicher Faktor für die Lebensqualität der Bevölkerung und tragen im Kulturland Kärnten auch wesentlich zur Attraktivität im Tourismus bei. Dafür sind öffentliche Gelder unabdingbar.“

„Das Land Kärnten stellt alljährlich den Kulturbericht online – die Stadt Klagenfurt nicht. Was in Spittal, Graz und anderen Städten längst umgesetzt wird, sollte auch in der Kärntner Landeshauptstadt möglich sein“, stellt Schmid-Tarmann fest. Sie fordert seit 2004 die Veröffentlichung des Subventionsberichtes auf der Klagenfurter Webseite. „Die früher zuständigen freiheitlichen Referenten haben stets gemauert und sind mit den Totschlag-Argumenten Neid und Datenschutz daher gekommen“, so Schmid-Tarmann. „Wenn die Gelder gerecht vergeben werden, braucht man Transparenz nicht zu fürchten! Ansuchen an das Land Kärnten beinhalten ebenfalls selbstverständlich, dass die AntragsstellerInnen unterschreiben, dass sie mit einer Veröffentlichung einverstanden sind1. In Klagenfurt ist dies ebenso zu handhaben.“

Seit 2004 gibt es in Graz den Kulturbeirat und seit 2014 sogar Fachbeiräte für neun Sparten speziell für finanzielle Belange.3
„Mit unserer neuen partnerschaftlichen Regierung mit SPÖ und ÖVP ist eine neue Ära der Transparenz und Ehrlichkeit angebrochen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass nun endlich meine langjährigen Forderungen, alljährlich einen Kulturbericht zu veröffentlichen sowie einen unabhängigen, ehrenamtlich tätigen Fachbeirat nach Grazer Vorbild zu installieren, umgesetzt werden,“ schließt Schmid-Tarmann.

1 Auszug aus dem Subventionsansuchen an die Kärntner Landesregierung:

(...)  Für den Fall einer Subventionsgewährung wird die Zustimmung zur Veröffentlichung der damit im Zusammenhang stehenden Daten im offiziellen Kulturbericht des Landes Kärnten erteilt. 

Seit 2004 gibt es in Graz einen Kulturbeirat.
(Link: http://kultur.graz.at/kulturamt/65)

3 Seit 2014 gibt es in Graz Fachbeiräte für neun Sparten bestehend aus jeweils drei Personen nach dem Prinzip der Ausgewogenheit der Geschlechter und Generationen. (Link: http://kultur.graz.at/kulturamt/114)

(...) die in den einzelnen Sparten des Grazer Kunst- und Kulturgeschehens vorberatend tätig sind und damit gemeinsam mit dem Kulturamt die Vorbereitung der Mitfinanzierungsbeiträge der Stadt Graz im Kulturbereich für die zuständigen Organe der Stadt – Stadtsenatsreferent, Stadtsenat und Gemeinderat – mittragen (...)

 

Jahrelanger Einsatz trägt Früchte: Seebühne wird endgültig „versenkt“!

Klagenfurt (06.05. 2015) Die Klagenfurter Grünen kämpften seit vielen Jahren für die Entfernung des „Millionengrabes“ in der Ostbucht. „Jetzt tragen unsere Bemühungen endlich Früchte! Die Koalition der Vernunft hat den Abbau der Kultur-Ruine beschlossen“, freut sich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die den ersten Antrag betreffend des Abbaus der Seebühne vor elf Jahren (!) einbrachte. „Es war 2004 einer meiner ersten Anträge als Ersatzgemeinderätin.“

Für die Klagenfurter Grünen war der Abbau der Seebühne „die einzig richtige Lösung. Es gab zuhauf Kritik an der jahrelangen Steuergeldverschwendung durch das Prestigeprojekt des ehemaligen Landeshauptmannes Haider und an der Verschandelung der Ostbucht. Jetzt bekommen die KlagenfurterInnen endlich wieder freie Sicht auf den Wörthersee!“

Nach dem Abbau der Seebühne streben die Grünen auch eine nachhaltige Entlastung der schützenswerten Ostbucht an. „Die Ostbucht soll wieder zu einem echten Lebensraum und einem Erholungsgebiet für die Klagenfurter Bevölkerung werden“, fordert Schmid-Tarmann, die in der nächsten Gemeinderatssitzung neuerlich einen Antrag einbringen möchte.