Grüne Klagenfurt

Grüner Dringlichkeitsantrag: Mit Resolution Zeichen gegen TTIP setzen

Klagenfurt (17.10. 2014) Einen Dringlichkeitsantrag zum „Transatlantischen Handels und Investitionsabkommen“ (TTIP) zwischen der EU und den USA, das die weltgrößte Freihandelszone schaffen würde, bringen heute Grüne und EW ´09 ein. „Das geplante Freihandelsabkommen, das geheim verhandelt wird, ist ein Angriff auf Demokratie, VerbraucherInnenrechte, Umweltschutz und Sozialstaat. Die Verhandlungen sind schon weit fortgeschritten und das TTIP hätte für alle BürgerInnen schwerwiegende Folgen“, begründet Grünen-Clubobfrau Andrea Wulz die Dringlichkeit des Antrages. „Das Abkommen sieht vor, Demokratie und Rechtsstaat, Umwelt- und VerbraucherInnenschutz zugunsten von wirtschaftlichen Interessen auszuhebeln. Das dürfen wir nicht zulassen! Die Stadt Klagenfurt sollte mit dieser Resolution ein Zeichen setzen“, ergänzt Gemeinderat und Grünen-Landessprecher Frank Frey. „Die Grünen treten für fairen Handel ein und sind gegen Sonderrechte für Großkonzerne.“

Mit der Resolution soll der Gemeinderat der Stadtgemeinde Klagenfurt am Wörthersee die österreichische Bundesregierung und die österreichischen Abgeordneten im EU-Parlament aufgefordert werden, sich für einen transparenten Weg im Sinne der BürgerInnen und nicht für Geheimverhandlungen zum Wohle internationaler Konzerne einzusetzen. Dem TTIP ist die Zustimmung solange zu verweigern, bis folgende vier Punkte klargestellt sind: 1. Die BürgerInnen der EU-Mitgliedsstaaten sind umfassend über Stand und Inhalt der Verhandlungen zu informieren, 2. dürfen die europäischen und nationalen Konsumentenschutzbestimmungen und Umweltstandards nicht zugunsten von Konzerninteressen ausgehebelt werden, 3. müssen der Schutz der europäischen und nationalen ArbeitnehmerInnenrechte sowie die hohen nationalen Ausbildungsstandards gewahrt bleiben und 4. dürfen Investor-Staat-Klagen vor einem Schiedsgericht in funktionierenden Rechtsstaaten nicht Bestandteil eines Freihandelsabkommens sein.

Hier der Dringlichkeitsantrag im Detail: http://klagenfurt.gruene.at/Dringlichkeitsantrag-TTIP-Freihandelsabkommen-Resolution 

Der Dringlichkeitsantrag wurde in der Gemeinderatssitzung vom 17. Oktober 2014 einstimmig beschlossen!

Auf Antrag der Grünen: Resolution zur Erhöhung der Familienbeihilfe verabschiedet

Klagenfurt (11.12. 2013) Auf Antrag von Familienreferentin Stadträtin Andrea Wulz (Die Grünen) wurde in der gestrigen Stadtsenatssitzung einstimmig eine Resolution im Interesse der Familien und des Wirtschaftsstandortes Österreich verabschiedet. „Es geht um die Anerkennung und Unterstützung von Familien, die wertvolle Leistungen für die Gesellschaft erbringen“, so die Familienreferentin. „Gelebte Familienfreundlichkeit drückt sich auch in finanziellen Leistungen aus“, betont Wulz, die darauf hinweist, dass die finanziellen Belastungen für Familien (u.a. für Mieten, Bildung, Pflege, medizinische Versorgung, Mobilität, Lebensmittel, Kinderbetreuung etc.) stetig ansteigen. „Die Familienbeihilfe wurde hingegen seit 2000 – also seit 13 Jahren – nicht mehr angepasst. Der Wertverlust beträgt mehr als 33 Prozent und stellt eine massive Kürzung der Familienleistungen dar“, so die Familien-Stadträtin, die daran erinnert, dass „Pensionen, Mindestsicherungen und die Parteienförderung sehr wohl an die Inflation angepasst worden sind“.

In der von den Grünen, SPÖ, ÖVP und FPÖ verabschiedeten Resolution werden daher die Regierungsparteien dazu aufgefordert, ihre Ankündigung, die Familienbeihilfe nicht zu erhöhen, zurückzunehmen und unverzüglich eine Valorisierung (Anpassung an die Inflation) durchzuführen und auch gesetzlich zu verankern. „Familien sollen in unserem Land ein gutes Leben führen können“, so die Klagenfurter Familienreferentin abschließend.