Grüne Klagenfurt

Airbnb – Ein globaler Krake unter der Tarnkappe der „Sharing-Economy“

GRin Evelyn Schmid-Tarmann nennt Maßnahmen von anderen Städten in Europa, dem ausufernden Angebot von Airbnb entgegenzutreten. Klagenfurt darf die negative Entwicklung nicht verschlafen: Stadt- wie auch Landesregierung müssen im Rahmen der Gesetze tätig werden. Wirtschaftskammer, Universität und FH für Tourismus sieht sie ebenfalls gefordert.

„Ich habe immer wieder betont, dass die vereinzelte Vermietung eines Zimmers von Privat an Privat kein ernsthaftes Problem für die Hotellerie darstellt“, erinnert GRin Schmid-Tarmann, „aber Klagenfurt darf die negative Entwicklung nicht verschlafen! Großstädte wie München und Wien fangen massiv an, die Privatvermietungs-Portale in die Pflicht zu nehmen, hohe Bußzahlungen aufzuerlegen beziehungsweise aus den Stadtzentren zu verbannen. Dieser Markt entwickelt sich nämlich zu einem ernsthaften Konkurrenten der heimischen Tourismusbetriebe, da sie meist Abgaben und Nächtigungstaxen vermeiden. Auch werden so Mietobjekte dem Markt entzogen, wodurch die Mieten rasant steigen.“

Tatsache ist, dass sich das Airbnb-Angebot in den letzten Jahren in Österreich vervielfacht hat, wie eine Studie der TU Wien aus dem Jahr 2017 zeigt.1 „Und Airbnb ist zwar nur einer von vielen Internet-Dienstleistern, die das Hotelleriegewerbe aufmischen“, bemerkt die Gemeinderätin, „Airbnb ist allerdings der größte von allen, mit weltweit rund 5 Millionen gelisteten Unterkünften.

1,8 % der in Österreich Urlaubenden machen bereits von dem Angebot Gebrauch 2. 20% der Anbieter in Wien sind keine Privatvermieter im Sinne des Gesetzes, sondern professionelle, sie haben 5 oder mehr Objekte als Airbnb-Unterkünfte, meist komplette Wohnungen 1. Daraus ergibt sich ein massives Problem für die anderen Wohnungsbesitzer im gleichen Block. Ein ständiges Kommen und Gehen, erhöhte Betriebskosten und Lärmbelästigungen durch feiernde Urlauber sind die Folge. Das ist nicht gesetzeskonform und auch den Miteigentümern ist es vielfach nicht bewusst, dass sie dem Airbnb-Anbieter diese Art der Nutzung untersagen können 3.“

„Meine Sorge ist, dass sowohl die heimische Politik als auch die Wirtschaftskammer diese Entwicklung verschlafen“, so die grüne Wirtschaftssprecherin weiter. Sie hat versucht, auf den zuständigen Referenten in der Stadt einzuwirken, diesbezügliche Anfragen und Anträge sind lapidar mit: ‚die Gesetzgebung ist Landessache‘ weggewischt worden. „Es macht den Eindruck der Ahnungslosigkeit, auch, als wären die eigenen Gewerbetreibenden egal. Doch die Gewerbeordnung sieht eine genaue Regelung vor, es hapert am Willen zum Vollzug und ist Abschieben der Verantwortung. Allerdings ist auch die Wirtschaftskammer gefordert“.

„Abgesehen von der unfairen Konkurrenz für die ordentlich gemeldeten Beherbergungsbetriebe, mischt die Airbnb-Krake auch den Wohnungsmarkt gehörig auf. Mieten und Immobilienpreise steigen bereits rasant an“, berichtet GRin Schmid-Tarmann und wünscht sich eine umgehende Bestandsaufnahme des heimischen Airbnb-Angebots nach dem Vorbild der Studie der TU Wien 1.
„Wir haben eine Wirtschafts-Uni und Fachhochschulen für Tourismus. Diese Institutionen sollte man für ein dementsprechendes Projekt motivieren, dessen Ergebnis der säumigen Politik die Augen öffnet, um endlich gegenzusteuern.

1 Studie der TU und WU Wien:
https://wherebnb.in/wien/#where

2 Tourismus Austria Nächtigungsstatistik Factsheet 2016/2017:
https://www.austriatourism.com/fileadmin/user_upload/Media_Library/Downloads/Tourismusforschung/2017G_Factsheet_Tourismus_in_OE_2017_extern_Stand_27_02_18.pdf

3 OGH: Die touristische Nutzung eines als Wohnung gewidmeten Wohnungseigentumsobjekts für die Dauer von jeweils 2 bis 30 Tagen ist eine genehmigungspflichtige Widmungsänderung.
http://www.ogh.gv.at/entscheidungen/entscheidungen-ogh/touristische-nutzung-einer-eigentumswohnung/

 

Ist Radfahren in ‚Ordnung‘?

Der Club der Grünen im Klagenfurter Gemeinderat stellt seine Position zum Thema Radfahren in Klagenfurt zum wiederholten Male in die Sicht der Öffentlichkeit. Die oberste Forderung bzw. Vorgabe im Parteiprogramm der Grünen Klagenfurt ist: „Vorrang für Bus und Rad“. Legale Möglichkeiten für das „Freizeitradeln“ sind unabdingbar.

„Zu einem klaren Bekenntnis ‚pro Radfahren‘ der Stadt Klagenfurt, gehört natürlich mehr, als ein paar, an manchen Stellen sogar äußerst fragwürdige, Bodenmarkierungen. Hier ist ein deutlicher Mangel an Entscheidungsschwäche der Verantwortlichen zu verorten“ erklärt StR Frank Frey, selbst bekennender Alltagsradler. „Ich bin natürlich in der glücklichen Lage, meine Außentermine fast zur Gänze mit dem Rad wahrnehmen zu können, trockenes Wetter vorausgesetzt.“

Die aufkeimende Debatte um das, für viele Radbegeisterte leider, verbotene Radeln am Kreuzbergl, und in anderen Waldgebieten der Stadt, ist natürlich der Jahreszeit geschuldet. Wenn viele Menschen von den Naherholungsräumen angelockt werden, dann wird es schnell mal eng auf den Wanderwegen.

„Verbote sind keine Lösung und waren es noch nie“, so Frey weiter, „allerdings gibt es ein bestehendes Radfahr- und Reitverbot auf den besagten Wegen, da wurde nichts Neues erfunden. Zuwiderhandelnde Personen begehen hier eine Verwaltungsübertretung und sind demgemäß abzumahnen. Ich fände es toll, wenn wir eine legale Möglichkeit für das Freizeitradeln in Klagenfurts Waldgebieten schaffen könnten.“

„Radfahren ist Grün, es ist feinstaub- und abgasfrei“, betont GRin Evelyn Schmid-Tarmann. „Immer mehr Klagenfurterinnen und Klagenfurter geben dem Rad gegenüber dem Auto den Vorzug. Grünes Credo ist: Wir wollen eine Stadt für Menschen und nicht für Autos. Leider verzerren ein paar rücksichtslose schwarze Schafe in unseren Parkanlagen und in der Fußgängerzone das Bild in der Öffentlichkeit, denn beim Radeln im Alltagsverkehr rücksichtsvoll gegenüber anderen VerkehrsteilnehmerInnen zu sein, lernt schon jedes Kind. Die StVO ist Gesetz, ihre Einhaltung muss von der Polizei - keinesfalls vom Ordnungsamt - überwacht werden.“

„Die Stadt ist ein Begegnungsraum, ganz wichtig sind die Parks und öffentlichen Plätze.“ GR Elias Molitschnig, Stadtplanungsexperte der Grünen im Gemeinderat, verweist auf Städte wie Kopenhagen, die schon vor Jahrzehnten das Potential des Radfahrens erkannt und dementsprechend gefördert und entwickelt haben. „Mir persönlich wäre eine Lösung die allen Beteiligten gerecht wird am willkommensten. Ich könnte mir vorstellen, dass wir in den Park- und Waldgebieten der Stadt eigene Trails den Bikerinnen widmen, wobei ich mir sehr wohl der etwas schwierig zu lösenden Rechtsfrage bewusst bin. Was, wenn ein Mountain-Biker auf einem, von der Stadt genehmigten, Weg verunfallt? Ist dann die Stadt haftbar zu machen? Die Lückenlosigkeit vieler, touristisch reizvoller, Radwanderwege im gesamten Bundesgebiet scheitert genau an diesem Punkt. Gemeinschaft ist eben nur möglich, wenn alle die Selbstverantwortung verinnerlicht haben“, überlegt Molitschnig. „Wir haben schon vor geraumer Zeit eine/n Radfahrbeauftragte/n für Klagenfurt eingefordert, der/die wäre dann auch die richtige Anlaufstelle für Beschwerden und kann auch die Lösungskompetenz für die hier gestellten Fragen entwickeln.“

GRin Andrea Wulz bringt noch einen weiteren Aspekt in die Überlegungen ein. „Die Ausbildung der Organe des Ordnungsamtes sollte auch und vor allem auf die Aufklärungsarbeit fokussiert sein. Es bringt wesentlich mehr, wenn die Menschen erkennen was sie falsch machen oder gemacht haben, als sie abzustrafen. Schusstraining mit Pfefferspraypistolen ist bei Weitem zu wenig. De-Eskalation, sensibles und wertschätzendes „Ordnungshüten“, das erwarte ich mir von VertreterInnen des Gesetzes. Schließlich haben sie es ja nicht mit Verbrechern zu tun sondern stehen im Dienste der BürgerInnen von Klagenfurt.“

„Ausbildung ist nicht nur ein Thema für die Angestellten des Ordnungsamtes“, fügt GRin Margit Motschiunig hinzu „denn richtiges Verhalten im Straßenverkehr ist schon im Vorschulbereich ein essentieller Bestandteil der Erziehung. Die beste Versicherung ist die Vorsicht. Kinder sind mit Abstand die „schwächsten“ VerkehrsteilnehmerInnen und die am meisten Gefährdeten. Allerdings auch die Vorbildlichsten, was wir vor allem der einfühlsamen und vertrauensbildenden Verkehrserziehung, die unsere ExekutivbeamtInnen schulbegleitend durchführen, verdanken. Wenn nun auch noch die Älteren und Eltern mit gutem Beispiel vorangehen, dann sind vielleicht die Horrorgeschichten von den rücksichtslosen VerkehrsteilnehmerInnen alsbald Geschichte.“

Wie steht es um das Planetarium?

Die Zukunft des Planetariums steht offenbar erneut in den Sternen. Laut Clubobmann Thomas Winter-Holzinger verdichten sich die Gerüchte um eine abermalige Insolvenz. Die Grünen drängen auf rasche Aufklärung. „Das Planetarium ist als Ausflugsziel und Bildungseinrichtung für Klagenfurt und Kärnten unverzichtbar“, so Winter-Holzinger.

Drei Jahre ist es her, dass die ehemalige BetreiberInnengesellschaft des Planetariums nach rückläufigen BesucherInnenzahlen Insolvenz anmelden musste. Der unmittelbare Anlass war eine Stromnachzahlung von 2.300 Euro. Nach dem Konkurs führten zwei neue Pächter den Betrieb weiter und investierten 500.000 Euro in die Technik. Vonseiten des Landes und der Stadt Klagenfurt wurden Förderungen in der Höhe von 150.000 Euro zugesagt.

Nun steht die Weiterführung des Planetariums erneut auf der Kippe, wie Clubobmann Thomas Winter-Holzinger zu berichten weiß. „Gerüchte, dass die BetreiberInnengesellschaft zahlungsunfähig ist, machen die Runde. Einer der beiden Pächter ist bereits ausgestiegen. Merkwürdig ist auch, dass die von der Stadt für das Planetarium vorgesehene Förderung laut Subventionsbericht nie ausbezahlt wurde. Außerdem lässt sich von 2015 kein Jahresabschluss finden. Da fangen bei mir alle Alarmglocken an zu schrillen“, so Winter-Holzinger, der auf rasche Aufklärung drängt.

Sollte das Planetarium erneut von einer Schließung bedroht sein, müssen alle Karten auf den Tisch gelegt werden. Das Planetarium ist sowohl ein wichtiges Ausflugsziel für TouristInnen und Einheimische als auch eine wichtige wissenschaftliche Einrichtung, die als außerschulischer Lernort einen Bildungsauftrag erfüllt. Deshalb müssen wir als Stadt und Land alles daran setzen, den Fortbestand dieser wichtigen Klagenfurter Institution zu sichern“, so Winter-Holzinger abschließend.

Grüner Erfolg: Straßenmusik nun ganzjährig möglich!

Klagenfurt (24.06. 2015) Noch im November des Vorjahres kritisierten die Grünen das willkürlich verhängte Auftrittsverbot für Straßenmusikanten in der Zeit zwischen November und Jänner. Die Grünen forderten die Aufhebung und eine Straßenmusikverordnung, die das Musizieren an öffentlichen Orten klar regelt.

Die gestern im Gemeinderat beschlossene novellierte Lärmschutzverordnung sieht unter § 4 nun klare Spielregeln für Straßenmusikanten vor. „Ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Toleranz und Weltoffenheit. Straßenmusikanten dürfen in der Klagenfurter Fußgängerzone ab sofort das ganze Jahr über auftreten“, freut sich Gemeinderätin Margit Motschiunig, die in der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag einbrachte. „Neu ist auch, dass Straßenmusikanten keine Gebühr (in der Höhe von 35 Euro) mehr zu bezahlen haben.“ 

Um Konflikten vorzubeugen, sind Aufrittszeiten und Spielorte von Straßenmusikanten klar definiert: „Gespielt werden darf zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 19 Uhr und nicht unmittelbar vor Haus- und Geschäftseingängen, Gastgärten, Passagen etc. Die Straßenmusik muss ganz ohne elektrische Verstärkung auskommen, wodurch sich die Lautstärke in Grenzen hält. Weiters ist der Spielort nach 30 Minuten zu wechseln – Beschwerden über eine Dauerbeschallung wird es also kaum geben“, ist Motschiunig zuversichtlich.

„Ich freue mich sehr, dass den Straßenmusikanten das Leben in unserer Stadt nun leichter gemacht wird. Straßenmusik sorgt für ein lebendiges Stadtbild und ist neben einer TouristInnenattraktion auch eine absolute gesellschaftliche Bereicherung“, so die Grüne Clubobfrau abschließend.

Grüne Erfolge: Familienfreundliche Maßnahmen, Uni-Bahnhaltestelle vor Eröffnung

Klagenfurt (25.11. 2014) Grünen-Stadträtin Andrea Wulz nimmt nach der heutigen Stadtsenatssitzung zu mehreren Themen Stellung:

Erfolgreiches Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ – Zwischenbericht: Klagenfurt war 2012 die erste Landeshauptstadt in Österreich, die als  „familienfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet wurde, freut sich Initiatorin Andrea Wulz. „Zwei Jahre lang haben wir daraufhin gearbeitet, den Ist-Zustand analysiert, BürgerInnenbefragungen zur Familienfreundlichkeit durchgeführt und ein 12-Maßnahmen-Paket geschnürt, das von allen Fraktionen im Gemeinderat beschlossen wurde“, resümiert die Familienreferentin.
Daniela Obiltschnig, Leiterin des Familienservices, zog in der heutigen Stadtsenatssitzung Bilanz und berichtete von den bisher umgesetzten Maßnahmen – vom barrierefreien Europapark-Spielplatz über das Integrations- und Frühförderprojekt „Hippy“ bis zum „fit for family“-Gütesiegel für Betriebe. „Nächstes Jahr streben wir die Rezertifizierung an. Derzeit wird noch an der Umsetzung einiger Maßnahmen, wie einer familienfreundlichen Hausordnung sowie eines Indoor-Spielplatzes, gearbeitet“, zieht Wulz zufrieden Bilanz.

Umweltförderungen beschlossen: Auf Antrag von Umweltreferentin Andrea Wulz wurden heute Umweltförderungen in der Höhe von 7.560 Euro beschlossen. „Seit Juni 2014 gelten die neu überarbeiteten Umweltförderrichtlinien, die ganz im Zeichen der Energiewende stehen“, so Umweltreferentin Andrea Wulz, die betont, dass die Inanspruchnahme der städtischen Umweltförderungen nicht nur wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt, sondern auch Arbeitsplätze schafft und sichert. „Gefördert werden Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien in thermisch effizienten Gebäuden. Dazu zählen Fernwärmeanschlüsse, Wärmepumpen und Biomasseheizungen mit automatischer Brennraumbeschickung“, erklärt Wulz.

Grüner Erfolg – Bahnhaltestelle Universität wird bald fertig: „Die Eröffnung der Bahnhaltestelle Universität, für die sich die Grünen jahrelang eingesetzt haben, wird am 10. Dezember 2014 stattfinden“, freut sich Stadträtin Andrea Wulz. Der Bau der lang ersehnten Bahnhaltestelle liegt im Zeitplan, der Vertrag zwischen Stadt und ÖBB wurde im heutigen Stadtsenat einstimmig beschlossen.  

Grünes Nein zum Stadtmarketing-Budget 2015: In der heutigen Stadtsenatssitzung wurde das Stadtmarketing-Budget 2015 – gegen die Stimme von Grün – beschlossen. „Erst kürzlich hat Stadtmarketing-Leiterin Anita Telijan gekündigt und es gibt Signale, das Stadtmarketing wieder in die Abteilung Tourismus einzugliedern – unter diesen Voraussetzungen einem Budget in der Höhe von knapp 500.000 Euro zuzustimmen, ist unlogisch“, argumentiert Wulz.

Keine Mehrheit für Minimundus-Pfandurkunde: Die Grünen, ÖVP und SPÖ stimmten heute gegen den FPÖ-Antrag, wonach der Betreiberverein von „Minimundus“ seinen Kredit mit dem Baurecht auf das Stadtgrundstück besichern möchte. „Es geht um eine hypothekarische Belastung in der Höhe von 2,2 Mio. Euro“, so Wulz, die ihr Nein begründet: „Es wurde nicht ausreichend über die Folgewirkungen für die Stadt diskutiert.“

Grüne: Straße nach Wörtherseemandl-Schöpfer benennen

Klagenfurt (28.08.2014) Hans Heinz Goll hätte heuer seinen 80. Geburtstag gefeiert (am 31. August 2014). „Leider hat die Stadt Klagenfurt das Jubiläum verschlafen“, bedauert Gemeinderat Reinhold Gasper, der in einem Antrag nun die Benennung einer Straße oder Parks nach dem bedeutenden Klagenfurter Künstler, der 1999 verstarb, fordert. „Goll ist der Schöpfer einiger berühmter Kunstwerke. Von ihm stammt die neben dem Lindwurm am zweithäufigsten fotografierte Sehenswürdigkeit Klagenfurts, das Wörtherseemandl. Die berühmte Brunnenfigur aus Messing steht seit 1965 in der Kramergasse, Ecke Dr.-Arthur-Lemisch-Platz“, so Gasper. 

Gemeinsam mit Werner Lössl rief Goll auf der Heiligengeistschütt die erste „Grüne Galerie“ ins Leben, eine Ausstellung im Freien. Von ihm ist auch die fünf Meter hohe Stele am Villacher Ring mit allen geschichtlichen Daten der Jahre 1967 bis 1968, informiert Gasper. Besonders bedeutende Kunstwerke schuf Goll in Südamerika, da er viele Jahre in Kolumbien lebte. „Es ist höchste Zeit, den Klagenfurter Künstler als Anerkennung für seine in- und ausländischen Verdienste zu ehren“, so der Mandatar abschließend. 



Bildtext:
Das Wörtherseemandl ist das zweitliebste Fotomotiv der TouristInnen in Klagenfurt.
Foto: R. Gasper

Köchl: Tourismusausschuss einstimmig gegen Songcontest in Klagenfurt

Klagenfurt (12.05. 2014) Heute hat sich der Tourismusausschuss der Landeshauptstadt Klagenfurt aus aktuellem Anlass mit der Frage „Eurovision Songcontest Bewerbung 2015 für Klagenfurt“ befasst. „Nach ausführlicher Debatte sind alle Fraktionen überein gekommen, dass diese Bewerbung für Klagenfurt keinen Sinn ergebe und aus finanziellen Gründen eine Nummer zu groß wäre“, berichtet Ausschussvorsitzender Nationalratsabgeordneter und Gemeinderat Matthias Köchl (Die Grünen). „Das Wörtherseestadion ist zu bespielen, keine Frage. Für den Songcontest wären aber weitere Millioneninvestitionen nötig, welche die Stadt schlicht und einfach nicht aufbringen kann!“

„Mit dem gleichen Geld könnten wir touristisch mit anderen Maßnahmen weit mehr bewegen als mit diesem 1-Tages-Event“, so Köchl, der die inhaltlich gute Analyse der Lage von SPÖ-Landtagsabgeordneten Gemeinderat David Redecsy hervorhebt. Auch ÖVP-Tourismusstadtrat Herbert Taschek und FPÖ-Gemeinderat Johann Rebernig schlossen sich der Argumentation an.

„Mit den heutigen Beratungen hat der Tourismusausschuss einhellig die Bewerbung Klagenfurts ins Reich der Träume verwiesen“, so Köchl, der nichts von politischen Luftschlössern hält. „Klagenfurt muss zuerst seine Hausaufgaben zur Budgetsanierung angehen.“

Grüne: Planetarium muss gerettet werden!

Klagenfurt (03.03. 2014) „Als Teil des Ausflugsziel-Trios im Westen Klagenfurts ist das Planetarium – neben Minimundus und dem Reptilienzoo – eine Institution. Eine Schließung wäre nicht nur touristisch gesehen ein Drama“, betont heute Grünen-Stadträtin und Wissenschaftsreferentin Andrea Wulz. „Das Planetarium ist eine wissenschaftliche Einrichtung und erfüllt als außerschulischer Lernort einen wichtigen Bildungsauftrag. SchülerInnen aus ganz Kärnten und auch aus den Nachbarländern Slowenien und Italien besuchen jedes Jahr das Klagenfurter Planetarium, da es für eine anschauliche Astronomie- und Wissenschaftsvermittlung unbezahlbar ist“, so Wulz, die sich für das Überleben der Bildungseinrichtung einsetzt. „Sowohl Stadt als auch Land sollten ein Interesse daran haben, den Fortbestand dieser wichtigen Kärntner Bildungseinrichtung zu sichern“, betont die Wissenschaftsreferentin abschließend.

Trauerspiel um Hotel Wörthersee beenden!

Klagenfurt (10.10. 2013) Bereits im Juni 2012 schlug Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann beim Hotel Wörthersee Alarm: „Löcher im Dach, zerschlagene Scheiben, bröckelnder Putz: Der Verfall des Hotels war binnen zwei Jahren enorm vorangeschritten.“ Die Mandatarin informierte die Öffentlichkeit von dem Umgang der neuen Besitzer mit dem denkmalgeschützten Gebäude. Zur Erinnerung: Die neuen Eigentümer, die auch im Besitz von Schloss Freyenthurn sind, wollten das Hotel Wörthersee zum 5-Sterne-Betrieb – vornehmlich für ihre Bordellgäste – ausbauen. Weiteres appellierte Schmid-Tarmann bereits damals an  Bürgermeister und Finanzreferent, Gespräche zu führen und entweder die geplante Renovierung sicherzustellen oder den Wiederverkauf des Gebäudes – zu einem fairen Preis. „Doch keines von beidem ist passiert – zuerst wegen der strengen Auflagen des Bundesdenkmalamtes und dem verhängten Baustopp. Dann wegen dem Streit mit der Stadt um den Steg, woraufhin die Besitzer wohl ihre Lust am Investieren und der Weiterverfolgung ihres Projektes verloren haben.“

Wieder ist nun das Bundesdenkmalamt auf den Plan getreten. „Nach einem Lokalaugenschein der Denkmalschützer haben wir es schwarz auf weiß: Es sind dringend notwendige Reparaturarbeiten zu machen, um den Verfall des denkmalgeschützten Hotels aufzuhalten“, so Schmid-Tarmann, die ihre Forderungen wiederholt: „Die Vorgaben des Bundesdenkmalamtes müssen eingehalten werden! Der Bürgermeister als oberste Bauinstanz und sein Finanzreferent sind gefordert, das Trauerspiel um das Hotel Wörthersee zu beenden. Sie sind aufgerufen, alles zu unternehmen, um eine Lösung zum Wohle der Stadt zu finden bzw. einen Käufer aufzutreiben, der die Auflagen erfüllt und ernsthaft Interesse am Erhalt des denkmalgeschützten Juwels hat“, so die Gemeinderätin. „Das prächtige Gebäude muss revitalisiert werden! Da sich eine Hotelkategorie der obersten Klasse durch den Standort – das Abgeschnittensein vom See durch Bahn und Straße – wohl eher nicht eignet, wäre ein Ankauf durch einen Betreiber von Jugendherbergen willkommen.“ In die Pflicht nimmt Schmid-Tarmann auch den Tourismusreferenten: „Das Hotel Wörthersee ist ein Aushängeschild der Wörtherseearchitektur und ein Blickfang in der Ostbucht. Auch der Tourismusreferent sollte Interesse daran haben, das Gebäude zu retten!“

Fotos: Evelyn Schmid-Tarmann

Lendkanal: Desolate Anlegestellen sind „touristische Peinlichkeit“

Klagenfurt (04.09. 2013) Grünen-Gemeinderat Reinhold Gasper kämpft um die Sanierung von fünf „Schandflecken“ am Lendkanal: „Die Rohrbögen bei den Schiffsanlegestellen sind desolat, rostig und verschmutzt. Sie sollten eigentlich ein Aushängeschild für die Lendkanalschifffahrt sein, in diesem Zustand sind sie aber wohl eher eine Peinlichkeit für die Tourismusstadt Klagenfurt am Wörthersee“, so Gasper, der bereits im Jahr 2004 einen Antrag auf Sanierung aller Rohrbögen einbrachte. „Saniert wurde aber nur der Rohrbogen im Lendhafen, der allerdings schon wieder sanierungsbedürftig ist. Die anderen hat man weiter vor sich hin rosten lassen. Ebenso wenig wie für den verwahrlosten, historisch bedeutsamen Lendhafen, fühlte sich auch für die Anlegestellen keine Abteilung zuständig. Es ist verwunderlich, dass sich weder Tourismusreferent Herbert Taschek noch die Stadtwerke, seinerzeit Besitzer der Wörthersee Schifffahrt, für eine Sanierung eingesetzt haben. Jetzt ist Martin Ramusch Eigner der Wörthersee-Schifffahrt, er wird es sich sicher leisten können, für einen Teil oder sogar die gesamte Sanierung aufzukommen“, so Gasper, der den Tourismusreferenten auffordert, diesbezüglich tätig zu werden.  „Schließlich werden die Schandflecke nicht nur von TouristInnen, sondern auch von der heimischen Bevölkerung, Tausenden RadfahrerInnen und SpaziergängerInnen täglich, gesehen.“

Bildtext: Desolater Rohrbogen bei der Schiffsanlegestelle Steinerne Brücke, Lendkanal
Foto: R. Gasper