Grüne Klagenfurt

Schloss Maria Loretto – Zuerst Konzept, dann Neustart

GRin Evelyn Schmid-Tarmann sieht die zweijährige Verlängerung der Verpachtung des Schlosses Maria Loretto als klares Zeichen des Versäumnisses der Stadt, ein schlüssiges Konzept für die öffentliche touristische und kulturelle Nutzung dieses Kleinods zu erarbeiten.

„Seit der Vertragsunterzeichnung 2008 weiß man, dass im Dezember 2020 der Pachtvertrag ausläuft. Nun wird eine schwach argumentierte zweijährige Verlängerung mit der Bestandnehmerin (einer GmbH) beschlossen. Und das obwohl diese nicht geneigt scheint, ein Konzept für die Nutzung des Schlosses zu erarbeiten. Die bisher gepflogene Weitervermietung an einen Caterer ist eine Sache, die auch vom Facility Management der Stadt Klagenfurt erledigt werden kann – ohne Zwischenprofiteur“, kommentiert die Wirtschaftssprecherin der Grünen im Gemeinderat, Evelyn Schmid-Tarmann, die Vertragsverlängerung.

„Ein improvisierter Kulturplan mit dem Schwerpunkt Klassik für kommendes Jahr ist zwar ein Anfang, doch das stadteigene Schloss für öffentliche Veranstaltungen zu nutzen muss niederschwelligere Angebote, auch für Familien, beinhalten mit einem klaren Zeitplan für Veranstaltungen unter Einbeziehung der lokalen Freien Szene“, wiederholt GRin Schmid-Tarmann ihre Forderungen aus der Vergangenheit.

Sie präzisiert ihre Vorschläge:

  • die Gastronomie (Café/Lounge) öffentlich ausschreiben mit vorgegebenen Öffnungszeiten von Ostern bis Herbst um den touristischen Bedürfnissen gerecht zu werden.
  • eine bestimmte Anzahl von Tagen (rd. 52 Tage/Jahr) für Hochzeiten und private Feiern zu genehmigen
  • die restliche Zeit für öffentliche Nutzung, kulturelle Veranstaltungen, etc. freihalten
  • einen Shuttleservice zu den Abendveranstaltungen (mehr Parkplätze würden das romantische Ambiente gefährden)
  • Sitzgelegenheiten ohne Konsumationszwang im Parkbereich
  • einen gut beleuchteten Spazierweg entlang des Lendkanals errichten, damit die FußgängerInnen ohne Gefährdung durch den Autoverkehr das Schloss erreichen können

„Ich fordere die Wirtschafts-, Tourismus-, und Kulturabteilung auf, die folgenden zwei Jahre für Ausschreibung und Pachtvertrag besser zu nutzen, als die vergangene Dekade. Ein Dornröschen darf träumend auf seinen Prinzen warten, die Stadt nicht“, so Schmid-Tarmann abschließend.

Dem Klagenfurter Flughafen werden die Flügel gestutzt

„Infrastruktur zu privatisieren erweist sich in den meisten Fällen als Fehler, der schwer wieder gutzumachen ist“, bringt die grüne Wirtschaftssprecherin GRin Evelyn Schmid-Tarmann ihre Bedenken auf den Punkt. Darf sich eine Stadt einem Immobilienentwickler ausliefern, der über ein kolportiertes Investitionsvolumen verfügt, das gleich groß ist wie ihr Jahresbudget?

„Für eine Stadt sollte eine eiserne Regel gelten, nämlich, ihre wichtige infrastrukturelle Grundversorgung, wie Wasser oder öffentlichen Verkehr, niemals zu privatisieren. Dazu gibt es warnende Beispiele anderer Städte, die sich durch Privatisierungen blutige Nasen geholt und die Verkäufe zum Teil auch wieder rückabwickeln mussten um die Grundversorgung zu garantieren.“, ist Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann überzeugt, „Ein florierender Flughafen ist für einen Wirtschafts- und Tourismusstandort wichtig.1

„In Gesprächen mit betroffenen Geschäftsleuten und Urlaubsreisenden habe ich einen Eindruck von dem Unmut bekommen, der sich durch die Verringerung des Flugangebots in der Bevölkerung breit macht“, gibt die Grüne Gemeinderätin Auskunft. „Wenn Linienflüge sogar kurzfristig gestrichen werden, dann tritt genau das ein, was bei derartigen Privatisierungen immer droht: das Vertrauen der KundInnen in das Unternehmen schwindet. Gerade die Verlässlichkeit des Services ist es, die die öffentliche Infrastruktur von privatwirtschaftlichen Angeboten unterscheidet.“

„Der Gemeinderat von Klagenfurt hat mit seiner Entscheidung zur Teilprivatisierung, - die ich persönlich immer noch für einen groben Fehler halte - dem Investor auch den Auftrag erteilt, den Klagenfurter Airport zu entwickeln“, hält Schmid-Tarmann fest und ist zurecht verärgert. Sie befürchtet, dass die Region, durch die Ausdünnung des Flugplans weiter ins wirtschaftliche Abseits befördert und Kärnten als Tourismusland zunehmend uninteressant wird2.

„Was also hat der Investor vor, wenn er dieser augenscheinlichen Abwärtsspirale nicht merklich entgegenwirkt? Was ist sein Plan mit dem Flughafen, den er, trotz mehrmaliger Urgenz, nicht bereit ist offenzulegen?“, fragt sich die grüne Wirtschaftssprecherin und bemerkt auch eine weitere Schieflage. „Den Medien ist zu entnehmen, dass der Landeshauptmann die Verhandlungen mit den Austrian Airlines zur Chefsache erklärt hat. Doch wer ist der ‚Chef‘ der Flughafenbetriebsgesellschaft? Muss etwa der Minderheitseigentümervertreter den Job des 75%-Eigentümers machen?“

„Für mich bleiben da viel zu viele Fragen unbeantwortet. Wie steht es um die versprochene - und für vergangenen Herbst angekündigte - Öffentlichmachung des Kaufvertrages? Der Investor hat sich zum Ziel gesetzt, die jährlichen Fluggastzahlen zu verdoppeln - wie soll das vonstattengehen, wenn sich das Angebot verringert? Was ist an den Gerüchten dran, die Messe an den Standort Flughafen zu verlegen? Erwartet er sich als Gegenleistung die Übereignung des Messegeländes? Der Investor verfügt über kolportiertes Investitionsvolumen von insgesamt 300 Millionen Euro. Es ist auf jeden Fall Vorsicht für die Stadt geboten.“, warnt die Grüne Wirtschaftssprecherin vor einem weiteren Ausverkauf von ‚Immobilien-Gustostückerln‘ in der Klagenfurter Innenstadt.

1 Die „Berger-Studie“ (Roland Berger Sept.2014) besagt sinngemäß, dass der Klagenfurter Flughafen eine Überlebenschance nur durch den Tourismus habe. Dazu müssten allerdings 28 Mio. Euro in den Tourismus und die Wirtschaft investiert werden. Nach ein paar Jahren gäbe es dann eine Selbstfinanzierbarkeit des Airports, vorausgesetzt, die Fluggastzahlen würden sich auf 500.000 pro Jahr steigern lassen.

2 Die Urlaubsgewohnheiten befinden sich im Wandel, der Trend weist stark in Richtung Kultur-, Shopping- und Kurzurlaube.
http://www.reise-urlaub-abenteuer.info/reisen/staedtereisen/staedtereisen-boomen

Online-Shopping-Portal trauriges Beispiel für Steuergeldverschwendung

Klagenfurt (13.01. 2015) „Das Online-Shopping-Portal, das vom damaligen FPÖ-Vizebürgermeister Albert Gunzer forciert wurde, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt“, kritisiert Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die im Wirtschaftsausschuss und im Gemeinderat damals gegen das Projekt stimmte. „Es gab keine Ausschreibung, kein schlüssiges Konzept und den begründeten Verdacht der Freunderlwirtschaft“, so Schmid-Tarmann. „Das Portal ist bis heute ein ineffizientes künstliches Konstrukt, das ohne Einbindung der Klagenfurter Kaufleute aus dem Boden gestampft wurde. Man hat auch nicht auf erfahrene Online-Unternehmer, wie Heyn oder Grüner, zurückgegriffen“, erinnert die Mandatarin an das „stümperhafte Vorgehen“.

„204.000 Euro verlorenes Steuergeld ist nun die Rechnung, die vor allem jene schmerzen muss, die die freiheitliche Husch-Pfusch-Aktion im Gemeinderat damals mitgetragen haben“, so Schmid-Tarmann, die „volle Aufklärung und Transparenz“ verlangt.

„Nun geht es darum, weitere Zahlungen sofort zu stoppen, um den Schaden zu begrenzen. Die Verantwortlichen sind zur Rechenschaft zu ziehen. Ein solch fahrlässiges und unfähiges Agieren darf sich in Zukunft nicht mehr wiederholen. Schluss mit Mauscheleien und Verschwendungspolitik!“, betont Schmid-Tarmann abschließend.

 

Kastner & Öhler: Grüne freuen sich über Bündnis mit ÖVP

Klagenfurt (15.12. 2015) Die Grünen freuen sich, dass sich nun auch die ÖVP gegen den von K&Ö favorisierten Standort am Waagplatz ausspricht. Der Standort ist im Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung und der prekären Verkehrssituation abzulehnen, betonen die Grünen heute nochmals.

„Schön, dass die ÖVP mit uns nun ein Bündnis schließt“, freut sich Motschiunig über das öffentliche Bekenntnis der ÖVP gegen den Standort am Waagplatz. Dass der Standort Waagplatz diametral zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung steht und die angespannte Verkehrssituation weiter verschärfen würde, betonten die Grünen bereits in ihrer Aussendung vom 6.11.*
„Grundsätzlich begrüßen wir eine Wiederansiedelung des Grazer Traditionsunternehmens. Aufgabe der Stadtpolitik ist es aber, auf das große Ganze zu schauen“, so Motschiunig. „Die angespannte Verkehrssituation rund um die City Arkaden ist ein großes Thema. Ein weiteres Geschäft würde den Verkehr in diesem Bereich zum Kollabieren bringen.“

Kritisch sieht Gemeinderätin und Grünen-Wirtschaftssprecherin Evelyn Schmid-Tarmann den Drahtzieher im Hintergrund, einen bekannten Klagenfurter Immobilienentwickler, der als Errichter und Vermieter des Kaufhauses und der Tiefgarage auftritt. „K&Ö will sich zwar langfristig einmieten, die Eigeninvestition und das Risiko am hochfrequentierten Heuplatz sind aber überschaubar. Den Innenstadtkaufleuten blühen allerdings weitere Umsatzeinbußen sowie Geschäftsschließungen. Seit mehr als einem Monat wehren sich die Kaufleute auch mit einer Kampagne, in dem sie täglich E-Mails an alle Gemeinderatsmitglieder verschicken. Sie befürchten zu Recht eine weitere Konzentration der Kaufkraft am Heuplatz, die zum Abbau von qualifizierten Arbeitsplätzen im Handel und zur Kannibalisierung von ganzen Stadtteilen führen würde“, nimmt Schmid-Tarmann die Sorgen der Innenstadtkaufleute ernst.

Für die Grünen wären andere Standorte, wie der Heiligengeistplatz oder der zuletzt ins Spiel gebrachte Kardinalsplatz, geeigneter. Schmid-Tarmann: „Wir wollen die City vom Kardinalsplatz bis zum Heiligengeistplatz stärken.“

*http://klagenfurt.gruene.at/koe-standort-waagplatz-steht-im-gegensatz-zu-einer-nachhaltigen-stadtentwicklung/
Bahnhofstraße Burggasse

Bildtext:
Die Innenstadtkaufleute in der Bahnhofstraße und in der Burggasse haben bereits jetzt unter der schwachen Frequenz und der Verkaufsflächen-Konzentration am Heuplatz zu leiden. Mit der Ansiedelung von Kastner & Öhler am Waagplatz würde sich die Situation weiter verschärfen.
Fotos: Schmid-Tarmann

 

Frey: Bahnhofstraße soll autofrei werden!

Klagenfurt (17.12. 2014) Seit Jahren zählt die Bahnhofstraße, einst florierende Einkaufsmeile, zu Klagenfurts Sorgenkindern: „Um die Bahnhofstraße wiederzubeleben, braucht es eine echte Verkehrsberuhigung. Sie muss vom Durchzugsverkehr befreit werden, um den Menschen wieder ein gefahrloses Flanieren und Einkaufen zu ermöglichen“, ist Bürgermeisterkandidat Frank Frey überzeugt, der eine verkehrsberuhigte Zone von der Priesterhausgasse bis zur Paulitschgasse fordert. „Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass autofreie Zonen zu einer Belebung der Innenstadt und zu einer Erhöhung der Lebensqualität beitragen“, so Frey, der hinzufügt: „Das Ganze muss natürlich in ein Gesamtverkehrskonzept eingebunden werden und gut durchdacht sein. Zufahrten zu Ärzten oder Zulieferungen sollten natürlich weiterhin möglich sein. Um auch autofrei mobil zu sein, könnte ein Bummelzug eingesetzt werden – das wäre eine tolle Attraktion für TouristInnen und Einheimische.“

Frey: Klagenfurt an Advent-Einkaufssamstagen zur Fußgängerzone machen

Klagenfurt (03.12. 2014) Gratis-Parken an den Einkaufssamstagen vor Weihnachten – das wurde gestern von den Freiheitlichen und der ÖVP beschlossen. Die Grünen stimmten nicht nur aus Umweltgründen (Anm. Klagenfurt ist Feinstaubsanierungsgebiet), sondern auch aus wirtschaftlichen Überlegungen dagegen. „Gratis-Parken ist keine wirtschaftsfördernde Maßnahme – ganz im Gegenteil. Die wenigen Parkplätze in der Innenstadt sind sofort zugeparkt, da auch die Angestellten den ganzen Tag ihr Auto gratis abstellen können. Die KundInnen haben nichts davon, da sie nur im Kreis fahren und sich ärgern, wenn sie keinen Parkplatz finden“, argumentiert Frank Frey.

Sein Vorschlag: „Wirtschaftsfördernd wäre es, Teile der Innenstadt an Einkaufssamstagen autofrei zu machen. Die KundInnen könnten nach Herzenslust flanieren und ihre Weihnachtseinkäufe gefahrenfrei zu Fuß erledigen“, so Frey, der hinzufügt, dass eine solche Maßnahme nur Hand in Hand mit einem ausgebauten und gut funktionierenden öffentlichen Verkehrssystem gehen kann. „Um die Menschen zum Umsteigen zu bewegen, braucht es Anreize: An Einkaufssamstagen in der Adventszeit sollten die Stadtwerke-Busse deshalb gratis zu benützen sein“, so Frey abschließend (siehe auch http://klagenfurt.gruene.at/Gruene-Gratis-Busse-an-Einkaufssamstagen-sinnvoller-als-Gratis-Parken).  

Grüner Dringlichkeitsantrag: Mit Resolution Zeichen gegen TTIP setzen

Klagenfurt (17.10. 2014) Einen Dringlichkeitsantrag zum „Transatlantischen Handels und Investitionsabkommen“ (TTIP) zwischen der EU und den USA, das die weltgrößte Freihandelszone schaffen würde, bringen heute Grüne und EW ´09 ein. „Das geplante Freihandelsabkommen, das geheim verhandelt wird, ist ein Angriff auf Demokratie, VerbraucherInnenrechte, Umweltschutz und Sozialstaat. Die Verhandlungen sind schon weit fortgeschritten und das TTIP hätte für alle BürgerInnen schwerwiegende Folgen“, begründet Grünen-Clubobfrau Andrea Wulz die Dringlichkeit des Antrages. „Das Abkommen sieht vor, Demokratie und Rechtsstaat, Umwelt- und VerbraucherInnenschutz zugunsten von wirtschaftlichen Interessen auszuhebeln. Das dürfen wir nicht zulassen! Die Stadt Klagenfurt sollte mit dieser Resolution ein Zeichen setzen“, ergänzt Gemeinderat und Grünen-Landessprecher Frank Frey. „Die Grünen treten für fairen Handel ein und sind gegen Sonderrechte für Großkonzerne.“

Mit der Resolution soll der Gemeinderat der Stadtgemeinde Klagenfurt am Wörthersee die österreichische Bundesregierung und die österreichischen Abgeordneten im EU-Parlament aufgefordert werden, sich für einen transparenten Weg im Sinne der BürgerInnen und nicht für Geheimverhandlungen zum Wohle internationaler Konzerne einzusetzen. Dem TTIP ist die Zustimmung solange zu verweigern, bis folgende vier Punkte klargestellt sind: 1. Die BürgerInnen der EU-Mitgliedsstaaten sind umfassend über Stand und Inhalt der Verhandlungen zu informieren, 2. dürfen die europäischen und nationalen Konsumentenschutzbestimmungen und Umweltstandards nicht zugunsten von Konzerninteressen ausgehebelt werden, 3. müssen der Schutz der europäischen und nationalen ArbeitnehmerInnenrechte sowie die hohen nationalen Ausbildungsstandards gewahrt bleiben und 4. dürfen Investor-Staat-Klagen vor einem Schiedsgericht in funktionierenden Rechtsstaaten nicht Bestandteil eines Freihandelsabkommens sein.

Hier der Dringlichkeitsantrag im Detail: http://klagenfurt.gruene.at/Dringlichkeitsantrag-TTIP-Freihandelsabkommen-Resolution 

Der Dringlichkeitsantrag wurde in der Gemeinderatssitzung vom 17. Oktober 2014 einstimmig beschlossen!

Grüne: Neues Hallenbad soll Innenstadt beleben

Klagenfurt (04.09. 2014) „Dass sich Badegäste nach einem solch verregneten Sommer wie heuer für ein Hallenbad am See aussprechen, ist nicht überraschend. Natürlich wünschen sich UrlauberInnen eine Schlechtwetteralternative“, reagiert heute Grünen-Stadträtin Andrea Wulz auf die Befragung der Stadtwerke und die neu entfachte Diskussion um einen Hallenbad-Neubau am See. „Das ändert aber nichts daran, dass ein Hallenbad am See einen massiven Eingriff in das Naherholungsgebiet der KlagenfurterInnen bedeuten würde“, betont Wulz.

Die Grünen stellten sich von Anfang an gegen eine Verbauung der Ostbucht (mit ihrem später von anderen kopierten Slogan „Hände weg von der Ostbucht!“) durch ein See-Erlebnisbad. Die Klagenfurter ÖVP forcierte es ursprünglich, bis sie einen 180-Grad-Schwenk hinlegte und Unterschriften dagegen sammelte.

„Unsere Position bleibt unverändert: Wir brauchen kein See-Erlebnisbad für TouristInnen, sondern ein neues Hallenbad für die Klagenfurter Bevölkerung. Außerdem sind TouristInnen durchaus in der Lage, den Weg in die Stadt zu einem modernen Hallenbad zu finden. Denn gerade bei Schlechtwetter zieht es TouristInnen eher in die Innenstadt als an den See. Außerdem würde ein Hallenbad am Messeareal den Stadtteil südlich des Neuen Platzes beleben. Für den Handel wäre das sehr positiv“, unterstreicht Wulz den wirtschaftlichen Faktor.

Dass Klagenfurt bis heute kein neues Hallenbad hat, ist „für FPÖ-Bürgermeister Scheider blamabel. In sechs Jahren seiner Amtszeit hat er es nicht geschafft, in Sachen Hallenbad-Neubau irgendetwas weiterzubringen. Sowohl in der Finanzierungs-, als auch in der Standortfrage stehen wir am Anfang! Dass für anstehende Großprojekte das Geld fehlt, ist auf die von Versäumnissen geprägte Finanzpolitik der FPÖ zurückzuführen. Kein Masterplan, keine Reformen, kein Entwicklungskonzept – eine verheerende Bilanz.“

Die Hauptpost muss in der Innenstadt bleiben!

Klagenfurt (11.02. 2014) „Die Hauptpost steht vor der Schließung, doch auf eine wirkungsvolle Unterstützung vonseiten des Bürgermeisters wartet man bislang vergebens“, macht Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann ihrer Unzufriedenheit Luft. „Wenn nächstes Jahr der Mietvertrag für die Hauptpost am Benediktinerplatz ausläuft und das Amt geschlossen wird, braucht man einen Plan B“, findet die Grün-Mandatarin, die den Bürgermeister auffordert, endlich alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit das letzte Postamt in der Innenstadt erhalten bleibt. „Das Stauderhaus wäre beispielsweise ein idealer Ersatz-Standort. Außerdem gehört es der Stadt. Sobald das nächste Lokal frei wird, soll es die Stadt als möglichen Poststandort sichern. Dies erleichtert die Verhandlungen mit dem Postmanagement, welches es von der Notwendigkeit des Standort-Erhaltes zu überzeugen gilt“, so Schmid-Tarmann, die auf den für morgen Mittwoch anberaumten Gesprächstermin zwischen Post, Betriebsrat und Bürgermeister verweist. „Eine Landeshauptstadt mit fast 96.000 EinwohnerInnen braucht ein zentral gelegenes Postamt!“, betont Schmid-Tarmann.

Dass alle Anzeichen für eine Schließung sprechen, sieht auch Frank Pack, Obmann des Vertrauenspersonenausschuss (Vorsitzender des Betriebsrates) bei der Österreichische Post AG, Bereich Klagenfurt Stadt/Land, so: „Alle bis jetzt der Schließung einer Postfiliale vorangegangenen Maßnahmen gleichen sich seit jeher bis zur Gegenwart!“ Schmid-Tarmann ergänzt: „Zuerst werden alle Serviceleistungen gestrichen oder an Postpartner ausgelagert, um das Amt schließlich mangels Frequenz zu schließen.“ Bei der Hauptpost können seit September 2013 keine eingeschriebenen Briefsendungen und Pakete mehr abgeholt werden, sondern nur noch beim Postpartner, einer Buchhandlung im ersten Stock der City Arkaden. „Die Betroffenen sind unzufrieden und ärgern sich über die ungünstige Lage. Vor allem für Menschen, die in ihrer Mobilität oder Sehleistung beeinträchtigt sind, ist dieser Postpartner eine Zumutung“, weiß Schmid-Tarmann.

Stand Jänner 2014: Kärntenweit sollen lediglich 24 der 135 Postämter bestehen bleiben!
135 Postämter http://www.herold.at/gelbe-seiten/kärnten/postämter/
121 Postservicestellen/Postpartner
http://www.herold.at/gelbe-seiten/kärnten/postservicestellen/

Hauptpost: Drohende Schließung abwenden!

Klagenfurt (04.02. 2014) „Die Hauptpost ist das einzig verbliebene Postamt in der Innenstadt. „Das Gebäude wurde verkauft, nächstes Jahr läuft der Mietvertrag am Benediktinerplatz aus. Alle Anzeichen sprechen für die Schließung. Es läuft immer gleich ab: Zuerst werden Serviceleistungen gestrichen oder an Postpartner ausgelagert, um das Amt schließlich mangels Frequenz zu schließen!“ sagt Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die recherchiert hat, dass von den aktuell 135 Postämtern in Kärnten nur etwas mehr als ein Viertel bestehen bleiben soll. „Die Versorgungsqualität in einer Landeshauptstadt so zurückzuschrauben, wäre ein schwerer Fehler. Seit September können eingeschriebene Briefsendungen und Pakete nicht mehr in der Hauptpost abgeholt werden. Die Betroffenen sind unzufrieden und ärgern sich über die ungünstige Lage im ersten Stock der City-Arkaden. Vor allem für Menschen, die in ihrer Mobilität oder Sehleistung beeinträchtigt sind, ist dieser Postpartner eine Zumutung. In der Bevölkerung regt sich bereits Widerstand.“

„Bisher hat sich der Bürgermeister zum Hauptpost-Dilemma nicht geäußert, darum habe ich eine Anfrage an ihn eingebracht. Ich fordere Bürgermeister Scheider auf, alles zu unternehmen, um den Poststandort zu sichern. Sollte im angestammten Gebäude der Mietvertrag tatsächlich nicht mehr verlängert werden, muss die Stadt in der Nähe des Marktes ebenerdig gelegene Räumlichkeiten für ein Postamt bereitstellen. Ideal wäre das Stauderhaus, das im Besitz der Stadt ist.

Eine Landeshauptstadt mit fast 95.000 Einwohnern braucht ein zentral gelegenes Postamt mit allen Serviceleistungen!“ fordert die Grün-Mandatarin abschließend.



Stand Jänner 2014:
135 Postämter
http://www.herold.at/gelbe-seiten/kärnten/postämter/

121 Postservicestellen/Postpartner http://www.herold.at/gelbe-seiten/kärnten/postservicestellen/